Preisverzeichnis 2026 · Deutschland

Fassadenbekleidung aus Blech mit Winkelstehfalz

Bei einer Fassadenbekleidung mit Winkelstehfalz verkleidet der Spengler die Hauswand mit Metallbahnen. Die Ränder der Bahnen verbindet er durch Umbiegen, ohne Schrauben und ohne Dichtmasse. Viele Bauherrschaften wählen diese Lösung für Neubauten mit moderner Architektur und für Attikageschosse von Mehrfamilienhäusern. Bei einer Sanierung

Aktualisiert 09/2026·5 Min. Lesezeit·9 Positionen im Preisverzeichnis
Preis Standardleistung
25.22 CHF/ m²
Richtwert-Spanne
20.10 CHF - 32.83 CHF
Wohnung 60 m²
3783.24 CHF
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Spenglerarbeiten9 Positionen

Alle angegebenen Preise sind Nettopreise, zuzüglich gegebenenfalls anfallender Umsatzsteuer. Der Arbeitspreis enthält nur die Arbeit. Der Preis mit Material enthält zusätzlich Hilfsmaterial (Kleber, Grundierung, Dichtstoffe, Befestigungsmaterial). Wandfliesen, Bodenfliesen, Bodenbeläge, Farbe und Sanitärobjekte wählt und kauft der Kunde selbst, sie sind nicht enthalten.

PositionEHPreis / EHMengeSumme
Dächer und Eindeckungen
Fassadenverblechung - Winkelstehfalzm²25.22 CHF-
Dachstuhl montieren (Tragkonstruktion Holz)m²-
Montage Lattung unter Dachziegelm²-
Montage Konterlattungm²4.32 CHF-
Setzen und Montage Dampfsperrem²3.60 CHF-
Dachdeckung in Doppel-/Stehfalztechnikm²18.00 CHF-
Montage PVC-Dichtungsbahn (Flachdach)m²-
Funkenprüfung der PVC-Bahn (Flachdach)m²-
Verlegung Keramik-/Betondachziegelm²36.03 CHF-
Summe Arbeit
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Wie der Winkelstehfalz funktioniert

Jede Blechbahn hat an beiden Seiten aufgekantete Ränder. Der Spengler legt die Ränder benachbarter Bahnen aneinander und biegt sie gemeinsam im Winkel um. So entsteht eine senkrechte Rippe, die Sie an der Fassade als feine Linie sehen. Die Bahn hält über verdeckte Metallklammern auf dem Untergrund, die sogenannten Haften. Sie sitzen versteckt im Falz. Das Blech wird also nirgends in der Fläche durchbohrt, und das Wasser findet keinen Weg nach innen.

Warum der Winkelfalz und nicht der Doppelstehfalz? Beim Doppelstehfalz werden die Ränder zweimal umgebogen. Diese Verbindung ist dichter und passt eher zu flach geneigten Dächern, auf denen das Wasser länger stehen bleibt. An einer senkrechten Wand läuft das Wasser schnell ab, dafür reicht der Winkelfalz gut aus. Er geht schneller und wirkt sauber.

Es gibt auch Klicksysteme, bei denen die vorgeformten Ränder der Paneele einfach ineinander einrasten. Auf grossen, geraden Flächen geht die Montage damit schneller. An einer gegliederten Fassade mit vielen Fenstern und Ecken arbeitet der klassische Falz aber genauer.

Montage Schritt für Schritt

Das Blech liegt nie direkt auf dem Mauerwerk. Es handelt sich um eine hinterlüftete Fassade: Zwischen Dämmung und Blech bleibt ein Luftspalt. Die Luft steigt darin wie in einem Kamin nach oben und führt Feuchtigkeit ab. So bleibt die Wand trocken, und Schimmel hat kaum eine Chance.

  1. Verlegeplan erstellen: Der Spengler zeichnet auf, wo die einzelnen Bahnen liegen, damit die Falze symmetrisch zu Fenstern und Gebäudeecken verlaufen.
  2. Konsolen und Unterkonstruktion montieren: In der Wand werden Konsolen verankert, darauf kommt eine Lattung aus Holz oder Metall, die Unebenheiten der Wand ausgleicht.
  3. Wärmedämmung einbauen: Zwischen die Konsolen kommt die Dämmung, meist nicht brennbare Mineralwolle.
  4. Fassadenbahn anbringen: Sie schützt die Dämmung vor Wind und Feuchtigkeit und sollte für Fassaden mit offenen Fugen geeignet sein.
  5. Hinterlüftung sicherstellen: Der Luftspalt beträgt in der Regel mindestens 20 bis 40 mm, mit freien Öffnungen unten beim Sockel und oben bei der Attika.
  6. Bahnen auf die Haften setzen: Die Haften halten das Blech, ohne es zu durchbohren.
  7. Falz schliessen: Auf langen Abschnitten mit der Falzmaschine, an Ecken und Details mit Handwerkzeug.
  8. Details ausbilden: Attika, Fensterbänke, Leibungen, Sockel und Durchdringungen mit passenden Systemteilen einfassen.

Welches Blech wofür

  • Verzinkter Stahl mit Farbbeschichtung: eine verbreitete, gut verfügbare Wahl. An der Fassade lohnt sich eine hochwertige Beschichtung mit besserer UV-Beständigkeit, sonst kann die Farbe auf der Südseite mit der Zeit verblassen.
  • Aluminium: leicht und deshalb gut für Sanierungen, bei denen die Wand keine grosse Last tragen soll. Es dehnt sich bei Temperaturwechseln aber stärker aus als Stahl, darum kommt es hier noch mehr auf korrekte Dehnungsmöglichkeiten an.
  • Titanzink: bildet mit der Zeit eine graue Schutzpatina. Kleine Kratzer verschwinden darin, ein Anstrich ist nicht nötig. In geeigneter Umgebung hält es viele Jahrzehnte. Rechnen Sie mit einer längeren Lieferfrist.
  • Kupfer und Edelstahl: sehr langlebig und auffällig, an Einfamilienhäusern eher selten.

Für Fassaden ist das Blech meist 0,6 bis 0,8 mm dick. Vorsicht beim Kombinieren von Metallen: Läuft Wasser von Kupfer auf verzinkten Stahl, entsteht galvanische Korrosion, und der Stahl nimmt rasch Schaden. Wählen Sie die Metalle an einer Fassade deshalb so, dass sie zueinander passen.

Was die Arbeit einfacher oder aufwendiger macht

Zwei Fassaden mit gleicher Fläche können ganz unterschiedlich viel Arbeit bedeuten. Eine gerade Wand ohne Öffnungen geht schnell, die Falzmaschine schliesst eine ganze Bahn in einem Zug. Jedes Fenster, jede Ecke, Nische oder Durchdringung für Lüftung oder Leuchten bedeutet dagegen zusätzliche Handarbeit.

  • Gliederung des Hauses: Ecken, Rundungen und zurückversetzte Bauteile brauchen exakte Formarbeit.
  • Anzahl Fenster: Leibungen und Fensterbänke gehören zu den aufwendigsten Stellen.
  • Gebäudehöhe: Bei höheren Häusern braucht es ein Gerüst. Wird auch das Dach gemacht, steht es nur einmal.
  • Zustand des Untergrunds: Schiefes altes Mauerwerk verlangt mehr Aufwand beim Ausrichten der Unterkonstruktion.
  • Länge der Bahnen: Bei langen Bahnen, laut Hersteller meist ab etwa 3 m, braucht es zusätzlich Schiebehaften.
  • Wetter: Bei Frost lässt sich Blech schlechter formen, und manche Details sind dann nicht machbar.

Es ist Arbeit in der Höhe mit Profiwerkzeug. Überlassen Sie sie einem erfahrenen Spengler. Wohnen Sie im Stockwerkeigentum, gehört die Fassade zu den gemeinschaftlichen Teilen. Dann entscheidet die Eigentümergemeinschaft, meist über die Liegenschaftsverwaltung.

Fehler, die immer wieder vorkommen

Das Blech selbst hält lange. Schäden entstehen fast immer durch eine Montage, die nicht berücksichtigt, wie sich Metall verhält.

  • Nur Festhaften bei langen Bahnen: Im Sommer dehnt sich das Metall aus, kann nicht ausweichen, und die Fläche wellt sich oder die Befestigung reisst aus.
  • Zu wenige Haften: Ihre Anzahl richtet sich nach der Windlast am Standort und der Gebäudehöhe gemäss den SIA-Normen, nicht nach Gewohnheit. Sonst drohen Schäden bei Sturm.
  • Verstopfte oder fehlende Hinterlüftung: Feuchtigkeit bleibt in der Konstruktion und kondensiert an der Dämmung.
  • Dichtmasse statt sauberem Detail: Dichtstoff trocknet aus und reisst. Die Verbindung muss über die Form des Blechs gelöst sein.
  • Nicht ganz geschlossener Falz: An einer lockeren Stelle dringt Schlagregen ein.
  • Schlechter Verlegeplan: Eine schmale Restbahn an der Gebäudeecke lässt sich nachträglich nicht korrigieren.

In der Praxis kommt es auch vor, dass ein Betrieb gute Referenzen für Dächer hat, aber zum ersten Mal eine Fassade baut. Fragen Sie deshalb nach ausgeführten Fassaden und schauen Sie sich diese vor Ort an.

So prüfen Sie die fertige Fassade

  • Die Falze verlaufen parallel und sind auf der ganzen Länge geschlossen
  • Von der Seite betrachtet ist die Fläche nicht gewellt
  • Die Bahnen sind symmetrisch zu Fenstern und Gebäudeecken angeordnet
  • Die Lüftungsöffnungen beim Sockel und bei der Attika sind frei und mit einem Gitter geschützt
  • Die Fensterbänke haben eine Tropfkante, die das Wasser von der Wand wegführt
  • Ecken und Durchdringungen sind mit Systemteilen gelöst, nicht mit Dichtmasse
  • Das Blech zeigt keine Kratzer, Dellen oder Reste der Schutzfolie
  • Sie haben eine Garantie getrennt für Material und Montage sowie Unterlagen zum verwendeten Blech erhalten

Häufige Fragen

Ja. An einer senkrechten Wand läuft das Wasser schnell ab und bleibt nicht stehen, deshalb ist der Winkelfalz hier eine übliche und bewährte Lösung. Der Doppelstehfalz ist eher für flach geneigte Dächer sinnvoll.

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