Leistung aus dem Preisverzeichnis kalkulieren
Mengen eingeben und der Preis wird sofort neu berechnet. Die Preise gelten für Deutschland und können im Preisverzeichnis angepasst werden.
Alle angegebenen Preise sind Nettopreise, zuzüglich gegebenenfalls anfallender Umsatzsteuer. Der Arbeitspreis enthält nur die Arbeit. Der Preis mit Material enthält zusätzlich Hilfsmaterial (Kleber, Grundierung, Dichtstoffe, Befestigungsmaterial). Wandfliesen, Bodenfliesen, Bodenbeläge, Farbe und Sanitärobjekte wählt und kauft der Kunde selbst, sie sind nicht enthalten.
| Position | EH | Preis / EH | Menge | Summe |
|---|---|---|---|---|
| Dämmungen | ||||
| PU-Spritzdämmung - offenzellig (20-25 cm) | m² | - | ||
| PU-Spritzdämmung - geschlossenzellig | m² | - | ||
| PU-Spritzdämmung - offenzellig (30-35 cm) | m² | - | ||
So läuft das Aufsprühen ab
Die Arbeit übernimmt eine geschulte Firma mit Spritzanlage. Selber machen lässt sich diese Dämmung nicht: Die Komponenten müssen genau dosiert und auf die richtige Temperatur erwärmt werden, und gegen die Dämpfe braucht es Schutzausrüstung. Der übliche Ablauf sieht so aus:
- Besichtigung und Aufmass: Die Firma prüft den Dachstuhl, die Sparrenhöhe und den Zustand des Unterdachs und schlägt die Schichtdicke vor.
- Vorbereitung: Staub und Schmutz entfernen, Fenster, Böden und alles abdecken, was nicht verschmutzt werden soll.
- Aufsprühen: Der Schaum wird schrittweise in mehreren Durchgängen aufgetragen, bis die vereinbarte Dicke erreicht ist.
- Zuschneiden: Schaum, der über die Sparrenkante hinauswächst, wird nach dem Aushärten abgeschnitten. So lässt sich die Verkleidung später sauber montieren.
- Dicke prüfen: Die Firma misst die Schicht an mehreren Stellen nach.
Der Schaum fühlt sich fast sofort fest an. Während des Sprühens und noch einige Stunden danach sollten sich im Raum keine Personen ohne Schutzausrüstung aufhalten. Gut lüften gehört dazu. Wie lange genau, gibt der Hersteller des Schaums vor. Ein übliches Dachgeschoss in einem Einfamilienhaus ist meist an einem Arbeitstag fertig.
Warum 20 bis 25 cm
Offenzelliger Schaum dämmt pro Zentimeter etwas schwächer als geschlossenzelliger Schaum. Deshalb wird er dicker aufgetragen. Eine Schicht von 20 bis 25 cm gilt als üblicher Standard für Steildächer und Decken in einem bewohnten Dachgeschoss. Bei vielen Dachstühlen passt diese Dicke zwischen die Sparren, manchmal braucht es eine kleine Aufdopplung.
Wer einen höheren Energiestandard anstrebt oder im Sommer deutlich weniger Hitze unter dem Dach haben möchte, wählt eine dickere Schicht von etwa 30 bis 35 cm. Das braucht mehr Material und mehr Zeit. Oft reicht dann die Sparrenhöhe nicht, und unter den Sparren muss eine Lattung dazukommen. Der Raum verliert dadurch etwas Höhe.
Die richtige Dicke hängt aber nicht nur von den Zentimetern ab. Entscheidend ist der Wärmeschutz des ganzen Dachaufbaus. Er ergibt sich aus der Dicke und der Wärmeleitfähigkeit des konkreten Schaums. Die Anforderungen an den Wärmeschutz von Gebäuden regelt in der Schweiz die Norm SIA 380/1. Bei einer Sanierung lohnt es sich, eher auf gute Werte zu zielen, denn das Dach öffnet in den nächsten Jahrzehnten niemand mehr. Wer Fördergelder aus dem Gebäudeprogramm prüfen möchte, klärt die Bedingungen vor dem Auftrag beim kantonalen Förderprogramm ab.
Offenzelliger Schaum und der Dachaufbau
Warum gerade offenzelliger Schaum unters Dach? Seine Zellen sind miteinander verbunden. Er ist deshalb weich, leicht und lässt Wasserdampf durch. Das Dach verträgt so kleine Feuchtigkeitsmengen besser, und der Schaum dämpft zusätzlich das Prasseln von Regen. Geschlossenzelliger Schaum ist härter und wasserbeständiger. Er passt eher zu Flachdächern, Sockeln oder Fundamenten.
Der Schaum ist aber nur eine Schicht im Dach. Damit das Ganze funktioniert, muss auch der Rest stimmen:
- Unter der Eindeckung braucht es ein Unterdach und eine Hinterlüftung. Der Schaum wird nie direkt auf die Ziegel gesprüht.
- Auf der warmen Seite, also zum Raum hin, kommt je nach Planung eine Dampfsperre oder Dampfbremse. Welche und wo, entscheidet die Fachplanung.
- Wird das Dach komplett neu gemacht, folgen über der Dämmung Konterlattung und Lattung für die Eindeckung.
Polyurethan ist brennbar. Im bewohnten Dachgeschoss wird er deshalb mit einer Verkleidung abgedeckt, zum Beispiel mit Gipskartonplatten. Um den Kamin herum hält die Firma den Abstand ein, den der Hersteller vorgibt.
Was die Arbeit einfacher oder aufwendiger macht
Wie aufwendig die Arbeit ist und was sie am Ende kostet, hängt von den Bedingungen vor Ort ab. Einfacher wird es bei:
- einer grossen, zusammenhängenden Fläche mit wenigen Durchdringungen
- einem trockenen, sauberen und offenen Dachstuhl mit gutem Zugang
- Sparren, die für die gewählte Dicke hoch genug sind
Aufwendiger wird es bei:
- einem verwinkelten Dach mit Lukarnen, Kehlen und Dachfenstern
- alter Dämmung, die zuerst entfernt werden muss, oder einem Unterdach, das repariert werden muss
- kaltem oder feuchtem Untergrund, bei dem man warten oder den Raum temperieren muss
- schwierigem Zugang, wenn die Schläuche durch ein bewohntes Haus gezogen werden
Fehler, die Sie vermeiden sollten
Die meisten Probleme entstehen nicht im Material, sondern bei der Vorbereitung und der Auswahl. In der Praxis sieht man häufig, dass:
- eine dünnere Schicht gewählt wird, damit die Offerte günstiger aussieht, und das Dach den nötigen Wärmeschutz nicht erreicht
- auf feuchtes oder gefrorenes Holz gesprüht wird, der Schaum schlechter haftet und sich ablösen kann
- die Dampfsperre oder Dampfbremse vergessen wird und sich Feuchtigkeit im Aufbau sammelt
- der Schaum ohne Hinterlüftung direkt an die Eindeckung gesprüht wird
- Offerten nur nach dem Preis pro Quadratmeter verglichen werden, obwohl jede mit einer anderen Dicke rechnet
Schauen Sie beim Vergleichen deshalb immer, welche Dicke und welchen Schaumtyp die Firma angibt. Vergleichbar sind nur Offerten mit gleicher Dicke oder gleichem Wärmeschutz. Lassen Sie sich auch das technische Merkblatt des Schaums und Referenzen von ähnlichen Dächern zeigen.
So prüfen Sie die fertige Arbeit
Schauen Sie sich die Dämmung an, bevor die Verkleidung montiert wird. Später kommen Sie nicht mehr daran.
- Die Schichtdicke ist an mehreren Stellen gemessen und entspricht dem vereinbarten Wert
- Der Schaum ist durchgehend, ohne Löcher und ohne leere Ecken bei Fusspfette, First und Durchdringungen
- Der Schaum haftet gut an den Sparren und steht nirgends ab
- Überstehender Schaum ist bündig mit den Sparren oder der Lattung abgeschnitten
- Die Hinterlüftung unter der Eindeckung ist frei geblieben
- Der Bereich um den Kamin ist nach den Vorgaben des Herstellers ausgeführt
- Dampfsperre oder Dampfbremse ist gemäss Planung eingebaut und an die angrenzenden Bauteile angeschlossen
- Die Firma hat einen Nachweis über das verwendete Material und die tatsächliche Dicke übergeben, als Grundlage für die Garantie
Häufige Fragen
Für ein übliches bewohntes Dachgeschoss reichen 20 bis 25 cm meist aus. Eine dickere Schicht lohnt sich, wenn Sie einen höheren Energiestandard oder weniger Sommerhitze möchten und im Dach genug Platz dafür ist. Am besten stützen Sie den Entscheid auf eine Berechnung des Wärmeschutzes.
Offenzelliger Schaum lässt Wasserdampf durch. In einem richtig geplanten Aufbau entweicht die Feuchtigkeit und sammelt sich nicht. Voraussetzung sind ein trockener Untergrund beim Sprühen, ein intaktes Unterdach und eine Dampfsperre oder Dampfbremse gemäss Fachplanung.
Davon ist abzuraten. Ein sauberer Auftrag braucht eine professionelle Anlage, genaue Dosierung, die richtige Temperatur von Komponenten und Untergrund sowie Schutzausrüstung. Sets für den Hausgebrauch bringen weder eine gleichmässige Dicke noch eine gute Haftung.
Das Dachgeschoss eines Einfamilienhauses ist meist an einem Tag gesprüht. Der Schaum härtet schnell aus, der Raum muss aber noch einige Stunden gelüftet werden. Die genaue Zeit gibt der Hersteller des Schaums an.
PUR-Schaum wird gesprüht und schäumt vor Ort zu einer durchgehenden Schicht auf, die gleichzeitig Fugen gegen Luftzug abdichtet. Einblasdämmung aus Mineralfasern oder Zellulose wird lose in einen Hohlraum geblasen. Sie eignet sich eher für horizontale Estrichböden und dichtet nicht gegen Luft ab.
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