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Alle angegebenen Preise sind Nettopreise, zuzüglich gegebenenfalls anfallender Umsatzsteuer. Der Arbeitspreis enthält nur die Arbeit. Der Preis mit Material enthält zusätzlich Hilfsmaterial (Kleber, Grundierung, Dichtstoffe, Befestigungsmaterial). Wandfliesen, Bodenfliesen, Bodenbeläge, Farbe und Sanitärobjekte wählt und kauft der Kunde selbst, sie sind nicht enthalten.
| Position | EH | Preis / EH | Menge | Summe |
|---|---|---|---|---|
| Dämmungen | ||||
| PU-Spritzdämmung - geschlossenzellig | m² | - | ||
| PU-Spritzdämmung - offenzellig (20-25 cm) | m² | - | ||
| PU-Spritzdämmung - offenzellig (30-35 cm) | m² | - | ||
Was harten Schaum von weichem unterscheidet
PUR-Spritzschaum entsteht aus zwei flüssigen Komponenten, einem Polyol und einem Isocyanat. Sie werden erst in der Spritzpistole gemischt, schäumen sofort auf und sind innert Sekunden erstarrt. Welche Art von Zellen im Schaum entsteht, hängt von Rezeptur und Dichte ab.
- Geschlossene Zellen (Hartschaum): Die Zellen sind dicht und mit Gas gefüllt. Der Schaum ist fest, formstabil und lässt kaum Wasser oder Wasserdampf durch. Die Rohdichte liegt in der Regel über 35 kg/m³, der Anteil geschlossener Zellen meist bei rund 90 Prozent oder mehr.
- Offene Zellen (Weichschaum): Die Zellen sind miteinander verbunden. Der Schaum ist leicht, elastisch, dampfdurchlässig und dämpft Schall besser. Feuchtigkeit verträgt er aber schlecht. Er kommt vor allem in trockenen Innenräumen zum Einsatz.
Warum wählen viele den harten Schaum auch, um Platz zu sparen? Seine Wärmeleitfähigkeit λ liegt laut Herstellern bei ungefähr 0,025 W/(m·K), beim Weichschaum eher bei 0,037 W/(m·K). Für dieselbe Dämmwirkung reicht also eine dünnere Schicht. Das merken Sie zum Beispiel im Dachgeschoss mit niedrigen Sparren, wo jeder Zentimeter Raumhöhe zählt.
Wo geschlossenzelliger Schaum sinnvoll ist
Hartschaum passt überall dort, wo die Dämmung wasserbeständig und mechanisch belastbar sein soll:
- Steildächer und Dachgeschosse: Der Schaum füllt den Raum zwischen den Sparren und dichtet auch schwierige Stellen rund um Kamin und Dachfenster ab.
- Flachdächer: Hier wird von aussen gespritzt und der Schaum anschliessend mit einer Deckbeschichtung oder einer weiteren Schicht geschützt.
- Fundamente, Sockel und Kellerbereich: überall, wo Erdreich oder Spritzwasser an die Konstruktion kommt.
- Hallen, Lager, landwirtschaftliche Bauten und Kühlräume: Dort müssen grosse Flächen aus Blech oder Beton rasch gedämmt werden.
Beim Steildach ist der Spritzschaum nur eine Schicht im gesamten Dachaufbau. Er schliesst an die Arbeiten von Spengler, Zimmermann und Dachdecker an, also an Unterdach oder Schalung, Lattung und Eindeckung. Den Aufbau sollte ein Planer oder Bauphysiker festlegen. Hartschaum ist selbst nahezu dampfdicht, eine separate Dampfbremse braucht es deshalb oft nicht. Entscheidend sind aber das konkrete System und die Frage, ob die Holzsparren dauerhaft trocken bleiben. Direkt auf die Unterseite der Ziegel zu spritzen, ist keine gute Idee: Eine spätere Dachreparatur wird damit sehr aufwendig.
So läuft das Spritzen Schritt für Schritt ab
Diese Arbeit übernimmt immer eine Fachfirma mit Spritzanlage. Das Isocyanat reizt beim Spritzen die Atemwege. Der Verarbeiter trägt deshalb eine Atemschutzmaske oder ein Atemschutzgerät, und alle anderen Personen bleiben während der Arbeit draussen. Für Laien ist das nichts.
- Konstruktion besichtigen, Schichtdicke gemäss Planung festlegen und prüfen, ob Dach oder Mauer trocken und dicht sind.
- Fenster, Böden, Elektroinstallationen und alles, was keinen Schaum abbekommen soll, abdecken.
- Untergrund von Staub, Fett und losen Teilen befreien.
- Luft- und Untergrundtemperatur sowie Feuchtigkeit gemäss technischem Merkblatt des Herstellers messen.
- Schaum in mehreren dünneren Lagen auftragen, bis die verlangte Dicke erreicht ist.
- Überstehenden Schaum abschneiden und die Dicke an mehreren Stellen kontrollieren.
- Raum lüften und die vom Hersteller angegebene Wartezeit einhalten, bevor jemand zurückkehrt.
- Bei Bedarf Deckschichten ergänzen, etwa Gipskartonplatten im Dachgeschoss oder eine Schutzbeschichtung auf dem Flachdach.
Was die Arbeit leichter und was sie aufwendiger macht
Der Aufwand und damit auch der Preis pro Quadratmeter sind von Objekt zu Objekt verschieden. Einfacher geht es bei:
- grossen, ebenen und gut zugänglichen Flächen
- trockenem, sauberem Untergrund, der kaum Vorbereitung braucht
- leeren Räumen, in denen wenig abgedeckt werden muss
Aufwendiger wird es bei:
- grosser Schichtdicke, die in mehreren Durchgängen gespritzt werden muss
- verwinkelten Dachstühlen, niedrigen Dachräumen und vielen Details an Kaminen, Leitungen und Fenstern
- kleinen Aufträgen, bei denen sich Anfahrt und Einrichten der Anlage auf wenige Quadratmeter verteilen
- zusätzlich nötigen Brandschutz- oder Schutzschichten
Worauf Sie achten sollten und typische Fehler
In der Praxis kommt es oft vor, dass an feuchten Stellen, etwa am Sockel oder auf dem Flachdach, der günstigere offenzellige Schaum verwendet wird. Er saugt Feuchtigkeit auf und verliert mit der Zeit an Wirkung. Weitere häufige Probleme:
- Schlecht vorbereiteter Untergrund: Staub, Fett oder Nässe verschlechtern die Haftung, der Schaum kann sich später ablösen.
- Spritzen bei ungeeignetem Wetter: Bei Kälte oder hoher Luftfeuchtigkeit schäumt und härtet der Schaum ungleichmässig aus.
- Dünnere Schicht als vereinbart: Die Dämmung erreicht dann die geplante Wirkung nicht.
- Schaum ungeschützt an der Sonne: UV-Strahlung zersetzt PUR-Schaum nach und nach. Aussen muss er immer abgedeckt werden.
- Fehlender Brandschutz: Üblicher PUR-Schaum gehört meist zur Brandverhaltensklasse E nach SN EN 13501-1. In bewohnten Dachräumen muss er deshalb in der Regel abgedeckt werden, zum Beispiel mit Gipskarton vom Gipser. Bezeichnungen wie «nicht brennbarer Schaum» sollten Sie hinterfragen und die genaue Klassifizierung verlangen.
Lassen Sie sich vor der Bestellung das technische Merkblatt, die Leistungserklärung und die Angabe zum Brandverhalten geben. Die Schichtdicke gehört direkt in die Offerte. Vergleichen Sie Offerten nur bei gleicher Fläche und gleicher Dicke.
So prüfen Sie die fertige Dämmung
- Die Schicht ist durchgehend, ohne Löcher, Risse oder Stellen, an denen der Untergrund durchscheint
- Die Dicke entspricht der Vereinbarung, geprüft per Einstich oder Messung an mehreren Stellen
- Der Schaum haftet fest und löst sich auf Druck nicht ab
- Die Oberfläche ist gleichmässig, ohne grosse Blasen und ohne weiche, klebrige Stellen
- Anschlüsse an Kamin, Fenster und Durchdringungen sind sorgfältig abgedichtet
- Fenster, Böden und Installationen sind frei von Schaumspritzern
- Nach dem Lüften bleibt kein deutlicher Geruch im Raum
- Technisches Merkblatt, Angabe zum Brandverhalten und Garantiebedingungen liegen Ihnen vor
Häufige Fragen
Dank der geschlossenen Zellen nimmt er kaum Wasser auf und wird deshalb an Fundamenten, Sockeln und auf Flachdächern eingesetzt. Eine vollwertige Abdichtung ersetzt er aber nur, wenn der Hersteller das für das jeweilige System ausdrücklich angibt und die Planung damit rechnet.
Das hängt von der Konstruktion und vom geforderten Wärmeschutz nach den SIA-Normen ab. Die genaue Dicke legt ein Planer oder Energieberater fest. Möchten Sie Fördergelder aus dem Gebäudeprogramm Ihres Kantons nutzen, klären Sie die Anforderungen vorher ab. Vom harten Schaum braucht es in der Regel weniger als vom weichen.
Während des Spritzens und eine Weile danach nicht. Der Raum muss verlassen und gründlich gelüftet werden. Wann Sie zurückkehren können, gibt der Schaumhersteller an. Bei gängigen Systemen ist das meist nach etwa einem Tag der Fall.
Hartschaum ist nahezu dampfdicht, eine separate Dampfbremse ist deshalb oft nicht nötig. Massgebend sind aber der gesamte Dachaufbau und die Empfehlung des Systemherstellers. Lassen Sie sich das vom Planer oder Bauphysiker bestätigen.
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