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Strassenrandsteine versetzen

Ein Strassenrandstein ist ein massives Element aus Beton oder Naturstein. Er begrenzt eine Fahrbahn, eine Hauszufahrt oder einen Parkplatz und trennt sie vom Trottoir oder von der Grünfläche. Er hält den Rand von Asphalt oder Pflästerung an Ort und Stelle, leitet das Regenwasser zu den Einlaufschächten und verhindert, dass Autos von der F

Aktualisiert 09/2026·5 Min. Lesezeit·4 Positionen im Preisverzeichnis
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Pflasterarbeiten4 Positionen

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PositionEHPreis / EHMengeSumme
Bordsteine
Setzen von Strassenbordsteinenlfm10.27 CHF-
Setzen von Rasenkantensteinenlfm6.34 CHF-
Bordsteine in Trockenbeton setzenlfm19.60 CHF-
Pflasterstein als Bordersatz in Beton setzenlfm12.70 CHF-
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So wird ein Randstein Schritt für Schritt versetzt

Ein Randstein sieht aus wie ein einfaches Stück Beton. Wie lange er hält, entscheidet sich aber vor allem an den Stellen, die man später nicht mehr sieht: am Unterbau, am Betonbett und an der seitlichen Stütze. In der Regel läuft die Arbeit so ab:

  1. Linie und Höhe abstecken. Der Verlauf wird mit Pflöcken und Schnur markiert. Höhe und Gefälle stellt der Fachmann mit Nivelliergerät oder Laser passend zur späteren Oberfläche ein.
  2. Graben ausheben. Der Graben muss so tief und breit sein, dass Kiesschicht, Betonbett, Randstein und die Betonstütze dahinter Platz finden.
  3. Unterbau verdichten. Die Grabensohle wird verdichtet, danach kommt eine Kiesschicht darauf, die mit der Rüttelplatte nochmals gründlich verdichtet wird.
  4. Betonbett einbringen. Auf den Kies kommt erdfeuchter Beton. Er ist steif genug, dass er sich gut formen lässt und der Randstein nicht darin versinkt.
  5. Randsteine setzen. Die Steine werden ins frische Bett gelegt und mit dem Gummihammer auf die Schnur ausgerichtet. Höhe und Gefälle werden laufend kontrolliert.
  6. Rückenstütze betonieren. Hinten, bei Strassen oft auch vorne, wird der Randstein einbetoniert, damit er sich nicht neigt, wenn ein Rad dagegen fährt.
  7. Fugen und Abschluss. Zwischen den Steinen bleibt eine schmale Fuge, die je nach Planung mit Mörtel gefüllt wird. Danach wird das Umfeld aufgefüllt und verdichtet, und die Fläche ist bereit für Asphalt oder Pflästerung.

Randsteine kommen immer vor dem Belag. Sie bilden den festen Rand, an dem sich Asphalt oder Pflästerung abstützt. Sie nachträglich einzubauen, ergibt deshalb wenig Sinn.

Welche Randsteine es gibt und wann welcher passt

Mit Strassenrandstein ist meist ein Betonelement gemeint, das etwa einen Meter lang, rund 250 bis 300 mm hoch und etwa 150 mm breit ist. Er ist schwer und stabil und hält auch Lastwagen aus. In vielen Schweizer Gemeinden sieht man ausserdem Randsteine aus Granit, die sehr langlebig sind und gut ins Ortsbild passen. Daneben gibt es weitere Varianten:

  • Anschlagsteine mit abgeschrägtem Profil, damit ein Auto bequem auf das Trottoir oder in die Einfahrt fahren kann
  • Übergangssteine, die einen hohen und einen abgesenkten Randstein ohne Stufe verbinden
  • Bogensteine für Kurven und Radien, damit der Rand nicht aus kurzen geraden Stücken zusammengesetzt wirkt
  • Garten- und Beeteinfassungen, die niedriger und schmaler sind und nur zu Gehwegen und Gärten passen, nicht zur Fahrbahn

Bei der Wahl zählt die Belastung, nicht das Aussehen. Fährt über die Fläche regelmässig ein Lieferwagen mit Baumaterial oder das Kehrichtfahrzeug, hält eine Gartenkante nicht lange. Gute Betonrandsteine werden nach SN EN 1340 hergestellt und sollten frost- und tausalzbeständig sein. Das ist bei Schweizer Wintern mit viel Salz auf den Strassen besonders wichtig.

Unterbau, Betonbett und Entwässerung

Warum steht ein Randstein nach ein paar Wintern schief, obwohl er anfangs gerade war? Fast immer liegt es am Unterbau oder am Wasser, nicht am Stein selbst.

Die Kiesschicht muss genügend dick und gut verdichtet sein, sonst setzt sie sich mit der Zeit. Das Betonbett ist bei Strassen meist etwa 100 bis 150 mm dick, und der Randstein sollte ungefähr zu einem Drittel seiner Höhe im Beton stecken. Über dem fertigen Belag bleibt dann ein Anschlag, der an einer gewöhnlichen Strasse oft etwa 100 bis 150 mm beträgt. Bei Einfahrten und Übergängen wird er abgesenkt.

Früher hat man häufig eine trockene Mischung eingestreut und nach dem Setzen nur mit Wasser übergossen. Das ist weniger zuverlässig, weil der Beton ungleichmässig aushärten kann. Besser ist richtig angemischter, erdfeuchter Beton.

Das Wasser braucht einen Weg. Der Fahrbahnrand wird mit Gefälle zu den Einlaufschächten oder in die Grünfläche geführt, und der Randstein darf keinen Damm bilden, hinter dem eine Pfütze steht. Wasser, das in den Unterbau sickert und im Winter gefriert, kann einen Randstein sogar aus einem guten Bett drücken.

Was die Arbeit erleichtert und was sie aufwendiger macht

Der Aufwand kann je nach Situation stark schwanken. Einfacher wird die Arbeit bei:

  • Ebenem, gut zugänglichem Gelände, wo Bagger und Lastwagen hinkommen
  • Langen, geraden Abschnitten ohne Bögen und Höhenwechsel
  • Tragfähigem, sandigem oder kiesigem Boden

Aufwendiger wird es bei:

  • Alten Randsteinen und Beton, die herausgespitzt und entsorgt werden müssen
  • Lehmigem oder nassem Boden, der einen tieferen Aushub und mehr Kies verlangt
  • Vielen Bögen, zugeschnittenen Steinen und Anschlüssen an bestehenden Asphalt
  • Schweren Steinen, die von Hand getragen werden müssen, weil keine Maschine hinkommt
  • Arbeiten neben dem Verkehr, die eine Signalisation erfordern

Strassenrandsteine selbst zu versetzen, ist nicht zu empfehlen. Ein Stein wiegt meist mehrere Dutzend Kilo und kann leicht Finger einklemmen oder den Rücken verletzen. Ohne Nivelliergerät und Rüttelplatte ist eine gerade, feste Linie zudem kaum zu schaffen.

Werkleitungen im Boden und das richtige Wetter

Lassen Sie vor dem Aushub die Leitungen im Boden klären, vor allem Gas, Strom, Wasser und Glasfaser. Die Werkleitungspläne erhalten Sie in der Regel bei der Gemeinde oder den zuständigen Werken. Wird eine Gasleitung beschädigt, verlassen Sie sofort die Stelle und rufen Sie die Notfallnummer Ihres Gasversorgers oder 112 an. Aushub in der Nähe von Kabeln und Gasanschlüssen gehört in die Hände einer erfahrenen Firma.

Betoniert wird am besten zwischen Frühling und Herbst. Unter etwa 5 °C bindet Beton nur langsam ab und kann durch Frost Schaden nehmen. Bei Hitze über etwa 30 °C trocknet er dagegen zu schnell aus und muss feucht gehalten oder abgedeckt werden. Auf gefrorenen oder aufgeweichten Untergrund setzt man keine Randsteine.

Typische Fehler beim Versetzen

  • Schlecht verdichteter Unterbau. Die Randsteine sacken mit der Zeit ungleichmässig ab, und die Linie wird wellig.
  • Fehlende oder zu dünne Rückenstütze. Der Stein kippt durch überfahrende Räder nach und nach aus.
  • Falsches Gefälle. Wasser bleibt am Rand stehen, läuft unter die Pflästerung und zerstört im Winter den Unterbau.
  • Zu wenig tief gesetzt. Der Stein wirkt fest, bewegt sich aber bei der ersten richtigen Belastung.
  • Gartenkante an der Fahrbahn. Das schmale Element bricht oder wird herausgedrückt.
  • Frischen Beton zu früh belasten. Wird über die Randsteine gefahren, bevor der Beton genügend ausgehärtet ist, nimmt das Bett Schaden.

Wie Sie die fertigen Randsteine prüfen

Gehen Sie bei der Abnahme der ganzen Linie entlang, schauen Sie sie von weitem und von nahem an und gehen Sie diese Punkte durch:

  • Die Linie ist gerade oder gleichmässig gebogen, ohne Zacken und Ausreisser
  • Benachbarte Steine haben keinen Höhenversatz, die Fugen sind gleichmässig
  • Kein Stein bewegt sich, wenn Sie kräftig mit dem Fuss dagegen drücken
  • Hinter den Randsteinen ist eine Betonstütze sichtbar, nicht nur Erde
  • Der Anschlag über dem Belag entspricht der Abmachung, bei Einfahrten ist der Randstein abgesenkt
  • Nach Regen oder einem Test mit dem Gartenschlauch fliesst das Wasser ab und bleibt nicht am Rand stehen
  • Die Steine sind nicht gesprungen, abgeplatzt oder mit Beton verschmutzt
  • Die Firma hat Ihnen gesagt, ab wann die Fläche mit dem Auto befahren werden darf

Häufige Fragen

Meist steckt er ungefähr zu einem Drittel seiner Höhe in Betonbett und Rückenstütze. Die genaue Tiefe hängt vom Steintyp, von der Belastung und von der Dicke der Schichten unter dem späteren Belag ab.

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