Arbeit aus dem Preisverzeichnis kalkulieren
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Alle angegebenen Preise sind Nettopreise, zuzüglich gegebenenfalls anfallender Umsatzsteuer. Der Arbeitspreis enthält nur die Arbeit. Der Preis mit Material enthält zusätzlich Hilfsmaterial (Kleber, Grundierung, Dichtstoffe, Befestigungsmaterial). Fliesen, Bodenbeläge, Farbe und Sanitärobjekte wählt und kauft der Kunde selbst, sie sind nicht enthalten.
| Position | EH | Preis / EH | Menge | Summe |
|---|---|---|---|---|
| Elektroinstallation | ||||
| Montage und Anschluss Wohnungsverteiler | Stk. | CHF 302.70 | - | |
| Netzwerkverkabelung / Datenleitung verlegen (FTP) | Stk. | - | ||
| Abgang für 230 V-Steckdose - Rohinstallation | Stk. | CHF 13.70 | - | |
| Abgang für Schalter - Rohinstallation | Stk. | CHF 17.15 | - | |
| Lichtauslass - Rohinstallation | Stk. | CHF 16.95 | - | |
| Komplettierung 230 V-Steckdose / Schalter | Stk. | CHF 22.20 | - | |
| Verlegung Starkstromkabel TT (bis 3×2,5 mm²) | lfm | CHF 3.05 | - | |
| Verlegung Schwachstromkabel (FTP, Koax) | lfm | CHF 2.40 | - | |
| Schlitzen für Kabel - Ziegel / Porenbeton | lfm | CHF 11.70 | - | |
| Schlitzen für Kabel - Beton / Plattenbau | lfm | CHF 17.15 | - | |
| Wandschlitze nach Elektroinstallation verschliessen | lfm | CHF 15.15 | - | |
| Anschluss 1-poliger LS-Schalter | Stk. | CHF 70.65 | - | |
| Anschluss Fehlerstromschutzschalter (FI) | Stk. | CHF 24.20 | - | |
| Montage und Anschluss Haustürklingel | Stk. | CHF 111.00 | - | |
| Anschluss und Setzen Raumthermostat | Stk. | CHF 70.65 | - | |
| Montage LED-Band inkl. Aluminiumprofil | lfm | CHF 24.20 | - | |
| Einbaustrahler in Gipskartondecke montieren | Stk. | CHF 100.90 | - | |
| Montage Pendelleuchte | Stk. | - | ||
| Montage Wandleuchte | Stk. | CHF 28.25 | - | |
| Montage und Anschluss Ventilator (Bad/WC) | Stk. | - | ||
| Abgang für TV-/Datendose - Rohinstallation | Stk. | CHF 24.20 | - | |
| Komplettierung TV-/Datendose | Stk. | CHF 100.90 | - | |
| Fachgerechter Anschluss Kochfeld 400 V | Stk. | - | ||
| Montage Aussen-Niederspannungs-Hausanschluss | Stk. | - | ||
Was ein Wohnungsverteiler ist und was hineingehört
In einem Mehrfamilienhaus kommt der Strom über den Zähler in Ihre Wohnung. Der Zähler hängt meist zentral im Keller, im Treppenhaus oder in einem Technikraum. Davor sitzt die Bezügersicherung, die plombiert ist und zum Bereich des Netzbetreibers gehört. Vom Zähler führt die Zuleitung in die Wohnung und endet im Wohnungsverteiler. Alles, was danach kommt, ist Ihre eigene Installation.
Typische Ausstattung eines modernen Verteilers
- Hauptschalter: Damit schalten Sie die ganze Wohnung auf einmal stromlos, etwa vor längeren Ferien oder bei einer Reparatur.
- Fehlerstromschutzschalter (FI): Er merkt, wenn Strom ausserhalb der Leiter abfliesst, zum Beispiel über einen Menschen oder eine beschädigte Isolation. Für Steckdosenkreise wird üblicherweise ein FI mit 30 mA Auslösestrom eingesetzt.
- Leitungsschutzschalter (LS) für die einzelnen Stromkreise. Sie schützen die Leitungen vor Überlastung und Kurzschluss. Ihr Wert muss zum Querschnitt des Kabels passen, das sie absichern.
- FI/LS-Kombischalter: Sie vereinen beide Funktionen in einem Gerät für einen einzelnen Kreis. Tritt dort ein Fehler auf, fällt nur dieser Kreis aus, nicht die halbe Wohnung.
- Überspannungsschutz: Er dämpft Spannungsspitzen aus dem Netz oder nach einem Blitzeinschlag in der Nähe. In Wohnungen ist ein Schutz vom Typ 2 üblich.
- Klemmen für den Schutzleiter (grün-gelb) und die Neutralleiter (blau), übersichtlich nach FI-Gruppen getrennt.
- Je nach Bedarf ein Schütz für den Boiler im Niedertarif, ein Klingeltrafo, ein Zeitrelais oder Platz für Smart-Home-Komponenten.
Warum kommt heute nicht mehr ein einziger FI für die ganze Wohnung hinein? Weil Sie sonst bei jeder Auslösung im Dunkeln stehen und der Tiefkühler still steht. Werden die Kreise auf mehrere FI verteilt oder wichtige Kreise mit FI/LS-Kombischaltern ausgestattet, legt eine defekte Waschmaschine weder das Licht noch den Kühlschrank lahm.
Varianten und wann welche passt
Unterputz oder Aufputz
Ein Unterputzverteiler wird in die Wand eingelassen, sichtbar bleibt nur der Rahmen mit der Tür. Das wirkt aufgeräumt und passt zu einer Gesamtsanierung, bei der ohnehin gespitzt und neu verputzt wird. Die Wand muss dafür genug dick sein. Viele Wände in Schweizer Mehrfamilienhäusern sind tragende Beton- oder Backsteinwände. Eine grosse, tiefe Nische darin ist keine Kleinigkeit. Klären Sie so einen Eingriff vorher mit der Liegenschaftsverwaltung oder bei Stockwerkeigentum mit der Gemeinschaft, bei Zweifeln zusätzlich mit einem Bauingenieur.
Ein Aufputzverteiler wird auf die Wand geschraubt. Das geht schneller, und in die Bausubstanz wird kaum eingegriffen. Er eignet sich für den Ersatz in einer bewohnten Wohnung, im Keller, in der Garage oder überall dort, wo die Wand kein Spitzen zulässt. Der Nachteil: Er steht vor und ist deutlicher zu sehen.
Daneben gibt es Gehäuse speziell für Leichtbauwände aus Gipsplatten. Sie sind leichter und werden anders befestigt. Sie müssen deshalb schon beim Stellen der Wand eingeplant werden.
Kunststoff oder Metall
In Wohnungen sind Kunststoffverteiler am verbreitetsten. Sie sind leicht, rosten nicht und das Gehäuse leitet keinen Strom. Metallgehäuse wählt man eher in Werkstätten, Garagen oder dort, wo mit Stössen zu rechnen ist. Ein Metallgehäuse muss sauber an den Schutzleiter angeschlossen sein.
Grösse und Reserve
Die Grösse wird in Reihen und Teilungseinheiten angegeben. Eine Teilungseinheit entspricht der Breite eines gewöhnlichen Leitungsschutzschalters. Der Verteiler richtet sich nach der Anzahl Kreise und wird immer mit Reserve geplant. In der Praxis lässt man ungefähr ein Fünftel bis ein Viertel der Plätze frei. In ein paar Jahren kommt vielleicht ein Klimagerät, ein Tumbler, ein stärkeres Induktionskochfeld, eine Balkonsteckdose oder eine Ladestation dazu. Bei einem vollen Verteiler bleibt dann nur der Ersatz des ganzen Gehäuses.
Zuleitung und Leistung
Viele Schweizer Wohnungen werden dreiphasig versorgt, ältere teils mit knapp bemessener Zuleitung. Wenn Sie mehrere leistungsstarke Geräte gleichzeitig betreiben möchten, stellt sich die Frage, ob die Zuleitung reicht. Eine stärkere Bezügersicherung oder eine neue Zuleitung lässt sich nicht im Wohnungsverteiler allein lösen, sondern betrifft den Netzbetreiber und die Liegenschaft. Ihr Elektroinstallateur sagt Ihnen, was die Steigleitung im Haus hergibt.
So läuft die Montage vor Ort ab
Der Ablauf hängt davon ab, ob eine Neuinstallation gemacht oder ein altes Tableau in einer bewohnten Wohnung ersetzt wird. Die Grundschritte sind aber ähnlich.
- Besichtigung und Planung. Der Elektroinstallateur prüft die Zuleitung, den Zustand der Leitungen, die Zahl der nötigen Kreise und den Standort. Er erstellt ein Schema: welcher Kreis auf welchen LS und welchen FI kommt.
- Abschalten absprechen. Die Wohnung wird in der Regel in der Hauptverteilung beim Zähler stromlos geschaltet. Plombierte Teile darf nur der Netzbetreiber öffnen. Betrifft der Unterbruch weitere Wohnungen, wissen Hauswart und Nachbarn mit Vorteil frühzeitig Bescheid.
- Alten Verteiler ausbauen, falls er ersetzt wird. Jeder Leiter wird vor dem Abklemmen beschriftet, damit klar bleibt, wohin er gehört.
- Gehäuse setzen. Für Unterputz wird eine Nische gespitzt, das Gehäuse lotrecht ausgerichtet und mit Gips oder Mörtel fixiert. Ein Aufputzgehäuse wird mit Dübeln verschraubt. Die Höhe wird so gewählt, dass sich die Geräte bequem bedienen lassen, meist mit den Schaltern etwa auf Augen- bis Schulterhöhe einer erwachsenen Person.
- Kabel einführen. Die Kabel kommen über Einführungen ins Gehäuse, mit genügend Längenreserve, aber ohne unnötige Schlaufen, die den Platz verstopfen.
- Geräte auf die Hutschiene setzen, gemäss Schema: Hauptschalter, Überspannungsschutz, FI, LS und allfällige Zusatzgeräte.
- Anschliessen. Die Leiter werden auf die richtige Länge abisoliert, bei Litzen kommen Aderendhülsen zum Einsatz. Polleiter gehen auf die LS, Neutralleiter auf die Klemme der jeweiligen FI-Gruppe, Schutzleiter auf die gemeinsame PE-Klemme. Die Geräte untereinander werden mit Sammelschienen oder Leitern mit passendem Querschnitt verbunden.
- Klemmen anziehen, mit dem Drehmoment, das der Gerätehersteller angibt. Eine lockere Klemme erwärmt sich mit der Zeit und gehört zu den häufigen Ursachen für Störungen.
- Kreise beschriften. Jeder Schalter bekommt ein Schild, damit Sie in einem Jahr noch wissen, was Sie ausschalten.
- Einschalten und prüfen. Nach dem Einschalten werden die Kreise, die FI und die korrekten Anschlüsse kontrolliert. Danach folgen Messungen und der Sicherheitsnachweis, dazu mehr weiter unten.
Was die Arbeit einfacher oder aufwendiger macht
Der Aufwand unterscheidet sich von Wohnung zu Wohnung stark. So verstehen Sie, warum zwei scheinbar gleiche Montagen unterschiedlich lange dauern.
Das erleichtert die Arbeit
- neue Kupferleitungen mit separatem Schutzleiter, die bei der Sanierung schon eingezogen und beschriftet sind
- Aufputzmontage oder eine bereits vorbereitete Nische
- ein klares Schema und feste Entscheide zu den Geräten schon vor Arbeitsbeginn
- eine leere Wohnung, in der nichts in Betrieb bleiben muss
- freier Zugang zur Hauptverteilung und die Möglichkeit, die Zuleitung abzuschalten
Das macht sie aufwendiger
- ältere Installationen ohne separaten Schutzleiter, bei denen ein FI nicht voll wirken kann und zuerst geklärt werden muss, wie es weitergeht
- spröde, alte Leiter mit brüchiger Isolation, die beim Umklemmen leicht brechen
- unbeschriftete Kabel, bei denen jeder Kreis erst durch Messen gesucht werden muss
- Spitzen in harten Beton oder in eine Wand, in der bereits andere Leitungen liegen
- viele Kreise und Zusatzgeräte, etwa ein Schütz für den Boiler, Smart-Home-Komponenten oder ein Anschluss für eine Ladestation
- der Ersatz in einer bewohnten Wohnung, wenn ein Teil der Kreise rasch wieder laufen muss
Oft fragen Eigentümer, ob es reicht, nur den Verteiler zu ersetzen und die alten Leitungen zu behalten. Technisch geht das. Ein neuer Verteiler mit FI deckt aber manchmal versteckte Mängel der alten Kabel auf und löst dann immer wieder aus. Der Elektroinstallateur sollte Sie vorher klar informieren, in welchem Zustand die Leitungen sind und welches Risiko das Weiterverwenden mit sich bringt.
Abstimmung mit den anderen Handwerkern
Im Verteiler laufen alle Kabel zusammen. Deshalb muss der richtige Zeitpunkt geplant werden.
- Rohinstallation: Sie muss fertig sein, damit alle Leitungen zum Standort des Verteilers geführt werden können.
- Maurer und Gipser: Sie verputzen rund um das Unterputzgehäuse. Beim Setzen muss die Stärke des späteren Verputzes oder der Plättli bekannt sein, damit der Rahmen weder zu tief sitzt noch vorsteht.
- Trockenbauer: Er muss rechtzeitig wissen, wenn das Gehäuse in eine Leichtbauwand oder Vorwand kommt.
- Küchenbauer: Er liefert die Anschlussleistungen der Geräte und die Lage der Anschlüsse, bevor der Verteiler definitiv verdrahtet wird.
- Sanitär- und Heizungsinstallateur: Boiler, Wärmepumpe oder Umwälzpumpe brauchen eigene Kreise, teils mit Steuerung über den Rundsteuerempfänger für den Niedertarif.
- Maler: Er kommt erst, wenn der Rahmen sitzt. Sind die Geräte schon eingebaut, werden sie abgedeckt.
Bei einer Sanierung ist dieser Ablauf üblich: Das Gehäuse wird während der Rohinstallation gesetzt, dann folgen Verputz und Malerarbeiten, und die Geräte werden erst bei der Fertiginstallation verdrahtet, wenn kein Staub und keine Feuchtigkeit mehr drohen.
Typische Fehler und wie sie sich zeigen
- Zu kleiner Verteiler ohne Reserve. Das merken Sie beim ersten neuen Gerät, wenn kein Platz für einen weiteren Schalter da ist. Dann bleibt nur ein neues Gehäuse.
- Ein FI für die ganze Wohnung. Jeder Fehler schaltet alles ab, auch Kühlschrank und Licht.
- Vertauschte Neutralleiter zwischen FI-Gruppen. Der Neutralleiter eines Kreises hängt unter einem anderen FI. Die FI lösen dann scheinbar grundlos aus, und die Fehlersuche dauert lange.
- LS passt nicht zum Kabelquerschnitt. Ein zu grosser LS auf einem dünnen Kabel bedeutet, dass sich das Kabel erhitzen kann, bevor der Schalter reagiert.
- Nicht nachgezogene Klemmen. Mit der Zeit riecht es, der Kunststoff um die Klemme verfärbt sich oder ein Kreis fällt sporadisch aus.
- Fehlende Beschriftung. Bei einer Störung oder beim Lampenwechsel weiss niemand, welcher Schalter der richtige ist, und es wird die ganze Wohnung abgeschaltet.
- Ungünstiger Standort. Ein Verteiler hinter Möbeln oder in einem Einbauschrank wird bei einem Ausfall im Dunkeln gesucht und ist schlecht erreichbar.
- Fehlender Sicherheitsnachweis. Ohne dieses Dokument können Sie nicht belegen, dass die Installation geprüft und sicher ist. Das kann beim Verkauf der Wohnung oder in einem Schadenfall mit der Versicherung zum Problem werden.
Wie lange es dauert und was der Sicherheitsnachweis ist
Der reine Ersatz eines Verteilers in einer üblichen Wohnung mit vorbereiteten, beschrifteten Leitungen dauert in der Regel einen Arbeitstag. Muss das Gehäuse in die Wand eingelassen, müssen unbeschriftete Kreise gesucht oder alte Leiter saniert werden, kann es länger gehen. Bei Unterputz kommt die Zeit dazu, bis Gips oder Mörtel abgebunden sind, je nach Material einige Stunden bis etwa ein Tag, und danach weitere Tage für Verputz und Malerarbeiten.
Messungen und Sicherheitsnachweis
Nach Abschluss wird die neue oder geänderte Installation geprüft. Gemessen werden unter anderem der Isolationswiderstand, die Schleifenimpedanz, der Widerstand des Schutzleiters und die Auslösung der FI. Das Ergebnis halten Mess- und Prüfprotokoll sowie der Sicherheitsnachweis fest. Legen Sie diese Unterlagen zu den Dokumenten Ihrer Wohnung.
Montage und Anschluss eines Verteilers sind nach der Niederspannungs-Installationsverordnung (NIV) Fachleuten mit entsprechender Berechtigung vorbehalten. Das ist keine Arbeit für Laien, auch nicht unter Anleitung. Ein Fehler im Verteiler fällt oft nicht sofort auf, kann aber bei einem defekten Gerät Leben gefährden oder einen Brand auslösen. Riecht es verbrannt und raucht der Verteiler, schalten Sie wenn möglich den Hauptschalter aus und rufen bei Feuer die 118.
Anleitung für Heimwerker: Vorbereiten und prüfen, ohne den Verteiler zu öffnen
Den Verteiler selbst anzuschliessen ist tabu. Sie können aber viel dazu beitragen, dass die Arbeit reibungslos läuft und Sie die fertige Anlage nicht blind übernehmen. Die folgenden Schritte kommen ohne Werkzeug am Tableau aus und lassen die Abdeckung geschlossen.
- Liste aller Geräte mit Standort erstellen: Kochfeld, Backofen, Geschirrspüler, Waschmaschine, Tumbler, Boiler, Klimagerät, elektrische Bodenheizung, allenfalls Ladestation.
- Standort für den Verteiler festlegen, gut zugänglich, etwa im Korridor, nicht hinter einer aufgehenden Tür, nicht im Bad und nicht über einer Wasser- oder Wärmequelle.
- Beim Hauswart oder bei der Liegenschaftsverwaltung nachfragen, wo die Hauptverteilung ist, wer den Schlüssel hat und wann abgeschaltet werden kann.
- Vorhandene Unterlagen zusammensuchen: altes Schema, früheres Mess- und Prüfprotokoll, Hinweise auf bereits erneuerte Leitungen.
- Platz rund um den Montageort freiräumen, Böden und Möbel gegen Staub abdecken.
- Tag ohne Strom planen: Kühlschrank und Tiefkühler leeren, Handys und Laptops laden.
- Nach der Montage Gehäuse von aussen prüfen: gerade montiert, Tür schliesst ohne Klemmen, freie Plätze mit Blindabdeckungen verschlossen, keine stromführenden Teile erreichbar.
- Prüftaste jedes FI drücken, der Schalter muss auslösen, danach wieder einschalten.
- Schalter einzeln ausschalten und kontrollieren, ob die Beschriftung mit den tatsächlichen Räumen und Geräten übereinstimmt.
- FI-Prüftaste künftig regelmässig betätigen, gemäss Hersteller etwa alle sechs Monate.
Checkliste für die Abnahme
- Der Verteiler sitzt am vereinbarten, gut zugänglichen Ort
- Das Gehäuse ist gerade, fest montiert und die Tür schliesst problemlos
- Die Zahl der Kreise entspricht dem vereinbarten Schema und es bleibt Reserve
- Die Steckdosenkreise sind über einen FI geschützt
- Wichtige Kreise wie Kühlschrank und Licht sind so aufgeteilt, dass ein Fehler nicht die ganze Wohnung abschaltet
- Alle Geräte sind beschriftet und die Beschriftung stimmt
- Freie Plätze sind mit Blindabdeckungen verschlossen und nirgends liegen stromführende Teile frei
- Die Prüftasten der FI funktionieren
- Nach dem Einschalten funktionieren alle Lampen und Steckdosen
- Der Bereich um ein Unterputzgehäuse ist verputzt oder es ist geregelt, wer das übernimmt
- Sie haben das Schema der Verdrahtung erhalten
- Sie haben das Mess- und Prüfprotokoll und den Sicherheitsnachweis erhalten
Häufige Fragen
Nein. Das Anschliessen eines Verteilers ist eine Arbeit an der elektrischen Installation, die nach NIV nur berechtigte Fachleute ausführen dürfen. Neben der Sicherheit geht es auch darum, dass Sie ohne fachgerechte Ausführung und Sicherheitsnachweis keinen Beleg für eine sichere Installation haben. Das kann bei einem Schadenfall oder beim Verkauf der Wohnung Probleme machen.
Ja. Auch der Ersatz eines Verteilers ist ein Eingriff in die Installation. Danach wird gemessen und geprüft, und Sie erhalten ein Protokoll mit Sicherheitsnachweis. Es bestätigt, dass der Schutz vor elektrischem Schlag richtig funktioniert.
Alte Tableaus mit Schraubsicherungen hatten oft gar keinen FI, deshalb fielen Fehlerströme niemandem auf. Der neue FI erkennt sie. Ursache sind häufig beschädigte Isolation alter Kabel, Feuchtigkeit in einer Abzweigdose, ein defektes Gerät oder vertauschte Neutralleiter. Der Elektroinstallateur findet den Grund durch Messen und schrittweises Abtrennen der Kreise.
Das hängt von der Grösse der Wohnung und der Zahl der Kreise ab. Üblich ist eine Aufteilung auf mindestens zwei FI oder FI/LS-Kombischalter für wichtige Kreise. Ziel ist, dass ein einzelner Fehler nicht die ganze Wohnung stromlos macht.
Meistens ja. Er braucht nur wenige Teilungseinheiten und schützt Elektronik wie Fernseher, Computer, Heizungssteuerung und Geräte mit Steuerelektronik vor Spannungsspitzen. Am wirksamsten ist er als Teil eines abgestuften Schutzes im ganzen Haus. Fragen Sie deshalb bei der Verwaltung nach, ob in der Hauptverteilung ein Schutz der höheren Stufe eingebaut ist.
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