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9 wichtige Tipps, wie Sie den richtigen Unternehmer für Ihre Renovation finden

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9 wichtige Tipps, wie Sie den richtigen Unternehmer für Ihre Renovation finden

Eine Renovation ist ein grosses Projekt, ganz gleich, ob Sie nur einen Raum erneuern oder Ihr Zuhause umfassend umgestalten möchten. Kleinere Änderungen können Sie vielleicht selbst organisieren. Planen Sie hingegen einen kompletten Umbau ganzer Räume, lohnt es sich, einen Unternehmer zu beauftragen, auch wenn dies zusätzliche Kosten verursacht.

Unternehmer sind Fachleute für die Planung von Bauprojekten und Renovationen. Deshalb kümmern sie sich in der Regel um alle nötigen Bewilligungen, Abnahmen, die eigentliche Arbeit, die Ausrüstung, die Materialien und alles, was es braucht, damit Ihr Umbau reibungslos abläuft.

Entscheidend ist, einen seriösen Unternehmer zu finden, der die Anforderungen Ihres Projekts effizient und fachgerecht umsetzen kann. Mit den Tipps in diesem Artikel gelingt Ihnen ein problemloser Umbau ganz nach Ihren Vorstellungen. Los geht's.

1. Wissen Sie, was Sie wollen, bevor Sie eine Baufirma kontaktieren

Als Bauherrschaft steuern Sie den gesamten Prozess. Bevor Sie mit Unternehmern sprechen, nehmen Sie sich Zeit, um über Ihre Ziele nachzudenken. Wie sollen die fertigen Räume aussehen, welche Ausstattung wünschen Sie, in welchen Farbtönen soll der Raum eingerichtet werden und so weiter. So sind zum Beispiel Malerarbeiten ein wichtiger Teil des Gesamtbilds. Es lohnt sich, sie gut zu überlegen, denn sie prägen die Atmosphäre im Raum massgeblich.

Wenn Sie nicht wissen, wie Sie Ihre Wünsche und Ziele in konkrete Funktionen oder Produkte übersetzen sollen, ziehen Sie eine Fachperson für Innenarchitektur oder Gestaltung bei, die Sie dabei beraten kann.

2. Holen Sie Offerten von mehreren Unternehmern ein

Bevor Sie sich endgültig entscheiden, holen Sie mindestens drei Offerten mit Kosten- und Zeitangaben von verschiedenen Unternehmern ein. Mehr Angebote (zum Beispiel fünf oder sechs) geben Ihnen ein klareres Bild davon, worauf die einzelnen Firmen jeweils Wert legen. Wenn Sie die Preise für Bauarbeiten verschiedener Firmen vergleichen, erhalten Sie einen besseren Überblick über angemessene Kosten und zugleich eine Vorstellung von der Qualität der Arbeit, die Ihnen die einzelnen Unternehmer bieten können. Ein Unternehmer bietet vielleicht einen günstigen Ansatz für Arbeit, die oberflächlich und unfertig wirkt, während eine höhere Offerte eines anderen Anbieters auf bessere Qualität hindeuten kann.

3. Prüfen Sie die Baufirmen

Auch wenn Ihnen Freunde oder Bekannte eine Baufirma empfohlen haben, mit der sie gute Erfahrungen gemacht haben, sollten Sie diese selbst überprüfen. Lassen Sie sich den vollständigen Firmennamen und die Adresse geben. Vergewissern Sie sich, dass die Firma über die nötigen Qualifikationen und Berechtigungen für solche Arbeiten verfügt, zum Beispiel ordnungsgemäss im Handelsregister eingetragen ist, und dass sie auch in jüngster Zeit zufriedene Kundinnen und Kunden hatte.

Klären Sie ab, ob sich frühere Kunden über die Firma beschwert haben, ob rechtliche Schritte eingeleitet wurden und ob gegen die Firma derzeit Beschwerden hängig sind. All diese Informationen helfen Ihnen, sich ein besseres Bild zu machen und die Empfehlung aus Ihrem Bekanntenkreis zu bestätigen oder zu widerlegen.

4. Schauen Sie sich die bisherigen Arbeiten und die Arbeitsweise Ihres künftigen Unternehmers an

Manche Unternehmer sind auf bestimmte Bereiche spezialisiert, andere übernehmen schlicht alles, was anfällt. Stellen Sie deshalb vorab sicher, dass die Kompetenzen Ihres Unternehmers zu Ihrem Projekt passen.

Nehmen Sie sich Zeit, um seine Arbeiten aus erster Hand zu begutachten, und achten Sie auf drei Dinge: eine gewisse Ähnlichkeit mit Ihrem Projekt, hochwertige Materialien und saubere Verarbeitung sowie durchgehend zufriedene Kunden.

Beachten Sie auch kleine Hinweise, die ein Zeichen für Qualität und Professionalität sind oder eben für deren Fehlen. Rufen sie zeitnah zurück, wenn Sie sie nicht erreichen? Halten sie vereinbarte Termine ein? Sind Firmenfahrzeuge und Arbeitskleidung gepflegt und sauber? Nachlässigkeit bei solchen Kleinigkeiten ist oft kein gutes Zeichen für die Qualität der Arbeit.

5. Legen Sie klare Regeln für die Baustelle fest

Teilen Sie der Firma mit, dass Sie übliche Vorsichtsmassnahmen erwarten, etwa eine Überprüfung aller Mitarbeitenden, die Zugang zu Ihrem Zuhause haben werden. Ein seriöser Arbeitgeber sollte kein Problem damit haben, sich schriftlich für seine Mitarbeitenden zu verbürgen.

Vereinbaren Sie ausserdem Grundregeln zum Parkieren, zur Benutzung des Badezimmers, zum Rauchen und zu anderen Punkten, die Ihnen während der Umsetzung des Projekts wichtig sind.

6. Klären Sie, wofür Sie bezahlen

Manche Firmen erstellen Offerten kostenlos. Da die tatsächlichen Kosten eines Projekts diese Offerten aber oft deutlich übersteigen, erarbeiten Unternehmer häufig einen «Leistungsbeschrieb» und verrechnen diesen auch.

Ein solcher Beschrieb gliedert das Budget des gesamten Projekts in der Regel in einzelne Positionen wie Arbeit, Material und weitere Leistungen. Bei einem Innenausbau kann er zum Beispiel auch Gipser- und Trockenbauarbeiten oder andere bauliche Anpassungen enthalten, die für das gewünschte Aussehen und die Funktionalität des Raums nötig sind.

Die Gebühr für den Beschrieb wird oft im Voraus bezahlt und bei Annahme der Offerte an die Projektkosten angerechnet. Viele Unternehmer machen Ihnen ein Pauschalangebot, andere verrechnen zusätzlich Material, Zeit bzw. Arbeit sowie Administrations- oder Gemeinkosten. In manchen Fällen ist das eine legitime Alternative, doch Sie sollten im Voraus ein Kostendach oder einen Höchstbetrag festlegen, den der Unternehmer nicht überschreiten darf.

Seien Sie vorsichtig bei Unternehmern, die Barzahlung oder die Bezahlung des gesamten Projekts im Voraus verlangen. Bevor die Arbeiten beginnen und Zahlungen geleistet werden, sollten beide Seiten einen umfassenden schriftlichen Vertrag unterzeichnen.

7. Lassen Sie sich nicht vom tiefsten Angebot verleiten

Das tiefste Angebot sollten Sie gar nicht erst in Betracht ziehen. Dieser Anbieter spart vermutlich, wo er nur kann, oder, was noch schlimmer ist, sucht verzweifelt nach Arbeit und Aufträgen. Beides ist kein gutes Zeichen.

Neben der fachlichen Kompetenz spielt bei der Wahl auch Ihr Bauchgefühl eine grosse Rolle. Der wichtigste Faktor ist, wie gut Sie mit dem Unternehmer kommunizieren können. Sind alle anderen Faktoren gleich, lohnt es sich, etwas mehr auszugeben und jemanden zu finden, der in jeder Hinsicht zu Ihnen passt.

8. Legen Sie vorab fest, wie Sie mit Meinungsverschiedenheiten umgehen

Jeder Unternehmer, den Sie beauftragen, wird zumindest für die Dauer des Projekts Teil Ihres Alltags. Wählen Sie deshalb jemanden, mit dem Sie gut kommunizieren können, und vertrauen Sie Ihrem Gefühl, besonders wenn Ihnen etwas merkwürdig vorkommt. Seriöse Fachleute bestehen auf klaren schriftlichen Vereinbarungen, die beide Seiten schützen.

Fragen Sie bei den ersten Gesprächen, wie unerwartete Probleme oder Meinungsverschiedenheiten gelöst werden sollen. Dazu gehören etwa Bestellungsänderungen (die immer schriftlich und mit klar ausgewiesenen Kosten erfolgen sollten) oder auch ernstere Streitfälle, etwa unbeabsichtigte Schäden oder die Nichteinhaltung gesetzlicher oder üblicher Normen.

9. Kennen Sie alle Details des Vertrags

Der Vertrag sollte Folgendes enthalten: die voraussichtlichen Termine für Beginn und Abschluss des Umbaus, Angaben zu den nötigen Baubewilligungen und Gebühren (darum kümmert sich meist der Unternehmer, rechtlich verantwortlich sind in der Regel aber Sie als Bauherrschaft), eine Beschreibung der Produkte und Leistungen, die der Unternehmer erbringen soll, die Zahlungsbedingungen, alle Punkte rund um Subunternehmer (etwa die Prüfung ihrer Qualifikationen und Versicherungen oder die Garantie auf die ausgeführten Arbeiten) sowie die Folgen, wenn eine der Parteien ihre Pflichten nicht erfüllt.

Eine Pflichtverletzung kann zum Beispiel vorliegen, wenn der Unternehmer seine Subunternehmer nicht bezahlt. Für einen solchen Fall sollte im Vertrag klar festgehalten sein, dass Sie dafür nicht haften. Ebenso sollten im Vertrag sämtliche Zahlungstermine für die Arbeiten des Unternehmers aufgeführt sein, damit es nicht vorkommt, dass Sie nicht rechtzeitig bezahlen und er die Arbeit einstellt oder hohe Verzugszinsen verrechnet.

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