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Alle angegebenen Preise sind Nettopreise, zuzüglich gegebenenfalls anfallender Umsatzsteuer. Der Arbeitspreis enthält nur die Arbeit. Der Preis mit Material enthält zusätzlich Hilfsmaterial (Kleber, Grundierung, Dichtstoffe, Befestigungsmaterial). Wandfliesen, Bodenfliesen, Bodenbeläge, Farbe und Sanitärobjekte wählt und kauft der Kunde selbst, sie sind nicht enthalten.
| Position | EH | Preis / EH | Menge | Summe |
|---|---|---|---|---|
| Bodenbeläge | ||||
| Verlegung elektrischer Fußbodenheizung (Heizmatte) | m² | 28,80 € | - | |
| Herausreißen alter Holzparkette (genagelt, verklebt) | m² | 23,05 € | - | |
| Schonender Ausbau alter Parkettstäbe nach Verlegeplan | m² | 9,80 € | - | |
| Verlegung Laminatboden | m² | 24,00 € | - | |
| Verlegung Vinylboden (Klick) | m² | - | ||
| Verlegung Holzboden (Klick / Nut-Feder) | m² | 24,00 € | - | |
| Vollflächige Verklebung Holzboden | m² | 23,05 € | - | |
| Verlegung und Verklebung Stabparkett | m² | - | ||
| Verlegung Parkett im Chevron-Muster (Französisches Fischgrät) | m² | - | ||
| Verlegung und Verklebung wiederaufbereiteter Parkettstäbe | m² | - | ||
| Parkett schleifen und 3× lackieren | m² | - | ||
| Parkett schleifen, kitten und 3× lackieren (komplett) | m² | 57,60 € | - | |
| Montage von Sockelleisten | lfm | 7,70 € | - | |
| Acryl-Verfugung entlang der Sockelleisten | lfm | 3,65 € | - | |
| Setzen von Übergangsprofilen | Stk. | 15,35 € | - | |
Wie eine Heizmatte funktioniert und wann sie sinnvoll ist
Fließt Strom durch das Kabel, wird es warm und gibt die Wärme an Kleber und Fliesen ab. Die ganze Schicht ist nur wenige Millimeter dick. Deshalb reagiert der Boden schnell: Nach dem Einschalten spüren Sie die Wärme unter den Füßen deutlich früher als bei einem dicken Heizestrich mit Rohren.
Fußboden temperieren oder ganzen Raum beheizen
Im Bad dient die Matte meistens zum Temperieren, also dazu, dass die Fliesen nicht kalt sind. Den Raum heizt dann weiterhin ein Heizkörper oder ein Handtuchheizkörper. In einem gut gedämmten Haus kann die Matte auch die eigentliche Heizung sein. Dann sollte die Leistung pro Quadratmeter aber nach der Heizlast des Raums geplant werden, nicht nach Gefühl. Heizmatten gibt es in verschiedenen Leistungsstufen, üblich sind etwa 100 bis 200 W/m². Die höhere Leistung nimmt man, wenn der Boden wirklich heizen soll, die niedrigere, wenn es nur um Komfort geht.
Soll eine elektrische Fußbodenheizung in einem Neubau oder nach einem Heizungstausch die Hauptheizung werden, lohnt sich ein Blick auf die Regeln des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) für neue Heizungen. Lassen Sie das von einem Energieberater oder Heizungsbauer prüfen, bevor Sie sich festlegen.
Einleiter- und Zweileiterkabel
Beim Zweileiterkabel kommt aus der Matte nur eine Anschlussleitung heraus, das sogenannte Kaltleiterende, das nicht heizt und zum Thermostat führt. Die Verlegung ist einfacher, weil die Matte nicht wieder zum Startpunkt zurückgeführt werden muss. Eine Einleitermatte hat an beiden Enden einen Anschluss. Sie muss also so geplant werden, dass beide Enden am Thermostat ankommen. In einem kleinen Bad mit vielen Ecken ist das eine unnötige Erschwernis, deshalb werden heute meist Zweileitermatten verlegt.
Wann die Matte nicht passt
Wollen Sie die ganze Fläche eines Einfamilienhauses beheizen und haben eine Wärmepumpe oder einen Kessel, ist eine wassergeführte Fußbodenheizung im Betrieb meist günstiger. Die Heizmatte gehört vor allem unter Fliesen und Naturstein. Unter Laminat, Parkett oder Vinyl verwendet man eher Heizfolien. Alternativ wird die Matte in Ausgleichsmasse eingegossen und der Belag darauf verlegt. Dann muss die maximale Oberflächentemperatur eingehalten werden, die der Hersteller des Belags erlaubt.
Vorbereitung und Abstimmung mit den anderen Gewerken
Das eigentliche Auslegen der Matte geht schnell. Ob das Ergebnis gut wird, entscheidet sich aber zum großen Teil vorher.
Der Untergrund
Der Untergrund muss fest, trocken, eben und staubfrei sein. Alte Fliesen können manchmal liegen bleiben, wenn sie gut haften und nicht hohl klingen. Sie werden dann angeschliffen und mit einer Haftbrücke vorbehandelt. Größere Unebenheiten gleicht man vor dem Verlegen der Matte mit Spachtelmasse aus. Warum so genau? Das Kabel verträgt es nicht, wenn sich in Mulden viel Kleber sammelt und es auf Erhebungen nur hauchdünn bedeckt ist.
Dämmung unter der Matte
Liegt darunter ein unbeheizter Raum, ein Keller oder eine ungedämmte Bodenplatte, geht viel Wärme nach unten verloren. Der Boden wird dann nur langsam warm und der Stromverbrauch steigt. In diesem Fall lohnen sich dünne Dämmplatten, die für Fliesen geeignet sind, zum Beispiel XPS-Platten mit Mörtelbeschichtung. Bei Decken zwischen zwei beheizten Wohnungen ist das meist nicht nötig, verkürzt aber auch dort die Aufheizzeit.
Was Elektrofachkraft und Installateur vorher erledigen müssen
- Die Unterputzdose für das Thermostat sitzt in der Wand, in der Regel außerhalb des Spritzwasserbereichs, und hat eine Zuleitung aus dem Sicherungskasten.
- Von der Dose führt ein Schlitz mit Leerrohr für den Bodenfühler in den Boden, dazu ein Schlitz für die Anschlussleitung.
- Wasser- und Abwasserleitungen im Boden sind fertig, geprüft und verschlossen, damit darüber nicht mehr gebohrt oder gestemmt wird.
- Duschrinne, Bodenablauf und Badewanne haben einen festen Platz, denn darunter wird keine Matte verlegt.
Die Fläche planen
Die Matte wird nach der freien Fläche ausgewählt, nicht nach der Raumgröße. Von der Badfläche ziehen Sie Wanne, Duschtasse, WC, einen festen Waschtischunterschrank und einen Randstreifen an den Wänden ab. Unter Möbel ohne Füße, Küchenzeilen oder Einbauschränke gehört kein Heizkabel. Die Wärme staut sich dort, das Kabel überhitzt und die Möbel leiden. Die meisten Hersteller empfehlen einige Zentimeter Abstand zu Wänden und festen Einbauten, den genauen Wert finden Sie in der Anleitung.
Wohnen Sie in einem Mehrfamilienhaus, klären Sie mit der Elektrofachkraft, ob Hausanschluss und Wohnungszuleitung einen weiteren Verbraucher verkraften. In einer Eigentumswohnung sprechen Sie vorab mit der Hausverwaltung. Estrich und Trittschalldämmung gehören oft zum Gemeinschaftseigentum, über Eingriffe entscheidet dann die Eigentümergemeinschaft (WEG). Das bloße Erneuern eines Bodenbelags im Innenraum ist in der Regel genehmigungsfrei. Bei größeren Umbauten fragen Sie beim Bauamt nach, was die Landesbauordnung Ihres Bundeslandes verlangt.
Die Verlegung Schritt für Schritt
Messen vor dem Verlegen
Noch bevor die Matte auf dem Boden ausgerollt wird, misst der Verleger den Widerstand des Heizleiters und den Isolationswiderstand. Die Werte werden mit dem Typenschild verglichen und in den Garantieschein eingetragen. Diese erste Messung belegt, dass die Matte unbeschädigt aus dem Handel kam. Ohne sie lässt sich bei einer Reklamation kaum nachweisen, wann das Kabel beschädigt wurde.
Grundieren und Matte ausrollen
Der Untergrund wird grundiert. Das gleicht die Saugfähigkeit aus und verbessert den Halt des selbstklebenden Gewebes. Nach dem Trocknen wird die Matte dort ausgerollt, wo die Anschlussleitung herauskommt. An der Wand wird das Gewebe eingeschnitten, die Matte gewendet und in Gegenrichtung weitergeführt. Geschnitten wird immer nur das Gewebe, niemals das Heizkabel. Um Ecken oder Abläufe herum lässt sich das Kabel vorsichtig vom Gewebe lösen und frei führen, festgehalten mit Klebeband.
Regeln für die Kabelführung
- Das Kabel darf sich nicht kreuzen und sich selbst nicht berühren.
- Die Abstände zwischen den Schleifen bleiben gleichmäßig, sonst entstehen wärmere und kältere Streifen.
- Das Kabel wird nicht scharf geknickt und nicht über Bewegungsfugen geführt.
- Die Muffe zwischen Heizkabel und Anschlussleitung liegt in der Regel im Boden und wird mit eingebettet, nicht in der Wand.
- Die Anschlussleitung muss lang genug sein, um ohne Verlängerung die Thermostatdose zu erreichen.
Der Bodenfühler
Der Temperaturfühler kommt in ein flexibles Leerrohr mit verschlossenem Ende. Das Rohr führt von der Wand in den Boden und endet etwa mittig zwischen zwei Kabelschleifen, meist einige Dutzend Zentimeter von der Wand entfernt. Der Fühler darf das Kabel nicht berühren, sonst misst er die Kabeltemperatur und nicht die des Bodens. Dank des Leerrohrs lässt sich ein defekter Fühler später herausziehen und tauschen, ohne Fliesen aufzustemmen.
Zweite Messung, Fotos und Skizze
Nach dem Auslegen werden beide Widerstände erneut gemessen. Jetzt ist der richtige Moment für einige Fotos aus verschiedenen Blickwinkeln und eine Skizze mit der Lage von Kabel, Muffe und Fühler. Wenn Sie in ein paar Jahren einen Türstopper setzen oder einen Schrank verankern wollen, erspart Ihnen diese Skizze viel Ärger.
Worin die Matte liegt: Kleber, Ausgleichsmasse und Abdichtung
Direkt im Fliesenkleber
Hier wird der Kleber direkt auf die Matte aufgezogen und die Fliese hineingelegt. Der Aufbau ist am niedrigsten, hat aber einen Haken. Die Zahnkelle verhakt sich leicht am Kabel und beschädigt es. Außerdem ist es schwer sicherzustellen, dass das Kabel rundum eingebettet ist und unter der Fliese keine Lufteinschlüsse bleiben. Diese Variante eignet sich daher eher für kleine Flächen und erfahrene Fliesenleger, mit einem flexiblen Fliesenkleber, der für Fußbodenheizung freigegeben ist, üblicherweise in der Klasse C2 S1.
Erst Ausgleichsmasse, dann Fliesen
In der Praxis wird meist in zwei Schritten gearbeitet. Die Matte wird zuerst mit selbstverlaufender Ausgleichsmasse vergossen, die das Kabel gleichmäßig und ohne Luft bedeckt. Die Schicht liegt laut Hersteller einige Millimeter über dem Kabel. Nach dem Aushärten entsteht ein ebener, fester Untergrund, und der Fliesenleger kann ohne Risiko für das Kabel kleben. Die Wärme verteilt sich gleichmäßiger und die Fliesen halten besser.
Wo die Abdichtung hingehört
Im Bad, vor allem in einer bodengleichen Dusche mit Rinne, braucht der Boden eine Verbundabdichtung. Üblich ist: Matte verlegen, mit Ausgleichsmasse vergießen und erst darauf die Flüssigabdichtung mit Dichtbändern in den Ecken auftragen. Manche Systemhersteller lassen auch eine andere Reihenfolge zu. Entscheidend ist die Anleitung des jeweiligen Systems und dass Kleber, Ausgleichsmasse und Abdichtung zueinander passen. Und bevor jemand durch Abdichtung und Kabel bohrt, gilt immer: erst in die Skizze schauen.
Thermostat, Fühler und elektrischer Anschluss
Die Heizmatte ist ein fest angeschlossenes elektrisches Gerät. Den Anschluss an die Hausinstallation, die Absicherung und den Schutz darf nur eine Elektrofachkraft herstellen. Dazu gehört der Fehlerstromschutzschalter, der im Bad unverzichtbar ist, und die richtige Position des Thermostats in Bezug auf die Schutzbereiche im Bad nach den VDE-Bestimmungen. Nach dem Anschluss misst die Elektrofachkraft die Anlage und dokumentiert die Prüfung in einem Prüfprotokoll. Bewahren Sie es zusammen mit dem Garantieschein der Matte auf.
Welches Thermostat passt
Das Thermostat sollte einen Bodenfühler haben, auch wenn es zusätzlich die Lufttemperatur misst. Bei Fliesen stellen Sie eine angenehme Bodentemperatur ein. Bei Holz- oder Vinylbelägen gilt die maximale Oberflächentemperatur des Herstellers, die oft deutlich niedriger liegt. Ein programmierbares Thermostat heizt den Boden morgens und abends auf, wenn Sie zu Hause sind, und lässt ihn sonst kühler. Manche Stromanbieter haben besondere Tarife für Heizstrom. Ob das für Sie in Frage kommt und welche Zeiten gelten, sagt Ihnen Ihr Anbieter.
Anleitung für Heimwerker: Was Sie selbst vorbereiten können
Eine Heizmatte eignet sich nicht für die komplette Eigenmontage. Anschluss und Messungen gehören in die Hände von Fachleuten. Viele Vorarbeiten können Sie aber selbst übernehmen und damit dem Verleger die Arbeit erleichtern:
- Raum vollständig ausräumen und lose Teile wie Sockelleisten entfernen.
- Alte Fliesen auf Hohlstellen abklopfen und lose Fliesen markieren oder entfernen.
- Untergrund gründlich absaugen und Fett- oder Farbreste beseitigen.
- Freie Heizfläche ausmessen und auf Papier skizzieren, ohne Wanne, Dusche, WC und feste Möbel.
- Aufbauhöhe an Türen und Übergängen prüfen und klären, ob die Tür später noch aufgeht.
- Reihenfolge der Gewerke mit Installateur, Elektrofachkraft und Fliesenleger abstimmen.
- Während der Verlegung darauf achten, dass niemand mit Arbeitsschuhen über die ausgelegte Matte läuft und keine Eimer oder Leitern darauf abgestellt werden.
Was die Verlegung einfacher oder aufwendiger macht
Zwei Bäder mit gleicher Fläche können sich im Aufwand deutlich unterscheiden.
- Einfacher Grundriss. Eine rechteckige freie Fläche ohne Vorsprünge ist schnell belegt, die Matte wird nur ausgerollt und gewendet.
- Viele Ecken und Hindernisse. Abläufe, Steigleitungen, Nischen und Dachschrägen bedeuten viel Einschneiden und Kabelführung von Hand.
- Zustand des Untergrunds. Ebener, fester Estrich muss nur grundiert werden. Alte Fliesen müssen geprüft und vorbehandelt, unebene Böden ausgeglichen werden.
- Dämmplatten. Muss unter die Matte gedämmt werden, kommen eine weitere Schicht und Zeit zum Verkleben dazu.
- Fehlende Vorbereitung in der Wand. Fehlen Thermostatdose und Schlitz für den Fühler, muss in eine fertige Wand gestemmt werden.
- Aufbauhöhe. An Schwellen und angrenzenden Böden muss vorher feststehen, ob die neue Schicht passt und die Türen noch schließen.
- Kleine Fläche. Auch im kleinen Gäste-WC fallen alle Messungen und Einstellungen an. Pro Quadratmeter ist die Arbeit dadurch vergleichsweise aufwendiger.
Typische Fehler und wie sie sich später zeigen
- Kabel beim Verkleben beschädigt. Ein Zahn der Kelle oder eine scharfe Fliesenkante verletzt die Isolierung. Die Heizung läuft manchmal noch, bis Feuchtigkeit den FI-Schalter auslösen lässt. Deshalb wird auch nach dem Vergießen und nach dem Fliesen gemessen.
- Fühler ohne Leerrohr oder auf dem Kabel. Das Thermostat schaltet zu früh ab und der Boden bleibt kalt, oder ein defekter Fühler lässt sich nicht tauschen.
- Luft unter dem Kabel. Wo das Kabel nicht eingebettet ist, überhitzt es. Das kann seine Lebensdauer verkürzen und Risse im Kleber verursachen.
- Matte unter Möbeln. Unter einem Schrank ohne Füße staut sich die Wärme, die Möbel verziehen sich und das Kabel leidet.
- Zu frühes Einschalten. Wird geheizt, bevor Kleber oder Ausgleichsmasse ausgehärtet sind, trocknen sie ungleichmäßig. Fliesen können sich lösen oder in den Fugen reißen.
- Fehlende Dämmung über kalten Räumen. Der Boden braucht lange zum Aufheizen und der Verbrauch liegt höher als erwartet.
- Muffe in der Wand oder zu kurze Anschlussleitung. Verlängerungen außerhalb des Bodens sind später häufig die Ursache von Störungen, die meisten Hersteller raten davon ab.
- Keine Skizze. Jahre später bohrt jemand blind in den Boden und trifft das Kabel. Die Reparatur braucht dann einen Spezialisten, und oft muss ein Teil der Fliesen heraus.
Wie lange es dauert und wann der Boden warm werden darf
Grundieren, Auslegen der Matte in einem normalen Bad, Einsetzen des Fühlers und die Messungen sind in der Regel in einigen Stunden erledigt. Länger dauert alles, was trocknen muss. Die Grundierung braucht je nach Hersteller meist einige Stunden. Ausgleichsmasse ist oft nach etwa einem Tag begehbar, zum Fliesen und vor allem zum Heizen braucht sie aber mehr Zeit.
Wann Sie zum ersten Mal heizen dürfen, steht in den Datenblättern von Kleber und Ausgleichsmasse. Bei dünnen Schichten nennen die Hersteller meist etwa eine Woche, bei dickeren zementären Schichten auch mehrere Wochen. Das erste Aufheizen sollte langsam geschehen: Das Thermostat wird niedrig eingestellt und die Temperatur über mehrere Tage schrittweise erhöht. So verdunstet die Restfeuchte gleichmäßig und die Fliesen geraten nicht unter Spannung.
Rechnen Sie also damit, dass zwischen Verlegung und warmem Boden einige Tage bis Wochen liegen. Eine kurze Montage heißt nicht, dass das Bad am nächsten Tag voll nutzbar ist.
Prüfung und Abnahme der fertigen Arbeit
Nach der Abnahme liegt fast die ganze Matte unsichtbar unter den Fliesen. Bestehen Sie deshalb darauf, alle Unterlagen zu bekommen, und prüfen Sie die Funktion, solange die Handwerker noch da sind.
- Garantieschein der Matte mit eingetragenen Widerstandswerten vor dem Verlegen, nach dem Verlegen und nach dem Vergießen oder Fliesen
- Messwerte innerhalb der Toleranz, die auf dem Typenschild angegeben ist
- Fotos und Skizze mit der Lage von Kabel, Muffe und Fühler
- Fühler im Leerrohr mit verschlossenem Ende und ohne Kontakt zum Kabel
- Prüfprotokoll der Elektrofachkraft und funktionierender Fehlerstromschutzschalter
- Thermostat, das die Bodentemperatur anzeigt und passend zum Belag eingestellt ist
- Hinweis, wann und wie die Heizung nach Kleber und Ausgleichsmasse schrittweise eingeschaltet wird
- Nach dem ersten Aufheizen eine gleichmäßig warme Fläche ohne deutlich kalte oder heiße Stellen
- Bedienungsanleitung des Thermostats und Kontakt des Fachbetriebs für den Störungsfall
Häufige Fragen
Oft ja, wenn die alten Fliesen fest haften, nicht hohl klingen und der Untergrund darunter trocken ist. Die Oberfläche wird angeschliffen, gereinigt und mit einer Haftbrücke behandelt. Bedenken Sie aber, dass der Boden um Matte, Ausgleichsmasse und neue Fliesen höher wird, was an Türen stören kann.
Die Matte ist vor allem für Fliesen gedacht. Unter schwimmenden Böden verwendet man meist Heizfolien. Wird die Matte in Ausgleichsmasse eingegossen, kann auch Vinyl darauf liegen, sofern der Hersteller des Belags das erlaubt und das Thermostat die Bodentemperatur begrenzt.
Erst wenn Kleber und Ausgleichsmasse nach Herstellerangabe ausgehärtet sind, bei dünnen Schichten meist nach etwa einer Woche. Danach wird die Temperatur langsam gesteigert. Früheres Heizen beschleunigt das Trocknen nur scheinbar und kann Risse verursachen.
Fällt der Schaden bei der Messung vor dem Fliesen auf, lässt sich das Kabel mit einem Reparaturset des Herstellers instand setzen. Später wird die Fehlerstelle mit einem Spezialgerät geortet und die Fliesen werden nur örtlich entfernt. Darum sind die Messungen während der Verlegung und die Skizze so wichtig.
In einem kleinen, gut gedämmten Bad kann sie genügen, wenn die Leistung für das Heizen ausgelegt ist. Die freie Bodenfläche im Bad ist aber meist klein. Deshalb wird die Matte oft mit einem Handtuchheizkörper kombiniert, der gleichzeitig die Handtücher trocknet.
Ja, aber nur neben dem Kabel. Schauen Sie vorher in die Fotos und die Skizze von der Verlegung. Bohren Sie langsam, ohne Schlag und nur so tief wie nötig. Wenn Sie unsicher sind, lassen Sie die Stelle mit einem Ortungsgerät prüfen.
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