Leistung aus dem Preisverzeichnis kalkulieren
Mengen eingeben und der Preis wird sofort neu berechnet. Die Preise gelten für Deutschland und können im Preisverzeichnis angepasst werden.
Alle angegebenen Preise sind Nettopreise, zuzüglich gegebenenfalls anfallender Umsatzsteuer. Der Arbeitspreis enthält nur die Arbeit. Der Preis mit Material enthält zusätzlich Hilfsmaterial (Kleber, Grundierung, Dichtstoffe, Befestigungsmaterial). Wandfliesen, Bodenfliesen, Bodenbeläge, Farbe und Sanitärobjekte wählt und kauft der Kunde selbst, sie sind nicht enthalten.
| Position | EH | Preis / EH | Menge | Summe |
|---|---|---|---|---|
| Bodenbeläge | ||||
| Verlegung Laminatboden | m² | 14,50 € | - | |
| Herausreißen alter Holzparkette (genagelt, verklebt) | m² | 4,35 € | - | |
| Schonender Ausbau alter Parkettstäbe nach Verlegeplan | m² | 9,25 € | - | |
| Verlegung Vinylboden (Klick) | m² | - | ||
| Verlegung Holzboden (Klick / Nut-Feder) | m² | 22,66 € | - | |
| Vollflächige Verklebung Holzboden | m² | 21,76 € | - | |
| Verlegung elektrischer Fußbodenheizung (Heizmatte) | m² | - | ||
| Verlegung und Verklebung Stabparkett | m² | - | ||
| Verlegung Parkett im Chevron-Muster (Französisches Fischgrät) | m² | - | ||
| Verlegung und Verklebung wiederaufbereiteter Parkettstäbe | m² | - | ||
| Parkett schleifen und 3× lackieren | m² | - | ||
| Parkett schleifen, kitten und 3× lackieren (komplett) | m² | 54,40 € | - | |
| Montage von Sockelleisten | lfm | 7,25 € | - | |
| Acryl-Verfugung entlang der Sockelleisten | lfm | 2,00 € | - | |
| Setzen von Übergangsprofilen | Stk. | 14,50 € | - | |
Laminat und andere schwimmende Böden: wo liegt der Unterschied
Schwimmend ist eine Verlegeart, kein Material. Meist wird so Laminat verlegt, genauso aber Fertigparkett, Klick-Vinyl oder Kork. Der Ablauf ist ähnlich, die Unterschiede stecken im Detail:
- Laminat hat eine Trägerplatte aus gepressten Holzfasern und eine bedruckte Dekorschicht. Es ist meist etwa 7 bis 12 mm dick. Wie robust die Oberfläche ist, zeigen Abriebklasse (AC) und Nutzungsklasse auf der Packung. Für den Flur wählt man in der Regel eine höhere Klasse als fürs Schlafzimmer. Wasser verträgt Laminat schlecht, vor allem an den Fugen.
- Fertigparkett hat eine Deckschicht aus echtem Holz. Es ist dicker, schwerer und empfindlicher gegen Feuchtigkeit und Sonne. Dafür lässt es sich abschleifen, wenn die Deckschicht dick genug ist.
- Klick-Vinyl ist dünner und wasserfest, deshalb passt es auch in die Küche oder einen feuchteren Eingangsbereich. Weil es so dünn ist, zeichnet sich allerdings jede Unebenheit im Untergrund deutlicher ab.
- Kork fühlt sich warm und weich an, bekommt unter schweren Möbeln aber schneller Druckstellen.
Denken Sie bei der Auswahl auch an die Aufbauhöhe. Boden und Dämmung zusammen heben die Oberfläche um einige Millimeter bis über einen Zentimeter an. Haben die Türen keinen Spielraum, müssen sie gekürzt werden. Grenzt der neue Boden an Fliesen, entscheidet die Höhe über das passende Übergangsprofil.
Untergrund vorbereiten und Trittschalldämmung wählen
Die meisten Probleme mit schwimmenden Böden entstehen darunter, nicht darauf. Der Untergrund muss sein:
- trocken: Neuer Estrich braucht Zeit zum Austrocknen. Vor dem Verlegen wird die Restfeuchte gemessen, meist mit der CM-Methode. Die Grenzwerte nennt der Hersteller des Bodens.
- fest: Er darf nicht bröseln und nicht federn.
- eben: Üblich ist eine Toleranz von etwa 2 mm auf 2 m, bei Vinyl oft weniger.
Alter Teppich, PVC und Kleberreste kommen raus. Größere Unebenheiten werden abgeschliffen oder mit Ausgleichsmasse gespachtelt, staubige und saugende Flächen grundiert. Auf Beton und Estrich gehört eine Dampfbremse, also eine PE-Folie mit überlappenden, verklebten Stößen. Darauf kommt die Dämmung. Es gibt auch Dämmunterlagen mit integrierter Dampfbremse. Auf Holzdielen oder Spanplatten lässt man die Folie meist weg. Halten Sie sich hier an die Vorgaben des Herstellers.
Ein Hinweis für Altbauten: Alte PVC-Platten, etwa Floor-Flex-Platten, und dunkle Kleber aus früheren Jahrzehnten können Asbest enthalten. Reißen Sie solche Beläge nicht einfach heraus. Lassen Sie das Material prüfen und gegebenenfalls von einer zugelassenen Fachfirma entfernen.
Die Trittschalldämmung schluckt Gehgeräusche und gleicht kleine Unebenheiten aus. Dicker und weicher ist dabei nicht automatisch besser. Ist die Dämmung zu weich, federn die Dielen und die Klickverbindungen gehen schneller kaputt. Bei Fußbodenheizung brauchen Sie eine Unterlage mit niedrigem Wärmedurchlasswiderstand, die der Hersteller ausdrücklich dafür freigibt. Im Mehrfamilienhaus ist eine gute Dämmung außerdem eine Frage der Rücksicht auf die Nachbarn unter Ihnen.
So läuft die Verlegung ab
Die Pakete liegen meist mindestens 48 Stunden in dem Raum, in dem verlegt wird. So nehmen die Dielen Temperatur und Luftfeuchtigkeit des Raums an. Danach wird geplant: Die Dielen laufen in der Regel längs zur längeren Wand oder in Richtung des Lichteinfalls vom Fenster. Die Stöße benachbarter Reihen sind um mindestens 30 cm versetzt, und die letzte Reihe soll nicht zu schmal werden. Deshalb wird die erste Reihe oft in der Breite angepasst.
Die erste Reihe liegt mit der Nut zur Wand. Abstandskeile halten rundum etwa 10 mm Fuge zu Wänden, Türzargen, Rohren und anderen festen Bauteilen. Die Dielen werden zuerst an der kurzen Seite eingeklickt, danach wird die ganze Reihe an der Längsseite eingewinkelt. Für Heizungsrohre bohrt man Löcher, die etwas größer als das Rohr sind. Das ausgesägte Stück wird wieder eingesetzt und verklebt. Türzargen werden meist unten gekürzt, damit die Diele darunter passt.
Große Flächen, lange Flure und Türdurchgänge zwischen Räumen werden oft mit einem Bewegungsprofil getrennt. Wo das nötig ist, legt der Hersteller fest. Zum Schluss kommen die Keile raus, dann werden Sockelleisten und Übergangsprofile montiert.
Was die Arbeit leichter oder aufwendiger macht
Schnell geht es in einem leeren, rechteckigen Raum mit ebenem, trockenem Estrich und gerader Verlegung. Mehr Zeit und Geschick verlangen:
- ein unebener oder feuchter Untergrund, der zuerst saniert werden muss,
- das Entfernen des alten Belags und die Entsorgung,
- viele Ecken, Nischen, Rohre und Türzargen,
- Verlegemuster wie Fischgrät,
- Treppen, die mit eigenen Profilen verkleidet werden,
- Fußbodenheizung, die vor dem Verlegen nach Protokoll aufgeheizt werden muss,
- ein eingerichteter Raum, in dem erst Möbel ausgeräumt werden müssen.
Typische Fehler
- Fehlende Dehnungsfuge. Liegt der Boden direkt an der Wand an, wölbt er sich bei wechselnder Feuchtigkeit auf. Genauso blockiert ihn eine Einbauküche, die durch die Dielen verschraubt ist, oder eine Sockelleiste, die am Boden statt an der Wand befestigt ist.
- Zugespachtelte Fuge. Die Dehnungsfuge wird nicht mit Silikon oder Acryl gefüllt. Sie bleibt frei und wird von der Leiste verdeckt.
- Unebener Untergrund. Über Mulden federn die Dielen, knarren, und die Verbindungen brechen.
- Keine Dampfbremse auf Beton oder Verlegen auf noch feuchtem Estrich.
- Laminat im Bad. Normales Laminat gehört nicht in Nassräume. Wer im Bad eine Holzoptik möchte, fährt mit wasserfestem Vinyl oder Fliesen besser.
- Nicht ganz geschlossene Stöße. Ein kleiner Spalt wird mit der Zeit größer und füllt sich mit Schmutz.
Anleitung für Heimwerker: Laminat mit Klick-System schwimmend verlegen
Mit ebenem, trockenem Untergrund und einem gewöhnlichen Raum können Sie die Verlegung auch selbst schaffen. Sie brauchen eine Säge für Laminat, Zollstock, Winkel, Abstandskeile, Schlagklotz und Zugeisen für die letzte Reihe. Lesen Sie vorher die Anleitung des Herstellers, denn die Klicksysteme unterscheiden sich je nach Marke.
- Pakete mindestens 48 Stunden im Raum liegen lassen.
- Alten Belag entfernen, saugen und die Ebenheit mit einer langen Richtlatte prüfen.
- Dampfbremse mit Überlappung auslegen und die Stöße verkleben.
- Trittschalldämmung stumpf gestoßen verlegen, ohne Überlappung.
- Raum ausmessen und die Breite der ersten und letzten Reihe festlegen.
- Erste Reihe mit Keilen an der Wand verlegen.
- Weitere Reihen mit mindestens 30 cm Versatz einklicken, das Reststück vom Reihenende als Anfang der nächsten Reihe nutzen.
- Aussparungen für Rohre sägen und Türzargen kürzen.
- Letzte Reihe passend zuschneiden, Dehnungsfuge einhalten und mit dem Zugeisen anziehen.
- Keile entfernen, Sockelleisten an der Wand befestigen und Übergangsprofile montieren.
Soll dabei ein Heizkörper versetzt oder sollen Leitungen umgelegt werden, ist das keine Heimwerkerarbeit mehr, sondern Sache des Heizungsbauers. In einer Mietwohnung sprechen Sie den Bodenwechsel vorher mit dem Vermieter ab. In einer Eigentumswohnung lohnt sich ein Hinweis an die Hausverwaltung, vor allem wegen Lärm und Entsorgung. Wollen Sie tiefer eingreifen, etwa den Estrich herausnehmen, klären Sie das unbedingt vorher ab: Estrich und Trittschallschutz zählen im Mehrfamilienhaus oft zum Gemeinschaftseigentum der WEG. Bei Eingriffen in die Konstruktion gibt das Bauamt Auskunft, was die Landesbauordnung Ihres Bundeslandes verlangt.
Abnahme: so prüfen Sie den fertigen Boden
- Der Boden federt und knarrt beim Gehen nicht
- Die Stöße sind geschlossen, ohne sichtbare Fugen und Höhenversatz
- Die Stöße benachbarter Reihen sind versetzt und das Bild wirkt gleichmäßig
- An Wänden, Rohren und Zargen ist eine Dehnungsfuge, der Boden stößt nirgends an feste Bauteile
- Die Sockelleisten sind an der Wand befestigt, nicht am Boden
- Übergangs- und Bewegungsprofile sitzen fest und sind keine Stolperkante
- Die Türen öffnen sich, ohne zu schleifen
- Einige Ersatzdielen und die Pflegeanleitung sind übergeben
Häufige Fragen
Ja. Ein schwimmend verlegter Klickboden wird nicht verklebt, es muss also nichts aushärten. Kleben Sie Filzgleiter unter die Möbelfüße und schieben Sie schwere Stücke nicht über den Boden, sondern heben Sie sie.
Oft ja, wenn die Fliesen fest und eben sind. Tiefe Fugen oder lose Fliesen müssen vorher ausgeglichen werden. Denken Sie auch an die zusätzliche Höhe an den Türen.
Die meisten Laminate ja, sofern der Hersteller das angibt. Wichtig sind eine passende Dämmunterlage und ein gut ausgetrockneter, aufgeheizter Estrich. Die Oberflächentemperatur sollte in den Grenzen bleiben, die der Hersteller erlaubt.
Mit Bürstenaufsatz saugen und nur nebelfeucht wischen, also mit gut ausgewrungenem Mopp. Wasser darf nicht in den Fugen stehen. Verwenden Sie Reiniger für Laminat, ohne Wachs.
Kleine Kratzer lassen sich mit einem Reparaturset kaschieren. Eine stärker beschädigte Diele am Rand tauscht der Bodenleger aus, indem er die Reihen aufnimmt. In der Raummitte kann er sie heraussägen und ersetzen. Deshalb lohnt es sich, ein paar Dielen aus derselben Charge aufzubewahren.
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