Preisverzeichnis 2026 · Deutschland

Badsanierung: Preis für Bad und Sanitärkern in der Wohnung 2026

Bei einer Badsanierung in der Wohnung kommt der alte Sanitärkern raus. Danach werden Trennwände gemauert, Wasser- und Stromleitungen neu verlegt, abgedichtet, gefliest und die Sanitärobjekte montiert. Was die Arbeit kostet, hängt vor allem an drei Fragen: Muss der Kern weg, kommen neue Leitungen rein und wie viel Fläche wird gefliest? Die Gesamtsumme ergibt sich aus den Positionen der Preisliste der einzelnen Gewerke.

Aktualisiert 09/2026·17 Min. Lesezeit·17 Positionen im Preisverzeichnis
Bad in der Wohnung 4 - 5 m² · Arbeitsleistung
2009,00 € - 4017,00 €
Neue Oberflächen und Sanitärobjekte2009,00 €
Kern: Abbruch, Trennwände, Oberflächen3356,00 €
Bad schlüsselfertig (Arbeitsleistung)4017,00 €
Summe der Arbeitsleistung aus der Preisliste für Fliesen, Maurerarbeiten, Wasser, Elektro und Bad. Ohne Material, WC-Vorwandelement, Tür, Duschkabine und Schuttabtransport.
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Kurze Antwort

Für ein Bad in der Wohnung (4 - 5 m², 20 m² Fliesen) zahlen Sie laut aktueller Preisliste 2009,00 € - 4017,00 € für die Arbeitsleistung. Der niedrigere Betrag gilt, wenn die Wände bleiben und nur Oberflächen und Sanitärobjekte neu kommen. Der höhere gilt für ein schlüsselfertiges Bad, bei dem der alte Sanitärkern rausfliegt und Trennwände und Leitungen neu gemacht werden. Material, Fliesen und Sanitärobjekte kommen dazu. Vorwandelement fürs Wand-WC, Tür und Duschkabine werden extra berechnet.

Leistungsarten und ihre Preise

680,50 €
pro Stk.
Abbruch des alten Sanitärkerns

Typischer Beginn bei Bestandswohnungen mit altem Sanitärkern. Der Kern wird zerlegt, der Bauschutt entfernt und der Platz für gemauerte Trennwände vorbereitet.

31,05 €
pro m²
Mauern von Trennwänden

Nach dem Abbruch werden die Trennwände aus Porenbeton gemauert. Nach dem Abbruch ist dies die Hauptbauarbeit im Bad.

59,87 €
pro Stk.
Wasserleitungen

Jede Verbrauchsstelle benötigt einen Anschluss für Warm- und Kaltwasser. Der Preis wird pro Anschluss berechnet, nicht pro Stunde.

12,40 €
pro m²
Abdichtung

Unter der Dusche, rund um die Wanne und am Boden schützt sie die Konstruktion vor Feuchtigkeit. Ecken und Durchdringungen werden mit Dichtband überdeckt.

47,80 €
pro m²
Fliesen

Gleicher Satz wie auf der Seite zu Fliesenlegerarbeiten. Größere Formate, Mosaik und Diagonalverlegung sind teurer.

214,90 €
pro Stk.
Badewanne

Die Wanne wird gesetzt, unterzogen und an den Abfluss angeschlossen, noch bevor die Wannenschürze verfliest wird.

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Badsanierung23 Positionen

Alle angegebenen Preise sind Nettopreise, zuzüglich gegebenenfalls anfallender Umsatzsteuer. Der Arbeitspreis enthält nur die Arbeit. Der Preis mit Material enthält zusätzlich Hilfsmaterial (Kleber, Grundierung, Dichtstoffe, Befestigungsmaterial). Wandfliesen, Bodenfliesen, Bodenbeläge, Farbe und Sanitärobjekte wählt und kauft der Kunde selbst, sie sind nicht enthalten.

PositionEHPreis / EHMengeSumme
Vorbereitung
Grundierung vor Verfliesungm²2,12 €-
Abdichtung (Bad)m²12,40 €-
Dichtband in Eck- und Kantenbereichen einarbeitenlfm6,55 €-
Wand- und Bodenfliesen
Fliesen / Bodenfliesen Standard bis 60 cmm²47,80 €-
Verfugenm²7,97 €-
Silikonieren der Innen- und Außeneckenlfm3,20 €-
Aussparungen in Fliese / Bodenfliese sägenStk.5,30 €-
Jolly-Profil (Montage und Setzen)lfm17,70 €-
Sanitär
Montage Badewanne inkl. UmmauerungStk.214,90 €-
Sanitärmontage
Waschbecken setzenStk.42,50 €-
Waschtischarmatur setzenStk.30,10 €-
Wannen- / Duscharmatur setzenStk.53,10 €-
Zubehör
Montage EntlüftungsventilatorStk.44,77 €-
Spiegel anklebenStk.66,26 €-
Montage Badaccessoires (Halter, Haken)Stk.21,50 €-
Vorarbeiten
Kompletter Abbruch eines Fertig-SanitärkernsStk.680,50 €-
Mauerarbeiten
Trennwände bis 12,5 cm mauern (Ziegel/Ytong)m²31,05 €-
Feiner Kalkzementputz (Feinputz)m²14,66 €-
Sanitärarbeiten
Abgang für Kalt- und WarmwasserStk.59,87 €-
Abwasseranschluss herstellen (Innenentwässerung)Stk.42,77 €-
Elektroinstallation
Abgang für 230 V-Steckdose - RohinstallationStk.22,33 €-
Abgang für Schalter - RohinstallationStk.22,33 €-
Feininstallation 230-V-Steckdose / SchalterStk.9,30 €-
Summe Arbeit
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Was kostet das je nach Umfang

Was die Arbeit am Bad in der Wohnung kostet (4 m² Boden, 20 m² Fliesen)
Neue Oberflächen und Sanitärobjekte
Bestehende Wände: Grundierung, Abdichtung mit Dichtbändern, 24 m² Fliesen, Verfugung, Silikon, Durchbrüche, Wanne, Waschbecken, Armaturen, Ventilator
2009,50 €
Kern: Abbruch, Trennwände, Oberflächen
Zu den Oberflächen und Sanitärobjekten kommen Abbruch des alten Sanitärkerns, 12 m² neue Trennwände und Ausgleich der Wände mit 20 m² Putz
3355,80 €
Bad schlüsselfertig (Arbeitsleistung)
Kern, Trennwände, Putz, 3 Wasseranschlüsse, 3 Abwasseranschlüsse, Elektroanschlüsse, Oberflächen, Abschlussprofile, Sanitärobjekte, Spiegel und Zubehör
4017,05 €
Orientierende Summe der Arbeitsleistung nach den angegebenen Mengen aus der Preisliste für Fliesen, Maurerarbeiten, Wasser, Elektro und Bad. Nicht enthalten sind Material, Montage des WC-Vorwandelements, der Tür und der Duschkabine sowie der Schuttabtransport (bei Kernsanierung in der Regel ein ganzer Container).

Ablauf der Sanierung

01
Abbruch und Räumung

Der Handwerker reißt den alten Sanitärkern oder die alten Fliesen und Sanitärobjekte heraus. Ein Sanitärkern füllt meist einen ganzen Container mit Bauschutt, deshalb wird der Abtransport extra berechnet.

680,50 €/Stk.
02
Trennwände mauern und verputzen

Nach dem Abbruch mauert er Trennwände aus Porenbeton und verputzt die Wände. So sitzen die Fliesen später gerade, und er muss nichts mit dicken Kleberschichten ausgleichen.

31,05 €/m²
03
Wasser und Abwasser

Die Anschlüsse kommen genau dorthin, wo später die Sanitärobjekte stehen. Bevor alles zugemacht wird, macht er eine Druckprüfung. In Bestandswohnungen hängt die Abluft oft am gemeinsamen Schacht, und die Hausverwaltung kann die Leistung begrenzen oder eine Rückschlagklappe verlangen.

59,87 €/Stk.
04
Elektroinstallation

Die Elektrofachkraft setzt Leuchten, Steckdosen und Ventilator nach den Schutzzonen der DIN VDE 0100-701: Zone 0 ist das Innere von Wanne oder Dusche, Zone 1 der Bereich darüber bis 2,25 m Höhe, Zone 2 reicht 0,6 m über deren Rand hinaus. Die Stromkreise sichert sie mit einem 30-mA-Fehlerstromschutzschalter ab.

22,33 €/Stk.
05
Abdichtung

Der Handwerker streicht sie in zwei Schichten auf den Boden und die nassen Wandbereiche. Ecken und Rohrdurchführungen klebt er mit Dichtband ab.

12,40 €/m²

Arbeitsablauf

  1. 01Bad ansehen, aufmessen, Fliesen und Sanitärobjekte aussuchen.
  2. 02Sanitärkern abreißen, Schutt wegschaffen, Untergrund prüfen.
  3. 03Trennwände aus Porenbeton mauern und Wände mit Putz begradigen.
  4. 04Wasser-, Abwasser- und Stromleitungen neu verlegen, Druckprüfung machen.
  5. 05Vorwandmodul fürs Wand-WC montieren, in der Dusche 1,5 bis 2 % Gefälle zum Ablauf anlegen.
  6. 06Nassbereiche und Boden abdichten.
  7. 07Wand- und Bodenfliesen verlegen, verfugen, Silikonfugen ziehen.
  8. 08Sanitärobjekte, Armaturen, Türen, Ventilator und Zubehör montieren.

5 häufige Fehler

01
Abdichtung weggelassen

Fliesen und Fugen halten kein Wasser zurück. Es läuft in die Wände und Decke und landet beim Nachbarn darunter.

02
Leitungen ohne Druckprüfung zugemacht

Ein Leck merken Sie erst, wenn die Fliesen schon drauf sind. Dann hilft nur noch aufreißen.

03
Dusche ohne richtiges Gefälle

Ohne 1,5 bis 2 % Gefälle zum Ablauf bleibt das Wasser auf den Fliesen stehen oder läuft am Abfluss vorbei. Das Gefälle muss schon im Untergrund angelegt werden.

04
WC-Modul nach Augenmaß eingebaut

Stimmen Höhe oder Abfluss nicht, lässt sich das nach dem Fliesen nur noch mit Abriss beheben.

05
Fugenmasse statt Silikon in den Ecken

Ecken, Übergänge von Wand zu Boden und der Wannenrand bewegen sich ständig ein wenig. Harte Fugenmasse reißt dort, deshalb gehört dauerelastisches Sanitärsilikon hinein.

Altbau, Mehrfamilienhaus und Einfamilienhaus: worin sich Bäder unterscheiden

Ein großer Teil der Badsanierungen findet in Mehrfamilienhäusern statt, vom Gründerzeit-Altbau über den Nachkriegsbau bis zum Plattenbau in den ostdeutschen Bundesländern. Gerade in Plattenbauten steht oft noch eine vorgefertigte Sanitärzelle aus Kunststoff oder dünnen Wandelementen. Sie hat Jahrzehnte gehalten, ist aber eng, schwer sauber zu halten, und direkt dahinter laufen die Steigleitungen für Wasser, Abwasser und manchmal Gas. Wenn die alte Zelle weg ist, mauern oder stellen Sie die Wände neu und können den Grundriss teilweise ändern. Typisch ist, Bad und WC zusammenzulegen oder die Tür zu versetzen.

Vorsicht gilt bei den Wänden ringsum. Außenwände und Wohnungstrennwände sind in vielen Mehrfamilienhäusern tragend. Ohne Statiker dürfen Sie dort weder stemmen noch Öffnungen vergrößern. Die Sanitärzelle selbst trägt nichts, Sie arbeiten beim Abbruch aber direkt an Leitungen, die dem ganzen Haus gehören. In Häusern, die bis Anfang der 1990er-Jahre gebaut wurden, stecken manchmal Asbestzement-Rohre, alte Lüftungskanäle oder asbesthaltige Kleber und Spachtelmassen. Haben Sie einen solchen Verdacht, lassen Sie eine Probe untersuchen. Ausbau und Entsorgung gehören dann in die Hände eines Fachbetriebs mit Sachkunde für Asbestarbeiten.

Bevor es losgeht, sprechen Sie mit der Hausverwaltung. In einer Eigentumswohnung entscheidet bei Eingriffen in gemeinsame Leitungen die Eigentümergemeinschaft (WEG) mit, als Mieter brauchen Sie die Zustimmung des Vermieters. Vereinbaren Sie außerdem einen Termin, an dem der Strang abgesperrt wird. Eine reine Badsanierung ist meist genehmigungsfrei. Sobald Sie aber tragende Wände, Schächte oder die Nutzung von Räumen ändern, kann das anders aussehen. Maßgeblich ist die Landesbauordnung Ihres Bundeslandes. Fragen Sie im Zweifel beim Bauamt nach, statt auf Hörensagen zu vertrauen. Riechen Sie beim Abbruch Gas, hören Sie sofort auf, öffnen Sie die Fenster, betätigen Sie keine Lichtschalter und rufen Sie von draußen den Störungsdienst Ihres Gasnetzbetreibers oder die 112 an. An Gasleitungen darf nur ein beim Netzbetreiber eingetragener Installateur arbeiten.

Im gemauerten Altbau und im Einfamilienhaus beginnt die Sanierung meist damit, dass Fliesen und Bodenbelag herunterkommen. Häufig sieht man dann alte verzinkte Stahlrohre voller Kalk, gusseiserne Abwasserleitungen und schiefe Wände, die vor dem Fliesen ausgeglichen werden müssen. Im Einfamilienhaus haben Sie dafür mehr Freiheit bei der Abwasserführung, eine bodengleiche Dusche ist hier oft ohne große Umwege machbar.

Grundriss: Wanne, Dusche und Platz für die Waschmaschine

In einem Bad mit etwa 4 bis 5 m² steht zuerst eine Frage im Raum: Wanne oder Dusche? Die Wanne passt gut zu Familien mit kleinen Kindern. Die Dusche spart Platz und Wasser und ist für ältere Menschen sicherer, weil niemand über einen hohen Rand steigen muss. Ein beliebter Kompromiss ist eine Wanne mit Glasaufsatz, in der Sie bequem ohne Vorhang duschen können. Denken Sie an einen barrierearmen Umbau, lohnt ein Blick auf aktuelle Förderprogramme, etwa bei der KfW. Mit Pflegegrad kann auch die Pflegekasse Zuschüsse für Umbauten geben. Ob und unter welchen Bedingungen, klären Sie vor der Auftragsvergabe, denn viele Programme verlangen den Antrag vor Baubeginn.

Wo was hinkommt, bestimmt vor allem der Fallstrang. Das WC braucht ein dickes Abflussrohr mit ordentlichem Gefälle und bleibt deshalb in der Wohnung meist nah an seinem alten Platz. Waschtisch und Dusche lassen sich leichter verschieben. Jeder zusätzliche Meter Rohr muss aber irgendwo verlaufen, entweder im Fußbodenaufbau oder in der Vorwand.

Soll die Waschmaschine ins Bad? Dann planen Sie einen weiteren Wasseranschluss, einen Abfluss mit Siphon und eine eigene Steckdose ein. Diese muss außerhalb der Schutzbereiche um Wanne und Dusche liegen, die die DIN VDE vorgibt, und über einen Fehlerstromschutzschalter (FI) abgesichert sein. Stellen Sie die Maschine so, dass sich die Tür ganz öffnen lässt und sie nicht im Weg steht. In der Praxis passiert es oft, dass sie bei der Planung vergessen wird und der Anschluss später auf den fertigen Fliesen verlegt werden muss.

Wand-WC und Vorwand

Ein Wand-WC auf einem Vorwandelement lässt sich leichter putzen, und der Spülkasten verschwindet in der Wand. Die Vorwand aus Montageelement und Gipskarton im Trockenbau oder aus Porenbeton versteckt gleichzeitig die Leitungen und bietet oben eine praktische Ablage. Das Element wird genau nach der Höhe des fertigen Fußbodens gesetzt, nicht nach dem Rohboden. Bevor gefliest wird, prüft der Installateur, ob Spülung und Abfluss dicht sind.

Bodengleiche Dusche: was Sie vorher prüfen sollten

Eine Dusche ohne Wanne, auf einer Ebene mit den Bodenfliesen, sieht modern aus und lässt sich ohne Stufe betreten. Sie hat aber eine Bedingung: Sie braucht Höhe. Unter den Fliesen muss Platz sein für den Geruchsverschluss des Ablaufs oder der Rinne und für das Gefälle, das das Wasser dorthin leitet. In vielen Mehrfamilienhäusern ist der Fußbodenaufbau dünn, und in die Rohdecke dürfen Sie nicht stemmen. Die Höhe holen Sie dann, indem Sie den Boden im ganzen Bad etwas anheben oder besonders flache Bodenabläufe einsetzen.

Bevor Sie Rinne oder Ablauf kaufen, messen Sie, wie viele Zentimeter zwischen Rohdecke und geplantem fertigem Boden liegen. Klären Sie außerdem, ob sich der Abfluss mit Gefälle an den Fallstrang anschließen lässt. Reicht die Höhe nicht, ist eine flache Duschwanne mit niedrigem Profil die vernünftigere Lösung. Sie wirkt ähnlich und greift nicht in die Konstruktion des Hauses ein.

Warum spielt die Art des Ablaufs eine Rolle? Bei großen Fliesen passt eine Duschrinne an der Wand mit Gefälle in nur eine Richtung besser. Ein Punktablauf in der Mitte braucht Gefälle von vier Seiten. Große Fliesen müssten dann diagonal geschnitten werden, sonst stehen sie an den Ecken hoch.

Abdichtung und die heiklen Stellen

Viele glauben, die Fliesen halten das Wasser ab. Weder Fliesen noch Fugen sind aber wasserdicht. Dicht ist erst die Verbundabdichtung darunter. Auf dem Boden kommt sie auf die ganze Badfläche und wird an den Wänden bis auf Sockelhöhe hochgezogen. In der Dusche dichten Sie die Wände mindestens bis über den Duschkopf ab, an der Wanne meist einige Dutzend Zentimeter über den Rand. Wie das im Einzelnen auszuführen ist, beschreibt die DIN 18534 zusammen mit den Angaben des Herstellers. Ein guter Fliesenleger kennt beides.

  • Ecken und Übergänge: In die Wandecken und in den Übergang von Wand zu Boden gehört ein Dichtband. Es macht kleine Bewegungen im Bau mit und reißt nicht.
  • Durchdringungen: Um Wasser- und Abwasseranschlüsse kommen Dichtmanschetten.
  • Wannenrand: Zwischen Wanne und Wand klebt ein spezielles Wannendichtband. Reißt später die Silikonfuge, läuft trotzdem kein Wasser hinter die Fliesen.
  • Ablauf und Rinne: Die Abdichtung wird an die Manschette des Ablaufs angeschlossen. Es reicht nicht, sie nur bis an den Rand zu streichen.

Die Abdichtung wird in zwei Schichten aufgetragen, die zweite quer zur ersten, damit keine dünne Stelle bleibt. Vor dem Fliesen muss sie so lange trocknen, wie es im technischen Merkblatt steht. Im Mehrfamilienhaus schützen Sie mit einer sauberen Abdichtung auch die Nachbarn unter Ihnen. Ein Wasserschaden in der Wohnung darunter gehört zu den teuersten Fehlern einer Badsanierung.

Lüftung und Feuchtigkeit

Ein neues Bad ist dichter als das alte, gerade wenn gleichzeitig neue Fenster eingebaut wurden. Der Dampf nach dem Duschen schlägt sich dann ohne Lüftung an Wänden und Fugen nieder. Helfen kann ein Lüfter mit Rückstauklappe und Nachlauf oder mit Feuchtesensor, der auch nach dem Ausschalten des Lichts weiterläuft. Absaugen kann er aber nur, wenn frische Luft nachströmt. Lassen Sie deshalb unter der Tür einen Spalt oder setzen Sie ein Lüftungsgitter in die Tür. In innenliegenden Bädern ohne Fenster ist eine mechanische Lüftung ohnehin nötig.

Schimmel in der Badecke ist meist kein Fehler der Fliesen. Dahinter stecken fast immer zu wenig Lüftung oder eine kalte Außenwand. Grenzt Ihr Bad an eine Außenwand, schauen Sie sich diese vor dem Fliesen genau an. Je nach Zustand lohnt eine Dämmung, von außen etwa im Rahmen eines WDVS, oder zumindest, dass diese Wand ausreichend beheizt wird.

Fliesen: worauf Sie bei der Auswahl achten sollten

Auf den Badboden gehören rutschhemmende Fliesen, in der bodengleichen Dusche erst recht. Für nasse Barfußbereiche gibt es eine eigene Einstufung in die Klassen A, B und C. Fragen Sie im Fachhandel, welche Klasse für Ihre Dusche passt. Glänzende Fliesen werden nass rutschig und haben in der Dusche nichts zu suchen. Große Formate lassen ein kleines Bad größer wirken und haben weniger Fugen. Sie brauchen aber sehr ebene Wände und einen ebenen Estrich, und das Verlegen ist aufwendiger.

Lassen Sie vor dem Verlegen einen Fliesenspiegel planen. Er zeigt, wo die Schnitte liegen, damit sie gleichmäßig an beiden Seiten landen und nicht als schmale Streifen an der Tür oder an der Wanne. Er zeigt auch, wie das Fugenbild zur Türhöhe, zum Spiegel und zu den Armaturen passt. Die Anschlüsse der Armaturen sitzen dann mittig in einer Fliese oder in einer Fuge und nicht irgendwo.

In der Dusche nimmt man statt des üblichen zementären Fugenmörtels oft Epoxidharzfuge. Sie saugt kein Wasser, verfärbt sich nicht durch Seife und hält Schimmel besser stand. Dafür ist sie schwieriger zu verarbeiten und teurer. In alle Ecken und an die Übergänge zu Wanne und Duschwanne gehört keine Fugenmasse, sondern elastisches Sanitärsilikon.

Heizung im Bad

Meist heizt im Bad ein Handtuchheizkörper, auf dem gleichzeitig die Handtücher trocknen. Im Mehrfamilienhaus hängt er an der Zentralheizung des ganzen Hauses. Bevor Sie ihn tauschen oder versetzen, sprechen Sie mit der Hausverwaltung. Nach der Montage muss der Heizungsbauer die Anlage entlüften und den Heizkörper richtig einstellen, damit er so viel Wärme bekommt wie geplant. Soll er auch im Sommer warm werden, ergänzt ein elektrischer Heizstab den Heizkörper. Dieser braucht eine eigene Steckdose außerhalb der Schutzbereiche. Wird im Haus zur gleichen Zeit die Heizung selbst erneuert, gelten für die neue Anlage die Vorgaben des Gebäudeenergiegesetzes (GEG). Was das für Ihr Haus bedeutet, klären Sie mit dem Heizungsbauer oder einem Energieberater.

Eine elektrische Fußbodenheizung sorgt im Bad vor allem dafür, dass der Boden nicht kalt ist. Die Heizmatte liegt im Fliesenkleber unter den Fliesen und wird über einen Thermostat mit Bodenfühler gesteuert. Vor dem Abdecken muss sie durchgemessen werden, denn nach dem Fliesen lässt sie sich nur noch mit Abbruch reparieren. Die gesamte Elektroinstallation im Bad gehört in die Hände einer Elektrofachkraft. Am Ende sollte sie Ihnen ein Prüfprotokoll übergeben.

Zeitplan und Abstimmung der Gewerke

Auf wenigen Quadratmetern lösen sich Abbruch, Maurer oder Trockenbauer, Installateur, Elektriker und Fliesenleger ab. Beauftragen Sie jedes Gewerk einzeln, kümmern Sie sich als Auftraggeber selbst um Reihenfolge und Übergänge. Jede Wartezeit auf den nächsten Handwerker schiebt den ganzen Termin nach hinten. Ein Betrieb, der das Bad komplett aus einer Hand liefert, übernimmt die Koordination und auch die Verantwortung dafür, dass die Arbeiten der einzelnen Gewerke zusammenpassen.

Wählen und bestellen Sie WC, Waschtisch, Armaturen und Unterputzkörper schon vor Baubeginn. Der Installateur braucht genaue Maße und Datenblätter, um die Anschlüsse richtig zu setzen. Häufig sieht man, dass Anschlüsse nach Gefühl gesetzt werden und nach der Lieferung der Armatur der Abstand oder die Einbautiefe des Unterputzkörpers nicht stimmt. Manche Armaturen, Wannen und Duschabtrennungen haben außerdem Lieferzeiten von mehreren Wochen.

Fotografieren Sie alle Wasser-, Abwasser- und Stromleitungen, bevor sie verschwinden, und heben Sie die Bilder mit Maßen ab Boden und Ecken auf. Wenn Sie später ein Regal aufhängen, wissen Sie genau, wo Sie nicht bohren dürfen.

Anleitung für Heimwerker: alte Silikonfuge an Wanne und Dusche erneuern

Eine dunkle oder abgelöste Silikonfuge ist nicht nur unschön. Durch die offene Fuge läuft Wasser hinter die Fliesen und unter die Wanne. Den Austausch schaffen Sie auch selbst, Sie brauchen nur Geduld und genug Zeit zum Trocknen.

  1. Altes Silikon mit einem scharfen Cuttermesser oder Schaber entlang der Fliesen und der Wanne aufschneiden und in ganzer Länge herausziehen.
  2. Reste mit Silikonentferner beseitigen, die Fläche reinigen und mit Spiritus entfetten.
  3. Schimmel in der Fuge mit einem Schimmelentferner behandeln und alles vollständig trocknen lassen, idealerweise bis zum nächsten Tag.
  4. Wanne mit Wasser füllen, damit sie sich unter dem Gewicht setzt und das Silikon später bei Belastung nicht reißt.
  5. Entlang der Fuge Malerkrepp auf Fliesen und Wanne kleben, damit die Kante gerade wird.
  6. Sanitärsilikon mit Schimmelschutz in einem gleichmäßigen Zug auftragen.
  7. Silikon mit einem angefeuchteten Fugenglätter oder einem in Spülmittelwasser getauchten Finger glätten und das Klebeband sofort abziehen.
  8. Wasser erst nach dem Aushärten ablassen und die Dusche so lange nicht benutzen, wie der Hersteller auf der Kartusche angibt, meist etwa 24 Stunden.

So nehmen Sie das neue Bad ab

Lassen Sie sich bei der Abnahme Zeit, denn mit ihr beginnt in der Regel auch die Gewährleistungsfrist. Gehen Sie das Bad Punkt für Punkt durch:

  • Für die Wasserleitungen liegt ein Protokoll der Druckprüfung vor, für die Elektroinstallation das Prüfprotokoll der Elektrofachkraft
  • Das Wasser aus der Dusche läuft zum Ablauf oder zur Rinne und bleibt nirgends auf den Fliesen stehen, was Sie mit einem Eimer Wasser prüfen
  • Beim Abklopfen von Wand- und Bodenfliesen klingt keine Stelle hohl, denn das deutet auf eine schlecht verklebte Fliese hin
  • Die Fugen sind gleich breit und voll gefüllt, die Schnitte sauber und symmetrisch
  • Alle Ecken und Übergänge zu Wanne und Duschwanne sind mit Silikon abgedichtet, nicht mit Fugenmörtel
  • Armaturen, Spülung und Siphons bleiben auch nach mehreren Minuten laufendem Wasser dicht
  • Der Lüfter saugt spürbar ab, und die Tür hat einen Spalt oder ein Gitter für die Zuluft
  • Sie haben die Fotos der Leitungen vor dem Verschließen und die Garantieunterlagen für WC, Armaturen und Wanne erhalten

Passt etwas nicht, halten Sie es im Abnahmeprotokoll fest, zusammen mit einer Frist für die Nachbesserung. Eine hohl liegende Fliese oder eine undichte Silikonfuge ist direkt nach Fertigstellung leicht zu beheben. Nach Jahren kann daraus die Sanierung einer durchfeuchteten Decke beim Nachbarn werden.

Häufige Fragen

Für ein Bad in der Wohnung (4 - 5 m², 20 m² Fliesen) kostet die Arbeit laut aktueller Preisliste 2009,00 € - 4017,00 €. Der niedrigere Betrag gilt, wenn die Wände bleiben und nur Oberflächen und Sanitärobjekte neu kommen. Der höhere gilt fürs schlüsselfertige Bad mit Abriss des Kerns, Trennwänden, Putz und neuen Leitungen. Material und Sanitärobjekte kommen dazu.

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