Preisverzeichnis 2026 · Deutschland

Einbau einer Wannen-/Brausebatterie mit Brausehalter

Beim Einbau einer Wannen- oder Brausebatterie wird eine Mischbatterie an die vorbereiteten Anschlüsse für Warm- und Kaltwasser montiert, abgedichtet und getestet. Dazu gehört meist auch der Brausehalter, also die Wandstange oder der Halter für die Handbrause. Gebraucht wird diese Arbeit bei der Badsanierung nach dem Fliesen, wenn die alte

Aktualisiert 09/2026·5 Min. Lesezeit·10 Positionen im Preisverzeichnis
Preis Standardleistung
53,10 €/ Stk.
Richtwert-Spanne
42,40 € - 69,10 €
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Fliesenarbeiten10 Positionen

Alle angegebenen Preise sind Nettopreise, zuzüglich gegebenenfalls anfallender Umsatzsteuer. Der Arbeitspreis enthält nur die Arbeit. Der Preis mit Material enthält zusätzlich Hilfsmaterial (Kleber, Grundierung, Dichtstoffe, Befestigungsmaterial). Wandfliesen, Bodenfliesen, Bodenbeläge, Farbe und Sanitärobjekte wählt und kauft der Kunde selbst, sie sind nicht enthalten.

PositionEHPreis / EHMengeSumme
Sanitärmontage
Wannen- / Duscharmatur setzenStk.53,10 €-
Einbau der Badewanne (Fliesenarbeiten)Stk.-
Badewanne einmauern und an Ablauf anschließenStk.-
Mauern und Gefälle für Duschpodest herstellenStk.-
Montage Geberit WC-Vorwand + UmmauerungStk.-
Stand-WC-Kombi setzenStk.-
Waschbecken setzenStk.42,50 €-
Waschtischarmatur setzenStk.30,10 €-
Waschtischunterschrank montierenStk.-
Spiegel anklebenStk.65,50 €-
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Wannenbatterie und Brausebatterie: der Unterschied

Beide Armaturen mischen warmes und kaltes Wasser, meist über eine Keramikkartusche mit einem Hebel. Sie unterscheiden sich vor allem im Auslauf und in der Einbauhöhe.

  • Wannenbatterie: Sie hat einen Auslauf in die Wanne und einen Umsteller zwischen Wanne und Brause. Sie sitzt tief an der Wand, meist etwa 15 bis 20 cm über dem Wannenrand, damit das Wasser in die Wanne läuft und nicht danebenspritzt.
  • Brausebatterie: Sie hat keinen Auslauf, das Wasser geht nur in den Brauseschlauch. Sie sitzt höher, üblich sind etwa 110 bis 120 cm über dem Boden der Dusche, damit Sie den Hebel ohne Bücken erreichen.
  • Thermostatbatterie: Sie hält die eingestellte Temperatur auch dann, wenn jemand anderes im Haus Wasser zapft. Ein eingebauter Verbrühschutz begrenzt die Temperatur. Das lohnt sich besonders in Haushalten mit kleinen Kindern oder älteren Menschen.

Die Höhe der Anschlüsse wird bei der Rohinstallation festgelegt, also vor dem Fliesen. Sind die Anschlüsse schon in der Wand, wird die Batterie darauf montiert. Sie zu versetzen heißt, an Leitungen und Fliesen zu gehen.

So wird eine Aufputzbatterie montiert

Die Aufputzbatterie ist in Deutschland weit verbreitet, im Altbau genauso wie im Mehrfamilienhaus. Sie wird auf zwei Wandanschlüsse geschraubt, die meist rund 150 mm auseinanderliegen. Kleine Abweichungen gleichen die sogenannten S-Anschlüsse aus, gebogene Verbindungsstücke, die man auch Exzenter nennt.

  1. Wasser absperren, die alte Armatur öffnen und den Restdruck ablassen.
  2. Beim Austausch die alte Batterie abschrauben und alte Dichtungsreste und Kalk von den Anschlüssen entfernen.
  3. Die S-Anschlüsse in die Wandanschlüsse schrauben. Das Gewinde wird mit Teflonband oder Hanf und Dichtpaste abgedichtet.
  4. Die S-Anschlüsse so drehen, dass ihr Abstand genau zur Batterie passt, beide waagerecht stehen und die Rosetten an den Fliesen anliegen.
  5. Flachdichtungen in die Überwurfmuttern legen und die Batterie erst einmal ohne Festziehen ansetzen, um zu sehen, ob alles passt.
  6. Die Muttern mit einem Schlüssel mit glatten Backen oder über ein Tuch anziehen, damit das Chrom nicht verkratzt.
  7. Brausehalter oder Wandstange montieren, Schlauch und Handbrause anschließen.
  8. Wasser aufdrehen, alle Verbindungen prüfen und Warm, Kalt und Umsteller testen.

Warum zwei verschiedene Dichtungen? Die S-Anschlüsse dichten im Gewinde, die Batterie dagegen an der Flachdichtung unter der Mutter. Auf die Überwurfmuttern gehört kein Teflonband.

Standarmatur und Unterputzbatterie: was hier anders läuft

Standarmatur am Wannenrand

Sie sitzt in einer Bohrung im Wannenrand oder in der gefliesten Wannenverkleidung. Angeschlossen wird sie darunter mit flexiblen Schläuchen an Eckventile. Die Arbeit dauert länger, weil wenig Platz ist und die Ventile später erreichbar bleiben müssen, etwa über eine Revisionsöffnung in der Verkleidung. Freistehende Wannen haben oft eine eigene Standarmatur mit Zuleitungen aus dem Boden. Diese müssen schon vor dem Estrich und den Fliesen vorbereitet sein.

Unterputzbatterie

Der Grundkörper wird vor dem Fliesen in die Wand oder in eine Trockenbau-Vorwand eingebaut. Seine Einbautiefe richtet sich nach den Angaben des Herstellers, damit er nach dem Fliesen genau bündig sitzt. Vor dem Verschließen der Wand müssen die Leitungen eine Dichtheitsprüfung bestehen. Nach dem Fliesen kommt nur noch das Fertigset dazu: Abdeckplatte, Hebel, Brause oder Auslauf. Hier arbeiten Installateur und Fliesenleger Hand in Hand. Sitzt der Grundkörper zu tief oder zu weit vorne, passt die Abdeckung nicht mehr, und das lässt sich meist nur noch mit einem Eingriff in die Fliesen beheben.

Was die Arbeit leichter oder aufwendiger macht

  • Einfacher: Tausch einer Aufputzbatterie gegen ein ähnliches Modell, neue Anschlüsse mit passendem Abstand und richtiger Höhe, glatte Fliesen ohne Hindernisse.
  • Aufwendiger: verrostete oder verkalkte Anschlüsse, beschädigte Gewinde, ein Abstand, den die S-Anschlüsse nicht mehr ausgleichen, oder Anschlüsse, die zu tief in der Wand stecken oder zu weit herausragen.
  • Am meisten Arbeit: Standarmaturen mit Anschluss unter dem Wannenrand, Unterputzsysteme und Fälle, in denen Leitungen geändert oder Fliesen aufgeschnitten werden müssen.

Im Mehrfamilienhaus gibt es nicht immer ein eigenes Absperrventil für die Wohnung. Dann muss der Strang abgesperrt werden, und das stimmen Sie vorher mit der Hausverwaltung oder dem Hausmeister ab. Als Mieter fragen Sie vor dem Austausch den Vermieter. Änderungen an der Trinkwasserinstallation, etwa neue Leitungen oder versetzte Anschlüsse, gehören in Deutschland in die Hände eines Installateurbetriebs, der beim Wasserversorger eingetragen ist. Eine Baugenehmigung braucht eine normale Badsanierung meist nicht. Bei größeren Umbauten in der Eigentumswohnung kann aber die Eigentümergemeinschaft mitreden, und im Zweifel gibt das Bauamt Auskunft.

Anleitung für Heimwerker: Aufputzbatterie austauschen

Eine Aufputzbatterie gegen eine neue mit gleichem Anschlussabstand zu tauschen, schaffen geübte Heimwerker gut selbst. Sind die Anschlüsse beschädigt oder müssen sie versetzt werden, holen Sie einen Installateur.

  1. Wasser für die Wohnung absperren und die Armatur öffnen, damit der Druck entweicht.
  2. Ein Tuch unter die Armatur und ein Handtuch in die Wanne legen, damit herunterfallendes Werkzeug die Emaille nicht beschädigt.
  3. Die Überwurfmuttern der alten Batterie lösen und die Batterie abnehmen.
  4. Die S-Anschlüsse prüfen: Sind sie verkalkt oder undicht, herausdrehen, die Gewinde in der Wand reinigen und neue mit frischer Abdichtung eindrehen.
  5. Den Abstand der S-Anschlüsse an die neue Batterie anpassen und mit der Wasserwaage prüfen, ob sie auf einer Höhe liegen.
  6. Rosetten aufsetzen, neue Flachdichtungen in die Muttern legen und die Batterie von Hand anschrauben.
  7. Die Muttern über ein Tuch mit dem Schlüssel gleichmäßig und ohne große Kraft anziehen.
  8. Das Wasser langsam aufdrehen und einige Minuten alle Verbindungen beobachten.
  9. Brausehalter befestigen, Brauseschlauch anschließen und Umsteller, Warm- und Kaltwasser testen.
  10. Die Verbindungen am nächsten Tag noch einmal kontrollieren, denn leichtes Nässen zeigt sich oft erst später.

Typische Fehler beim Einbau

  • Muttern zu fest angezogen: Die Flachdichtung quillt heraus und die Mutter kann reißen. Dicht macht die Dichtung, nicht die Kraft.
  • Warm und Kalt vertauscht: Von vorne gesehen liegt das Warmwasser üblicherweise links. Bei einem Thermostat führen vertauschte Zuleitungen dazu, dass er nicht richtig regelt.
  • Batterie schief oder außermittig: An der Wanne wirkt ein schräger Auslauf unordentlich, und das Wasser kann danebenlaufen.
  • Rosetten liegen nicht an den Fliesen an: Dahinter sammeln sich Wasser und Schmutz. Ursache sind falsch eingestellte S-Anschlüsse oder falsch gesetzte Wandanschlüsse.
  • Schmutz in den Leitungen: Nach einer Sanierung ist oft Sand im Rohr, der die Siebe zusetzt und die Kartusche beschädigt. Deshalb die Leitungen vor der Montage gut durchspülen.

Abnahme: darauf sollten Sie achten

  • Die Batterie sitzt waagerecht, mittig und fest an der Wand
  • Die Rosetten liegen ohne Spalt an den Fliesen an
  • Keine Verbindung tropft, auch nicht bei voll aufgedrehtem Wasser
  • Warmwasser kommt auf der rot markierten Seite
  • Der Hebel läuft leicht und die Temperatur lässt sich stufenlos einstellen
  • Der Umsteller schaltet vollständig um, ohne dass Wasser am anderen Ausgang nachläuft
  • Der Brauseschlauch ist an beiden Enden dicht und der Brausehalter hält fest
  • Beim Thermostat funktioniert die Temperaturbegrenzung
  • Der Arbeitsbereich ist sauber und weder Fliesen noch Wanne sind beschädigt

Häufige Fragen

Für den Tausch einer Aufputzbatterie auf vorhandenen Anschlüssen nicht unbedingt. Müssen Leitungen geändert oder Anschlüsse versetzt werden, soll ein Unterputzkörper oder eine Standarmatur unter der Wanne angeschlossen werden, ist ein eingetragener Installateurbetrieb die richtige Wahl.

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