Leistung aus dem Preisverzeichnis kalkulieren
Mengen eingeben und der Preis wird sofort neu berechnet. Die Preise gelten für Deutschland und können im Preisverzeichnis angepasst werden.
Alle angegebenen Preise sind Nettopreise, zuzüglich gegebenenfalls anfallender Umsatzsteuer. Der Arbeitspreis enthält nur die Arbeit. Der Preis mit Material enthält zusätzlich Hilfsmaterial (Kleber, Grundierung, Dichtstoffe, Befestigungsmaterial). Wandfliesen, Bodenfliesen, Bodenbeläge, Farbe und Sanitärobjekte wählt und kauft der Kunde selbst, sie sind nicht enthalten.
| Position | EH | Preis / EH | Menge | Summe |
|---|---|---|---|---|
| Wand- und Bodenfliesen | ||||
| Silikonverfugung | m² | 6,02 € | - | |
| Fliesen / Bodenfliesen Standard bis 60 cm | m² | 47,80 € | - | |
| Feinsteinzeug-Fliesen / -Bodenfliesen über 60 cm | m² | 58,42 € | - | |
| Fliesen / Bodenfliesen XL-Format 60×120 | m² | - | ||
| Fliesen / Bodenfliesen XXL-Format 120×260 | m² | - | ||
| Mosaik verlegen | m² | - | ||
| Verkleidung Natur-/Kunststein / Klinker | m² | - | ||
| Verkleidung mit Bruchstein (Zaun, Sockel) | m² | - | ||
| Bordüre / Listello | lfm | 17,70 € | - | |
| Bodenfliesen bis 60 cm im Diagonalverband verlegen | m² | 58,42 € | - | |
| Verfugen | m² | 7,97 € | - | |
| Silikonieren der Innen- und Außenecken | lfm | 3,20 € | - | |
| Wasserstrahlschnitt 60×60 (Gehrungskante / Jolly) | lfm | 12,04 € | - | |
| Wasserstrahlschnitt 120×120 (Gehrungskante / Jolly) | lfm | 13,80 € | - | |
| Wasserstrahlschnitt - Aussparung in Fliese | lfm | 18,60 € | - | |
| Jolly-Profil (Montage und Setzen) | lfm | 17,70 € | - | |
| Sockelleiste aus Fliese / Bodenfliese | lfm | 7,97 € | - | |
| Aussparungen in Fliese / Bodenfliese sägen | Stk. | 5,30 € | - | |
| Kreisförmige Aussparungen in Bodenfliesen / Feinsteinzeug | Stk. | 4,60 € | - | |
Wohin Silikon gehört und wohin Zementfuge
Warum reicht es nicht, die ganze Fläche mit einem Material zu verfugen? Zementfugenmörtel ist hart und fest. Er passt in die Fugen zwischen den Fliesen auf einer ebenen Fläche. In der Raumecke, am Übergang von Wand zu Boden oder an der Wanne bewegen sich die Bauteile aber unterschiedlich. Eine Badewanne gibt unter dem Gewicht von Wasser und Mensch etwas nach, Boden und Wand dehnen sich bei Temperaturwechsel verschieden aus. Das elastische Silikon fängt diese kleinen Bewegungen ab, und die Fuge bleibt dicht.
Silikon wird deshalb vor allem hier eingesetzt:
- Im Bad rund um Wanne, Duschtasse, Waschbecken und WC sowie in den Innenecken der Wandfliesen
- In der Küche zwischen Arbeitsplatte und Fliesenspiegel und rund um die Spüle
- Am Übergang vom Bodenbelag zur Wand oder zum Sockel
- In Bewegungsfugen im Boden, besonders bei großen Flächen, Terrassen und Balkonen
Wichtig ist, dass der Fliesenleger diese Stellen beim normalen Verfugen frei lässt. Wird zuerst Zementmörtel in die Ecke gedrückt und Silikon nur obendrauf gezogen, geht die Elastizität verloren und die Fuge reißt. Gut zu wissen: Die Silikonfuge ist nicht die eigentliche Abdichtung. Im Duschbereich liegt darunter normalerweise eine Verbundabdichtung, die das Wasser zuverlässig vom Mauerwerk fernhält. Fachleute sprechen bei Silikon von einer Wartungsfuge, weil sie von Zeit zu Zeit erneuert werden muss.
Welches Silikon passt
Im Baumarkt finden Sie viele Sorten, und die Unterschiede liegen nicht nur in Farbe und Verpackung. Bei Fliesen begegnen Ihnen vor allem diese:
- Sanitärsilikon enthält Zusätze gegen Schimmel. Es gehört in Bad, Dusche und Küche, also überall dorthin, wo es oft feucht ist.
- Essigvernetzendes Silikon erkennen Sie am Essiggeruch beim Aushärten. Es ist weit verbreitet, kann aber manche Metalle und Spiegelbeschichtungen angreifen und eignet sich nicht für Naturstein.
- Neutralvernetzendes Silikon setzt beim Aushärten keine Säure frei. Es passt zu empfindlicheren Materialien und ist oft auch für außen geeignet.
- Natursteinsilikon ist für Marmor, Travertin und ähnliche Steine gedacht. Normales Silikon kann dort an den Rändern dunkle, fettige Flecken hinterlassen.
Die Farbe wählen Sie am besten passend zum Fugenmörtel, dann wirkt das Bad einheitlich. Viele Hersteller von Fugenmörtel bieten Silikon in denselben Farbtönen an. Denken Sie daran, dass sich Silikon nicht überstreichen lässt. Legen Sie die Farbe also vorher fest.
So läuft die Arbeit ab
Eine gute Silikonfuge hängt nicht davon ab, wie viel Masse in die Ecke gedrückt wird, sondern von der Vorbereitung. In der Praxis löst sich Silikon oft schon nach ein paar Monaten, weil der Untergrund nicht trocken oder nicht sauber war.
- Fuge vorbereiten. Altes Silikon wird vollständig entfernt, auch die Reste. Neues Silikon hält auf altem nicht.
- Reinigen und entfetten. Die Fugenflanken werden von Staub, Seifenresten und Fett befreit, meist mit Spiritus oder dem Reiniger, den der Silikonhersteller empfiehlt.
- Trocknen lassen. Die Fuge muss trocken sein. Feuchtigkeit ist der häufigste Grund für schlechte Haftung.
- Tiefe Fugen hinterfüllen. In eine tiefe Fuge kommt zuerst eine Rundschnur aus Schaumstoff. Das Silikon haftet dann nur an den beiden Seiten und nicht am Grund, so verträgt es Bewegung besser.
- Abkleben. Entlang der Fuge wird Malerkrepp geklebt. So entsteht eine gerade Kante, und kein Silikon landet auf den Fliesen.
- Silikon einbringen. Die Masse wird mit der Kartuschenpistole gleichmäßig in einem Zug eingespritzt, ohne abzusetzen.
- Glätten. Die Fuge wird mit einem Fugenglätter oder einem angefeuchteten Finger zu einer leicht nach innen gewölbten Form abgezogen.
- Klebeband abziehen. Das Band kommt sofort nach dem Glätten ab, bevor sich eine Haut bildet.
Silikon härtet von außen nach innen aus. Die Haut bildet sich meist nach wenigen Minuten, ganz durchgehärtet ist die Fuge aber erst nach längerer Zeit, je nach Dicke. Dusche oder Wanne sollten Sie mindestens einen Tag nicht benutzen. Die genaue Zeit steht auf der Kartusche.
Was die Arbeit leichter oder aufwendiger macht
Der Aufwand unterscheidet sich von Bad zu Bad. Einfach ist es bei neuen Fliesen mit sauberen, freien Ecken und langen, geraden Fugen. Mehr Zeit brauchen dagegen:
- Altes, verschimmeltes oder fest angetrocknetes Silikon, das erst herunter muss
- Ecken, die mit Zementfugenmörtel gefüllt sind und zuerst ausgekratzt werden müssen
- Viele kurze Abschnitte, etwa rund um Rohre, Armaturen und die Ecken der Duschtasse
- Ungleichmäßige oder breite Fugen, die eine Rundschnur brauchen
- Empfindliche Materialien wie Naturstein, für die Spezialsilikon nötig ist
- Feuchte Räume, in denen man warten muss, bis der Untergrund trocken ist
Anleitung für Heimwerker: Silikon an der Badewanne erneuern
Das Silikon an der Wanne können Sie gut selbst erneuern. Sie brauchen etwas Geduld und ein paar einfache Werkzeuge: Cuttermesser oder Silikonschaber, Spiritus, Malerkrepp, Kartuschenpistole, eine Kartusche Sanitärsilikon und einen Fugenglätter. In einer Mietwohnung lohnt sich vorher eine kurze Absprache mit dem Vermieter.
- Altes Silikon mit dem Messer entlang der Fliesen und der Wanne einschneiden und herausziehen.
- Reste abschaben und mit Silikonentferner nach Anleitung lösen.
- Fuge mit Spiritus reinigen und vollständig trocknen lassen.
- Wanne mit Wasser füllen, damit sie sich wie bei normaler Benutzung absenkt.
- Fliesen und Wannenrand mit Malerkrepp abkleben, dazwischen die Fugenbreite frei lassen.
- Spitze der Kartusche schräg passend zur Fugenbreite abschneiden.
- Silikon in einem gleichmäßigen Zug einspritzen.
- Fuge mit dem Glätter oder einem Finger glätten, der in Wasser mit etwas Spülmittel getaucht ist.
- Klebeband von der Fuge weg abziehen, solange das Silikon noch weich ist.
- Silikon nach Herstellerangabe aushärten lassen und erst dann das Wasser ablassen.
Nehmen Sie nur wenig Spülmittel und sprühen Sie es nicht direkt auf die frischen Fugenränder. Sonst haftet das Silikon an den Kanten womöglich schlecht.
Typische Fehler
- Neues Silikon auf altes. Das geht schnell und sieht sauber aus, die Fuge löst sich aber bald, und darunter hält sich der Schimmel.
- Feuchter oder fettiger Untergrund. Das Silikon hält dann nur scheinbar.
- Zementfuge in den Ecken. Silikon darüber kann sich nicht bewegen und reißt.
- Falsche Silikonsorte. Essigvernetzendes Silikon an Naturstein oder am Spiegel kann Flecken und Schäden hinterlassen.
- Zu dünne Fuge. Eine dünne Schicht reißt leicht, wenn die Wanne nachgibt.
- Zu früh duschen. Wasser auf nicht ausgehärtetem Silikon kann die Oberfläche beschädigen.
Silikon ist elastisch, aber nicht für die Ewigkeit. Mit normaler Pflege und regelmäßigem Lüften hält es viele Jahre. Sitzen schwarze Flecken im Inneren der Masse oder löst sich der Rand, hilft Putzen nicht mehr. Dann ist es Zeit für eine neue Fuge.
So prüfen Sie die fertige Arbeit
Sehen Sie sich die Fugen bei der Abnahme aus der Nähe und bei gutem Licht an. Prüfen Sie:
- Ob das Silikon durchgehend ist, ohne Löcher, Blasen und Unterbrechungen
- Ob die Ränder gerade sind und die Fuge überall gleich breit ist
- Ob die Oberfläche glatt und leicht gewölbt ist, ohne Fingerspuren
- Ob auf Fliesen, Wanne und Armatur keine Silikon- oder Klebebandreste geblieben sind
- Ob sich der Rand bei leichtem Druck nicht löst
- Ob die Farbe zum Fugenmörtel passt
- Ob die Ecken unter dem Silikon frei von Zementmörtel waren
- Ob Ihnen der Handwerker gesagt hat, ab wann Sie Dusche und Wanne wieder benutzen dürfen
Häufige Fragen
Meist wird empfohlen, mindestens einen Tag zu warten. Bei dickeren Fugen kann es länger dauern. Verlässlich ist die Angabe auf der Kartusche des verwendeten Silikons.
Oberflächliche Flecken verschwinden manchmal mit einem Schimmelentferner. Sitzt der Schimmel im Inneren der Masse, hilft Reinigen nicht mehr, und das Silikon muss erneuert werden.
Nein. Silikon haftet nicht auf Silikon. Die alte Fuge muss vollständig entfernt, gereinigt und getrocknet werden, erst dann kommt die neue.
Normales Silikon kann Bestandteile an porösen Naturstein abgeben, die Flecken bilden. Für Stein gibt es spezielles Natursteinsilikon.
Auf Balkonen und Terrassen kommt Silikon oder eine andere elastische Dichtmasse an den Übergang vom Belag zur Wand und in die Bewegungsfugen. Der Balkon gehört aber oft zum Gemeinschaftseigentum. Sprechen Sie vor größeren Arbeiten mit der Hausverwaltung oder der Eigentümergemeinschaft (WEG).
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