Preisverzeichnis 2026 · Deutschland

Wasserstrahlschneiden 120×120 mit Jolly-Kante

Eine Jolly-Kante ist eine Gehrung: Die Plattenkante wird im Winkel von 45 Grad abgeschrägt. Zwei so geschnittene Platten treffen sich an einer Außenecke ohne Schiene und ohne sichtbaren Scherben. Bei Großformaten von 120×120 cm sieht man solche Ecken an Kücheninseln, Fensterbänken, Fensterlaibungen

Aktualisiert 09/2026·12 Min. Lesezeit·19 Positionen im Preisverzeichnis
Preis Standardleistung
15,15 €/ lfm
Richtwert-Spanne
12,12 € - 19,70 €
Preis nur für diese konkrete Leistung - ohne Material und ohne Vorarbeiten. Kein Preis für den Gesamtauftrag.
Meine Sanierung kalkulieren
Aktualisierte Preise

Leistung aus dem Preisverzeichnis kalkulieren

Mengen eingeben und der Preis wird sofort neu berechnet. Preisniveau: Deutschland. Im Preisverzeichnis können Sie die Preise selbst anpassen.

Fliesenarbeiten19 Positionen

Alle angegebenen Preise sind Nettopreise, zuzüglich gegebenenfalls anfallender Umsatzsteuer. Der Arbeitspreis enthält nur die Arbeit. Der Preis mit Material enthält zusätzlich Hilfsmaterial (Kleber, Grundierung, Dichtstoffe, Befestigungsmaterial). Wandfliesen, Bodenfliesen, Bodenbeläge, Farbe und Sanitärobjekte wählt und kauft der Kunde selbst, sie sind nicht enthalten.

PositionEHPreis / EHMengeSumme
Wand- und Bodenfliesen
Wasserstrahlschnitt 120×120 (Gehrungskante / Jolly)lfm15,15 €-
Fliesen / Bodenfliesen Standard bis 60 cmm²74,90 €-
Feinsteinzeug-Fliesen / -Bodenfliesen über 60 cmm²94,10 €-
Fliesen / Bodenfliesen XL-Format 60×120m²-
Fliesen / Bodenfliesen XXL-Format 120×260m²-
Mosaik verlegenm²-
Verkleidung Natur-/Kunststein / Klinkerm²-
Verkleidung mit Bruchstein (Zaun, Sockel)m²-
Bordüre / Listellolfm4,80 €-
Bodenfliesen bis 60 cm im Diagonalverband verlegenm²86,40 €-
Verfugenm²3,65 €-
Silikonverfugungm²6,90 €-
Silikonieren der Innen- und Außeneckenlfm3,65 €-
Wasserstrahlschnitt 60×60 (Gehrungskante / Jolly)lfm11,35 €-
Wasserstrahlschnitt - Aussparung in Flieselfm20,15 €-
Jolly-Profil (Montage und Setzen)lfm113,30 €-
Sockelleiste aus Fliese / Bodenflieselfm12,50 €-
Aussparungen in Fliese / Bodenfliese sägenStk.23,05 €-
Kreisförmige Aussparungen in Bodenfliesen / FeinsteinzeugStk.24,00 €-
Summe Arbeit
- Menge eingeben
Angebot aus Preisverzeichnis erstellen →

Was eine Jolly-Kante ist und warum der Wasserstrahl

An einer normalen Außenecke gibt es zwei klassische Lösungen. Entweder schließt der Fliesenleger mit einer Metall- oder Kunststoffschiene ab, oder eine Platte überdeckt die Kante der anderen. Die Schiene ist praktisch, bleibt aber sichtbar. Bei der Überdeckung sieht man an der Kante den Scherben, also den Kern der Fliese. Die Jolly-Kante löst beides: Beide Platten werden angeschrägt, aneinandergesetzt, und an der Ecke bleibt nur eine schmale, kaum sichtbare Fuge. Bei Platten in Marmor- oder Steinoptik kann die Maserung sogar um die Ecke weiterlaufen. Genau deshalb sind Großformate an solchen Stellen so beliebt.

Warum gerade der Wasserstrahl? Eine gerade Gehrung schafft auch eine Fliesenschneidmaschine mit schwenkbarer Diamantscheibe. Der Wasserstrahl mit Abrasivmittel, meist feinem Granatsand, hat aber einige Vorteile. Er drückt nicht auf die Platte und erzeugt keine Vibrationen wie eine Scheibe, das schont dünne und spröde Platten. Er schafft in einem Arbeitsgang auch Bögen und Ausschnitte, etwa für Kochfeld, Steckdose oder Waschbecken, und dazu die schräge Kante. Und der Computer führt den Schnitt nach Zeichnung, sodass die Maße auch auf langen Kanten stimmen, wo sich von Hand kleine Fehler aufsummieren würden.

Der Nachteil: Die Maschine steht fest. Die Platten müssen sicher in die Werkstatt und zurück, und alles hängt am genauen Aufmaß. Außerdem hinterlässt der Strahl eine leicht raue Schnittfläche, und beim Schrägschnitt kann die Kante etwas ungleichmäßig ausfallen. Deshalb wird sie in der Regel nachgeschliffen.

Der Ablauf Schritt für Schritt

Aufmaß und Zeichnung

Am Anfang steht ein genaues Aufmaß der Stelle, an der die Ecke entsteht. Fliesenleger oder Techniker messen Längen, Höhen und vor allem die tatsächlichen Winkel. In der Praxis hat eine Wand- oder Inselecke oft nicht genau 90 Grad. Dann muss die Gehrung angepasst werden, sonst klafft die Fuge. Aus den Maßen entsteht eine Zeichnung: Für jede Platte ist vermerkt, welche Kante angeschrägt wird, wo Ausschnitte sitzen und wie die Maserung laufen soll. Bei stark gezeichneten Platten werden die Platten häufig vorher ausgelegt und nummeriert, damit an der Ecke die richtigen Stücke zusammenkommen.

Übernahme und Transport

Platten von 120×120 cm werden stehend im Gestell oder auf einer Palette mit Rahmen transportiert, nie flach liegend ohne Unterstützung. Beim Verladen helfen ein Vakuum-Saugrahmen oder mindestens zwei Saugheber und zwei Personen. Vor der Übernahme in die Werkstatt wird jede Platte auf Risse, abgeplatzte Ecken und Glasurfehler geprüft. Es ist sinnvoll, wenn Sie dabei sind oder sich Fotos schicken lassen.

Der Schnitt

Die Platte liegt vollflächig auf dem Schneidtisch mit Gitterrost, damit sie sich nicht durchbiegt. Meist werden zuerst gerade Schnitte und Formschnitte gemacht, danach die Gehrung. Dabei wird die Schräge nicht messerscharf bis zur Oberfläche geführt. Auf der Sichtseite bleibt eine schmale Fase stehen, ungefähr 1 bis 2 mm. Sie schützt die Glasur vor dem Ausbrechen und lässt beim Verkleben Platz für eine feine Fuge. Der Schrägschnitt dauert länger als ein senkrechter, weil der Strahl durch mehr Material muss.

Nachbearbeitung der Kante

Nach dem Schnitt wird das Abrasiv abgespült und die Kante mit Diamant-Schleifpads überarbeitet. So verschwinden Rauheit und kleine Unebenheiten vom Strahl, und die Fase wird leicht gebrochen, damit sie nicht scharf ist. Bei polierten Platten lässt sich die Kante nachpolieren, bei matten wird so geschliffen, dass sie sich im Glanzgrad nicht von der Fläche abhebt. Anschließend werden die Platten wieder nach Zeichnung nummeriert und mit Kantenschutz verpackt.

Zurück auf die Baustelle

Die geschnittenen Platten kommen zurück. Eine Gehrungskante ist viel empfindlicher als der ursprüngliche Rand. Beim Tragen darf sie deshalb nirgends auf dem Boden oder an einer Türzarge aufsetzen. Verkleben und Schließen der Ecke übernimmt der Fliesenleger, der die Platten verlegt.

Was fertig sein muss, bevor die Platten in die Werkstatt gehen

Ein besonders teurer Fehler ist es, nach falschen Maßen zu schneiden. Beim Format 120×120 lässt sich eine verschnittene Platte nicht einfach durch ein Reststück ersetzen. Deshalb gilt: Geschnitten wird erst, wenn der Untergrund fertig ist.

  • Der Untergrund ist im Endzustand: verputzt oder im Trockenbau gespachtelt, eben, mit gesetzten Eckprofilen, Abdichtung in der Dusche und fertigen Schlitzen für die Elektrik.
  • Die Ecken, die verkleidet werden, sind gerade und lotrecht. Eine schiefe Ecke vor dem Aufmaß zu korrigieren ist einfacher, als sie später mit Kleber auszugleichen.
  • Die Kleberstärke steht fest. Großformate werden im Buttering-Floating-Verfahren verlegt, also mit Kleber auf Untergrund und Plattenrückseite. Diese Schicht schiebt die Platte nach vorne und verändert die Lage der Ecke.
  • Bei Kücheninseln und Möbeln ist der Korpus fest verankert und fertig montiert. Ein Korpus, der noch arbeitet, ruiniert eine Jolly-Ecke innerhalb weniger Wochen.
  • Die genauen Positionen der Ausschnitte sind bekannt: Steckdosen, Schalter, Armaturen, Abläufe und Geräte laut technischem Datenblatt.
  • Sie haben entschieden, wo die Maserung über die Ecke laufen soll und wo es Ihnen nicht darauf ankommt.

Wohnen Sie im Mehrfamilienhaus, denken Sie an den Transport. Eine Platte 120×120 passt oft nicht in einen normalen Aufzug und muss durchs Treppenhaus getragen werden, im Altbau mit engen Podesten wird das schnell knapp. Wenn Flur oder Treppenhaus dafür zeitweise belegt werden, sprechen Sie vorher mit der Hausverwaltung.

120×120 oder 60×60: worin der Unterschied liegt

In der Preisliste gibt es auch die eigene Position Wasserstrahlschneiden 60×60 (Jolly-Kante). Das Schnittprinzip ist gleich, die Plattengröße verändert aber fast alles drumherum.

  • Gewicht und Handling: Eine Platte 120×120 hat die vierfache Fläche einer 60×60. Bei rund 9 bis 10 mm Stärke wiegt sie ungefähr 30 bis 35 kg und ist dabei lang und biegsam. Dafür braucht es zwei Personen mit Saughebern oder Rahmen. Eine 60×60 trägt eine Person allein.
  • Bruchrisiko: Die große Platte bricht bei falschem Anheben, beim flachen Transport und beim Schnitt, wenn sie nicht vollflächig aufliegt. Bei 60×60 ist dieses Risiko deutlich kleiner.
  • Kantenlänge pro Stück: Eine Platte 120×120 hat 1,2 m Kante, auf denselben laufenden Meter kommen also weniger Stücke und weniger Aufspannvorgänge. Dafür ist der Schnitt länger, und ein Winkelfehler wirkt sich stärker aus.
  • Winkelgenauigkeit: Eine Abweichung, die auf 60 cm kaum auffällt, zeigt sich auf 120 cm als Fuge, die zum Ende der Ecke hin breiter wird.
  • Einsatz: 120×120 wählt man, wenn an der Ecke möglichst wenige Fugen sein sollen, etwa an Inselfronten, hohen Nischen und Säulen. 60×60 ist praktischer für kleinere Laibungen, Fensterbänke und Böden mit niedrigen Sockeln.
  • Ersatz bei Fehlern: Eine beschädigte 60×60 lässt sich leicht aus der Reserve ersetzen. Bei 120×120 ist die Reserve meist kleiner, und Nachkauf aus einer anderen Produktionscharge kann einen anderen Farbton bedeuten.
  • Transport: Große Platten brauchen Gestell, Rahmen und ein größeres Fahrzeug, kleine fahren im Karton mit.

Welches Format geschnitten wird, entscheidet letztlich die Fläche. Geschnitten wird immer die Fliese, die an der Ecke verwendet wird. Liegt auf der Fläche 120×120, sollte auch die Ecke daraus sein, sonst stört es das Bild der ganzen Wand.

Was die Arbeit leichter oder schwerer macht

Wie aufwendig der Auftrag wird, hängt von einigen Punkten ab, die Sie schon bei der Planung beeinflussen können.

Erleichtert die Arbeit

  • Gerade Kanten ohne Ausschnitte, bei denen nur über die ganze Länge angeschrägt wird
  • Eine genaue Zeichnung mit nummerierten Platten, die nicht ergänzt werden muss
  • Stärkere, steifere Platten, die beim Handling weniger arbeiten
  • Durchgefärbtes Feinsteinzeug, bei dem die Farbe des Scherbens kein Thema ist
  • Mehrere gleiche Schnitte auf einmal, weil sich das Einrichten der Maschine verteilt

Erschwert die Arbeit

  • Dünne Platten um 6 mm, die im Format 120×120 sehr biegsam sind und für die Gehrung wenig Material bieten
  • Winkel abweichend von 90 Grad sowie Gehrung kombiniert mit Bogen oder Ausschnitt an derselben Platte
  • Eine Maserung, die exakt über die Ecke laufen muss und die Auswahl bestimmter Platten verlangt
  • Hochglanzoberflächen, auf denen ausgebrochene Glasur und ungleicher Glanz sofort auffallen
  • Schwieriger Zugang: enges Treppenhaus, kein Aufzug, weiter Weg vom Parkplatz
  • Nachträgliche Maßänderungen, nachdem die Zeichnung schon in der Werkstatt ist

Ein Punkt verdient besondere Aufmerksamkeit: Bei glasierten Fliesen, deren Scherben anders gefärbt ist als die Oberfläche, zeigt sich an der Jolly-Ecke ein feiner Streifen des Kerns. Bei hellem Marmordekor mit rötlichem Scherben ist das gut zu sehen. Planen Sie viele Jolly-Ecken, fragen Sie im Fachhandel nach durchgefärbten Platten oder lassen Sie vor der Gesamtbestellung ein Musterstück anschrägen.

Wie die Arbeit mit den anderen Gewerken zusammenhängt

Das Wasserstrahlschneiden ist ein Zwischenschritt zwischen Aufmaß und Fliesenlegen. Es hängt eng mit mehreren Gewerken zusammen, und viele Probleme entstehen genau an diesen Schnittstellen.

  • Maurer oder Trockenbauer bereiten Ecken und Flächen vor. Ihre Genauigkeit entscheidet direkt, ob die Jolly-Ecke dicht wird.
  • Elektriker und Installateur müssen Dosen und Anschlüsse in der endgültigen Lage gesetzt haben. Eine Steckdose nach dem Schnitt zu verlegen geht nur mit einer neuen Platte. Arbeiten an der Elektroinstallation darf nur eine Elektrofachkraft ausführen.
  • Das Küchenstudio liefert die Korpusse der Insel. Lassen Sie sich die genauen Maße geben und klären Sie, ob unter der Verkleidung eine tragende Platte vorgesehen ist.
  • Der Fliesenleger verklebt die Platten. An der Ecke kommt meist ein verformungsfähiger Fliesenkleber einer höheren Klasse nach DIN EN 12004 zum Einsatz, die Fuge selbst wird je nach Situation mit flexiblem Fugenmörtel oder Epoxidkleber in Plattenfarbe geschlossen. Diese Entscheidung sollte vor dem Schnitt fallen, weil sie die Breite der Fase beeinflusst.
  • Steinmetz oder Werkstatt mit Wasserstrahlanlage brauchen eine Zeichnung, keine mündliche Beschreibung. Wer die Zeichnung erstellt und wer für die Maße haftet, sollte klar vereinbart sein.

Bewährt hat sich, wenn derselbe Fliesenleger aufmisst, der später verklebt. Er kennt seine Kleberstärke und seine Art, Ecken zu schließen, und es gibt keinen Streit, ob der Fehler beim Messen oder in der Werkstatt passiert ist.

Typische Fehler und wie sie sich später zeigen

  • Scharfe Kante ohne Fase: Eine bis zur Oberfläche ausgezogene Gehrung sieht in der Werkstatt perfekt aus, beim Verkleben oder beim ersten Anstoßen platzt aber die Glasur ab. Die kleinen Ausbrüche lassen sich ohne Plattentausch nicht reparieren.
  • Aufmaß vor dem fertigen Untergrund: Nach dem Ausgleichen der Wand wandert die Ecke um ein paar Millimeter, und die Platten passen nicht. Das zeigt sich als offene Fuge oder als Überstand einer Platte.
  • Übersehener Winkel: Eine Ecke mit 92 Grad und exakt auf 45 Grad geschnittene Kanten ergeben eine Fuge, die unten schmal und oben breit ist oder umgekehrt. Auf einer 120 cm hohen Platte ist das deutlich zu sehen.
  • Falsches Tragen: Eine flach an einer Kante getragene Platte bricht oft erst später, der Haarriss zeigt sich nach dem Verkleben. Bei Großformaten ist das ein typischer Reklamationsgrund.
  • Starre Fuge auf bewegtem Untergrund: Wird die Ecke auf Gipskarton oder Möbeln mit starrem Material geschlossen, entsteht mit der Zeit ein Haarriss in der Fuge oder die Kante löst sich.
  • Nicht geschliffene Kante: Eine raue Strahlkante zieht Schmutz und Fugenmasse an, die Ecke wirkt dann grau.
  • Jolly an begangenen Kanten: An Stufenkanten oder Trittflächen wird eine Gehrung mit der Zeit abgeschlagen. Für Treppen eignen sich fertige Stufenplatten oder gerundete Kanten.
  • Gemischte Chargen: Eine nachgekaufte Platte weicht im Farbton ab, und gerade an der Ecke, wo zwei Platten zusammentreffen, fällt das auf.

Anleitung für Heimwerker: Ecken prüfen und Platten vorbereiten

Den Schnitt selbst macht die Werkstatt, und das Tragen der großen Platten gehört in geübte Hände mit passendem Werkzeug. Einiges können Sie aber vorab selbst erledigen und damit spätere Überraschungen vermeiden.

  1. Jede geplante Ecke mit einer langen Wasserwaage auf Lot prüfen, unten, in der Mitte und oben.
  2. Den Winkel der Ecke mit einem großen Anschlagwinkel oder einer Winkelschmiege an mehreren Höhen kontrollieren und notieren.
  3. Abweichungen mit Maß und Position auf einer einfachen Skizze festhalten und an den Fliesenleger weitergeben.
  4. Positionen von Dosen, Armaturen und Geräten mit den technischen Datenblättern abgleichen und in die Skizze eintragen.
  5. Die Platten mit Helfern im Raum aufstellen oder auslegen und die gewünschte Lage der Maserung festlegen.
  6. Die Platten auf der Rückseite mit Bleistift oder Klebeband nummerieren, passend zur Skizze.
  7. Reserveplatten derselben Charge getrennt lagern und die Chargennummer vom Karton fotografieren.
  8. Den Transportweg durchs Haus freiräumen und Türzargen, Kanten und Boden schützen.

Wie lange es dauert

Der Schnitt selbst dauert an der Maschine je Platte einige Minuten bis einige Dutzend Minuten, abhängig von Kantenlänge, Stärke und Zahl der Ausschnitte. Die Gesamtdauer bestimmen aber vor allem die Schritte drumherum. Aufmaß und Zeichnung brauchen in der Regel einen Termin vor Ort und etwas Zeit zur Ausarbeitung. Werkstätten haben oft eine Warteliste, zwischen Abgabe der Zeichnung und Rückgabe der Platten vergehen meist mehrere Arbeitstage, bei größeren Aufträgen auch mehr. Planen Sie diese Lücke im Bauablauf ein, damit der Fliesenleger nicht ohne Material auf der Baustelle steht.

Nach dem Verkleben braucht der Kleber Zeit laut Datenblatt, bei üblichen flexiblen Klebern meist rund 24 Stunden bis zum Verfugen. Epoxidverklebte Ecken härten nach Herstellerangabe aus, in dieser Zeit sollte sich nichts an die Ecke lehnen. Insel oder Nische erst belasten, wenn alles ausgehärtet ist.

So prüfen Sie die fertige Arbeit

Prüfen Sie zweimal: bei der Übernahme der geschnittenen Platten und nach dem Verkleben.

Bei der Übernahme der Platten

Halten Sie die Kante gegen das Licht. Sie sollte über die ganze Länge gerade sein, ohne Ausbrüche auf der Sichtseite und mit gleichmäßig breiter Fase. Fahren Sie mit dem Finger darüber: Sie darf weder scharf noch rau sein. Vergleichen Sie die Nummerierung mit der Zeichnung und messen Sie die Ausschnitte nach. Schauen Sie auch auf die Fläche rund um den Schnitt, ob Kratzer vom Rost oder Reste des Abrasivs zu sehen sind.

Nach dem Verkleben

An der Ecke sollte eine feine, gleichmäßige Fuge über die ganze Höhe oder Länge laufen. Legen Sie eine lange Wasserwaage auf beide Flächen: Die Platten sollten in einer Ebene liegen, die Ecke weder zurückspringen noch vorstehen. Klopfen Sie leicht auf die Platten nahe der Ecke. Ein hohler Klang verrät Stellen ohne Kleber, an denen die Kante abbrechen kann. Bei gezeichneten Platten prüfen Sie, ob die Maserung wie vereinbart weiterläuft.

Übergabe und Abnahme

  • Alle Platten sind nummeriert und entsprechen der Zeichnung
  • Die Gehrung ist über die ganze Länge gerade und ohne Glasurausbrüche
  • Auf der Sichtseite ist eine schmale Fase stehen geblieben, die Kante ist nicht scharf
  • Die Kante ist geschliffen und passt im Glanzgrad zur Fläche
  • Die Ausschnitte sitzen auf den gemessenen Positionen von Dosen, Armaturen und Geräten
  • Die Platten haben keine Risse, abgeplatzten Ecken oder Maschinenkratzer
  • An der verklebten Ecke läuft eine gleichmäßige Fuge über die ganze Länge
  • Beide Flächen an der Ecke liegen in einer Ebene
  • Beim Abklopfen nahe der Ecke klingt nichts hohl
  • Die Maserung läuft wie vereinbart über die Ecke
  • Die Eckfuge ist mit dem vereinbarten Material in Plattenfarbe geschlossen
  • Reststücke und Reserveplatten stammen aus derselben Charge und sind beschriftet

Häufige Fragen

Gezählt wird die Länge der angeschrägten Kante. An einer Außenecke treffen zwei Platten aufeinander, jede mit eigener Gehrung. Eine Ecke von einem Meter Länge zählt deshalb in der Regel als zwei laufende Meter Schnitt. Gerade Schnitte, Formschnitte und Ausschnitte können eigene Positionen sein, klären Sie das bei der Bestellung.

Ähnliche Arbeiten

Blog

Kalkulieren Sie das ganze Projekt, nicht nur eine Leistung

Im Preisverzeichnis für Bauarbeiten wählen Sie Positionen aus allen Gewerken aus. NUMIQ erstellt daraus ein kundenfertiges Angebot.