Preisverzeichnis 2026 · Deutschland

Spachteln der Wände

Beim Spachteln der Wände wird eine dünne Schicht feiner Masse auf Putz, Beton oder Gipskarton aufgetragen. So entsteht eine glatte, gleichmäßige Fläche, auf der Farbe oder Tapete sauber aussieht. Gebraucht wird das im Neubau, bei der Sanierung einer Altbauwohnung, nach dem Schlitzen für neue Elektroleitungen oder immer dann, wenn sich nac

Aktualisiert 09/2026·5 Min. Lesezeit·11 Positionen im Preisverzeichnis
Preis Standardleistung
12,38 €/ m²
Richtwert-Spanne
9,90 € - 16,10 €
Wohnung 60 m²
1857,00 €
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Malerarbeiten11 Positionen

Alle angegebenen Preise sind Nettopreise, zuzüglich gegebenenfalls anfallender Umsatzsteuer. Der Arbeitspreis enthält nur die Arbeit. Der Preis mit Material enthält zusätzlich Hilfsmaterial (Kleber, Grundierung, Dichtstoffe, Befestigungsmaterial). Wandfliesen, Bodenfliesen, Bodenbeläge, Farbe und Sanitärobjekte wählt und kauft der Kunde selbst, sie sind nicht enthalten.

PositionEHPreis / EHMengeSumme
Vorbereitung
Wände spachtelnm²12,38 €-
Abkratzen alter Ölfarbem²10,28 €-
Rissbandagierung – Sanierung großer Risselfm-
Acryl-Verfugung der Anschlüsselfm3,43 €-
Grundierung der Wände und Deckem²1,90 €-
Abkratzen alter Leimfarbem²4,57 €-
Lokale Riss- und FlickreparaturenStk.6,67 €-
Decke spachtelnm²14,28 €-
Venezianischer Stuck - polierte Spachtelungm²-
Setzen von Eckschutzprofilenlfm-
Entfernen alter Tapetenm²6,67 €-
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So läuft das Spachteln ab

An Wand und Decke ist der Ablauf im Grunde gleich. Für die Qualität entscheidend ist vor allem Geduld zwischen den einzelnen Schritten.

Untergrund vorbereiten

Der Untergrund muss sauber, tragfähig und trocken sein. Staub, Fett, abblätternde alte Anstriche und loser Putz kommen herunter. Größere Löcher und Risse werden vorher zugespachtelt. Danach folgt eine Grundierung, zum Beispiel Tiefgrund. Sie gleicht aus, wie stark der Untergrund saugt, und sorgt dafür, dass die Spachtelmasse gut haftet.

In dünnen Schichten auftragen

Die Masse wird mit einer Glättkelle aus Edelstahl aufgezogen, meist in zwei Durchgängen. Der erste gleicht Unebenheiten aus und deckt Fehlstellen ab, der zweite ergibt die fertige, glatte Oberfläche. Eine Schicht ist in der Regel etwa 1 bis 3 mm dick, die genaue Angabe steht auf der Verpackung. Jede Schicht muss ganz durchgetrocknet sein, bevor die nächste kommt.

Schleifen und abschließend grundieren

Nach dem Trocknen wird die Fläche mit feinem Schleifgitter oder Schleifpapier geschliffen, üblich ist eine Körnung von etwa 120 bis 180. Das entfernt Kellenspuren und kleine Grate. Zum Schluss wird der Staub gründlich entfernt und noch einmal grundiert, damit die Farbe gleichmäßig deckt und keine Flecken entstehen.

Bei Gipskarton spricht man in Deutschland oft von Qualitätsstufen Q1 bis Q4. Je höher die Stufe, desto glatter die Fläche. Wenn Sie einen Auftrag vergeben, lohnt es sich, die gewünschte Stufe vorher klar zu vereinbaren.

Wand oder Decke: wo der Unterschied liegt

An der Wand haben Sie Ihre Arbeit direkt vor Augen und stehen aufrecht. Die Decke ist aus mehreren Gründen schwieriger:

  • Über Kopf zu arbeiten ist körperlich anstrengend, und ein gleichmäßiger Druck auf die Kelle fällt schwerer
  • Dicke Schichten können durch ihr Eigengewicht herunterfallen, deshalb trägt man eher dünn auf
  • Beim Schleifen fällt der Staub direkt auf einen herunter, ohne Absaugung und Atemschutz geht es kaum
  • Auf die Decke fällt Fensterlicht oft sehr flach, dadurch sieht man jede Welle deutlich

Bei einer abgehängten Decke aus Gipskarton werden zuerst die Fugen verspachtelt: Bewehrungsstreifen in die Masse drücken, mit einer weiteren Schicht abdecken und nach dem Trocknen schleifen. Auch die Schraubenköpfe werden zugespachtelt. Erst danach folgt das vollflächige Spachteln. Bei Betondecken geht es dagegen darum, Schalungsspuren, Poren und Übergänge zwischen Deckenelementen auszugleichen.

Welche Spachtelmasse passt

Gipsspachtel

Die übliche Wahl für trockene Wohnräume wie Wohnzimmer, Schlafzimmer, Flur oder Küche. Er lässt sich gut verziehen, trocknet relativ schnell und ist leicht glatt zu schleifen. Für feuchte Räume wie Bad oder Keller ist er nicht geeignet.

Zementspachtel

Er ist härter und verträgt Feuchtigkeit besser, deshalb kommt er in Bädern, Waschküchen und Technikräumen zum Einsatz. Er trocknet länger und lässt sich schlechter schleifen. Man muss ihn also schon beim Auftragen sauber arbeiten.

Fertigspachtel auf Dispersionsbasis

Er kommt gebrauchsfertig als Paste im Eimer, Anrühren entfällt. Gut geeignet für kleine Ausbesserungen, Details und eine feine letzte Schicht. Für das Ausgleichen großer, unebener Flächen ist er weniger gedacht.

Was die Arbeit leichter oder schwerer macht

Wie viel Aufwand nötig ist, und damit auch, was die Arbeit am Ende kostet, hängt vor allem vom Untergrund ab. Eine ebene, feste Wand braucht oft nur einen Durchgang und einen feinen Schliff. Mehr Arbeit machen dagegen:

  • Schiefe, rissige oder fettige Wände, die mehr Schichten und gründlichere Vorbereitung brauchen
  • Alte, mehrlagige Anstriche, die zuerst runter müssen
  • Viele Ecken, Laibungen, Nischen und Schlitze von der Elektroinstallation
  • Hohe Decken, Treppenhäuser und Galerien, für die ein Gerüst nötig ist
  • Zementspachtel, der langsamer zu verarbeiten und schwerer zu schleifen ist
  • Ein eingerichteter Raum, der ausgeräumt und gründlich gegen Staub abgedeckt werden muss

Typische Fehler

  • Grundierung weggelassen. Ein stark saugender Untergrund zieht der Masse das Wasser heraus. Sie haftet dann schlecht, reißt oder löst sich.
  • Zu dick auf einmal. Beim Trocknen entstehen Risse, an der Decke fällt die Masse eventuell ab. Mehrere dünne Schichten sind sicherer.
  • Nicht lange genug getrocknet. Eine neue Schicht auf feuchtem Untergrund kann Wellen werfen oder sich ablösen.
  • Ungünstige Bedingungen. Zugluft, Kälte oder hohe Luftfeuchte führen zu ungleichmäßigem Trocknen und feinen Rissen.
  • Geschliffen, ohne mit Licht zu prüfen. Unebenheiten zeigen sich oft erst nach dem Streichen. Streiflicht hilft, etwa eine LED-Baulampe dicht an der Wand.
  • Ohne Schutz gearbeitet. Feiner Gipsstaub reizt Atemwege und Augen. Deshalb Atemschutzmaske, Schutzbrille und möglichst einen Schleifer mit Absaugung verwenden.

Anleitung für Heimwerker: Wand im trockenen Wohnraum spachteln

Eine kleinere Wand in einem Wohnraum schaffen Sie mit etwas Geduld auch selbst. Decken, hohe Räume und große Flächen überlassen Sie sinnvollerweise einem erfahrenen Maler.

  1. Raum ausräumen, Boden und Möbel mit Folie abdecken, Sicherung ausschalten, bevor Steckdosenabdeckungen abgenommen werden.
  2. Staub, Fett und lose Putzstellen entfernen.
  3. Größere Löcher und Risse zuspachteln und trocknen lassen.
  4. Wand nach Herstellerangabe grundieren.
  5. Gipsspachtel laut Verpackung anrühren, nur so viel, wie sich in der Verarbeitungszeit verbrauchen lässt.
  6. Erste dünne Schicht mit der Glättkelle auftragen und die größten Unebenheiten ausgleichen.
  7. Vollständig trocknen lassen und die zweite, abschließende Schicht auftragen.
  8. Nach dem Trocknen mit feinem Schleifgitter schleifen, dabei Atemschutzmaske und Schutzbrille tragen.
  9. Fläche im Streiflicht prüfen und kleine Löcher nachspachteln.
  10. Staub absaugen und abschließend grundieren.

Wohnen Sie in einem Mehrfamilienhaus, schauen Sie in die Hausordnung oder fragen Sie die Hausverwaltung, zu welchen Zeiten laute und staubige Arbeiten erlaubt sind.

So prüfen Sie die fertige Arbeit

Sehen Sie sich die Fläche vor dem Streichen im Streiflicht an und fahren Sie mit der flachen Hand darüber. Bei der Abnahme lohnt sich ein Blick auf diese Punkte:

  • Die Fläche ist glatt, ohne Kellenspuren und ohne Schleifkratzer
  • Fugen im Gipskarton und Schraubenköpfe sind nicht zu sehen
  • Im Streiflicht zeigen sich keine Wellen oder Löcher
  • Die Spachtelschicht hat keine Risse und klingt beim Abklopfen nicht hohl
  • Ecken und Kanten sind gerade und sauber
  • Die Fläche ist staubfrei und grundiert
  • Der Raum ist aufgeräumt, angrenzende Flächen sind nicht verschmutzt

Häufige Fragen

Nicht immer. Wenn Sie aber eine wirklich glatte Fläche für Farbe oder Tapete möchten, hat auch neuer Putz oft kleine Unebenheiten und saugt unterschiedlich stark. Eine Spachtelschicht gleicht das aus, und die Farbe wirkt danach gleichmäßig.

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