Leistung aus dem Preisverzeichnis kalkulieren
Mengen eingeben und der Preis wird sofort neu berechnet. Die Preise gelten für Deutschland und können im Preisverzeichnis angepasst werden.
Alle angegebenen Preise sind Nettopreise, zuzüglich gegebenenfalls anfallender Umsatzsteuer. Der Arbeitspreis enthält nur die Arbeit. Der Preis mit Material enthält zusätzlich Hilfsmaterial (Kleber, Grundierung, Dichtstoffe, Befestigungsmaterial). Wandfliesen, Bodenfliesen, Bodenbeläge, Farbe und Sanitärobjekte wählt und kauft der Kunde selbst, sie sind nicht enthalten.
| Position | EH | Preis / EH | Menge | Summe |
|---|---|---|---|---|
| Dämmung | ||||
| Fassadendämmung mit Mineralwolle (inkl. Verdübelung) | m² | 56,03 € | - | |
| Fassadendämmung mit EPS (vollflächige Verklebung) | m² | 48,03 € | - | |
| WDVS-Montage bis 20 cm | m² | 26,00 € | - | |
| Dämmung der Fensterlaibungen (XPS) | lfm | 6,00 € | - | |
| Decken- / Dachbodendämmung | m² | 20,00 € | - | |
| Dampfsperre | m² | 8,00 € | - | |
| Außen-Dünnschichtputz (Kratzputz 2 mm) | m² | - | ||
| Wände mit Armierungsgewebe und Kleber überziehen | m² | - | ||
| Montage PVC-Eckprofil | lfm | 2,20 € | - | |
| APU-Anputzleiste mit Gewebe setzen | lfm | 1,60 € | - | |
| Sturzprofil mit Tropfkante | lfm | 2,20 € | - | |
| PU-Spritzdämmung (geschlossenzellig) | m² | - | ||
| PU-Spritzdämmung (offenzellig bis 25 cm) | m² | - | ||
Wann Mineralwolle statt Styropor sinnvoll ist
Mineralwolle für Fassaden besteht meist aus geschmolzenem Basalt und anderem Gestein. Ihr größter Vorteil: Sie brennt nicht. Dämmplatten für WDVS gelten in der Regel als nichtbrennbar, meist mit der Baustoffklasse A1. Sie leiten keine Flammen weiter und schmelzen nicht ab. Deshalb wird Steinwolle bei höheren Gebäuden und in dichter Bebauung oft verlangt oder zumindest klar empfohlen. Welche Anforderungen für Ihr Gebäude gelten, ergibt sich aus der Landesbauordnung Ihres Bundeslandes.
Der zweite Vorteil ist die Diffusionsoffenheit. Wasserdampf aus den Innenräumen gelangt durch Mineralwolle leichter nach außen als durch Polystyrol. Viele Altbauten haben noch Restfeuchte im Mauerwerk. Dort ist das wichtig, weil die Wand mit der Zeit nach außen austrocknen kann. Dazu kommt der Schallschutz: Die Faserstruktur dämpft Straßenlärm, und das merken Sie an einer stark befahrenen Straße deutlich.
Ein Nachteil ist das höhere Gewicht, außerdem ist die Oberfläche weicher. Genau deshalb gehört die Verdübelung bei Mineralwolle fest zum System. Sie ist keine Zugabe, auf die man verzichten könnte.
So läuft die Dämmung Schritt für Schritt ab
Untergrund vorbereiten
Die Wand muss sauber, trocken und tragfähig sein. Fett, Ausblühungen und loser Putz müssen weg. Größere Unebenheiten, meist ab etwa einem Zentimeter, gleicht der Handwerker mit Mörtel aus. Ein stark saugender oder sandender Untergrund bekommt eine Grundierung. In der Praxis wird dieser Schritt oft zu schnell erledigt. Dabei hängt gerade davon ab, wie lange die Dämmung an der Wand hält.
Sockelprofil und Sockelbereich
An der Unterkante der Dämmung wird ein Sockelprofil montiert. Es trägt die erste Plattenreihe und schützt die untere Kante des Systems. Den Bereich direkt über dem Gelände trifft Spritzwasser. Dort setzt man in der Regel eine eigene, feuchteunempfindliche Sockeldämmung ein. Mineralwolle sollte nicht dauerhaft im Nassen stehen.
Platten verkleben
Zuerst wird der Kleber dünn in die Plattenoberfläche eingearbeitet, damit er sich mit den Fasern verbindet. Erst danach kommt die eigentliche Kleberschicht. Lamellen klebt man vollflächig. Bei Platten gilt die Vorgabe des jeweiligen Systems: entweder vollflächig oder mit Randwulst und Klebepunkten, wobei ein vorgeschriebener Flächenanteil erreicht werden muss. Die Platten werden im Verband verlegt wie Mauersteine, damit die senkrechten Fugen nicht übereinander liegen. An den Hausecken greifen sie wechselseitig ineinander. Rund um Fenster dürfen Plattenfugen nicht in der Ecke der Öffnung zusammenlaufen. An dieser Stelle entstehen sonst später Risse.
Verdübeln
Die Dübel kommen erst, wenn der Kleber fest ist. Je nach Wetter dauert das meist ein bis drei Tage. Bei Mineralwolle verwendet man Tellerdübel mit größerem Teller oder mit Zusatzteller, damit sich die Last auf der weichen Oberfläche verteilt. Wie viele Dübel nötig sind und wo sie sitzen, legt die Systemdokumentation fest. Dabei zählen die Gebäudehöhe, die Windlast und der Untergrund. An Ecken und Rändern der Fassade sitzen immer mehr Dübel, weil der Wind dort am stärksten zieht. Wie tief ein Dübel in die tragende Wand reichen muss, hängt vom Dübeltyp und vom Mauerwerk ab. Beton braucht einen anderen Dübel als Lochziegel oder Porenbeton.
Armierungsschicht
Auf die Dämmung kommt ein Armierungsmörtel, in den ein Glasfasergewebe eingebettet wird. An den Stößen überlappt das Gewebe. Es muss vollständig im Mörtel liegen, Sie dürfen es weder sehen noch ertasten. An Ecken und Laibungen setzt man Eckprofile mit Gewebe. An die Fensterecken kommen schräge Gewebestreifen, die sogenannte Diagonalarmierung. Sie verhindert schräge Risse.
Grundierung und Oberputz
Ist die Armierung trocken, folgen eine Putzgrundierung und ein dünnschichtiger Oberputz. Zu Mineralwolle passen vor allem Silikat- oder Silikonharzputze, weil die Wand dann diffusionsoffen bleibt. Kunstharzputz lässt weniger Dampf durch und wird bei Mineralwolle daher eher zurückhaltend eingesetzt. Alle Schichten sollten aus einem einzigen zugelassenen System stammen. Sonst passen die Schichten womöglich nicht zueinander, und die Systemgewährleistung kann entfallen.
Was die Arbeit leichter oder aufwendiger macht
Am einfachsten ist eine gerade, feste Fassade an einem niedrigen Haus mit wenigen Fenstern. Mehr Aufwand entsteht, wenn:
- Der alte Putz großflächig ausgebessert oder abgeschlagen werden muss
- Das Mauerwerk feucht ist und zuerst die Ursache behoben werden muss
- Die Fassade viele Fenster, Gesimse, Erker und Balkone hat
- Das Haus höher ist und ein größeres Gerüst mit längerer Standzeit braucht
- Sie eine dickere Dämmung wählen, die schwerer ist und längere Dübel erfordert
- Fallrohre, Leuchten, Satellitenschüsseln oder Außengeräte von Klimaanlagen und Wärmepumpen versetzt werden müssen
- Die Fenster so sitzen, dass die Laibung nur eine dünne Dämmschicht zulässt
Wenn Sie Angebote vergleichen, prüfen Sie, ob alle dieselben Positionen enthalten: Dicke und Art der Dämmung, Putzart, Verdübelung, Gerüst und Untergrundvorbereitung. Große Unterschiede zwischen Angeboten entstehen oft dadurch, dass in einem davon etwas fehlt.
Typische Fehler und wie Sie sie vermeiden
- Vernachlässigter Untergrund. Auf einer staubigen oder fettigen Wand hält der Kleber nicht. Der Schaden zeigt sich oft erst nach Jahren.
- Zu wenig Kleber. Hinter den Platten bilden sich Hohlräume, das System verliert an Festigkeit und Dämmwirkung. Von außen sieht man das nicht. Kontrollen während der Arbeit helfen.
- Gesparte Dübel. Weniger oder kürzere Dübel als vorgeschrieben können bei Sturm zu Schäden an der Fassade führen.
- Fehlende Profile. Ohne Eck-, Dehnfugen- und Fensteranschlussprofile reißen Laibungen und Ecken, und Wasser dringt ein.
- Ungeeignetes Wetter. Kleber, Armierungsmörtel und Putze verarbeitet man meist bei etwa +5 °C bis +25 oder +30 °C. Direkte Sonne, Regen und starker Wind sind ungünstig. Die genauen Bedingungen nennt der Hersteller.
- Gemischte Systeme. Schichten verschiedener Hersteller passen nicht unbedingt zusammen, und die Gewährleistung des Systems entfällt.
Was Sie vor Baubeginn klären sollten
Die Dämmstärke sollte eine Berechnung festlegen, nicht die Gewohnheit. Ein Planer oder Energieberater ermittelt sie anhand des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) und des Zustands Ihres Hauses. Das GEG stellt bei der Erneuerung von Außenwänden Mindestanforderungen an den Wärmeschutz. Der Planer prüft außerdem, ob in der Wand Tauwasser entstehen kann. Bei einer Sanierung lohnt es sich, gleich über die Fenster nachzudenken. Dann lassen sich die Laibungen nach der Dämmung sauber ausbilden.
Eine Dämmung verändert das Aussehen des Hauses und macht die Wand dicker. Fragen Sie deshalb beim Bauamt nach, was Sie dafür brauchen. Die Regeln stehen in der Landesbauordnung und unterscheiden sich je nach Bundesland. Bei Denkmalschutz, in Gestaltungssatzungen oder bei einer Wand direkt an der Grundstücksgrenze kann eine Genehmigung oder eine Abstimmung mit dem Nachbarn nötig sein. In einer Eigentumswohnung entscheidet die Eigentümergemeinschaft (WEG) per Beschluss, die Hausverwaltung organisiert die Umsetzung. Falls Sie Fördermittel von KfW oder BAFA nutzen möchten, informieren Sie sich vor der Auftragsvergabe beim Fördergeber über die aktuellen Bedingungen. Bei vielen Programmen darf das Vorhaben erst nach dem Antrag beginnen, und häufig muss ein Energieeffizienz-Experte eingebunden werden.
Lassen Sie sich vom Fachbetrieb die technischen Unterlagen des Systems mit Zulassung oder Bauartgenehmigung geben. Dazu gehören auch ein Dübelplan und eine schriftliche Gewährleistung für Ausführung und System.
So prüfen Sie die fertige Fassade
- Der Putz hat eine gleichmäßige Struktur und Farbe, ohne Flecken und sichtbare Ansätze
- Auf der Oberfläche zeichnen sich weder Plattenfugen noch Dübelteller oder Gewebe ab
- Beim Abklopfen klingt die Fassade an keiner Stelle hohl
- Ecken sind gerade, Laibungen sauber und ohne Risse
- Anschlüsse an Fenster, Fensterbänke und Dach sind mit Dichtbändern oder Profilen abgedichtet
- Fensterbänke haben einen Überstand mit Tropfkante, Wasser läuft nicht an der Fassade herunter
- Der Sockel ist vom Gelände getrennt und vor Spritzwasser geschützt
- Im Abnahmeprotokoll stehen System, Dämmstärke und Dübeltyp
- Sie haben die Gewährleistungsunterlagen und Fotos der Verdübelung vor dem Überputzen erhalten
Häufige Fragen
Mineralwolle ist schwerer als Styropor, und ihre Oberfläche ist weicher. Der Kleber hält die Platte, die Dübel sichern sie zusätzlich gegen Windsog und Eigengewicht. Das gilt besonders an Ecken und bei höheren Gebäuden. Ohne Dübel erfüllt das System die Vorgaben des Herstellers nicht.
Nicht in jedem Fall, es kommt auf das Haus an. Bei höheren Gebäuden, feuchtem Mauerwerk, dichter Bebauung oder viel Straßenlärm ist Mineralwolle meist die passendere Wahl. Bei einem gewöhnlichen Einfamilienhaus ohne besondere Anforderungen kann auch Polystyrol genügen. Besprechen Sie die Entscheidung am besten mit Ihrem Planer oder Energieberater.
Üblich sind heute meist etwa 14 bis 20 cm, bei sehr effizienten Häusern auch mehr. Die richtige Stärke ergibt sich aber aus der Berechnung für Ihren Wandaufbau, nicht aus einer Schätzung.
Gut geeignet sind Frühjahr und Herbst mit milden, stabilen Temperaturen. Bei Sommerhitze und bei Frost binden die Materialien schlecht ab. Muss trotzdem bei ungünstigem Wetter gearbeitet werden, sollte der Betrieb das Gerüst mit Netzen abschatten und längere Trocknungszeiten einhalten.
Gut ausgeführt und normal gepflegt hält das System Jahrzehnte. Risse, undichte Fensterbankanschlüsse und ein vernachlässigter Putz verkürzen die Lebensdauer. Schauen Sie sich die Fassade deshalb ab und zu an und lassen Sie kleine Schäden gleich ausbessern.
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