Preisverzeichnis 2026 · Deutschland

Montage von WDVS Wärmedämm-Verbundsystemen bis 20 cm

Ein Wärmedämm-Verbundsystem, kurz WDVS, ist eine Dämmung direkt auf der Außenwand. Die Dämmplatten werden auf die Wand geklebt und bei Bedarf gedübelt, darüber kommen eine Armierungsschicht mit Gewebe und ein Oberputz. Diese Leistung gilt für Dämmstärken bis 20 cm. Das ist bei Einfamilienhäusern und Mehrfamilienhäusern in Deutschland ein

Aktualisiert 09/2026·6 Min. Lesezeit·13 Positionen im Preisverzeichnis
Preis Standardleistung
26,00 €/ m²
Richtwert-Spanne
20,80 € - 33,90 €
Wohnung 60 m²
3902,00 €
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Wärmedämmung (WDVS)13 Positionen

Alle angegebenen Preise sind Nettopreise, zuzüglich gegebenenfalls anfallender Umsatzsteuer. Der Arbeitspreis enthält nur die Arbeit. Der Preis mit Material enthält zusätzlich Hilfsmaterial (Kleber, Grundierung, Dichtstoffe, Befestigungsmaterial). Wandfliesen, Bodenfliesen, Bodenbeläge, Farbe und Sanitärobjekte wählt und kauft der Kunde selbst, sie sind nicht enthalten.

PositionEHPreis / EHMengeSumme
Dämmung
WDVS-Montage bis 20 cmm²26,00 €-
Fassadendämmung mit EPS (vollflächige Verklebung)m²48,03 €-
Fassadendämmung mit Mineralwolle (inkl. Verdübelung)m²56,03 €-
Dämmung der Fensterlaibungen (XPS)lfm6,00 €-
Decken- / Dachbodendämmungm²20,00 €-
Dampfsperrem²8,00 €-
Außen-Dünnschichtputz (Kratzputz 2 mm)m²-
Wände mit Armierungsgewebe und Kleber überziehenm²-
Montage PVC-Eckprofillfm2,20 €-
APU-Anputzleiste mit Gewebe setzenlfm1,60 €-
Sturzprofil mit Tropfkantelfm2,20 €-
PU-Spritzdämmung (geschlossenzellig)m²-
PU-Spritzdämmung (offenzellig bis 25 cm)m²-
Summe Arbeit
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Was zu einem WDVS gehört

Ein WDVS ist ein geprüftes System. Jede Schicht hat eine feste Aufgabe, und alle Komponenten sollten vom selben Hersteller stammen. Der Aufbau sieht in der Regel so aus:

  • Klebemörtel, der die Platten an der Wand hält
  • Dämmplatten aus Polystyrol (EPS) oder Mineralwolle
  • Dübel mit Teller zur mechanischen Befestigung
  • Armierungsschicht aus Spachtelmasse mit eingebettetem Glasfasergewebe
  • Grundierung und dünnschichtiger Oberputz

Dazu kommen Sockel-, Eck- und Anschlussprofile an Fenstern. Das ist kein Zierrat: Die Profile schützen Kanten und Übergänge, an denen der Putz sonst reißt. Wer den Kleber einer Marke mit dem Putz einer anderen kombiniert, verlässt das zugelassene System. Der Hersteller lehnt dann meist jede Gewährleistung ab.

In Deutschland brauchen WDVS eine bauaufsichtliche Zulassung bzw. Bauartgenehmigung oder eine europäische technische Bewertung. Für die Verarbeitung gibt es die DIN 55699 und die Verarbeitungsrichtlinien des Herstellers. Lassen Sie sich vom Fachbetrieb bestätigen, dass er sich daran hält.

So läuft die Montage ab

Die Reihenfolge der Arbeitsschritte steht fest, und die Trocknungszeiten lassen sich nicht abkürzen. Auf der Baustelle sieht der Ablauf meist so aus:

  1. Untergrund vorbereiten. Die Wand muss tragfähig, trocken und frei von Staub, Algen und losem Putz sein. Alten Putz klopft der Handwerker ab, hohle Stellen werden entfernt und ausgebessert. Größere Unebenheiten gleicht man vorher aus, denn der Kleber schafft das nur in Grenzen. Stark saugende Flächen werden grundiert.
  2. Sockelprofil setzen. Es muss exakt waagerecht sitzen, weil es die Lage aller weiteren Plattenreihen bestimmt.
  3. Platten kleben. Der Kleber kommt als Wulst rund um den Plattenrand und in einigen Batzen in die Mitte, sodass ungefähr 40 % der Fläche Kontakt zur Wand haben. Die Platten werden im Verband verlegt wie Mauersteine, die Fugen sitzen dicht. Fugen über etwa 2 mm füllt man mit Dämmstreifen oder Füllschaum, nicht mit Kleber. An Fensterecken schneidet man die Platten L-förmig zu, damit keine Fuge aus der Ecke läuft.
  4. Dübeln. Gedübelt wird, wenn der Kleber angezogen hat, je nach Hersteller und Wetter meist nach ein bis drei Tagen. Anzahl und Art der Dübel richten sich nach Untergrund, Gebäudehöhe und Windlast. An Ecken und Rändern der Fassade sitzen mehr Dübel.
  5. EPS-Platten schleifen. So verschwinden kleine Versätze zwischen den Platten, die sich sonst im Putz abzeichnen.
  6. Armierung aufbringen. Das Gewebe wird in die frische Spachtelmasse eingebettet, faltenfrei, im mittleren Bereich der Schicht und mit rund 10 cm Überlappung. Vorher verstärkt man die Fensterecken mit schrägen Gewebestreifen.
  7. Grundierung und Oberputz auftragen. Das geschieht erst, wenn die Armierung durchgetrocknet ist. Das dauert je nach Hersteller und Witterung meist einige Tage.

Während der ganzen Montage sollten Luft und Wand mindestens etwa +5 °C haben. Pralle Sonne, starker Wind und Regen schaden der frischen Fassade.

Polystyrol oder Mineralwolle

Bis 20 cm Dämmstärke kommen zwei Materialien infrage. Welches passt, hängt vom Haus ab.

Fassadendämmplatten aus EPS

Weißes EPS ist leicht, lässt sich gut schneiden und einfach verarbeiten. Auf einem gemauerten Einfamilienhaus ist es die übliche Wahl. Graues EPS mit Graphitzusatz dämmt etwas besser, Sie erreichen also die gleiche Wirkung mit weniger Stärke. Bei der Montage muss es vor direkter Sonne geschützt werden, sonst heizen sich die Platten auf und verformen sich. EPS ist brennbar. Je nach Gebäude schreiben Zulassung und Brandschutz deshalb Brandriegel aus Mineralwolle vor, etwa umlaufend in bestimmten Geschossen oder über Öffnungen.

Mineralwolle

Steinwolle ist nicht brennbar, lässt Wasserdampf durch und dämpft Schall besser. Sie eignet sich für Mehrfamilienhäuser, für Gebäude mit strengeren Brandschutzanforderungen und für Altbau-Mauerwerk, das Feuchtigkeit abgeben muss. Sie ist schwerer, wird sorgfältiger gedübelt und die Arbeit dauert länger. Verwendet werden nur Platten oder Lamellen, die für WDVS zugelassen sind, keine Dämmwolle für den Dachboden.

Sockel und Putz

Direkt über dem Gelände haben normales EPS und Mineralwolle nichts zu suchen. Dort kommt XPS oder Perimeterdämmung zum Einsatz, die Feuchte und Stöße verträgt. Zu Mineralwolle passen diffusionsoffene Silikat- oder Silikonharzputze. Bei EPS ist die Auswahl freier. Silikonharzputz wird auf gedämmten Fassaden gern gewählt, weil er Wasser abweist und weniger schnell verschmutzt.

Was die Arbeit leichter oder aufwendiger macht

Die gleiche Fassadenfläche kann sehr unterschiedlich viel Arbeit bedeuten. Leichter wird es bei:

  • Einer ebenen, festen Wand ohne alte Anstriche
  • Einer einfachen Hausform mit wenigen Ecken und Öffnungen
  • Gutem Zugang rund ums Haus und geringer Höhe mit einfachem Gerüst

Viele Fenster, Erker, Balkone und Nischen verlängern die Arbeit. Dazu kommen das Abschlagen von altem Putz, die Sanierung von Feuchte oder Rissen und das Versetzen von Fallrohren, Leuchten und Außengeräten von Klimaanlagen oder Wärmepumpen. Die Blitzschutzanlage darf nur ein Fachbetrieb umbauen, elektrische Anschlüsse an der Fassade nur eine Elektrofachkraft. Bei Dämmstärken nahe 20 cm zählen die Details: Fensterbänke müssen weit genug überstehen, Laibungen bekommen dünnere Dämmung, und manchmal reicht der Dachüberstand nicht mehr, sodass die Dämmung oben ungeschützt bliebe.

Typische Fehler, die erst später sichtbar werden

Mängel an einer Dämmung sieht man selten sofort. Sie zeigen sich nach dem ersten Winter oder nach einer langen Regenperiode.

  • Kleben auf staubigem, feuchtem oder nicht tragfähigem Untergrund, sodass sich das System später löst
  • Kleber nur in Batzen ohne Randwulst, sodass sich die Platten wölben und auf der Fassade abzeichnen
  • Kreuzfugen oder breite, mit Kleber gefüllte Fugen, die Wärmebrücken bilden
  • Zu wenige oder ungeeignete Dübel für den Untergrund, besonders an den Gebäudeecken
  • Fehlende Eckprofile und Diagonalarmierung an Fenstern, sodass Risse aus den Ecken wachsen
  • Putzen bei Kälte, praller Sonne oder kurz vor Regen, mit Flecken und Haarrissen als Folge
  • Undichte Anschlüsse an Fenster und Fensterbänke, durch die Wasser hinter die Dämmung läuft

Genehmigung und Absprachen vorher

Eine Dämmung verändert das Aussehen des Hauses. Ob Sie dafür eine Genehmigung brauchen, regelt die Landesbauordnung Ihres Bundeslandes. Vielerorts ist die Außendämmung verfahrensfrei, aber Bebauungsplan, Gestaltungssatzung oder Denkmalschutz können etwas anderes verlangen. Fragen Sie vor Beginn beim Bauamt nach. Steht Ihr Haus direkt an der Grundstücksgrenze, regeln die Nachbarrechtsgesetze der Länder, ob die Dämmung auf das Nachbargrundstück ragen darf. Auch das Gebäudeenergiegesetz (GEG) spielt eine Rolle: Wenn Sie eine Außenwand im Bestand sanieren, gelten Mindestanforderungen an die Dämmwirkung. Ein Energieberater kann das prüfen und weiß auch, ob für Ihr Vorhaben eine Förderung über BAFA oder KfW infrage kommt. In einer Eigentumswohnung entscheidet die Eigentümergemeinschaft (WEG) per Beschluss, organisiert wird das über die Hausverwaltung. Gearbeitet wird vom Gerüst in der Höhe. Das ist eine Aufgabe für einen Fachbetrieb, nicht für Eigenleistung.

So prüfen Sie die fertige Dämmung

Gehen Sie bei der Abnahme bei Tageslicht um das Haus und schauen Sie auch schräg an der Wand entlang. Prüfen Sie:

  • Ebene Fassade ohne Beulen und ohne sichtbare Plattenumrisse
  • Keine Dübelteller, die sich als Flecken im Putz abzeichnen
  • Gerade Kanten an Ecken und Laibungen ohne Risse
  • Dauerelastisch abgedichtete Anschlüsse an Fenster, Türen und Fensterbänke
  • Sockel aus geeignetem Material und unbeschädigtes Sockelprofil
  • Gleichmäßiger Farbton des Putzes ohne Flecken nach dem Trocknen
  • Unterlagen zum verwendeten System, technische Merkblätter und Gewährleistungsbedingungen
  • Aufgeräumtes Gelände sowie wieder montierte Fallrohre, Leuchten und andere Bauteile

Häufige Fragen

Das hängt vom Mauerwerk, vom Zustand des Hauses und vom angestrebten energetischen Standard ab. Bei der Sanierung von Einfamilienhäusern werden heute oft etwa 14 bis 20 cm gewählt. Die genaue Stärke ermittelt ein Energieberater oder Planer per Berechnung. Diese brauchen Sie in der Regel ohnehin, wenn Sie eine Förderung beantragen möchten.

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