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Tropfkantenprofil (PVC) für Fensterstürze

Ein Tropfkantenprofil ist eine Kunststoffleiste, die beim Dämmen der Fassade an der oberen Kante der Fensteröffnung sitzt, also am Sturz. Regenwasser, das an der Fassade herunterläuft, tropft dort ab und kriecht nicht unter dem Sturz zum Fenster. Sie brauchen dieses Profil bei jedem Wärmedämmverbundsystem (WDVS), bei dem Fenster oder Türe

Aktualisiert 09/2026·5 Min. Lesezeit·13 Positionen im Preisverzeichnis
Preis Standardleistung
2,20 €/ lfm
Richtwert-Spanne
1,70 € - 2,90 €
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Wärmedämmung (WDVS)13 Positionen

Alle angegebenen Preise sind Nettopreise, zuzüglich gegebenenfalls anfallender Umsatzsteuer. Der Arbeitspreis enthält nur die Arbeit. Der Preis mit Material enthält zusätzlich Hilfsmaterial (Kleber, Grundierung, Dichtstoffe, Befestigungsmaterial). Wandfliesen, Bodenfliesen, Bodenbeläge, Farbe und Sanitärobjekte wählt und kauft der Kunde selbst, sie sind nicht enthalten.

PositionEHPreis / EHMengeSumme
Dämmung
Sturzprofil mit Tropfkantelfm2,20 €-
Fassadendämmung mit EPS (vollflächige Verklebung)m²48,03 €-
Fassadendämmung mit Mineralwolle (inkl. Verdübelung)m²56,03 €-
WDVS-Montage bis 20 cmm²26,00 €-
Dämmung der Fensterlaibungen (XPS)lfm6,00 €-
Decken- / Dachbodendämmungm²20,00 €-
Dampfsperrem²8,00 €-
Außen-Dünnschichtputz (Kratzputz 2 mm)m²-
Wände mit Armierungsgewebe und Kleber überziehenm²-
Montage PVC-Eckprofillfm2,20 €-
APU-Anputzleiste mit Gewebe setzenlfm1,60 €-
PU-Spritzdämmung (geschlossenzellig)m²-
PU-Spritzdämmung (offenzellig bis 25 cm)m²-
Summe Arbeit
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Wozu das Profil dient und wo genau es sitzt

Wasser läuft an einer Fassade nicht nur senkrecht nach unten. An der Unterkante des Sturzes biegt es gewissermaßen um die Ecke, läuft an der Unterseite der oberen Laibung weiter und erreicht schließlich den Fensterrahmen. Dort werden mit der Zeit Putz, Dämmung und die Anschlussfuge des Fensters feucht. Die Tropfnase unterbricht diesen Weg: Das Wasser fällt frei nach unten ab.

Das Profil kommt an die äußere Kante des Sturzes, also dorthin, wo die Fassadenfläche in die obere Laibung übergeht. An dieser Kante ersetzt es gleichzeitig das normale Eckprofil und schützt die Ecke auch vor Stößen. Den Anschluss des Putzes direkt an den Fensterrahmen übernimmt ein anderes Profil, die sogenannte Anputzleiste oder das Fensteranschlussprofil. Bei einem sauberen Detail werden beide eingesetzt, jedes an seiner Stelle.

Das Tropfkantenprofil gehört zum WDVS. In Deutschland sind solche Systeme bauaufsichtlich zugelassen, und die Zulassung bezieht sich auf das ganze System. Das Profil sollte deshalb vom selben Hersteller stammen wie Kleber, Armierungsgewebe und Putz, oder der Systemhersteller sollte es ausdrücklich freigeben.

Sichtbare oder eingeputzte Tropfkante

Die Profile bestehen aus PVC. Das Material verträgt Feuchtigkeit, die alkalischen frischen Mörtel und Sonnenlicht. Meist ist an den Schenkeln bereits ein Streifen Glasfasergewebe angebracht, das Armierungsgewebe. Üblich sind Stücke von etwa zwei bis zweieinhalb Metern Länge. Je nachdem, wie die Nase nach dem Verputzen aussieht, gibt es zwei Grundtypen:

  • Sichtbare Tropfkante: Die Nase bleibt nach dem Verputzen zu sehen. Sie leitet Wasser zuverlässig ab und verzeiht auch kleinere Ungenauigkeiten beim Putzen. Sie passt zu den meisten Einfamilienhäusern und Mehrfamilienhäusern.
  • Eingeputzte Tropfkante: Die Nase liegt verdeckt, die Fassade wirkt ruhiger, ohne sichtbare Kante. Diese Variante wählen Bauherren, die einen schlichten, modernen Look möchten. Sie verlangt genaues Setzen und sorgfältiges Verputzen, sonst wird die Kante nicht gerade.

Legen Sie den Typ am besten schon fest, wenn Sie Farbe und Struktur des Putzes auswählen. Die Entscheidung sollte nicht spontan auf dem Gerüst fallen.

So läuft der Einbau Schritt für Schritt

Das Profil wird gesetzt, wenn die Dämmplatten verklebt, gedübelt und die Laibungen gedämmt sind, aber noch bevor die flächige Armierungsschicht aufgebracht wird. Der Ablauf sieht meist so aus:

  1. Die Kante am Sturz eben und scharfkantig schleifen, Staub entfernen.
  2. Die Breite der Öffnung messen und das Profil mit einer feinen Säge zuschneiden. Der Schnitt muss sauber und rechtwinklig sein.
  3. Bei breiten Öffnungen die Stücke mit einem Verbinder koppeln oder nach Herstellerangabe stumpf stoßen, niemals mit Spalt.
  4. Armierungsmörtel auf beide Flächen der Kante auftragen.
  5. Das Profil an die Kante drücken und mit der Wasserwaage ausrichten. Die Nase zeigt nach unten und außen.
  6. Das Gewebe an den Schenkeln in den Mörtel einbetten und glätten.
  7. An den Ecken der Öffnung diagonale Gewebestreifen einlegen, damit dort später keine Risse entstehen.
  8. Bei der flächigen Armierung das Fassadengewebe über das Profilgewebe überlappen lassen, in der Regel etwa zehn Zentimeter.
  9. Nach dem Trocknen Grundierung und Oberputz bis an die Tropfnase heranführen, nicht darüber.

Mörtel und Putze werden üblicherweise nicht unter etwa +5 °C, nicht in praller Sonne und nicht bei Regen verarbeitet. Die genauen Bedingungen stehen im technischen Merkblatt des Systemherstellers.

Was die Arbeit leichter oder aufwendiger macht

Am einfachsten ist ein Neubau oder eine Komplettdämmung mit Gerüst rund ums Haus, geraden Laibungen und normalen Fenstern. Dann werden die Tropfkantenprofile in einem Zug mit den übrigen Eckprofilen gesetzt.

Mehr Zeit kosten zum Beispiel:

  • unebene oder schiefe Stürze, die zuerst ausgeglichen werden müssen
  • sehr breite Öffnungen wie Schiebetüren oder Garagentore, bei denen mehrere Stücke verbunden werden
  • Rundbogenfenster, für die biegsame Profile nötig sind
  • der nachträgliche Einbau in eine fertige Fassade, bei dem alter Putz abgeschliffen, das Profil gesetzt und die Kante neu armiert und verputzt wird
  • schlechter Zugang, etwa Fenster in oberen Geschossen ohne Gerüst

Im Mehrfamilienhaus mit Eigentumswohnungen gehört die Fassade zum Gemeinschaftseigentum. Hier entscheidet die Eigentümergemeinschaft (WEG) über Dämmung und Reparaturen, organisiert über die Hausverwaltung, nicht der einzelne Wohnungseigentümer. Geht es um eine größere Fassadensanierung, prüfen Sie beim Bauamt, was die Landesbauordnung Ihres Bundeslandes verlangt. Bei umfangreicheren Arbeiten an der Außenwand kann außerdem das Gebäudeenergiegesetz (GEG) Anforderungen an die Dämmung stellen. Wenn Sie Fördermittel von KfW oder BAFA nutzen möchten, klären Sie die Bedingungen vor der Auftragsvergabe.

Die Arbeit findet in der Höhe und auf dem Gerüst statt und gehört in die Hände eines Fachbetriebs. Eine Montage in Eigenleistung ist bei diesem Detail nicht zu empfehlen.

Typische Fehler, die sich erst später zeigen

In der Praxis zeigen sich Fehler an diesem Detail oft erst nach den ersten kräftigen Regenfällen oder nach dem Winter. Die Reparatur bedeutet dann, ein Stück fertigen Putz wieder aufzustemmen.

  • Nase zugeputzt: Der Putz wird über die Tropfnase gezogen, und das Wasser läuft wieder in die Laibung. Ausgehärteten Putz bekommt man von der Nase kaum noch sauber ab.
  • Profil weggelassen: Manchmal wird es aus Sparsamkeit oder Unwissen vergessen. Unter dem Sturz bilden sich mit der Zeit dunkle Flecken, Algen und Risse.
  • Zu kurze Gewebeüberlappung: Am Übergang entstehen Haarrisse, die der Frost nach und nach aufweitet.
  • Profil liegt nicht satt an: Bei unebenem Untergrund bleibt ein Hohlraum. Das Profil kann sich später lösen oder brechen.
  • Spalten an den Stößen: Zwei Stücke, die nur nach Augenmaß aneinandergelegt wurden, sind genau die Stelle, an der Wasser seinen Weg findet.
  • Profil nicht aus dem System: Ein fremdes Profil kann die Gewährleistung des Herstellers für die gesamte Dämmung gefährden.

So prüfen Sie die fertige Arbeit

Bei der Abnahme der Fassade lohnt es sich, jedes Fenster einzeln anzusehen. Das geht leichter, solange das Gerüst noch steht:

  • Über jedem Fenster und jeder Tür in der Laibung sitzt ein Tropfkantenprofil
  • Die Tropfnase ist auf ganzer Länge frei und nicht zugeputzt
  • Die Kante verläuft gerade, ohne Wellen oder Durchhänger
  • Die Stöße sind dicht, es ist kein Spalt zu sehen
  • Das Profil klingt beim Abklopfen nicht hohl und gibt nicht nach
  • In den Ecken der Öffnung gibt es keine Risse im Putz
  • Der Putzanschluss am Fensterrahmen ist mit einer eigenen Anputzleiste ausgeführt
  • Der Betrieb kann sagen, zu welchem System die Profile gehören, und die Gewährleistung steht im Vertrag

Häufige Fragen

Ja. Die Hersteller von Wärmedämmverbundsystemen sehen es in ihren Detailzeichnungen für den Sturz in aller Regel vor. Ohne Tropfkante läuft Fassadenwasser zum Fenster und an die Unterseite der Laibung, was Putz und Dämmung auf Dauer schädigt.

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