Leistung aus dem Preisverzeichnis kalkulieren
Mengen eingeben und der Preis wird sofort neu berechnet. Die Preise gelten für Deutschland und können im Preisverzeichnis angepasst werden.
Alle angegebenen Preise sind Nettopreise, zuzüglich gegebenenfalls anfallender Umsatzsteuer. Der Arbeitspreis enthält nur die Arbeit. Der Preis mit Material enthält zusätzlich Hilfsmaterial (Kleber, Grundierung, Dichtstoffe, Befestigungsmaterial). Wandfliesen, Bodenfliesen, Bodenbeläge, Farbe und Sanitärobjekte wählt und kauft der Kunde selbst, sie sind nicht enthalten.
| Position | EH | Preis / EH | Menge | Summe |
|---|---|---|---|---|
| Dächer und Eindeckungen | ||||
| Setzen und Montage Dampfsperre | m² | 3,50 € | - | |
| Dachstuhl montieren (Tragkonstruktion Holz) | m² | - | ||
| Montage Lattung unter Dachziegel | m² | - | ||
| Montage Konterlattung | m² | 4,20 € | - | |
| Fassadenverblechung - Winkelstehfalz | m² | 24,54 € | - | |
| Dachdeckung in Doppel-/Stehfalztechnik | m² | 17,53 € | - | |
| Montage PVC-Dichtungsbahn (Flachdach) | m² | - | ||
| Funkenprüfung der PVC-Bahn (Flachdach) | m² | - | ||
| Verlegung Keramik-/Betondachziegel | m² | 35,06 € | - | |
Wozu die Folie dient und wo sie hingehört
In jedem Haushalt entsteht viel Wasserdampf: beim Kochen, Duschen, Wäschetrocknen und schon beim Atmen. Warme, feuchte Luft drängt nach draußen. Gelangt sie in die Dämmung und kühlt dort ab, kondensiert sie. Nasse Dämmung dämmt schlechter, Sparren und Balken nehmen Feuchtigkeit auf, Schimmel bildet sich, und auch Gipskartonplatten und Metallprofile leiden.
Deshalb gilt eine einfache Regel: Die Folie gehört immer auf die warme Seite der Dämmung, also zum Raum hin. Zwischen Dämmung und Außenseite hätte sie den gegenteiligen Effekt und würde Feuchtigkeit im Bauteil einsperren.
In der Praxis begegnen Ihnen zwei Situationen:
- Folie im Steildach: Sie wird unter den Sparren bzw. unter der Zwischensparrendämmung in den Dachschrägen verlegt und schließt an die übrigen Schichten des Dachs an
- Folie in der Trockenbaudecke: Sie liegt über den Gipskartonplatten und unter der Dämmung der obersten Geschossdecke
Bei der Trockenbaudecke ist die Reihenfolge vom Raum aus nach oben: Gipskartonplatte, Unterkonstruktion, Folie, Dämmung, darüber die Decken- oder Dachkonstruktion. Im Dachgeschoss treffen beide Varianten oft aufeinander, weil die gerade Decke in die Schrägen übergeht. Genau an diesem Übergang darf die Folie nicht unterbrochen sein.
Dampfsperre, Dampfbremse oder feuchtevariable Folie
Umgangssprachlich heißt jede dieser Folien Dampfsperre. Technisch gibt es aber wichtige Unterschiede:
- Dampfsperre (Polyethylen oder mit Aluminiumschicht): Sie lässt praktisch keinen Dampf durch und passt zu klassischen, außen dichten Aufbauten
- Dampfbremse: Sie bremst den Dampf nur und lässt das Bauteil kontrolliert austrocknen, gedacht für diffusionsoffene Aufbauten
- Feuchtevariable Dampfbremse: Sie ändert ihre Durchlässigkeit mit der Luftfeuchte, schützt im Winter die Dämmung und lässt im Sommer Feuchtigkeit nach innen abtrocknen, häufig gewählt im Dachgeschoss und bei Altbausanierungen
Welche Folie richtig ist, hängt vom gesamten Aufbau ab: Welche Unterdeckbahn liegt außen, welche Dämmung wird verwendet, ist das Dach belüftet? Die Grundlagen zum Feuchte- und Wärmeschutz regelt die DIN 4108. Das Gebäudeenergiegesetz (GEG) verlangt außerdem eine dauerhaft luftdichte Gebäudehülle, und die Folie übernimmt im Dach meist genau diese Aufgabe. Wenn Sie unsicher sind, lassen Sie den Aufbau von einem Energieberater, Planer oder erfahrenen Dachdecker beurteilen. Bei Folien mit reflektierender Schicht richtet sich die Ausrichtung nach den Herstellerangaben, meist zeigt die glänzende Seite zum Raum.
Genauso wichtig wie die Folie ist das Systemzubehör: Klebebänder für die Stöße, dauerelastischer Anschlusskleber für Mauerwerk und Manschetten für Kabel, Rohre und Leuchten. Folie und Zubehör sollten vom selben Hersteller stammen, damit sie zuverlässig zusammen halten.
So läuft die Montage ab
- Untergrund prüfen: trocken, sauber und ohne scharfe Kanten, die die Folie aufreißen könnten.
- Dämmung lückenlos einbauen, damit keine Wärmebrücken entstehen.
- Bahnen so einteilen, dass möglichst wenige Stöße entstehen.
- Folie mit der richtigen Seite zum Raum verlegen, locker und nicht straff gespannt, und laufend mit Klammern befestigen.
- Bahnen überlappen lassen, in der Regel um etwa 10 cm oder nach Herstellerangabe, und jeden Stoß mit Systemklebeband verkleben.
- Am Rand an Wände, Giebel und Drempel mit Anschlusskleber anschließen und mit Latte oder Profil anpressen.
- Durchdringungen von Schornstein, Rohren und Kabeln mit Manschetten oder Klebeband abdichten.
- Alles vor dem Schließen kontrollieren, erst dann Unterkonstruktion und Gipskarton montieren.
Bewährt hat sich eine Installationsebene: Unter der Folie wird eine Lattung oder eine Profilebene montiert, und erst darunter kommen die Platten. Kabel und Dosen für Leuchten liegen dann in diesem Zwischenraum, und die Folie bleibt unversehrt. Laufen am Dach noch andere Arbeiten, etwa Konterlattung oder Klempnerarbeiten an Anschlüssen, stimmen Sie die Reihenfolge so ab, dass niemand die fertige Folie beschädigt.
Elektroarbeiten in der Decke darf nur eine Elektrofachkraft ausführen. Bei größeren Umbauten fragen Sie beim Bauamt nach, was die Landesbauordnung Ihres Bundeslandes verlangt. In einer Eigentumswohnung im Mehrfamilienhaus sprechen Sie vorher mit der Hausverwaltung bzw. der Eigentümergemeinschaft (WEG). Wenn Sie für die Dämmung Fördermittel, etwa über KfW oder BAFA, nutzen möchten, klären Sie die Voraussetzungen vor Beginn der Arbeiten.
Was die Arbeit leichter oder aufwendiger macht
Den Aufwand bestimmen vor allem die Details, weniger die Fläche. Einfach ist eine gerade Decke im Neubau mit klarem Grundriss und wenigen Durchdringungen. Mehr Arbeit machen:
- Dachgeschosse mit gerader Decke und Schrägen, bei denen die Folie sauber von einer Ebene in die andere übergehen muss
- Viele Einbaustrahler, Lüftungsauslässe oder Lautsprecher in der Decke
- Dachfenster, Schornstein und Drempel, um die herum die Folie zugeschnitten und verklebt wird
- Sanierungen mit altem, unebenem Mauerwerk, an dem der Anschluss schwerer dicht wird
- Feuchtevariable Folien und hochwertigeres Systemzubehör
- Arbeiten hoch unter dem First, für die ein Gerüst nötig ist
Klebebänder und Kleber haben einen Temperaturbereich. Bei Frost oder auf staubigem Untergrund halten sie nicht, deshalb wird die Arbeit im unbeheizten Dachgeschoss im Winter manchmal verschoben.
Typische Fehler beim Verlegen
- Folie auf der falschen Seite. Der schwerwiegendste Fehler, die Feuchtigkeit bleibt dann direkt im Bauteil
- Überlappung ohne Klebeband. Eine bloße Überlappung ist nicht dicht, auch wenn es so aussieht
- Billiges Universalklebeband. Es löst sich mit der Zeit, und der Stoß wird undicht
- Fehlender Wandanschluss. Eine nur angelegte Folie hinterlässt rundum eine durchgehende Fuge
- Beschädigte Folie. Beim Montieren der Profile reißt oder durchbohrt man sie leicht, und niemand bessert nach
- Nachträgliche Löcher für Leuchten. Häufig sieht man, dass Öffnungen in die fertige Decke geschnitten werden und die Folie dort offen bleibt
- Unterbrechungen in Ecken und am Übergang zur Schräge. Gerade diese Stellen werden am stärksten unterschätzt
Die Folgen zeigen sich meist nicht sofort. Feuchte Flecken, Schimmel in den Ecken oder höhere Heizkosten fallen oft erst nach einigen Heizperioden auf, wenn die Decke längst geschlossen ist und eine Reparatur ihren Rückbau bedeutet.
Abnahme vor dem Schließen der Decke
Prüfen Sie die Folie, bevor Gipskarton oder Verkleidung sie verdecken. Danach sieht man nichts mehr davon. Achten Sie auf folgende Punkte:
- Die Folie liegt nach Herstellerangabe mit der richtigen Seite zum Raum
- Alle Bahnen überlappen, jeder Stoß ist vollständig verklebt, ohne Falten und lose Ränder
- Rundum ist die Folie mit Kleber oder Band an Wände und Giebel angeschlossen
- Der Übergang zwischen gerader Decke und Schräge ist durchgehend
- Schornstein, Rohre und Kabel haben Manschetten oder sind sorgfältig abgeklebt
- In der Fläche gibt es keine Löcher, Risse oder Einstiche von Klammern und Schrauben
- Klebebänder und Kleber gehören zum selben System wie die Folie
- Bei anspruchsvolleren Bauvorhaben wurde die Dichtheit mit einem Blower-Door-Test geprüft
Häufige Fragen
Immer auf die warme Seite der Dämmung, also zum beheizten Raum hin. Bei Folien mit reflektierender Schicht gelten die Herstellerangaben, meist zeigt die glänzende Seite nach innen.
Ja, wenn die Decke einen beheizten Raum von einem kälteren trennt, etwa von einem unbeheizten Dachboden. Zwischen zwei beheizten Geschossen ist sie in der Regel nicht nötig.
Ja, das geschieht oft bei der nachträglichen Dämmung von Dachgeschoss oder oberster Geschossdecke. Vorher sollte jemand den vorhandenen Aufbau beurteilen. Im Altbau fällt die Wahl häufig auf eine feuchtevariable Folie, weil sie mit vorhandener Feuchtigkeit besser zurechtkommt.
Ja, aber jede Durchdringung muss mit Manschette oder Klebeband abgedichtet werden. Einfacher ist eine Installationsebene unter der Folie, in der alle Leitungen verlaufen, ohne die Folie zu durchstoßen.
Eine Dampfsperre lässt praktisch keinen Wasserdampf durch, eine Dampfbremse verlangsamt ihn nur und lässt den Aufbau austrocknen. Welche passt, hängt vom gesamten Dach- oder Deckenaufbau ab.
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