Preisverzeichnis 2026 · Deutschland

Verlegung und Montage von Tondach- und Betonziegeln

Beim Eindecken mit Ziegeln legt der Dachdecker Tondachziegel oder Betondachsteine auf die vorbereitete Lattung, sichert sie gegen Wind und schließt First, Ränder und Anschlüsse ab. Diese Arbeit fällt beim Neubau an, wenn bei einer Sanierung die alte Eindeckung ersetzt wird, oder wenn ein Dachgeschoss ausgebaut oder aufgestockt wird. Eine

Aktualisiert 09/2026·5 Min. Lesezeit·9 Positionen im Preisverzeichnis
Preis Standardleistung
35,06 €/ m²
Richtwert-Spanne
28,00 € - 45,60 €
Wohnung 60 m²
5259,00 €
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Dachklempnerarbeiten (Spengler)9 Positionen

Alle angegebenen Preise sind Nettopreise, zuzüglich gegebenenfalls anfallender Umsatzsteuer. Der Arbeitspreis enthält nur die Arbeit. Der Preis mit Material enthält zusätzlich Hilfsmaterial (Kleber, Grundierung, Dichtstoffe, Befestigungsmaterial). Wandfliesen, Bodenfliesen, Bodenbeläge, Farbe und Sanitärobjekte wählt und kauft der Kunde selbst, sie sind nicht enthalten.

PositionEHPreis / EHMengeSumme
Dächer und Eindeckungen
Verlegung Keramik-/Betondachziegelm²35,06 €-
Dachstuhl montieren (Tragkonstruktion Holz)m²-
Montage Lattung unter Dachziegelm²-
Montage Konterlattungm²4,20 €-
Setzen und Montage Dampfsperrem²3,50 €-
Fassadenverblechung - Winkelstehfalzm²24,54 €-
Dachdeckung in Doppel-/Stehfalztechnikm²17,53 €-
Montage PVC-Dichtungsbahn (Flachdach)m²-
Funkenprüfung der PVC-Bahn (Flachdach)m²-
Summe Arbeit
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Tondachziegel oder Betondachstein: was passt wann

Tondachziegel werden aus Ton gebrannt. Richtig verlegt halten sie viele Jahrzehnte und behalten lange ihre Farbe. Engobierte oder glasierte Ziegel haben eine glattere Oberfläche. Regen läuft schneller ab, Moos setzt sich schwerer fest. Für ältere oder schwächere Dachstühle gibt es auch leichtere Tonziegel.

Betondachsteine sind sehr maßhaltig und lassen sich deshalb zügig und gleichmäßig verlegen. Sie sind robust, aber meist schwerer. Der Dachstuhl muss dieses Gewicht also sicher tragen können. Für moderne Häuser werden oft flache Modelle mit schlichtem Profil gewählt.

Vergleichen Sie bei der Auswahl vor allem drei Punkte:

  • Das Gewicht der Eindeckung und ob der Dachstuhl es trägt. Bei einer Sanierung lohnt es sich, den Dachstuhl von einem Statiker prüfen zu lassen
  • Die Mindestdachneigung, die der Hersteller für das jeweilige Modell angibt
  • Die Optik und wie das Dach zur Nachbarbebauung passt. In manchen Gemeinden schreiben Bebauungsplan oder Gestaltungssatzung Form und Farbe vor

Als Alternative denken manche über ein Metalldach mit Stehfalz nach. Es ist leichter und kommt mit flacheren Neigungen zurecht, klingt bei Regen aber lauter und wirkt anders als ein klassisches Ziegeldach.

Was vor dem Eindecken fertig sein muss

Die Ziegel sind nur die oberste Schicht des Daches. Stimmt darunter etwas nicht, rettet auch die beste Eindeckung das Dach nicht. Vor dem Verlegen sollte dieser Aufbau stehen:

  • Der Dachstuhl, also die tragende Holzkonstruktion, geschützt gegen Insekten, Pilze und Feuchtigkeit
  • Eine Unterdeck- oder Unterspannbahn, meist diffusionsoffen, die eingewehtes Wasser auffängt und zur Traufe ableitet
  • Konterlatten, die zwischen Bahn und Eindeckung einen belüfteten Spalt schaffen
  • Dachlatten im Abstand laut technischem Datenblatt des gewählten Ziegels
  • Bei einem bewohnten Dachgeschoss zusätzlich die Dämmung zwischen den Sparren und eine Dampfbremse auf der Raumseite

Warum ist der Lattenabstand so wichtig? Jedes Ziegelmodell hat eine genau festgelegte Decklänge. Schon wenige Millimeter Abweichung führen dazu, dass die Ziegel nicht sauber ineinandergreifen. Es entstehen Spalten, und das Dach wird undicht. Der Abstand wird deshalb immer nach Herstellerangabe gemessen, nie nach Augenmaß.

Genauso wichtig ist die Belüftung. Die Luft, die unter der Eindeckung von der Traufe zum First strömt, führt Feuchtigkeit ab. Fehlt der Lüftungsspalt oder ist er zu niedrig, bildet sich Kondenswasser, das Holz wird feucht und die Dämmung verliert an Wirkung.

Viele gängige Falzziegel werden ab einer Dachneigung von ungefähr 22° verlegt, manche Modelle und Biberschwanzziegel brauchen deutlich mehr. Für flachere Dächer gibt es Lösungen mit zusätzlichen Maßnahmen wie einer regensicheren Unterdeckung. Die genaue Grenze legt immer der Hersteller fest. Daneben gelten die Fachregeln des Dachdeckerhandwerks.

So läuft das Eindecken Schritt für Schritt

Ein guter Dachdecker fängt nicht mit dem Ziegel an, sondern mit dem Messen. Er teilt die Fläche so ein, dass möglichst wenig geschnitten werden muss und die Reihen an den Rändern und am First passen.

  1. Das Dach aufmessen und die Zahl der Reihen und Ziegel pro Reihe einteilen.
  2. Rinnenhaken und Dachrinnen vor der Eindeckung montieren.
  3. Die erste Reihe an der Traufe verlegen. Sie bestimmt die Flucht der ganzen Fläche.
  4. Die Ziegel von unten nach oben verlegen und sauber in den Falz einhängen.
  5. Die Ziegel mit Sturmklammern sichern, vor allem an Rändern, am First und an windexponierten Stellen, nach Vorgabe des Herstellers.
  6. Die Details ausführen: Ortgang, Kehlen, First mit Firstziegeln und Lüftungsband.
  7. Schornstein, Dachfenster und andere Durchdringungen mit Blech einfassen.
  8. Die Dichtheit prüfen und Verschnitt sowie Schneidstaub vom Dach entfernen.

Die Klempnerarbeiten an Schornstein, Fenstern und Kehlen sind die Stellen, an denen Dächer am ehesten undicht werden. Gut ist es, wenn Klempner und Dachdecker Hand in Hand arbeiten und diese Details gemeinsam lösen, statt sie später nachzubessern.

Es handelt sich um Arbeit in der Höhe. Sie gehört in die Hände eines erfahrenen Fachbetriebs mit Gerüst oder anderer Absturzsicherung. Vom Selbermachen ist abzuraten.

Was die Arbeit leichter oder aufwendiger macht

Am einfachsten ist ein großes Satteldach ohne Durchdringungen. Hier werden ganze Ziegel in regelmäßigen Reihen verlegt, der Nebenaufwand ist gering. Länger und aufwendiger wird es durch:

  • Ein verwinkeltes Dach mit Gauben, Walmen und Kehlen, an dem viel geschnitten werden muss
  • Mehrere Schornsteine, Dachfenster und andere Durchdringungen
  • Ein steiles Dach oder schlechte Zufahrt, etwa eine enge Straße ohne Platz für das Gerüst
  • Eine flache Neigung, die zusätzliche Abdichtung verlangt
  • Bei Sanierungen den Abbau und die Entsorgung der alten Eindeckung und mögliche Reparaturen am Dachstuhl

Im Altbau taucht manchmal eine alte Faserzementeindeckung auf, die Asbest enthalten kann. Diese darf nur ein dafür zugelassener Fachbetrieb abbauen und entsorgen.

Klären Sie vor einer Neueindeckung beim Bauamt, ob nach der Landesbauordnung Ihres Bundeslandes eine Genehmigung oder Anzeige nötig ist. Das hängt unter anderem davon ab, ob sich Optik, Material oder Konstruktion ändern, und ob das Haus unter Denkmalschutz steht. Wird das Dach erneuert, können außerdem Anforderungen an den Wärmeschutz nach dem GEG greifen. Für eine Dämmung im Zuge der Sanierung gibt es unter Umständen Förderprogramme von KfW oder BAFA, die Bedingungen sollten Sie vorab prüfen. In einem Mehrfamilienhaus mit Eigentumswohnungen entscheidet die Eigentümergemeinschaft (WEG) über das Dach, Ansprechpartner ist die Hausverwaltung.

Typische Fehler beim Verlegen

Ein undichtes Dach zu reparieren ist lästig und teuer. Den meisten Problemen lässt sich vorbeugen, wenn gleich beim ersten Mal sorgfältig gearbeitet wird. In der Praxis sieht man immer wieder diese Fehler:

  • Fehlende oder zu niedrige Konterlatten, sodass das Dach nicht lüftet und das Holz feucht wird
  • Ein ungenauer Lattenabstand, bei dem die Ziegel nicht richtig aufliegen
  • Ziegel auf einer flacheren Neigung als vom Hersteller erlaubt, ohne Zusatzmaßnahmen
  • Schwache oder fehlende Sturmsicherung an Rand- und Firstziegeln, die der Wind dann abhebt
  • Schlecht eingefasste Schornsteine, Fenster oder Kehlen
  • Verlegen bei Regen oder Frost, wenn Bahnen und Dichtungen nicht so halten wie vorgesehen

Auch eine durchdachte Bestellung hilft. Üblich ist eine Reserve von etwa 5 bis 10 Prozent für Verschnitt und Bruch. Später dieselbe Charge nachzukaufen kann schwierig sein, weil der Farbton zwischen Produktionsserien leicht abweicht.

So prüfen Sie das fertige Dach

Sehen Sie sich das Dach bei der Abnahme von außen und vom Dachboden aus an. Achten Sie vor allem auf diese Punkte:

  • Die Ziegelreihen verlaufen gerade und die Ziegel greifen gleichmäßig ineinander
  • Rand-, First- und exponierte Ziegel sind mit Klammern gesichert
  • Der First ist mit Firstziegeln geschlossen und die Lüftung an Traufe und First ist frei
  • Die Blecheinfassungen an Schornstein, Fenstern und Kehlen sind dicht und leiten das Wasser in die richtige Richtung
  • Die Rinnen haben Gefälle und das Wasser läuft in die Fallrohre ab
  • Vom Dachboden aus sind keine nassen Stellen und keine beschädigte Bahn zu sehen
  • Auf dem Dach und in den Rinnen liegen keine Reste oder Verschmutzungen
  • Sie haben die technischen Datenblätter und die Unterlagen für die Gewährleistung erhalten

Sinnvoll ist ein zweiter Blick auf den Dachboden nach dem ersten kräftigen Regen. So fällt ein kleiner Mangel noch innerhalb der Gewährleistung auf.

Häufige Fragen

Eindeutig besser ist keiner von beiden. Tonziegel werden wegen der Optik, der Farbbeständigkeit und der langen Lebensdauer gewählt. Betondachsteine sind maßhaltig und robust, aber meist schwerer. Entscheidend sind Budget, Tragfähigkeit des Dachstuhls und das Aussehen des Hauses. Bei einem schwächeren Dachstuhl bieten sich leichte Tonziegel an.

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