Preisverzeichnis 2026 · Deutschland

Lattung für Dachziegel und Dachsteine montieren

Die Lattung ist die Reihe waagerechter Latten, an der später Dachziegel, Betondachsteine, Blechpfannen oder eine andere Schuppendeckung hängen. Von der Straße aus sieht man sie nicht. Trotzdem entscheidet sie darüber, ob die Ziegelreihen gerade laufen, ob die Ziegel sauber ineinandergreifen und ob das Dach Sturm

Aktualisiert 09/2026·11 Min. Lesezeit·8 Positionen im Preisverzeichnis
Preis Standardleistung
6,70 €/ m²
Richtwert-Spanne
5,36 € - 8,70 €
Wohnung 60 m²
1005,00 €
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Dachklempnerarbeiten (Spengler)8 Positionen

Alle angegebenen Preise sind Nettopreise, zuzüglich gegebenenfalls anfallender Umsatzsteuer. Der Arbeitspreis enthält nur die Arbeit. Der Preis mit Material enthält zusätzlich Hilfsmaterial (Kleber, Grundierung, Dichtstoffe, Befestigungsmaterial). Wandfliesen, Bodenfliesen, Bodenbeläge, Farbe und Sanitärobjekte wählt und kauft der Kunde selbst, sie sind nicht enthalten.

PositionEHPreis / EHMengeSumme
Dächer und Eindeckungen
Montage Lattung unter Dachziegelm²6,70 €-
Montage Konterlattungm²7,50 €-
Setzen und Montage Dampfsperrem²5,55 €-
Fassadenverblechung - Winkelstehfalzm²38,40 €-
Dachdeckung in Doppel-/Stehfalztechnikm²36,50 €-
Montage PVC-Dichtungsbahn (Flachdach)m²-
Funkenprüfung der PVC-Bahn (Flachdach)m²-
Verlegung Keramik-/Betondachziegelm²57,60 €-
Summe Arbeit
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Wozu die Lattung dient und warum es auf Millimeter ankommt

Eine Ziegeldeckung ist keine geschlossene Fläche. Jeder Ziegel hängt mit seiner Aufhängenase an einer Latte und überdeckt die Nachbarziegel. Der Abstand der Latten, die Lattweite, ist deshalb nicht frei wählbar. Der Hersteller gibt ihn für jedes Modell und jede Dachneigung vor. Liegen die Latten zu eng, überdecken sich die Ziegel zu stark und die obere Reihe sitzt nicht richtig. Liegen sie zu weit auseinander, wird die Überdeckung zu klein. Bei Schlagregen oder Flugschnee kommt dann Wasser unter die Deckung.

Die Latten tragen außerdem Lasten: das Gewicht der Deckung, Schnee, Menschen bei der Wartung und den Windsog, der die Ziegel anheben will. Auf heutigen Dächern liegen sie auf der Konterlattung, also auf senkrechten Latten über der Unterdeck- oder Unterspannbahn. So entsteht zwischen Bahn und Ziegeln ein belüfteter Raum. Feuchtigkeit zieht dort ab, und Wasser, das unter einen Ziegel gelangt, läuft auf der Bahn zur Traufe.

Warum nagelt man die Latten nicht direkt auf die Bahn? Weil sie die Bahn auf die Sparren pressen würden. Oberhalb jeder Latte bliebe Wasser stehen. Deshalb ist die Konterlattung heute praktisch Standard, und die Traglattung kommt erst darauf.

Was vor der Montage fertig sein muss

Diese Leistung setzt einen fertigen Untergrund voraus. Wenn der Dachdecker für die Lattung kommt, sollte Folgendes erledigt sein:

  • Dachstuhl vom Zimmerer geprüft, ohne morsche oder gebrochene Sparren
  • Unterdeckbahn verlegt, Stöße überlappt und nach Herstellerangabe verklebt
  • Konterlattung montiert, gerade und in einer Ebene
  • Traufblech gesetzt oder zumindest geklärt, wie die Traufe ausgebildet wird
  • Konkretes Ziegel- oder Dachsteinmodell ausgewählt, einschließlich First- und Ortgangsystem

Der letzte Punkt wird am häufigsten unterschätzt. Ohne das technische Datenblatt der Deckung lässt sich die Lattung nicht einteilen. Der Hersteller nennt den Bereich, in dem die Lattweite liegen darf, sowie die Abstände der ersten Latte an der Traufe und der letzten Latte am First. Bei Blechpfannen mit festem Modul ist die Lattweite exakt vorgegeben und lässt sich gar nicht anpassen. Wer die Deckung erst nach der Lattung aussucht, riskiert, dass alles neu genagelt werden muss.

Werden bei einer Sanierung nur Lattung und Deckung erneuert, muss der Zustand von Konterlattung und Bahn nach dem Abdecken beurteilt werden. Bei alten Dächern ohne Unterdeckung, auf denen die Latten direkt auf den Sparren lagen, wird fast immer eine Bahn mit Konterlattung ergänzt. Das ist dann eine andere, kombinierte Leistung.

Ob eine Neueindeckung genehmigungsfrei ist, regelt die Landesbauordnung Ihres Bundeslandes. Reine Instandhaltung ist meist unproblematisch, bei Denkmalschutz, in Gestaltungssatzungen oder bei geändertem Material oder geänderter Farbe kann es anders aussehen. Fragen Sie im Zweifel beim Bauamt nach. Im Mehrfamilienhaus gehört das Dach zum Gemeinschaftseigentum. Hier entscheidet die Eigentümergemeinschaft (WEG), organisiert wird das über die Hausverwaltung. Wird die Dachhaut erneuert, kann das GEG außerdem Anforderungen an den Wärmeschutz auslösen. Klären Sie das am besten vorab mit einem Energieberater, zumal Förderprogramme von KfW oder BAFA in der Regel vor Beginn beantragt werden müssen.

Auch die Arbeitssicherheit muss geregelt sein: Gerüst mit Schutzwand an der Traufe oder andere Absturzsicherungen. Die Latten dienen während der Montage zwar als Trittstufen, sind aber keine Sicherheitseinrichtung.

Latten, Holz und Befestigung

Querschnitt nach Sparrenabstand

Eine Latte ist ein kleiner Träger, der von Konterlatte zu Konterlatte spannt. Je größer der Abstand der Sparren, desto kräftiger muss die Latte sein. Beim üblichen Sparrenabstand eines Einfamilienhauses verwendet man meist Latten von etwa 30 × 50 mm. Bei größeren Sparrenabständen, schweren Dachsteinen oder hoher Schneelast, etwa im Alpenvorland oder in Mittelgebirgslagen, greift man zu etwa 40 × 60 mm. Maßgeblich sind die Statik, die Fachregeln des Dachdeckerhandwerks und die Angaben des Deckungsherstellers, nicht die Gewohnheit.

Holzqualität und Feuchte

Für Dachlatten nimmt man Fichte oder Tanne, nach Festigkeit sortiert. Üblich ist die Sortierklasse S10 nach DIN 4074, erkennbar an der Kennzeichnung auf dem Bund. Die Latte sollte keine großen, durchgehenden Äste, keine Risse und keine Krümmung haben. Das Holz muss trocken genug sein, als grober Richtwert bis etwa 20 Prozent Holzfeuchte. Nasse Latten verdrehen sich nach dem Nageln beim Trocknen, die Ziegelreihen werden wellig und die Nägel lockern sich. In der Praxis liegen Latten oft wochenlang ungeschützt auf der Baustelle. Vor der Montage müssen sie dann durchgesehen und verzogene Stücke aussortiert werden.

Holzschutz

Ob die Latten chemisch geschützt sein müssen, hängt nach DIN 68800 von der Einbausituation ab. Bei einer gut belüfteten Konstruktion mit trockenem, sortiertem Holz verzichten viele Betriebe heute darauf. Andere setzen weiterhin auf werkseitig imprägnierte Latten, etwa im Kesseldruckverfahren. Wenn imprägnierte Latten verwendet werden, sollten Schnittkanten, die auf dem Dach entstehen, mit dem vom Hersteller empfohlenen Mittel nachbehandelt werden. Unbehandelte Schnittflächen sind die Stellen, an denen Fäulnis zuerst auftritt.

Befestigungsmittel

Genagelt wird mit verzinkten oder anders korrosionsgeschützten Nägeln, häufig mit Rillen- oder Ringschaftnägeln, weil sie besser gegen Herausziehen halten. Die Nagellänge sollte in der Regel mindestens das Zweieinhalbfache der Lattendicke betragen, damit der Nagel durch Latte und Konterlatte geht und im Sparren verankert ist. Manche Dachdecker schrauben, vor allem in windreichen Lagen. Blanke, unverzinkte Nägel rosten auf dem Dach und verkürzen die Lebensdauer der Verbindung.

Ablauf auf dem Dach Schritt für Schritt

Lattweite einteilen

Zuerst misst der Dachdecker die Länge der Dachfläche an beiden Ortgängen und in der Mitte. Von der Gesamtlänge zieht er die Bereiche an Traufe und First ab, die der Hersteller vorgibt. Den Rest teilt er in gleiche Abstände, die im zulässigen Bereich liegen. Ziel ist, dass alle Ziegelreihen dieselbe Überdeckung haben und unter dem First keine Ziegel gekürzt werden müssen. Bei Blechpfannen mit festem Modul läuft es umgekehrt: Die Lattweite steht fest, angepasst wird die Lage der letzten Latte am First.

Traufe und First

Die erste Latte an der Traufe wird höher gesetzt, meist um eine Lattenstärke oder nach Vorgabe des Deckungssystems. Häufig sieht man dafür eine Traufbohle oder eine aufgedoppelte Latte. Der Grund: Die erste Ziegelreihe hat keine Reihe unter sich, auf der sie aufliegt, und würde ohne Erhöhung flacher liegen als der Rest. Am First kommen die letzte Latte und die Firstlatte in Firstlattenhaltern, auf der später die Firstziegel sitzen. Deren Höhe richtet sich nach dem Firstsystem.

Das eigentliche Nageln

  1. Lattenlage an den äußeren Konterlatten anreißen, Schnur spannen oder Laser verwenden.
  2. Erhöhte Traufbohle oder Traufatte setzen und nageln.
  3. Richtung First weiterarbeiten und an jeder Latte die Lattweite mit Lattenlehre oder Schablone prüfen.
  4. Jede Latte an jeder Kreuzung mit einer Konterlatte nageln.
  5. Lattenstöße immer auf einer Konterlatte ausführen und so versetzen, dass sie nicht alle über einem Sparren liegen.
  6. Laufend mit der Schnur kontrollieren, ob die Latten parallel zur Traufe liegen.
  7. Letzte Latte und Firstlattenhalter nach Deckungssystem setzen.
  8. Latten an Anschlüssen ergänzen und Schnittkanten nachbehandeln.

Jede Latte sollte über mindestens drei Auflager laufen. Kurze Stücke, die nur über eine oder zwei Konterlatten reichen, sind in der Fläche eine Schwachstelle.

Anschlüsse, die zur Lattung gehören

  • Zusatzlatten um Schornstein, Dachfenster und Gauben nach Einbauanleitung des Fensters oder der Verwahrung
  • Kehllatten oder Kehlschalung als Unterlage für Kehlblech oder Kehlbahn
  • Gratlatten auf Walmdächern
  • Ortganglatten für Ortgangziegel oder Ortgangverblendung
  • Zusatzlatten für Schneefanggitter, Trittstufen und Dachhaken einer Photovoltikanlage, wenn deren Hersteller das verlangt
  • Lüftungsgitter oder Vogelschutzkamm an der Traufe nach Absprache

Diese Details werden im Angebot mal separat aufgeführt, mal sind sie im Quadratmeterpreis enthalten. Klären Sie vor Beginn, was die Position umfasst.

Nur Lattung, nur Konterlattung oder beides zusammen

In der Preisliste finden Sie drei verwandte Positionen. Sie unterscheiden sich im Umfang und darin, in welchem Zustand das Dach vor Arbeitsbeginn ist.

  • Montage der Lattung unter Schuppendeckung (diese Seite): nur die waagerechten Traglatten auf einer fertigen Konterlattung. Passend, wenn der Zimmerer die Konterlattung zusammen mit Dachstuhl und Bahn gebaut hat oder wenn bei einer Neueindeckung Konterlattung und Bahn in gutem Zustand bleiben. Die Arbeit steht und fällt mit der genauen Einteilung und gleichen Abständen.
  • Montage der Konterlattung: nur die senkrechten Latten über den Sparren, auf der Bahn. Sie schafft den Lüftungsraum, hält die Bahn und gleicht die Dachebene aus. Hier geht es um Unterfüttern, Ebenheit und das Abdichten der Nageldurchdringungen durch die Bahn, etwa mit Nageldichtband.
  • Lattung und Konterlattung zusammen: ein Team baut beide Lagen in einem Zug. Üblich im Neubau und bei Sanierungen, bei denen eine Unterdeckung ergänzt wird. Der Vorteil: Für Ebenheit und Lattweite ist ein einziger Betrieb verantwortlich.

Die reine Lattung beauftragen Sie, wenn jemand anderes für die Konterlattung geradesteht. Dann haftet der Dachdecker nur für seine Lage. Ist die Konterlattung krumm, gleicht die Lattung das nicht aus. Die Latte folgt dem Untergrund, und die Welle überträgt sich auf die Deckung. Ein guter Dachdecker sieht sich die Konterlattung deshalb vorher an und meldet Mängel, bevor der erste Nagel sitzt. Halten Sie diese Prüfung kurz schriftlich fest, dann gibt es später keinen Streit, wer für eine Welle verantwortlich ist.

Was die Arbeit leichter oder aufwendiger macht

Am einfachsten ist ein Satteldach mit zwei geraden Flächen, ohne Durchdringungen und mit gutem Zugang vom Gerüst. Die Latten laufen von Ortgang zu Ortgang, eine Einteilung gilt für die ganze Fläche, und die Arbeit geht zügig voran.

Länger und anspruchsvoller wird es vor allem durch:

  • Walm- und Zeltdächer, bei denen jede Latte am Grat schräg zugeschnitten wird
  • Kehlen, Gauben, mehrere Dachfenster und Schornsteine
  • Unterschiedliche Sparrenlängen in einer Fläche, etwa bei Mansarddächern, die mehrere Einteilungen erfordern
  • Deckungen mit kleiner Lattweite, zum Beispiel Biberschwänze in Doppeldeckung, bei denen pro Quadratmeter deutlich mehr Latten nötig sind
  • Große Sparrenabstände, die dickere und schwerere Latten verlangen
  • Steile Dächer, große Gebäudehöhe und eingeschränkter Platz für einen Materialaufzug, typisch im innerstädtischen Altbau
  • Sanierungen, bei denen alte Latten abgebaut und Nagelreste gezogen werden müssen
  • Wind, Regen oder Reif, bei denen auf dem Dach nicht sicher gearbeitet werden kann

Bei einem einfachen Einfamilienhausdach schafft ein erfahrenes Team aus zwei bis drei Leuten die Lattung in der Regel in ein bis zwei Tagen. Ein stark gegliedertes Dach kann ein Mehrfaches dauern. Trocknungs- oder Aushärtezeiten gibt es bei der Lattung nicht. Die Unterdeckbahn sollte aber nicht lange ohne Deckung bleiben. Die meisten Bahnen vertragen UV-Strahlung nur eine begrenzte Zeit laut Hersteller, und Latten allein schützen das Haus nicht vor Regen.

Abstimmung mit anderen Gewerken

Die Lattung ist ein kurzer Zwischenschritt, an dem aber viele Gewerke hängen. Die meisten Probleme entstehen, wenn etwas, das unter die Latten gehört hätte, erst nachträglich kommt.

  • Zimmerer: übergibt Dachstuhl, Bahn und Konterlattung, der Dachdecker prüft Ebenheit und Abstände
  • Klempner: Traufblech, Rinnenhaken und manche Verwahrungen werden vor oder mit der Lattung gesetzt, die Reihenfolge muss abgesprochen sein
  • Dachfenster: das Fenster wird mit Zusatzlatten nach Herstelleranleitung in die Lattung eingebaut
  • Photovoltaik: Dachhaken werden in den Sparren verankert, ihre Lage wird also bei der Lattung geklärt, nicht erst auf der fertigen Deckung
  • Blitzschutz: Leitungshalter und Ableitungen montiert eine Blitzschutzfachkraft, der Dachdecker lässt die Stellen vorbereitet
  • Dämmung im Dachgeschoss: wird meist von innen nach dem Eindecken eingebaut, Nägel der Lattung dürfen eine bereits vorhandene Dampfbremse nicht beschädigen

Sind Lüfterziegel, eine Antennendurchführung oder ein Dachausstieg geplant, lohnt es sich, deren Lage schon vor der Lattung zu markieren. Der Dachdecker ergänzt die Latten dann gleich an der richtigen Stelle.

Typische Fehler und wie sie sich zeigen

Fehler in der Lattung fallen oft erst beim Eindecken auf, manche sogar erst nach Jahren.

  • Ungleiche Lattweite: Ziegelreihen lassen sich nicht richtig einhängen, es entstehen Spalten oder Spannungen, unter dem First müssen Ziegel geschnitten werden
  • Keine Erhöhung an der Traufe: die erste Reihe liegt flacher, Wasser kann zurücklaufen, die Reihe wirkt optisch durchgesackt
  • Latten nicht parallel zur Traufe: die Ziegelreihen laufen schräg oder wellig, von unten deutlich sichtbar
  • Lattenstöße alle über einem Sparren: eine geschwächte Linie, die unter Schneelast nachgeben kann
  • Fehlende Nägel an einzelnen Kreuzungen: die Latte federt bei Wind oder beim Begehen und lockert sich
  • Nasses oder schlecht sortiertes Holz: verdrehte Latten, später Fäulnis an Traufe und Schornstein
  • Latten direkt auf der Bahn ohne Konterlattung: Wasser steht über den Latten, die Bahn wird eingedrückt, im Dachgeschoss zeigen sich feuchte Flecken
  • Fehlende Zusatzlatten an Schornstein und Fenstern: die Verwahrung hat keinen Halt, die Deckung liegt am Anschluss nicht fest
  • Zugesetzter Lüftungsquerschnitt an First oder Traufe: Feuchte bleibt unter der Deckung, im Winter bildet sich Reif auf der Bahn

Die meisten dieser Fehler deckt ein einfacher Test auf: zwei oder drei Ziegelreihen probeweise auf einer Fläche einhängen, bevor die ganze Lieferung aufs Dach gebracht wird.

Die fertige Lattung abnehmen

Prüfen Sie die Lattung vor dem Eindecken, solange sich alles leicht korrigieren lässt. Messen Sie die Lattweite an mehreren Stellen, an beiden Ortgängen und in der Mitte. Die Parallelität sehen Sie mit einer Schnur entlang der Latte. Schauen Sie sich auch die Anschlüsse an, die nach dem Eindecken nicht mehr zu beurteilen sind. Wenn Sie selbst nicht aufs Gerüst wollen, lassen Sie sich die Punkte vom Dachdecker zeigen oder mit Fotos belegen.

  • Lattweite entspricht dem Datenblatt der gewählten Deckung und ist in der ganzen Fläche gleich
  • Traufbohle oder erste Latte ist nach Deckungssystem erhöht
  • Firstlatte und Firstlattenhalter sitzen in der richtigen Höhe
  • Latten liegen parallel zur Traufe und in einer Ebene ohne sichtbare Wellen
  • Jede Latte ist an jeder Kreuzung mit der Konterlatte genagelt
  • Lattenstöße liegen auf Konterlatten und sind versetzt
  • Jede Latte läuft über mindestens drei Auflager
  • Holz ist sortiert und gekennzeichnet, Schnittkanten sind bei imprägnierten Latten nachbehandelt
  • Zusatzlatten an Schornstein, Fenstern, Kehle, Grat und Ortgang sind vorhanden
  • Stellen für Schneefang, Photovoltaik und Blitzschutz sind vorbereitet
  • Unterdeckbahn ist unbeschädigt, Lüftungsquerschnitt an Traufe und First ist frei
  • Probeweise eingehängte Ziegelreihen sitzen ohne Spalten und ohne Spannung

Häufige Fragen

Auf Dächern mit Unterdeckbahn nicht. Die Latten würden die Bahn auf die Sparren drücken, und Wasser bliebe über ihnen stehen. Direkt auf den Sparren lagen Latten bei alten Kaltdächern ohne Unterdeckung. Bei einer Sanierung wird das heute in der Regel durch Bahn und Konterlattung ersetzt.

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