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Alle angegebenen Preise sind Nettopreise, zuzüglich gegebenenfalls anfallender Umsatzsteuer. Der Arbeitspreis enthält nur die Arbeit. Der Preis mit Material enthält zusätzlich Hilfsmaterial (Kleber, Grundierung, Dichtstoffe, Befestigungsmaterial). Wandfliesen, Bodenfliesen, Bodenbeläge, Farbe und Sanitärobjekte wählt und kauft der Kunde selbst, sie sind nicht enthalten.
| Position | EH | Preis / EH | Menge | Summe |
|---|---|---|---|---|
| Elektroinstallation | ||||
| Montage und Anschluss Wohnungsverteiler | Stk. | 288,00 € | - | |
| Netzwerkverkabelung / Datenleitung verlegen (FTP) | Stk. | - | ||
| Abgang für 230 V-Steckdose - Rohinstallation | Stk. | 13,05 € | - | |
| Abgang für Schalter - Rohinstallation | Stk. | 16,30 € | - | |
| Lichtauslass - Rohinstallation | Stk. | 16,15 € | - | |
| Feininstallation 230-V-Steckdose / Schalter | Stk. | 21,10 € | - | |
| Verlegung Starkstromkabel NYM (bis 3×2,5) | lfm | 2,90 € | - | |
| Verlegung Schwachstromkabel (FTP, Koax) | lfm | 2,30 € | - | |
| Schlitzen für Kabel - Ziegel / Porenbeton | lfm | 11,15 € | - | |
| Schlitzen für Kabel - Beton / Plattenbau | lfm | 16,30 € | - | |
| Wandschlitze nach Elektroinstallation verschließen | lfm | 14,40 € | - | |
| Anschluss 1-poliger LS-Schalter | Stk. | 67,20 € | - | |
| Anschluss Fehlerstromschutzschalter (FI) | Stk. | 23,05 € | - | |
| Montage und Anschluss Haustürklingel | Stk. | 105,60 € | - | |
| Anschluss und Setzen Raumthermostat | Stk. | 67,20 € | - | |
| Montage LED-Band inkl. Aluminiumprofil | lfm | 23,05 € | - | |
| Einbaustrahler in Gipskartondecke montieren | Stk. | 96,00 € | - | |
| Montage Pendelleuchte | Stk. | - | ||
| Montage Wandleuchte | Stk. | 26,90 € | - | |
| Montage und Anschluss Lüfter (Bad/WC) | Stk. | - | ||
| Abgang für TV-/Datendose - Rohinstallation | Stk. | 23,05 € | - | |
| Feininstallation TV-/Datendose | Stk. | 96,00 € | - | |
| Fachgerechter Anschluss Kochfeld 400 V | Stk. | - | ||
| Montage Außen-Niederspannungs-Hausanschluss | Stk. | - | ||
Was ein Wohnungsverteiler ist und was hineingehört
Im Mehrfamilienhaus kommt der Strom über den Zählerschrank zu Ihnen, der meist im Keller oder im Treppenhaus hängt. Dort sitzen der Zähler, der Hauptschalter für Ihre Wohnung und plombierte Bereiche, die zum Netzbetreiber gehören. Vom Zählerschrank führt eine Zuleitung in die Wohnung und endet im Wohnungsverteiler. Alles dahinter ist Ihre eigene Installation. Im Einfamilienhaus sitzen Zähler und Verteilung oft im selben Schrank oder direkt nebeneinander im Hausanschlussraum.
Typische Ausstattung eines zeitgemäßen Verteilers
- Hauptschalter, mit dem Sie die ganze Wohnung auf einmal abschalten, etwa vor einem längeren Urlaub oder für eine Reparatur.
- Fehlerstromschutzschalter (FI oder RCD), die erkennen, ob Strom einen Weg nimmt, den er nicht nehmen soll, zum Beispiel über einen Menschen oder eine beschädigte Isolierung. Für Steckdosenkreise werden in der Regel Geräte mit 30 mA Auslösestrom eingesetzt.
- Leitungsschutzschalter (LS-Schalter, „Sicherungsautomaten“) für die einzelnen Stromkreise. Sie schützen die Leitungen vor Überlast und Kurzschluss. Ihr Nennstrom muss zum Querschnitt der Leitung passen, die sie absichern.
- FI/LS-Schalter, die beide Funktionen in einem Gerät für einen einzelnen Stromkreis vereinen. Tritt dort ein Fehler auf, fällt nur dieser Kreis aus, nicht die halbe Wohnung.
- Überspannungsschutz, der Spannungsspitzen aus dem Netz oder nach einem Blitzeinschlag in der Nähe abbaut. In der Wohnungsverteilung kommt üblicherweise ein Ableiter vom Typ 2 zum Einsatz.
- Klemmen für Schutzleiter (grün-gelb) und Neutralleiter (blau), übersichtlich den jeweiligen FI-Schaltern zugeordnet.
- Je nach Bedarf Schütze, ein Klingeltrafo, Zeitrelais, in manchen Fällen Brandschutzschalter oder Platz für Smart-Home-Komponenten.
Warum hängt heute nicht mehr ein einziger FI vor der ganzen Wohnung? Weil Sie sonst bei jeder Auslösung im Dunkeln stehen und der Kühlschrank auftaut. Werden die Stromkreise auf mehrere FI-Schalter verteilt oder wichtige Kreise mit FI/LS-Schaltern abgesichert, legt ein Defekt an der Waschmaschine nicht gleich Licht und Gefriertruhe lahm.
Gehäusevarianten und wann welche passt
Unterputz oder Aufputz
Ein Unterputzverteiler sitzt in der Wand, sichtbar bleiben nur Rahmen und Tür. Das wirkt aufgeräumt und passt gut zu einer Komplettsanierung, bei der ohnehin gestemmt und verputzt wird. Er braucht allerdings eine ausreichend dicke Wand. In vielen Mehrfamilienhäusern, gerade in Nachkriegsbauten und Plattenbauten, sind Flurwände tragend. Tiefe Aussparungen in tragenden Wänden sind keine Kleinigkeit: Tragende Bauteile gehören in der Eigentümergemeinschaft meist zum Gemeinschaftseigentum, deshalb sollten Sie so einen Eingriff vorher mit der Hausverwaltung oder der WEG klären. Ob für einen Eingriff in die Tragkonstruktion zusätzlich eine Prüfung durch einen Statiker oder eine Abstimmung mit dem Bauamt nötig ist, richtet sich nach der Landesbauordnung Ihres Bundeslandes. Im Zweifel fragen Sie lieber beim Bauamt nach, als einfach loszulegen.
Ein Aufputzverteiler wird auf die Wand geschraubt. Das geht schneller und greift nicht in die Bausubstanz ein. Er passt gut, wenn der Kasten in einer bewohnten Wohnung getauscht wird, im Keller, in der Garage oder überall dort, wo die Wand kein Stemmen erlaubt. Der Nachteil: Er steht aus der Wand heraus und fällt mehr auf.
Für Trockenbauwände gibt es eigene Hohlwandverteiler. Sie werden anders befestigt und sind leichter. Deshalb sollte ihr Platz schon beim Stellen der Trockenbauwand eingeplant werden.
Kunststoff oder Metall
In Wohnungen werden überwiegend Kunststoffgehäuse verbaut. Sie sind leicht, rosten nicht und das Gehäuse leitet keinen Strom. Metallgehäuse findet man eher in Werkstätten, Garagen oder dort, wo mechanische Beschädigung droht. Ein Metallgehäuse muss sauber an den Schutzleiter angeschlossen sein.
Größe und Reserve
Die Größe wird in Reihen und Teilungseinheiten angegeben. Eine Teilungseinheit entspricht der Breite eines üblichen Leitungsschutzschalters. Geplant wird nach der Zahl der Stromkreise, immer mit Reserve. In der Praxis hat es sich bewährt, etwa ein Fünftel bis ein Viertel der Plätze frei zu lassen. In ein paar Jahren kommen vielleicht eine Klimaanlage, ein Trockner, ein Induktionskochfeld oder eine Balkonsteckdose dazu. Ist der Verteiler voll, bleibt dann nur ein neuer Kasten.
Drehstrom und Leistung
Die meisten Wohnungen in Deutschland haben eine dreiphasige Zuleitung, schon weil Elektroherd und Durchlauferhitzer üblicherweise Drehstrom brauchen. Schwierig wird es eher, wenn die Zuleitung im Altbau zu dünn ist oder wenn große Verbraucher wie eine Wallbox oder eine Wärmepumpe dazukommen. Eine stärkere Zuleitung oder Änderungen am Zählerschrank lassen sich nicht allein durch einen neuen Verteiler lösen. Das betrifft das Haus, die Hausverwaltung und den Netzbetreiber. Arbeiten am Zählerschrank darf nur ein beim Netzbetreiber eingetragener Elektroinstallateur ausführen, und manche Verbraucher wie Wallboxen müssen dort angemeldet werden. Ihre Elektrofachkraft sagt Ihnen, was die vorhandene Steigleitung hergibt.
So läuft die Montage vor Ort ab
Der Ablauf hängt davon ab, ob eine neue Anlage entsteht oder ein alter Verteiler in einer bewohnten Wohnung getauscht wird. Die Grundschritte sind ähnlich.
- Besichtigung und Planung. Die Elektrofachkraft prüft Zuleitung, Zustand der Leitungen, Zahl der nötigen Stromkreise und den Platz für den Verteiler. Daraus entsteht ein einfacher Plan: Welcher Stromkreis hängt an welchem LS-Schalter und welchem FI.
- Abschalten abstimmen. Die Zuleitung zur Wohnung wird im Zählerschrank abgeschaltet und gegen Wiedereinschalten gesichert. An plombierte Teile vor dem Zähler darf nur der Netzbetreiber oder ein dafür zugelassener Installateur. Betrifft die Abschaltung mehrere Parteien, sollten diese vorher Bescheid wissen.
- Alten Verteiler ausbauen, falls einer getauscht wird. Jede Leitung wird vor dem Abklemmen markiert, damit klar ist, wohin sie gehört.
- Gehäuse setzen. Für Unterputz wird eine Nische gestemmt oder gefräst, der Kasten ins Lot gebracht und mit Gips oder Mörtel fixiert. Ein Aufputzkasten wird mit Dübeln angeschraubt. Die Höhe wird so gewählt, dass sich die Geräte bequem bedienen lassen, meist mit den Schaltern etwa zwischen Augen- und Schulterhöhe eines Erwachsenen.
- Leitungen einführen. Die Kabel kommen über Einführungen in den Kasten, mit ausreichend Länge, aber ohne überflüssige Schlaufen, die den Platz zustellen.
- Geräte auf die Hutschiene setzen, nach Plan: Hauptschalter, Überspannungsschutz, FI-Schalter, LS-Schalter und gegebenenfalls weitere Bauteile.
- Anschließen. Die Adern werden auf die richtige Länge abisoliert, feindrähtige Leitungen bekommen Aderendhülsen. Außenleiter gehen auf die LS-Schalter, Neutralleiter auf die Klemme des zugehörigen FI, Schutzleiter auf die gemeinsame PE-Schiene. Verbunden werden die Geräte mit Phasenschienen oder Leitungen mit passendem Querschnitt.
- Klemmen anziehen, mit dem Drehmoment, das der Hersteller des Geräts vorgibt. Eine lockere Klemme erwärmt sich mit der Zeit und gehört zu den üblichen Brandursachen.
- Stromkreise beschriften. Jeder Schalter bekommt ein Schild, damit Sie auch in einem Jahr noch wissen, was Sie abschalten.
- Einschalten und prüfen. Nach dem Einschalten werden Stromkreise, FI-Schalter und Anschlüsse kontrolliert. Danach folgen Messung und Prüfprotokoll, mehr dazu weiter unten.
Was vor dem Termin bereit sein sollte
Gute Vorbereitung spart Zeit und verhindert, dass die Arbeit mittags stehen bleibt.
- Liste der Geräte und ihrer Standorte. Kochfeld, Backofen, Spülmaschine, Waschmaschine, Trockner, Durchlauferhitzer, Klimagerät, elektrische Fußbodenheizung. Viele davon brauchen einen eigenen Stromkreis.
- Platz für den Verteiler. Er sollte leicht erreichbar sein, typisch ist der Flur. Ungünstig sind Stellen hinter einer Tür, die dagegen aufschlägt, im Einbauschrank ohne Zugang, im Bad oder direkt über Wasser- oder Wärmequellen.
- Auskunft der Hausverwaltung, wo der Zählerschrank ist, wer den Schlüssel hat und wie das Abschalten abgestimmt wird.
- Vorhandene Unterlagen, falls es welche gibt: Stromlaufplan, ein früheres Prüfprotokoll, Hinweise darauf, ob schon Leitungen erneuert wurden.
- Freier Arbeitsbereich rund um den Montageort und Schutz von Böden und Möbeln vor Staub beim Stemmen.
- Plan für den Tag ohne Strom. Kühlschrank und Gefriertruhe leeren oder vorübergehend anders versorgen, Handys und Laptops laden.
Was die Arbeit leichter oder schwerer macht
Der Aufwand unterscheidet sich von Wohnung zu Wohnung deutlich. So verstehen Sie, warum zwei scheinbar gleiche Montagen unterschiedlich lange dauern.
Was die Arbeit erleichtert
- Neue Kupferleitungen mit Schutzleiter, bei der Sanierung schon vorbereitet und beschriftet
- Aufputzmontage oder eine bereits vorbereitete Nische in der Wand
- Ein klarer Stromkreisplan und feststehende Entscheidungen zu den Geräten vor Beginn
- Eine leere Wohnung, in der nichts weiterlaufen muss
- Problemloser Zugang zum Zählerschrank und die Möglichkeit, die Zuleitung abzuschalten
Was die Arbeit erschwert
- Alte Aluminiumleitungen, wie sie etwa in manchen ostdeutschen Plattenbauten noch vorkommen. Sie sind spröde, brechen leicht und verhalten sich an Klemmen anders als Kupfer
- Zweiadrige Altbauinstallation ohne eigenen Schutzleiter (klassische Nullung), bei der ein FI seine Aufgabe nicht voll erfüllen kann und geklärt werden muss, wie es weitergeht
- Unbeschriftete Leitungen, bei denen jeder Stromkreis erst durchgemessen werden muss
- Unterputzmontage in hartem Beton oder in einer Wand, in der schon andere Leitungen laufen
- Viele Stromkreise und Zusatzgeräte, etwa Schütze, Smart-Home-Komponenten oder getrennte Drehstromkreise
- Tausch in einer bewohnten Wohnung, in der einzelne Kreise schnell wieder laufen müssen
Oft fragen Eigentümer, ob es reicht, nur den Verteiler zu tauschen und die alten Leitungen zu lassen. Technisch geht das, aber ein neuer Verteiler mit FI-Schaltern deckt manchmal versteckte Mängel in alten Leitungen auf und löst dann immer wieder aus. Eine seriöse Elektrofachkraft sagt Ihnen vorher, in welchem Zustand die Leitungen sind und welches Risiko es hat, sie zu behalten.
Abstimmung mit den anderen Gewerken
Im Verteiler laufen alle Leitungen zusammen, deshalb kommt es auf den richtigen Zeitpunkt an.
- Rohinstallation Elektro muss fertig sein, damit alle Leitungen bis zum Verteilerplatz gezogen werden können.
- Maurer und Putzer schließen die Wand rund um den Unterputzkasten. Beim Setzen muss die spätere Putz- oder Fliesenstärke berücksichtigt werden, damit der Rahmen weder zu tief sitzt noch übersteht.
- Trockenbauer müssen vorher wissen, wenn der Kasten in eine Ständerwand oder Vorsatzschale kommt.
- Küchenplaner sollten Anschlusswerte und Lage der Anschlüsse liefern, bevor der Verteiler endgültig verdrahtet wird.
- Heizungsbauer und Sanitärinstallateur klären Durchlauferhitzer, Wärmepumpe, Heizungsregelung oder Pumpen, die eigene Stromkreise brauchen. Bei einer neuen Heizung spielen auch die Vorgaben des GEG eine Rolle, was oft zu elektrischen Verbrauchern wie Wärmepumpen führt, die bei der Planung des Verteilers berücksichtigt werden sollten.
- Maler kommen erst nach dem Setzen des Rahmens. Sind die Geräte schon eingebaut, müssen sie abgedeckt werden.
Bei einer Sanierung läuft es üblicherweise so: Das Gehäuse wird bei der Rohinstallation gesetzt, dann folgen Putz und Anstrich, und die Geräte werden erst bei der Fertiginstallation eingebaut, wenn kein Staub und keine Feuchtigkeit mehr drohen.
Typische Fehler und wie sie sich zeigen
- Zu kleiner Verteiler ohne Reserve. Das merken Sie beim ersten neuen Gerät, wenn kein Platz für einen weiteren Schalter da ist. Dann muss der ganze Kasten getauscht werden.
- Ein FI für die ganze Wohnung. Jeder Fehler schaltet alles ab, auch Kühlschrank und Licht.
- Vertauschte Neutralleiter zwischen FI-Schaltern. Der Neutralleiter eines Stromkreises hängt am falschen FI. Die Schalter lösen dann scheinbar grundlos aus, und die Fehlersuche dauert.
- LS-Schalter passt nicht zum Leitungsquerschnitt. Ein zu großer Schalter an einer dünnen Leitung bedeutet, dass die Leitung heiß werden kann, bevor der Schalter reagiert.
- Nicht fest angezogene Klemmen. Mit der Zeit riecht es verschmort, der Kunststoff um die Klemme verfärbt sich oder ein Stromkreis fällt gelegentlich aus.
- Fehlende Beschriftung. Bei einer Störung oder beim Lampentausch weiß niemand, welcher Schalter der richtige ist, und es wird die ganze Wohnung abgeschaltet.
- Ungünstiger Platz. Ein zugestellter oder im Schrank versteckter Verteiler wird bei einer Störung im Dunkeln gesucht und ist schwer erreichbar.
- Keine Prüfung, kein Protokoll. Ohne Prüfprotokoll haben Sie keinen Nachweis, dass die Anlage sicher ist. Das kann beim Verkauf, bei einem Versicherungsschaden oder bei der Abnahme durch Vermieter oder Käufer zum Problem werden.
Dauer der Arbeit und Prüfung der Anlage
Der reine Tausch eines Verteilers in einer üblichen Wohnung mit vorbereiteten und beschrifteten Leitungen dauert in der Regel einen Arbeitstag. Muss der Kasten eingestemmt werden, sind unbeschriftete Kreise zu suchen oder alte Aluminiumleitungen zu berücksichtigen, kann es länger werden. Beim Unterputzkasten kommt die Zeit zum Abbinden von Gips oder Mörtel dazu, je nach Material einige Stunden bis etwa ein Tag, und danach weitere Tage für Putz und Anstrich.
Erstprüfung und Prüfprotokoll
Nach Abschluss muss eine neue oder geänderte Anlage von einer Elektrofachkraft geprüft werden, so wie es die Normenreihe DIN VDE 0100 für die Erstprüfung vorsieht. Dazu gehören Besichtigen, Erproben und Messen: Kontrolle der Verdrahtung, Messung des Isolationswiderstands, der Schleifenimpedanz und des Schutzleiterwiderstands sowie die Prüfung der FI-Schalter. Das Ergebnis wird in einem Prüfprotokoll festgehalten. Bewahren Sie es zusammen mit den übrigen Unterlagen zur Wohnung auf.
Montage und Anschluss eines Verteilers sind ausschließlich Sache einer Elektrofachkraft. Das ist keine Arbeit für Laien, auch nicht unter Anleitung. Ein Fehler im Verteiler fällt nicht unbedingt sofort auf, kann aber bei einem defekten Gerät Leben gefährden oder einen Brand auslösen. Deshalb gibt es hier bewusst keine Anleitung zum Selbermachen.
So prüfen Sie die fertige Arbeit
Auch ohne Fachwissen müssen Sie den Verteiler nicht blind abnehmen. Einiges können Sie selbst kontrollieren.
- Optik. Der Kasten sitzt gerade, die Tür lässt sich ohne Haken öffnen und schließen, freie Plätze sind mit Blindabdeckungen verschlossen, und an spannungsführende Teile kommt man mit dem Finger nicht heran.
- Ordnung im Inneren. Die Leitungen sind übersichtlich geführt, nicht als wirres Bündel. Blanke Aderenden stehen nicht aus den Klemmen heraus.
- Beschriftung. Jeder Schalter hat ein verständliches Schild, etwa „Küche Steckdosen“ oder „Bad Licht“.
- FI-Funktion. Jeder FI hat eine Prüftaste. Drücken Sie sie, muss der Schalter auslösen. Hersteller empfehlen diesen Test regelmäßig, etwa alle sechs Monate.
- Stromkreise. Schalten Sie die LS-Schalter nacheinander aus und prüfen Sie, ob die Beschriftung stimmt.
- Unterlagen. Lassen Sie sich Stromkreisplan und Prüfprotokoll aushändigen.
Checkliste für die Abnahme
- Verteiler sitzt am vereinbarten, gut erreichbaren Platz
- Gehäuse ist gerade und fest montiert, die Tür schließt einwandfrei
- Zahl der Stromkreise entspricht dem vereinbarten Plan, im Kasten ist Reserve frei
- Steckdosenkreise sind über einen FI-Schalter geschützt
- Wichtige Kreise wie Kühlschrank und Licht sind so verteilt, dass ein Fehler nicht die ganze Wohnung abschaltet
- Alle Geräte sind beschriftet, und die Beschriftung stimmt
- Freie Plätze sind mit Blindabdeckungen verschlossen, nirgends liegen spannungsführende Teile offen
- Prüftasten der FI-Schalter funktionieren
- Nach dem Einschalten funktionieren alle Lampen und Steckdosen
- Wand um den Unterputzkasten ist verputzt, oder es ist geklärt, wer das übernimmt
- Stromkreisplan liegt vor
- Unterschriebenes Prüfprotokoll der Elektrofachkraft liegt vor
Häufige Fragen
Nein. Der Anschluss eines Verteilers ist Arbeit an einer elektrischen Anlage und gehört in die Hände einer Elektrofachkraft. Neben der Sicherheit geht es auch darum, dass Sie ohne fachgerechten Anschluss und Prüfprotokoll keinen Nachweis haben. Das kann bei einem Versicherungsschaden oder beim Verkauf der Wohnung Ärger machen.
Ja. Auch ein Verteilertausch ist eine Änderung an der Elektroinstallation. Danach sollte eine Prüfung mit Messungen und Protokoll folgen. Sie bestätigt, dass der Schutz gegen elektrischen Schlag richtig funktioniert.
Alte Verteiler mit Schraubsicherungen hatten oft gar keinen FI, also hat niemand Fehlerströme bemerkt. Der neue FI deckt sie auf. Ursachen sind häufig beschädigte Isolierungen alter Leitungen, Feuchtigkeit in einer Dose, ein defektes Gerät oder vertauschte Neutralleiter. Die Elektrofachkraft findet die Ursache durch Messen und schrittweises Abklemmen der Stromkreise.
Zumindest wegen des Abschaltens im Zählerschrank, der in den Gemeinschaftsräumen liegt, sollten Sie die Hausverwaltung einbeziehen. Soll der Kasten in eine tragende Wand, braucht es in der Regel die Zustimmung der Eigentümergemeinschaft, und ob zusätzlich das Bauamt gefragt ist, hängt von der Landesbauordnung ab. Geht es um eine stärkere Zuleitung oder Änderungen am Zählerschrank, ist außerdem der Netzbetreiber beteiligt.
Das hängt von der Größe der Wohnung und der Zahl der Stromkreise ab. Üblich ist, die Kreise mindestens auf zwei FI-Schalter zu verteilen oder wichtige Kreise mit eigenen FI/LS-Schaltern abzusichern. Ziel ist, dass ein einzelner Fehler nicht die ganze Wohnung lahmlegt.
In den meisten Fällen ja, bei Neuinstallationen ist er heute in der Regel ohnehin vorgesehen. Er braucht nur wenige Teilungseinheiten und schützt Elektronik wie Fernseher, Computer, Heizungsregelung und Geräte mit Steuerelektronik vor Spannungsspitzen. Am wirksamsten ist er als Teil eines abgestuften Schutzkonzepts im ganzen Haus. Fragen Sie deshalb bei der Hausverwaltung nach, ob im Zählerschrank oder in der Hauptverteilung bereits ein Ableiter der höheren Schutzstufe sitzt.
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