Preisverzeichnis Bauarbeiten: LS-Schalter und FI-Schutzschalter anschließen
Mengen eingeben und der Preis wird sofort neu berechnet. Preisniveau: Deutschland. Im Preisverzeichnis können Sie die Preise selbst anpassen.
Alle angegebenen Preise sind Nettopreise, zuzüglich gegebenenfalls anfallender Umsatzsteuer. Der Arbeitspreis enthält nur die Arbeit. Der Preis mit Material enthält zusätzlich Hilfsmaterial (Kleber, Grundierung, Dichtstoffe, Befestigungsmaterial). Wandfliesen, Bodenfliesen, Bodenbeläge, Farbe und Sanitärobjekte wählt und kauft der Kunde selbst, sie sind nicht enthalten.
| Position | EH | Preis / EH | Menge | Summe |
|---|---|---|---|---|
| Elektroinstallation | ||||
| Anschluss 1-poliger LS-Schalter | Stk. | 67,20 € / Stk. | Stk. | Menge eingeben- |
| Anschluss Fehlerstromschutzschalter (FI) | Stk. | 23,05 € / Stk. | Stk. | Menge eingeben- |
| Netzwerkverkabelung / Datenleitung verlegen (FTP) | Stk. | Stk. | - | |
| Abgang für 230 V-Steckdose - Rohinstallation | Stk. | 13,05 € / Stk. | Stk. | Menge eingeben- |
| Abgang für Schalter - Rohinstallation | Stk. | 16,30 € / Stk. | Stk. | Menge eingeben- |
| Lichtauslass - Rohinstallation | Stk. | 16,15 € / Stk. | Stk. | Menge eingeben- |
| Feininstallation 230-V-Steckdose / Schalter | Stk. | 21,10 € / Stk. | Stk. | Menge eingeben- |
| Verlegung Starkstromkabel NYM (bis 3×2,5) | lfm | 2,90 € / lfm | lfm | Menge eingeben- |
| Verlegung Schwachstromkabel (FTP, Koax) | lfm | 2,30 € / lfm | lfm | Menge eingeben- |
| Schlitzen für Kabel - Ziegel / Porenbeton | lfm | 11,15 € / lfm | lfm | Menge eingeben- |
| Schlitzen für Kabel - Beton / Plattenbau | lfm | 16,30 € / lfm | lfm | Menge eingeben- |
| Wandschlitze nach Elektroinstallation verschließen | lfm | 14,40 € / lfm | lfm | Menge eingeben- |
| Montage und Anschluss Wohnungsverteiler | Stk. | 288,00 € / Stk. | Stk. | Menge eingeben- |
| Montage und Anschluss Haustürklingel | Stk. | 105,60 € / Stk. | Stk. | Menge eingeben- |
| Anschluss und Setzen Raumthermostat | Stk. | 67,20 € / Stk. | Stk. | Menge eingeben- |
| Montage LED-Band inkl. Aluminiumprofil | lfm | 23,05 € / lfm | lfm | Menge eingeben- |
| Einbaustrahler in Gipskartondecke montieren | Stk. | 96,00 € / Stk. | Stk. | Menge eingeben- |
| Montage Pendelleuchte | Stk. | Stk. | - | |
| Montage Wandleuchte | Stk. | 26,90 € / Stk. | Stk. | Menge eingeben- |
| Montage und Anschluss Lüfter (Bad/WC) | Stk. | Stk. | - | |
| Abgang für TV-/Datendose - Rohinstallation | Stk. | 23,05 € / Stk. | Stk. | Menge eingeben- |
| Feininstallation TV-/Datendose | Stk. | 96,00 € / Stk. | Stk. | Menge eingeben- |
| Fachgerechter Anschluss Kochfeld 400 V | Stk. | Stk. | - | |
| Montage Außen-Niederspannungs-Hausanschluss | Stk. | Stk. | - | |
Was das Anschließen von LS- und FI-Schalter umfasst
In der Preisliste geht es um die Arbeit des Elektrikers beim Setzen und Anschließen eines Geräts in einem bestehenden oder neuen Verteiler. Beim LS-Schalter wie beim FI-Schalter umfasst das typischerweise:
- Freischalten und Sichern des Stromkreises gegen Wiedereinschalten sowie Feststellen der Spannungsfreiheit,
- Aufschnappen des Geräts auf die Hutschiene im Verteiler,
- Anschließen der zu- und abgehenden Leiter, gegebenenfalls Verbinden mit weiteren Geräten über eine Phasenschiene,
- Anziehen der Klemmen mit dem vorgeschriebenen Drehmoment,
- Beschriften des Stromkreises im Verteiler,
- Einschalten und Funktionsprüfung, beim FI-Schalter auch durch Betätigen der Prüftaste.
Nicht enthalten sind das Gerät selbst, ein neuer Verteiler, neue Leitungen in die Räume und die Prüfung mit Protokoll. Wird der komplette Verteiler getauscht oder neu aufgebaut, ist das eine eigene Position: Wohnungsverteiler montieren und anschließen. Die Prüfung wird separat berechnet.
LS-Schalter und FI-Schalter, worin liegt der Unterschied
LS-Schalter
Der LS-Schalter überwacht die Höhe des Stroms, der durch den Stromkreis fließt. Bei länger andauernder Überlast, etwa wenn an einem Steckdosenkreis gleichzeitig Wasserkocher, Backofen und Heizlüfter laufen, schaltet er verzögert ab. Bei einem Kurzschluss schaltet er nahezu sofort ab. Auf dem LS-Schalter steht eine Angabe wie B16 oder C10. Der Buchstabe ist die Auslösecharakteristik, die Zahl der Bemessungsstrom in Ampere. In Wohnungen ist die Charakteristik B üblich, für Motoren und Geräte mit hohem Anlaufstrom die Charakteristik C. Der Wert des LS-Schalters richtet sich immer nach dem Leitungsquerschnitt und der Verlegeart. Der LS-Schalter darf nie größer sein, als die Leitung verträgt.
FI-Schutzschalter
Der FI-Schalter vergleicht den Strom, der in den Stromkreis hineinfließt, mit dem Strom, der zurückkommt. Ist die Differenz größer als sein Bemessungsdifferenzstrom, schaltet er ab. In Wohnungen werden FI-Schalter mit 30 mA eingesetzt. Nach den geltenden Errichtungsnormen ist dieser zusätzliche Schutz bei neuen oder geänderten Anlagen für Steckdosenstromkreise, Beleuchtungsstromkreise in Wohnungen, Räume mit Badewanne oder Dusche und Außensteckdosen vorgeschrieben. Der FI-Schalter schützt selbst nicht vor Überlast oder Kurzschluss, deshalb muss ihm ein LS-Schalter vor- oder nachgeschaltet sein.
FI/LS-Kombination
Es gibt auch ein Gerät, das LS- und FI-Schalter in einem vereint, die sogenannte FI/LS-Kombination (RCBO). Der Vorteil: Ein Fehler in einem Stromkreis schaltet nur diesen Stromkreis ab und nicht die halbe Wohnung. Sie braucht wenig Platz im Verteiler, ist aber teurer.
Wann ein LS- oder FI-Schalter angeschlossen wird
- Altbau ohne FI-Schalter. In vielen Wohnungen, die vor den 1980er Jahren installiert wurden, gibt es keinen FI-Schalter. Für unveränderte Bestandsanlagen besteht in der Regel keine Nachrüstpflicht, die Nachrüstung ist aber eine der sinnvollsten Investitionen in die Sicherheit. Bei sehr alten Anlagen mit klassischer Nullung ohne eigenen Schutzleiter ist eine Nachrüstung oft erst nach Erneuerung der Leitungen möglich.
- Neuer Stromkreis. Für Induktionskochfeld, Backofen, Klimagerät, Durchlauferhitzer oder Fußbodenheizung kommt ein eigener LS-Schalter hinzu, oft auch ein FI-Schalter.
- Austausch eines verschlissenen Geräts. Der LS-Schalter löst ohne Grund aus, der FI-Schalter reagiert nicht auf die Prüftaste, das Gerät ist verschmort oder mechanisch beschädigt. Auch ein vorhandener FI-Schalter vom Typ AC ist ein Kandidat für den Austausch.
- Erneuerung der Elektroinstallation. Bei einer neuen Installation werden die Stromkreise nach Planung aufgeteilt und mit FI-Schaltern ergänzt.
- Neues Gerät mit Leistungselektronik. Wärmepumpe, Wallbox oder Photovoltaikanlage können einen FI-Schalter eines anderen Typs erfordern, maßgeblich sind die Herstellerangaben.
Der Hauptleitungsschutz vor dem Zähler, häufig ein selektiver Hauptleitungsschutzschalter im Zählerschrank, ist eine andere Sache. Er gehört zum Netzanschluss, Änderungen daran laufen über den Netzbetreiber. Damit hängt auch der externe NS-Anschluss der Wohnung an den Stromzähler zusammen.
Was Sie vor dem Termin mit dem Elektriker vorbereiten sollten
Ein kleiner Auftrag im Verteiler ist schnell erledigt, wenn der Elektriker alle Informationen vorab hat. Es lohnt sich, folgende Dinge vorzubereiten:
- Ein Foto des geöffneten Verteilers. Es genügt, die Geräte hinter der Tür zu fotografieren, ohne die Abdeckung abzunehmen. Daran erkennt der Elektriker, ob Platz für ein neues Gerät ist und in welchem Zustand der Verteiler ist.
- Eine Liste der Geräte. Notieren Sie, was Sie an den neuen Stromkreis anschließen möchten, zum Beispiel Induktionskochfeld, Backofen, Klimagerät oder Warmwasserspeicher, und welche Leistung die Geräte haben.
- Eine Beschreibung des Problems. Wenn etwas auslöst, notieren Sie, wann, bei welchem Gerät und ob der LS-Schalter oder der FI-Schalter auslöst.
- Ein älteres Prüfprotokoll. Falls vorhanden, kann der Elektriker daraus ablesen, wie die Anlage aufgebaut ist und welche Messwerte ermittelt wurden.
- Freien Zugang zum Verteiler. Räumen Sie den Platz vor dem Verteiler frei und rechnen Sie damit, dass während der Arbeit ein Teil der Wohnung oder die ganze Wohnung ohne Strom ist. Kühlschrank und Gefriergerät bleiben am besten geschlossen.
Im Mehrfamilienhaus sitzt der Hauptschalter bzw. Hauptleitungsschutz der Wohnung oft im Zählerschrank im Keller oder Treppenhaus. Muss die gesamte Wohnung freigeschaltet werden, braucht der Elektriker Zugang dazu. Klären Sie deshalb vorher, wer den Schlüssel hat, etwa die Hausverwaltung oder der Hausmeister.
Wie der Elektriker vorgeht
Besichtigung des Verteilers
Der Elektriker stellt zuerst fest, welches Netzsystem in der Wohnung vorliegt, welche Leitungsquerschnitte verlegt sind, ob im Verteiler Platz für ein neues Gerät ist und ob der Zustand der alten Geräte und Klemmen eine Erweiterung zulässt. Bei alten Verteilern zeigt sich häufig, dass die Nachrüstung eines FI-Schalters auch Änderungen an weiteren Stromkreisen oder den Tausch des gesamten Verteilers bedeutet.
Freischalten und Spannungsfreiheit feststellen
Vor jeder Arbeit wird nach den fünf Sicherheitsregeln gearbeitet: Der betreffende LS-Schalter oder der Hauptschalter wird ausgeschaltet, gegen Wiedereinschalten gesichert, und mit einem zweipoligen Spannungsprüfer wird festgestellt, dass die Leiter spannungsfrei sind. In der Praxis kommt es vor, dass im Verteiler eine Zuleitung von einer anderen Stelle angeklemmt ist und nach dem Abschalten eines LS-Schalters ein Teil der Leiter weiterhin unter Spannung steht. Deshalb wird immer gemessen.
Setzen und Anschließen
Das Gerät wird auf die Hutschiene geschnappt. Beim FI-Schalter werden Außenleiter und Neutralleiter aller Stromkreise, die er schützen soll, über ihn geführt. Der Neutralleiter eines geschützten Stromkreises darf nicht mit dem Neutralleiter eines ungeschützten Stromkreises verbunden werden, sonst löst der FI-Schalter ohne erkennbaren Grund aus oder funktioniert im Gegenteil nicht. Der Schutzleiter wird nicht über den FI-Schalter geführt. Die Leiter werden auf die richtige Länge abisoliert und mit dem vom Hersteller angegebenen Drehmoment angezogen. Eine lockere Klemme erwärmt sich mit der Zeit und ist eine der häufigsten Brandursachen in Verteilern.
Prüfung und Beschriftung
Nach dem Einschalten betätigt der Elektriker die Prüftaste des FI-Schalters und kontrolliert, dass er auslöst. Mit einem Installationstester misst er außerdem den Isolationswiderstand und die Funktion des FI-Schalters, also Auslösestrom und Auslösezeit. Die Prüftaste allein zeigt nicht, bei welchem Strom und nach welcher Zeit der FI-Schalter abschaltet. Zum Schluss werden die Stromkreise im Verteiler beschriftet, damit klar ist, welches Gerät was abschaltet.
Welche FI- und LS-Schalter eingesetzt werden
- FI-Schalter Typ AC. Erfasst nur sinusförmige Wechselfehlerströme. In deutschen Wohnungen darf er nach den Errichtungsbestimmungen nicht mehr neu eingebaut werden.
- FI-Schalter Typ A. Erfasst auch pulsierende Gleichfehlerströme, wie sie bei Waschmaschinen, Induktionskochfeldern und Netzteilen auftreten. In Wohnungen ist er heute der übliche Standard.
- FI-Schalter Typ F oder Typ B. Wird bei Geräten mit Frequenzumrichter, bei manchen Wärmepumpen sowie bei Wallboxen und PV-Anlagen eingesetzt. Bei Wallboxen genügt teils ein Typ A, wenn das Gerät selbst Gleichfehlerströme erkennt. Den Typ gibt der Hersteller des Geräts vor.
- Zweipoliger und vierpoliger FI-Schalter. Zweipolig für Wechselstromkreise, vierpolig für Drehstrom.
- Einpoliger LS-Schalter. Der häufigste Typ für Licht- und Steckdosenstromkreise. Typisch sind 10 A für Licht und 16 A für Steckdosen, immer aber abhängig von der Leitung.
- Dreipoliger LS-Schalter. Für Elektroherd mit 400 V, Durchlauferhitzer oder Wärmepumpe.
Bei mehreren Stromkreisen wird davon abgeraten, die ganze Wohnung hinter einen einzigen FI-Schalter zu legen. Löst er aus, sind Licht und Kühlschrank gleichzeitig ohne Strom. Besser ist es, die Stromkreise auf mindestens zwei FI-Schalter aufzuteilen oder FI/LS-Kombinationen zu verwenden. Verbreitete Hersteller im Fachhandel sind zum Beispiel Hager, ABB, Siemens, Doepke, Eaton oder Schneider Electric.
Die häufigsten Fehler aus der Praxis
- Größerer LS-Schalter, damit er nicht auslöst. In der Praxis kommt es vor, dass ein 10-A-Schalter gegen 16 A oder 20 A getauscht wird, damit er nicht mehr auslöst. Die Leitung bleibt aber dieselbe und überhitzt bei Überlast. Das ist ein ernstes Brandrisiko.
- Verbundene Neutralleiter. Der Neutralleiter eines geschützten Stromkreises wird mit dem eines anderen Stromkreises verbunden, der FI-Schalter löst dann scheinbar zufällig aus.
- FI-Schalter Typ AC bei Geräten mit Elektronik. Bei bestimmten Fehlern reagiert er unter Umständen nicht.
- Die ganze Wohnung hinter einem FI-Schalter. Die normalen Ableitströme mehrerer Geräte addieren sich, und der FI-Schalter löst auch ohne Fehler aus.
- Nicht angezogene Klemmen. Die Klemme erwärmt sich, das Gerät verfärbt sich und kann zu brennen beginnen.
- Tausch in Eigenregie. Der Eigentümer tauscht das Gerät nach einem Video selbst, ohne Messung und Prüfprotokoll. Bei einem Schaden oder Unfall fehlt dann der Nachweis, dass die Anlage in Ordnung ist.
- Unbeschrifteter Verteiler. Bei einer Störung weiß niemand, welcher Schalter was abschaltet.
Wer LS- und FI-Schalter anschließen darf
Arbeiten an der elektrischen Anlage hinter dem Hausanschluss dürfen außer vom Netzbetreiber grundsätzlich nur von einem Installationsunternehmen ausgeführt werden, das im Installateurverzeichnis eines Netzbetreibers eingetragen ist. Das gilt auch für den Tausch eines einzelnen LS-Schalters oder die Nachrüstung eines FI-Schalters. Fragen Sie den Betrieb im Zweifel nach der Eintragung. Nach dem Eingriff in den Verteiler sollte eine Prüfung mit Besichtigen, Erproben und Messen folgen, dokumentiert in einem Prüfprotokoll. Mehr dazu auf der Seite Prüfprotokoll der Elektroinstallation in der Wohnung. Änderungen am Hauptleitungsschutz vor dem Zähler sind nur in Abstimmung mit dem Netzbetreiber möglich.
Bewahren Sie das Prüfprotokoll auf. Die Versicherung kann es im Schadensfall verlangen, Mieter oder Käufer fragen danach, und beim Anschluss neuer Anlagen wie Wallbox oder Wärmepumpe ist es ebenfalls hilfreich.
Was Sie selbst prüfen können
Das Anschließen gehört in die Hand des Elektrikers, einige Dinge können Sie als Eigentümer aber gefahrlos selbst kontrollieren, ohne die Abdeckung des Verteilers zu öffnen:
- In den Verteiler schauen und feststellen, ob überhaupt ein FI-Schalter vorhanden ist. Er ist an der Prüftaste mit dem Buchstaben T und an der Angabe des Differenzstroms, zum Beispiel 30 mA, zu erkennen.
- Die Prüftaste drücken. Der FI-Schalter muss sofort auslösen. Danach den Hebel wieder einschalten. Die Hersteller empfehlen den Test regelmäßig, meist halbjährlich, das genaue Intervall steht in der Anleitung oder auf dem Gerät.
- Löst der FI-Schalter beim Drücken der Taste nicht aus, nicht weiter probieren, den Stromkreis nicht für empfindliche Geräte nutzen und einen Elektriker rufen.
- Löst der FI-Schalter von selbst aus, alle Geräte aus den Steckdosen ziehen, den FI-Schalter einschalten und die Geräte nacheinander wieder einstecken. Löst er bei einem bestimmten Gerät aus, liegt der Fehler wahrscheinlich dort.
- Löst der LS-Schalter aus, prüfen, ob an einem Stromkreis mehrere leistungsstarke Geräte gleichzeitig laufen. Löst er auch ohne Last aus, liegt ein Fehler vor, der vom Elektriker behoben werden muss.
- Notieren, welcher LS-Schalter welchen Raum abschaltet, falls die Beschriftung im Verteiler fehlt. Dazu nacheinander abschalten und Licht und Steckdosen beobachten.
- Niemals die Abdeckung des Verteilers abnehmen, Geräte tauschen oder Leiter selbst umklemmen.
Wenn sich der Verteiler warm anfühlt, verbrannt riecht oder Geräte darin dunkel verfärbt sind, schalten Sie den Hauptschalter aus und rufen Sie einen Elektriker.
So prüfen Sie die fertige Arbeit
- die Geräte sitzen fest auf der Schiene, und die Abdeckung des Verteilers lässt sich schließen, ohne auf die Leiter zu drücken,
- die Stromkreise sind beschriftet, und die Beschriftung stimmt mit der Wirklichkeit überein,
- der FI-Schalter löst beim Drücken der Prüftaste sofort aus,
- die Werte der LS-Schalter passen zu den Leitungen, und der Elektriker kann Ihnen erklären, warum welcher Schalter wo sitzt,
- Sie haben ein Prüfprotokoll mit Messwerten und Unterschrift der prüfenden Elektrofachkraft,
- nach dem Einschalten der üblichen Geräte löst nichts aus.
Preis für das Anschließen und was ihn beeinflusst
Der Arbeitspreis in der NUMIQ-Preisliste für das Anschließen eines FI-Schutzschalters liegt bei rund 23 € pro Stück. Für das Anschließen eines einpoligen LS-Schalters sind es rund 67 € pro Stück. Gemeint ist die Arbeit des Elektrikers einschließlich Kleinmaterial, ohne das Gerät selbst, den Verteiler und die Leitungen. Die Preise unterscheiden sich je nach Region und Stadt, in Ballungsräumen liegen sie meist höher als auf dem Land.
Den Endpreis beeinflussen:
- die Anzahl der Geräte und der Stromkreise, die aufgeteilt oder umgeklemmt werden,
- Zustand und Größe des vorhandenen Verteilers, ob Platz vorhanden ist oder ein größerer Verteiler nötig wird,
- ob in einer alten Installation verbundene Neutralleiter gesucht und getrennt werden müssen,
- der Typ von FI- und LS-Schalter, zum Beispiel vierpoliger FI-Schalter oder FI/LS-Kombination,
- die Prüfung nach dem Eingriff und die Beseitigung festgestellter Mängel,
- die Anfahrt, wenn es sich um einen einmaligen kleinen Auftrag handelt.
Alle zugehörigen Positionen finden Sie im Bereich Elektroinstallationsarbeiten.
Häufige Fragen
Nein. Arbeiten an der Elektroinstallation gehören in die Hand eines eingetragenen Elektrofachbetriebs, und nach einem Eingriff in den Verteiler sollte geprüft werden. Ein Tausch in Eigenregie bedeutet Unfall- und Brandgefahr und kann im Schadensfall Probleme mit der Versicherung verursachen.
Nach Angabe des Herstellers, meist halbjährlich. Es genügt, die Taste T zu drücken und zu kontrollieren, dass der FI-Schalter auslöst. Danach schalten Sie ihn wieder ein.
Häufige Ursachen sind Feuchtigkeit in einem Gerät oder einer Außensteckdose, ein altes Gerät mit erhöhtem Ableitstrom oder verbundene Neutralleiter im Verteiler. Das schrittweise Einstecken der Geräte hilft bei der Eingrenzung. Bringt das nichts, ist ein Elektriker gefragt.
Bei neuen Installationen und bei Änderungen oder Erweiterungen ist er für Steckdosen- und Beleuchtungsstromkreise sowie Bäder vorgeschrieben. Ältere Wohnungen haben oft keinen, eine allgemeine Nachrüstpflicht für unveränderte Bestandsanlagen gibt es in der Regel nicht. Die Nachrüstung senkt das Risiko eines Stromunfalls aber deutlich.
Ist im Verteiler Platz und sind die Stromkreise sauber getrennt, schafft der Elektriker die Nachrüstung meist in ein bis zwei Stunden. Müssen verbundene Neutralleiter gesucht oder der Verteiler getauscht werden, dauert es länger.
In den meisten Fällen ein FI-Schalter Typ A mit 30 mA. Bei Wärmepumpe, Wallbox oder Photovoltaikanlage entscheiden die Herstellerangaben, hier kann ein anderer Typ wie F oder B nötig sein.
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