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Alle angegebenen Preise sind Nettopreise, zuzüglich gegebenenfalls anfallender Umsatzsteuer. Der Arbeitspreis enthält nur die Arbeit. Der Preis mit Material enthält zusätzlich Hilfsmaterial (Kleber, Grundierung, Dichtstoffe, Befestigungsmaterial). Wandfliesen, Bodenfliesen, Bodenbeläge, Farbe und Sanitärobjekte wählt und kauft der Kunde selbst, sie sind nicht enthalten.
| Position | EH | Preis / EH | Menge | Summe |
|---|---|---|---|---|
| Dachflächen und Attiken | ||||
| Verblechung der Attika auf dem Flachdach | lfm | - | ||
Was die Verblechung schützt und warum sie so wichtig ist
Mauerwerk und Beton sind nicht dafür gemacht, dass es von oben direkt hineinregnet. Wasser würde in die Oberkante eindringen, im Winter gefrieren und das Mauerwerk nach und nach zermürben. An der Fassade sieht man dann Wasserränder, abplatzenden Putz und feuchte Flecken unter der Decke im obersten Geschoß.
Die Attikaabdeckung hat deshalb mehrere Aufgaben:
- Sie deckt die Oberseite der Attika auf ganzer Breite ab
- Sie leitet das Wasser zum Dach hin ab, nicht auf die Fassade
- Sie schützt die hochgezogene Dachabdichtung vor UV-Strahlung und Beschädigung
- Sie schließt die Fuge zwischen Dach und Attika dicht ab
Blech und Abdichtung arbeiten hier als ein System. Die Abdichtung wird an der Innenseite der Attika hochgezogen, und das Blech überdeckt sie von oben. Ist eine der beiden Schichten fehlerhaft, leidet auch die andere. Genauso wichtig ist, dass die Verblechung ohne Unterbrechung um das ganze Dach läuft, einschließlich Ecken und Abschlüssen. Jede Lücke ist eine Stelle, an der Wasser seinen Weg findet.
Welches Blech passt wann
Das Material entscheidet über Haltbarkeit, Optik und darüber, wie sich das Blech an die Dachabdichtung anschließen lässt.
- Verzinktes Stahlblech: robust und lange bewährt. Ohne zusätzliche Beschichtung rostet es aber mit der Zeit, deshalb wird es heute seltener eingesetzt.
- Farbbeschichtetes Stahlblech: verzinkt und mit einer farbigen Schutzschicht versehen. Es ist widerstandsfähiger gegen Korrosion und lässt sich farblich an Fassade oder Fenster anpassen.
- Verbundblech mit PVC-Kaschierung: gedacht für Flachdächer mit Kunststoffbahnen aus PVC. Die Dachbahn wird mit Heißluft direkt auf das Blech geschweißt, so entsteht ein wirklich dichter Anschluss. Verwechseln Sie es nicht mit normal lackiertem Blech, darauf lässt sich keine Bahn schweißen.
- Aluminium: leicht, rostfrei und formstabil. Es passt gut zu modernen Gebäuden mit klarer Optik.
- Titanzink: sehr langlebig, mit grauer Patina. Es gehört in erfahrene Hände, weil es sich anders verarbeitet als Stahlblech.
- Kupfer: sehr lange Lebensdauer und markantes Aussehen, eher für repräsentative Bauten und Denkmäler.
Denken Sie auch an die Nachbarbauteile. Kupfer und Zink sollten nicht so zusammentreffen, dass Wasser vom Kupfer auf das Zink läuft, sonst korrodiert das Zink schnell. Auch Halter und Schrauben sollten zum Blech passen.
Neben dem Material unterscheidet sich das System. Klassisch kantet der Spengler die Abdeckung in der Werkstatt oder auf der Baustelle nach Maß. Daneben gibt es Attikasysteme mit vorgeformten Profilen, Eckstücken und Endkappen. Sie sparen Montagezeit und verringern Fehler beim Formen.
So läuft die Montage ab
Die Reihenfolge ergibt sich aus einer einfachen Regel: Jede Schicht muss die darunterliegende überdecken, damit das Wasser immer nach unten über die Stöße abläuft.
- Untergrund vorbereiten. Die Oberseite der Attika muss fest, sauber und trocken sein, ohne lose Teile. Bei gedämmten Attiken wird oft eine Bohle oder Holzwerkstoffplatte aufgesetzt, die eine ebene Auflage für das Blech bildet.
- Gefälle herstellen. Die Oberseite bekommt ein Gefälle zur Dachfläche hin. Meist reichen wenige Grad, je nach Vorgabe des Systemherstellers und den einschlägigen ÖNORMen für Spengler- und Dachabdichtungsarbeiten.
- Abdichtung anschließen. Bitumen- oder Kunststoffbahnen werden an der Innenseite der Attika hochgezogen, wenn möglich bis über die Oberkante.
- Halter setzen. Auf dem Untergrund werden Haltebügel oder Einhangstreifen befestigt. Das Blech wird darin eingehängt und muss oben nicht durchbohrt werden. Jede Schraube von oben wäre eine mögliche undichte Stelle.
- Blech montieren. Die einzelnen Abschnitte werden überlappend verlegt oder gefalzt. In Abständen, die vom Material und vom Hersteller abhängen, kommen Dehnungsstöße hinzu, damit sich das Blech bei Wärme und Kälte frei bewegen kann.
- Ecken und Abschlüsse ausbilden. Innen- und Außenecken, Wandanschlüsse und Enden werden gesondert gelöst, mit Formteilen oder sorgfältig angefertigten Einzelstücken.
- Anschluss schließen. Beim Verbundblech wird die Dachbahn aufgeschweißt, bei anderen Systemen wird der Übergang nach Herstellerangaben überdeckt und abgedichtet.
Die Arbeit findet am Dachrand in der Höhe statt. Dafür braucht es ein Gerüst oder eine andere Absturzsicherung. Überlassen Sie sie deshalb einem Spengler oder Dachdecker mit passender Ausrüstung und Erfahrung.
Breite, Gefälle und Tropfkante
Auch gutes Blech hilft wenig, wenn die Form nicht stimmt. Die Breite der Abdeckung richtet sich nach der Dicke der Attika einschließlich einer eventuellen Dämmung oder eines Vollwärmeschutzes, und danach, wie weit das Blech auf beiden Seiten überstehen soll.
Außen muss das Blech eine Tropfkante haben, also eine abgekantete Nase mit Abstand zur Fassade. Das Wasser tropft dort frei ab und läuft nicht über den Putz. Fehlt die Tropfkante oder sitzt sie zu nah an der Wand, zeigen sich nach einiger Zeit dunkle Streifen und Feuchtigkeit an der Fassade.
Warum geht das Gefälle nach innen und nicht nach außen? Das Regenwasser vom Dach wird ohnehin über Dachabläufe und Regenfallrohre abgeführt. Würde die Attika zur Fassade hin entwässern, liefe aller Regen von ihrer Oberseite die Wand hinunter. Das Gefälle muss gleichmäßig sein, ohne Mulden, in denen Wasser steht und im Winter gefriert.
Was die Arbeit leichter oder aufwendiger macht
Wie viel Aufwand eine Attika-Verblechung macht, hängt von mehreren Punkten ab:
- Länge und Form des Dachrands: Eine gerade Attika ohne Ecken geht schnell, jede Ecke, Nische oder Durchdringung kostet Zeit
- Zustand des Untergrunds: Bröckelndes Mauerwerk oder fehlendes Gefälle muss erst saniert werden
- Rückbau des alten Blechs: Abbau und Entsorgung der alten Abdeckung kommen zusätzlich hinzu
- Höhe und Zugang: Hohe Gebäude oder enge Grundstücke erfordern ein aufwendigeres Gerüst
- Material: Titanzink und Kupfer sind anspruchsvoller zu verarbeiten als Stahlblech
In einem Mehrparteienhaus mit Wohnungseigentum gehört der Dachrand zu den allgemeinen Teilen des Hauses. Darüber entscheidet die Eigentümergemeinschaft nach dem Wohnungseigentumsgesetz, sprechen Sie also zuerst mit der Hausverwaltung. Bei einer thermischen Sanierung lohnt außerdem ein Blick auf die Förderungen von Bund und Land, etwa den Sanierungsbonus, und zwar bevor der Auftrag vergeben wird.
Typische Fehler
- Gefälle zur Fassade oder gar kein Gefälle: Wasser bleibt stehen, läuft die Wand hinunter und durchfeuchtet das Mauerwerk
- Fehlende oder zu kurze Tropfkante: An der Fassade entstehen Laufspuren
- Zu schmales Blech: Die Kante der Attika oder der Dämmung bleibt offen
- Schrauben von oben ohne Dichtung: Jedes Loch lässt Wasser durch
- Starre Befestigung ohne Dehnungsstöße: Das Blech wellt sich, Stöße reißen auf
- Schlampige Ecken: Schlecht überdeckte Eckstöße sind die klassische Schwachstelle
- Abdichtung endet unter der Kante: Zwischen Bahn und Blech bleibt ein Spalt
- Unverträgliche Metalle: Die Korrosion zeigt sich oft erst nach einigen Jahren
So prüfen Sie die fertige Arbeit
Schauen Sie sich die Verblechung bei der Übernahme vom Dach und vom Boden aus an und achten Sie auf Folgendes:
- Das Blech läuft ohne Lücken um den ganzen Dachrand
- Die Oberseite hat ein sichtbares Gefälle zum Dach hin
- Die Tropfkante steht auf ganzer Länge von der Fassade ab
- Ecken und Abschlüsse sind dicht und sauber ausgerichtet
- Stöße sind überlappt oder gefalzt, Dehnungsstöße sitzen an sinnvollen Stellen
- Oben im Blech gibt es keine unnötigen Löcher oder offenen Schrauben
- Die Abdichtung ist unter das Blech geführt und der Anschluss geschlossen
- Das Blech ist nicht verkratzt, verbeult oder verzogen
- Nach Regen steht kein Wasser auf der Attika und an der Fassade gibt es keine neuen Spuren
- Dach und Umgebung sind frei von Blechresten und Schrauben
Häufige Fragen
Das hängt vom Material und von der Ausführung ab. Eine sorgfältig montierte Abdeckung aus widerstandsfähigem Blech hält viele Jahrzehnte. Meist versagen vorher schlecht gemachte Ecken, Stöße oder der Anschluss an die Abdichtung, nicht das Blech selbst.
In den meisten Fällen ja. Die neue Abdichtung muss unter das Blech geführt werden, bei Kunststoffdächern wird sie auf Verbundblech geschweißt. Die alte Abdeckung wird deshalb in der Regel abgebaut und ersetzt.
Davon ist abzuraten. Unter dem alten Blech kann feuchtes oder beschädigtes Mauerwerk liegen, und die Schichten lassen sich nicht richtig anschließen. Sinnvoller ist es, das alte Blech zu entfernen, den Untergrund zu prüfen und erst dann neu zu verblechen.
Typische Ursachen sind ein Gefälle zur falschen Seite, eine zu kurze Tropfkante oder eine undichte Ecke. Manchmal kommt das Wasser auch über eine Abdichtung, die nicht bis unter das Blech reicht. Lassen Sie die Stelle von einem Spengler oder Dachdecker prüfen.
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