Preisverzeichnis 2026 · Deutschland

Flammasphalt-Kartonverklebung - horizontale Fläche (1x Schicht)

Beim Aufschweißen einer Bitumenbahn erhitzt der Abdichter die Unterseite der Bahn mit einem Gasbrenner und drückt sie vollflächig auf den vorbereiteten Untergrund. So entsteht eine geschlossene Schicht, die weder Wasser noch Feuchtigkeit in das Bauteil lässt. Das braucht man bei Bodenplatten, Flachdächern, Terrassen und Balkonen. Auch sen

Aktualisiert 09/2026·6 Min. Lesezeit·14 Positionen im Preisverzeichnis
Preis Standardleistung
3,78 €/ m²
Richtwert-Spanne
1,93 € - 9,66 €
Wohnung 60 m²
567,00 €
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Bodenbeläge14 Positionen

Alle angegebenen Preise sind Nettopreise, zuzüglich gegebenenfalls anfallender Umsatzsteuer. Der Arbeitspreis enthält nur die Arbeit. Der Preis mit Material enthält zusätzlich Hilfsmaterial (Kleber, Grundierung, Dichtstoffe, Befestigungsmaterial). Wandfliesen, Bodenfliesen, Bodenbeläge, Farbe und Sanitärobjekte wählt und kauft der Kunde selbst, sie sind nicht enthalten.

PositionEHPreis / EHMengeSumme
Vorbereitung
Bitumenbahn aufgeschweißt (1 Lage)m²-
Alten schwimmenden Bodenbelag / Laminat ausbauenm²4,16 €-
Sockelleisten demontierenlfm1,78 €-
Verklebtes Linoleum entfernenm²6,70 €-
Schleifen des Betonuntergrundesm²8,92 €-
Anschleifen des Untergrundes (Kleber-/Bitumenreste) vor Nivellierungm²3,57 €-
Bodengrundierung + Acryl-Verfugung der Eckenm²2,53 €-
Grundierung des Untergrundesm²1,93 €-
Selbstnivellierende Ausgleichsmassem²9,66 €-
Randdämmstreifen umlaufendlfm1,64 €-
Ausgleichsschüttung Blähton (Liapor)m²8,92 €-
Verlegung und Montage von OSB-Platten auf dem Bodenm²-
Holzfaser-Trittschalldämmplatte 20 mm (Wärme- und Schalldämmung)m²-
Estrichfugen kraftschlüssig verharzen und verdübelnStk.26,76 €-
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Waagrechte und senkrechte Fläche: Wo liegt der Unterschied?

Auf einer waagrechten Fläche hilft die Schwerkraft. Die Bahn wird ausgerollt, angeschmolzen und legt sich von selbst auf den Untergrund. Typisch sind Bodenplatten, Betondecken unter Terrassen oder Flachdächer. Auf Dach und Terrasse braucht der Untergrund ein leichtes Gefälle, üblicherweise mindestens etwa 2 %, damit das Wasser nicht an einer Stelle stehen bleibt.

An einer senkrechten Fläche muss der Abdichter die Bahn beim Schweißen festhalten, laufend nachwärmen und andrücken. Das dauert länger und verlangt mehr Erfahrung. Oft wird in einer engen Baugrube rund ums Haus gearbeitet. An hohen Kellerwänden teilt man die Bahnen in kürzere Stücke und befestigt sie oben bei Bedarf mechanisch. Warum? Eine lange Bahn würde durch ihr Eigengewicht das noch weiche Bitumen nach unten ziehen, und die Schicht wäre oben zu dünn. Nach dem Verfüllen der Baugrube kommt niemand mehr an die Wandabdichtung heran. Fehler lassen sich dann nur mit großem Aufwand beheben.

Beide Abdichtungen müssen lückenlos ineinander übergehen. Ist die Wandbahn nicht wasserdicht an die Abdichtung der Bodenplatte angeschlossen, wandert die Feuchte in der Ecke um die Abdichtung herum und zieht ins Mauerwerk. In der Praxis zeigt sich häufig, dass ein feuchter Keller nicht an der Bahn selbst liegt, sondern genau an diesem Anschluss.

Welche Bahn passt und wann eine Lage genügt

  • Polymerbitumen-Schweißbahn (SBS, Elastomerbitumen): Sie bleibt auch bei Frost elastisch und überbrückt kleine Risse im Untergrund. Für Fundamente, Kellerwände und Dächer von Einfamilienhäusern ist sie die übliche Wahl
  • Bitumenbahn aus Oxidationsbitumen: Sie ist einfacher aufgebaut und weniger elastisch. Bei Kälte wird sie spröde und kann reißen, deshalb eignet sie sich eher als untere Lage oder für wenig beanspruchte Stellen
  • Beschieferte Bahn: Sie dient als oberste Lage auf Dächern, die der Sonne ausgesetzt bleiben. Die Schieferbestreuung schützt das Bitumen vor UV-Strahlung
  • Bahn mit Aluminiumeinlage: Sie kommt infrage, wenn im Boden erhöhte Radonwerte zu erwarten sind. Das betrifft in Österreich vor allem einzelne Regionen mit Granit- und Gneisuntergrund. Den Aufbau legt dann ein Fachplaner fest

Für die Abdichtung erdberührter Bauteile gilt in Österreich die ÖNORM B 3692, für Dächer die ÖNORM B 3691. Die Bahnen selbst sind in europäischen Normen wie der ÖNORM EN 13969 beschrieben. Schauen Sie beim Kauf auf das Etikett der Rolle und ins technische Datenblatt: Art des Bitumens, Trägereinlage und Dicke sagen mehr als der Handelsname.

Eine einlagige Abdichtung ist für Bodenfeuchte in durchlässigem Boden mit funktionierender Drainage gedacht oder für Flächen, von denen Wasser schnell abläuft. Bei Lehm- oder Tonboden, hohem Grundwasserstand, Hanglage mit Sickerwasser oder einem Keller, der als Wohnraum dient, ist meist ein zweilagiger Aufbau nötig. Das sollte ein Planer oder Baumeister anhand der Wassereinwirkung entscheiden, nicht ein Bauchgefühl auf der Baustelle.

So läuft das Aufschweißen ab

  1. Untergrund von Staub, Zementschlämme, Schalölresten und losen Teilen befreien. Löcher und Lunker mit Reparaturmörtel schließen.
  2. Ecken und Kanten mit einer Mörtelhohlkehle ausrunden. Über eine scharfe Innenecke lässt sich die Bahn nicht dauerhaft spannungsfrei verlegen.
  3. Prüfen, ob der Beton ausgehärtet und in der ganzen Dicke trocken ist, nicht nur an der Oberfläche.
  4. Die gesamte Fläche mit Bitumen-Voranstrich streichen und nach Herstellerangabe trocknen lassen. Ein gut vorgestrichener Untergrund ist gleichmäßig dunkel, ohne glänzende nasse Stellen.
  5. Bahnen trocken ausrollen und so ausrichten, dass sich die Stöße benachbarter Bahnen nicht an einer Stelle treffen. Überlappungen nach Herstellerangabe anlegen, meist etwa 8 bis 10 cm längs und 10 bis 15 cm am Kopfstoß.
  6. Bahn mit dem Brenner über die ganze Breite anschmelzen und dabei den Untergrund mit erwärmen. Die richtige Temperatur erkennt man an der Bitumenwulst, die sich vor der Rolle bildet. An der Wand immer von unten nach oben arbeiten, damit die obere Bahn die untere in Fließrichtung des Wassers überdeckt.
  7. Bahn mit der Andrückrolle anpressen. An den Überlappungen muss ein dünner, durchgehender Bitumenaustritt sichtbar sein.
  8. Die Wandabdichtung über das Gelände hochführen, in der Regel etwa 30 cm, und vor dem Verfüllen mit Noppenbahn oder XPS-Platten schützen.

Rohrdurchführungen und Leerrohre setzt man vor dem Abdichten und dichtet sie mit einer passenden Manschette ab, oder mit einer aufgeschweißten Manschette aus Bahnenresten. Wird die fertige Schicht nachträglich durchbohrt, lässt sich das kaum zuverlässig reparieren.

Arbeiten mit offener Flamme gehören in die Hände von Professionisten. Geschweißt wird nur bei trockenem Wetter, ohne starken Wind und bei der Temperatur, die der Hersteller zulässt, bei Polymerbitumenbahnen meist ab etwa +5 °C. Brennbares in der Nähe, etwa Holz, Styropor oder Folien, muss abgedeckt oder auf Abstand gehalten werden. Ein Feuerlöscher gehört griffbereit daneben. Wo die Bahn an Dämmstoff oder Holz grenzt, verwendet man statt einer Schweißbahn eine kaltselbstklebende Bahn.

Was die Arbeit leichter oder aufwendiger macht

Am schnellsten geht es auf einer großen, ebenen und sauberen Fläche mit freiem Zugang. Mehr Zeit und Sorgfalt kosten:

  • Senkrechte Wände, vor allem hohe Kellerwände, an denen die Bahn geteilt und befestigt werden muss
  • Eine enge Baugrube, in der man sich nicht bequem bewegen kann. Ein Arbeitsraum von etwa 60 bis 80 cm Breite erleichtert die Arbeit deutlich
  • Viele Ecken, Durchführungen, Lichtschächte und Kellerstiegen
  • Ein unebener oder beschädigter Untergrund, der erst ausgebessert werden muss
  • Arbeiten in der kalten oder nassen Jahreszeit, wenn das Wetter Pausen erzwingt

Bei der Sanierung eines Flachdachs muss die alte Abdichtung nicht immer herunter. Sie muss aber fest, trocken und ohne Blasen sein. In einem Mehrparteienhaus mit Eigentumswohnungen ist das Dach allgemeiner Teil der Liegenschaft. Die Arbeiten laufen deshalb über die Hausverwaltung und die Eigentümergemeinschaft nach WEG 2002. Wird das Dach dabei zusätzlich gedämmt, prüfen Sie vorab, ob Förderungen von Bund und Land infrage kommen, etwa der Sanierungsbonus.

Typische Fehler, die sich später rächen

  • Fehlender oder nicht getrockneter Voranstrich: Die Bahn klebt nur punktuell und löst sich, oft schon beim Verfüllen
  • Feuchter Untergrund: Wasser verdampft beim Erhitzen, hebt die Bahn an und bildet Hohlräume
  • Überhitzen: An der Wand verleitet es zu langem Erhitzen, dabei verbrennt die Trägereinlage und die Bahn reißt später unter Last
  • Zu kurze Überlappungen oder Nähte ohne Bitumenaustritt: Wasser gelangt unter die Abdichtung und verteilt sich in der Fläche
  • Arbeiten von oben nach unten an der Wand: Jede Naht leitet das Wasser dann ins Bauteil
  • Scharfe Ecken ohne Hohlkehle: Die Bahn bleibt gespannt und reißt, wenn sich das Gebäude setzt
  • Abdichtung endet auf Geländehöhe: Spritzwasser und Schmelzwasser laufen hinter die Bahn
  • Verfüllen mit steinigem Boden oder Bauschutt ohne Schutzschicht: Die Bahn wird mechanisch durchstoßen

Abnahme: So prüfen Sie die fertige Abdichtung

Die Wandabdichtung können Sie nur vor dem Verfüllen der Baugrube kontrollieren. Lassen Sie sich deshalb Fotos von Ecken, Durchführungen und dem Anschluss an die Bodenplatte geben. Achten Sie bei der Abnahme auf:

  • Durchgehenden Bitumenaustritt entlang aller Überlappungen
  • Nähte, die sich weder mit der Hand noch mit einer Spachtel anheben lassen
  • Eine Oberfläche ohne Blasen, Wellen und glänzende, verbrannte Stellen
  • Ausgerundete Ecken ohne gespannte Bahn
  • Dicht eingebundene Rohrdurchführungen
  • Einen wasserdichten Anschluss der Wand an die Abdichtung der Bodenplatte
  • Einen oberen Abschluss über Gelände unter Sockelleiste oder Verblechung vom Spengler
  • Eine Schutzschicht vor dem Verfüllen und eine funktionierende Drainage
  • Auf Dach und Terrasse eine Fläche, auf der nach Regen kein Wasser stehen bleibt

Häufige Fragen

Für Laien ist das nicht zu empfehlen. Der Gasbrenner bringt Brand- und Verbrennungsgefahr mit sich, und eine falsch geschweißte Bahn wird undicht. An der Kellerwand zeigt sich ein Fehler oft erst nach dem Verfüllen, wenn die Reparatur sehr aufwendig ist.

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