Leistung aus dem Preisverzeichnis kalkulieren
Mengen eingeben und der Preis wird sofort neu berechnet. Die Preise gelten für Deutschland und können im Preisverzeichnis angepasst werden.
Alle angegebenen Preise sind Nettopreise, zuzüglich gegebenenfalls anfallender Umsatzsteuer. Der Arbeitspreis enthält nur die Arbeit. Der Preis mit Material enthält zusätzlich Hilfsmaterial (Kleber, Grundierung, Dichtstoffe, Befestigungsmaterial). Wandfliesen, Bodenfliesen, Bodenbeläge, Farbe und Sanitärobjekte wählt und kauft der Kunde selbst, sie sind nicht enthalten.
| Position | EH | Preis / EH | Menge | Summe |
|---|---|---|---|---|
| Vorbereitung | ||||
| Schleifen des Betonuntergrundes | m² | 8,92 € | - | |
| Alten schwimmenden Bodenbelag / Laminat ausbauen | m² | 4,16 € | - | |
| Sockelleisten demontieren | lfm | 1,78 € | - | |
| Verklebtes Linoleum entfernen | m² | 6,70 € | - | |
| Anschleifen des Untergrundes (Kleber-/Bitumenreste) vor Nivellierung | m² | 3,57 € | - | |
| Bodengrundierung + Acryl-Verfugung der Ecken | m² | 2,53 € | - | |
| Grundierung des Untergrundes | m² | 1,93 € | - | |
| Selbstnivellierende Ausgleichsmasse | m² | 9,66 € | - | |
| Randdämmstreifen umlaufend | lfm | 1,64 € | - | |
| Ausgleichsschüttung Blähton (Liapor) | m² | 8,92 € | - | |
| Verlegung und Montage von OSB-Platten auf dem Boden | m² | - | ||
| Holzfaser-Trittschalldämmplatte 20 mm (Wärme- und Schalldämmung) | m² | - | ||
| Bitumenbahn aufgeschweißt (1 Lage) | m² | - | ||
| Estrichfugen kraftschlüssig verharzen und verdübeln | Stk. | 26,76 € | - | |
Wann Schleifen sinnvoll ist und wann es nicht reicht
Eine Schleifmaschine bearbeitet die Oberfläche, große Höhenunterschiede gleicht sie nicht aus. Gut geeignet ist sie für kleine Buckel, übergelaufenen Beton an den Wänden und Reste von Kleber, Farbe oder alter Spachtelmasse. Außerdem raut sie zu glatte Flächen auf, damit Grundierung, Ausgleichsmasse oder Kleber besser haften.
Schleifen lohnt sich vor allem in diesen Fällen:
- Reste vom alten Belag, Kleber oder Anstrich kleben auf dem Boden
- Sie spüren Erhebungen und Kanten mit der Hand
- Die Oberfläche ist weich, staubt oder bröselt
- Der Boden nimmt Wasser ungleichmäßig auf, ein Tropfen zieht also an einer Stelle sofort ein und bleibt an einer anderen stehen
Ist der Boden dagegen eingesunken, hat Mulden oder fällt zu einer Seite ab, hilft Schleifen allein nicht. Prüfen Sie die Ebenheit mit einer langen Richtlatte. Die in Österreich angewendete ÖNORM DIN 18202 nennt allgemeine Toleranzen, viele Hersteller verlangen aber strengere Werte. Unter Laminat oder Parkett werden häufig etwa 2 bis 3 mm auf 2 m Messlänge angegeben, unter Vinyl und geklebten Belägen ist die Anforderung meist schärfer. Maßgeblich ist, was der Hersteller Ihres Belags vorgibt. Liegt die Abweichung darüber, folgen nach dem Schleifen Grundierung und selbstverlaufende Ausgleichsmasse. Schleifen ist also oft der erste Schritt, aber nicht immer der einzige.
So läuft das Schleifen Schritt für Schritt ab
Zuerst wird der Untergrund geprüft. Mit Latte oder Laser findet der Bodenleger die hohen Stellen, durch Abklopfen mit einem kleinen Hammer hohl klingende und lose Bereiche. Risse und Ausbrüche werden markiert, damit sie später repariert werden. Liegt alter Kleber auf dem Boden, muss vorher klar sein, um welches Material es sich handelt. Mehr dazu im Abschnitt über Fehler.
Dann folgt das eigentliche Schleifen. Verwendet wird eine Einscheiben- oder Planetenschleifmaschine mit Diamantsegmenten, angeschlossen an einen Industriesauger. Grobe Segmente nehmen Kleber und Erhebungen ab, feinere vereinheitlichen die Oberfläche. Ränder, Ecken und Stellen um Heizungsrohre werden mit einem kleineren Winkelschleifer und Diamant-Topfscheibe nachgearbeitet, denn die große Maschine kommt nicht bis an die Wand.
Zum Schluss wird gründlich gesaugt, idealerweise zweimal. Staub, der in den Poren bleibt, verschlechtert die Haftung der nächsten Schichten. Direkt danach wird in der Regel grundiert. Die Grundierung senkt die Saugfähigkeit und bereitet den Boden auf Ausgleichsmasse oder Kleber vor.
Übrigens: Calciumsulfatestrich, oft Anhydritestrich genannt, muss vor dem Verlegen fast immer angeschliffen werden, weil sich an seiner Oberfläche eine Sinterschicht bildet. Ob es sich um Zement- oder Calciumsulfatestrich handelt, kann der Bodenleger meist schnell feststellen.
Was die Arbeit leichter oder schwerer macht
Am einfachsten ist ein fester, nur leicht verschmutzter Untergrund in einem großen, leeren Raum. Die Maschine läuft gleichmäßig, und es bleibt wenig Handarbeit. Aufwendiger wird es vor allem durch:
- Dicke Schichten alten Klebers sowie Gummi- oder Bitumenreste, die die Segmente zusetzen
- Kleine, verwinkelte Räume, in denen die Arbeit mit dem Handgerät an den Wänden überwiegt
- Sehr harten Beton, der andere Segmente und mehr Durchgänge braucht
- Einen beschädigten Untergrund mit Rissen und losen Stellen, die zuerst repariert werden müssen
- Möbel, Türstöcke oder Schwellen, die geschützt oder umfahren werden müssen
- Arbeiten in einer bewohnten Wohnung, wo Türen sorgfältig abgedichtet und Staub und Lärm begrenzt werden müssen
Im Mehrparteienhaus ist es sinnvoll, die Hausverwaltung und die Nachbarn vorher zu informieren. Die Maschine ist laut, und die Hausordnung legt oft fest, zu welchen Zeiten laute Arbeiten erlaubt sind.
Typische Fehler
In der Praxis passiert es häufig, dass nur die Raummitte geschliffen wird und die Ränder zu kurz kommen. Beim Verlegen liegen die Dielen an der Wand dann nicht sauber auf, oder die Klickverbindungen schließen nicht. Ein zweiter häufiger Fehler ist Schleifen ohne Absaugung. Betonstaub enthält feinen Quarzstaub, der die Lunge schädigt, und er verteilt sich in der ganzen Wohnung.
Weitere Fehler, die immer wieder vorkommen:
- Eine Stelle zur Mulde schleifen, weil die Maschine zu lange auf einem Punkt steht
- Große Höhenunterschiede nur durch Schleifen ausgleichen wollen statt zu spachteln
- Den Staub vor dem Grundieren nicht gründlich genug absaugen
- Die Grundierung weglassen, worauf sich die Ausgleichsschicht ablösen oder reißen kann
- Unbekannten alten Kleber schleifen, ohne ihn vorher prüfen zu lassen
Der letzte Punkt ist im Altbau und in Häusern und Wohnungen aus den 1950er bis 1980er Jahren wichtig. Schwarze Kleber und manche alten Bodenbeläge, etwa Floor-Flex-Platten, können Asbest oder teerhaltige Stoffe enthalten. Haben Sie einen Verdacht, lassen Sie eine Probe in einem Labor untersuchen. Asbesthaltige Materialien darf nur ein darauf spezialisierter, befugter Fachbetrieb entfernen, nicht der normale Bodenleger und auch nicht der Heimwerker.
Anleitung für Heimwerker: kleine Fläche mit Leihmaschine schleifen
Einen kleineren Raum mit festem Untergrund können Sie selbst schleifen, wenn Sie sich eine Maschine mit Sauger ausleihen und sich Zeit lassen. Bei unbekannten alten Klebern, großen Schäden oder großen Flächen ist ein Professionist die sicherere Wahl.
- Raum ausräumen, Türen, Lüftungsgitter und Sicherungskasten mit Folie abkleben.
- Untergrund mit der Latte prüfen, hohe Stellen mit Filzstift markieren.
- Fläche mit dem Hammer abklopfen, lose Stellen ausstemmen.
- Atemschutzmaske FFP3, Schutzbrille, Gehörschutz und Arbeitsschuhe anziehen.
- Schleifmaschine an einen Industriesauger für Feinstaub anschließen.
- In gleichmäßigen Bahnen mit leichter Überlappung schleifen, die Maschine nie auf einer Stelle stehen lassen.
- Markierte Erhebungen mehrfach überfahren und zwischendurch mit der Latte nachmessen.
- Ränder und Ecken mit Winkelschleifer, Diamant-Topfscheibe und Absaugung nacharbeiten.
- Gesamte Fläche zweimal gründlich absaugen.
- Grundierung nach Herstellerangaben auftragen und trocknen lassen.
So prüfen Sie den fertigen Untergrund
Gehen Sie den Boden vor dem Verlegen oder Spachteln selbst ab, auch wenn ein Betrieb geschliffen hat. Dafür reichen eine lange Latte, eine Taschenlampe flach über dem Boden und Ihre Hände.
- Die Oberfläche ist fest, bröselt nicht, und beim Ritzen mit einem Schlüssel entstehen keine tiefen Rillen
- Unter der Latte in verschiedenen Richtungen gibt es keine größeren Spalte, als der Hersteller des Belags erlaubt
- Auf der Fläche sind keine Reste von Kleber, Farbe oder Fettflecken
- Ränder, Ecken und Stellen an Rohren sind genauso geschliffen wie die Mitte
- Es gibt keine Mulden durch zu starkes Schleifen
- Der Boden ist gründlich abgesaugt, auf der Handfläche bleibt keine Staubschicht
- Risse und Ausbrüche sind repariert oder deutlich zur Reparatur markiert
- Bei Estrich ist geklärt, ob die Restfeuchte gemessen wurde, üblich ist die CM-Messung
- Es ist abgesprochen, ob Grundierung, Ausgleichsmasse oder direkt die Verlegung folgt
Häufige Fragen
Oft ja. Auf neuem Beton oder Estrich liegt meist eine dünne Schicht Zementschlämme oder eine Sinterschicht, die spröde ist und schlecht hält. Wird sie abgeschliffen, haften Grundierung, Ausgleichsmasse und Kleber besser. Ist die Oberfläche fest und sauber, kann ein leichter Schliff genügen.
Schleifen entfernt Erhebungen und Verschmutzungen, hebt aber keine eingesunkenen Stellen an. Zeigt die Latte größere Spalte, als der Hersteller Ihres Belags zulässt, folgen nach dem Schleifen Grundierung und selbstverlaufende Ausgleichsmasse.
Einen normalen Raum schafft ein erfahrener Bodenleger meist an einem Tag, inklusive Absaugen. Nach dem Grundieren wartet man die Trocknungszeit laut Hersteller ab. Folgt Ausgleichsmasse, hängt die Trocknung von der Schichtdicke und vom Raumklima ab, bei dickeren Schichten kann das mehrere Tage dauern.
Mit guter Absaugung deutlich weniger, ganz staubfrei geht es aber nicht. Deshalb lohnt es sich, Türen mit Folie abzudichten, den Raum leer zu räumen und während der Arbeit eine Atemschutzmaske zu tragen. Ohne Absaugung sollte man in Innenräumen nicht schleifen.
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