Preisverzeichnis 2026 · Deutschland

Gasinstallation: Leitungspreis pro lfm 2026, Absperrungen und Überprüfung

Der Gasinstallateur verlegt Gasleitungen innen und außen, montiert Absperrhähne und Gaswarnmelder und schließt die Geräte an. Vor der Inbetriebnahme macht er eine Druckprobe. An der Gasleitung darf nur arbeiten, wer dafür die nötige Befugnis hat.

Aktualisiert 09/2026·14 Min. Lesezeit·16 Positionen im Preisverzeichnis
Preis Standardleistung
25,66 €/ lfm
Richtwert-Spanne
20,50 € - 33,40 €
Preis nur für diese konkrete Leistung - ohne Material und ohne Vorarbeiten. Kein Preis für den Gesamtauftrag.
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Aktualisierte Preise
Kurze Antwort

Das Formen und Schweißen der Innengasleitung kostet laut aktueller Preisliste 25,66 € pro lfm Arbeitsleistung. Schlitze, Absperrhähne, Druckprobe und Überprüfung verrechnet der Installateur je nach Umfang extra. Für die Außenleitung im Erdreich und den Geräteanschluss gibt es eigene Sätze.

Leistungsarten und ihre Preise

25,66 €
pro lfm
Innenleitung

Leitung vom Hauptabsperrhahn zu den Geräten, auf der Wand oder im Schlitz geführt und durch Schweißen oder Pressverbindungen verbunden.

17,10 €
pro lfm
Schlitze in Ziegel

Damit das Rohr im Mauerwerk unter Putz liegen kann, braucht es einen Schlitz mit genauer Tiefe, sodass die Überdeckung eingehalten wird.

38,50 €
pro lfm
Schlitze in Beton

In Stahlbeton ist das Schlitzen aufwendiger und langsamer als in Ziegel, der Preis pro lfm ist daher höher.

21,38 €
pro Stk.
Kugelhahn

Haupt- und Geräteabsperrhahn müssen zugänglich und gekennzeichnet sein; die Lage legt die Planung der Gasinstallation fest.

85,54 €
pro Stk.
Druckprobe

Bevor die Leitung verdeckt oder an die Versorgung angeschlossen wird, prüft man die Dichtheit des gesamten Rohrs mit Prüfdruck.

28,50 €
pro Stk.
Gaswarnmelder

Sicherheitselement, das bei einem Gasaustritt die Zufuhr absperrt oder Alarm auslöst.

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Gasinstallation16 Positionen

Alle angegebenen Preise sind Nettopreise, zuzüglich gegebenenfalls anfallender Umsatzsteuer. Der Arbeitspreis enthält nur die Arbeit. Der Preis mit Material enthält zusätzlich Hilfsmaterial (Kleber, Grundierung, Dichtstoffe, Befestigungsmaterial). Wandfliesen, Bodenfliesen, Bodenbeläge, Farbe und Sanitärobjekte wählt und kauft der Kunde selbst, sie sind nicht enthalten.

PositionEHPreis / EHMengeSumme
Gasinstallation
Innere Gasleitung biegen und schweißenlfm25,66 €-
Verlegung der äußeren Gasleitung im Erdreichlfm21,38 €-
Schlitzen für Gasleitung - Ziegellfm17,10 €-
Schlitzen für Gasleitung - Betonlfm38,50 €-
Montage Gas-KugelhahnStk.21,38 €-
Anschluss GasherdStk.49,90 €-
Anschluss Gaskessel (Montage + Anschluss)Stk.-
Regelung und Einstellung des KesselsStk.-
Gasleitung absperren und mit Blindstopfen verschließenStk.-
Gasleitung umlegen und anschließenStk.183,90 €-
Montage WarmwasserspeicherStk.-
Dichtheitsprüfung der GasleitungStk.85,54 €-
Sachverständigenprüfung der GasanlageStk.-
Montage GaswarnmelderStk.28,50 €-
Versetzen des GaszählersStk.171,07 €-
Sonstige Arbeiten
Sonstige, nicht näher definierte Arbeiten (Regiestunde)Std.-
Summe Arbeit
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Was kostet das je nach Umfang

Beispielumfang einer Innengasleitung zu einem Gerät (8 lfm)
Nur Rohrleitung
8 lfm geschweißte Leitung ohne Schlitze und Prüfung
205,28 €
Leitung und Schlitze im Mauerwerk
Leitung 8 lfm und Schlitze im Ziegelmauerwerk auf 6 lfm Länge
307,94 €
Leitung, Schlitze, Absperrhahn und Prüfung
Leitung 8 lfm, Schlitze 6 lfm, Kugelhahn und Druckprobe
414,86 €
Richtwert für die Arbeit nach den angegebenen Mengen. Nicht enthalten sind das Gerät selbst, der Prüfbefund und der Anschluss des Gaszählers.

Vorbereitung und Ablauf der Gasleitungsmontage

01
Leitungsweg festlegen

Der Installateur plant den Rohrverlauf nach Planung möglichst kurz. Die Leitung soll für spätere Kontrollen gut erreichbar bleiben.

02
Schlitze stemmen

Der Schlitz wird genau so tief gestemmt, wie es der Rohrdurchmesser und die nötige Putzüberdeckung verlangen.

17,10 €/lfm
03
Leitung und Absperrhähne montieren

Das Rohr wird geformt und durch Schweißen oder Pressen verbunden. Die Absperrhähne kommen an gut erreichbare Stellen.

25,66 €/lfm
04
Druckprobe durchführen

Noch bevor die Leitung verdeckt wird, folgt die Druckprobe. Erst wenn sie bestanden ist, darf das Rohr verputzt oder in Betrieb genommen werden.

85,54 €/Stk.
05
Überprüfung vor Inbetriebnahme

Eine befugte Fachkraft kontrolliert die fertige Leitung bei einer fachlichen Überprüfung (Revision). Ohne gültigen Prüfbefund wird die Gasleitung nicht an die Versorgung angeschlossen.

Arbeitsablauf

  1. 01Der Installateur sieht sich die Räume an und plant den Leitungsweg nach Lage der Geräte und des Hauptabsperrhahns.
  2. 02Er stemmt Schlitze oder bereitet den Leitungsweg auf der Wand vor.
  3. 03Das Rohr wird geformt und verbunden, die Absperrhähne kommen an die vorgesehenen Stellen.
  4. 04Die gesamte Leitung wird vor dem Verdecken mit einer Druckprobe geprüft.
  5. 05Die Schlitze werden verputzt und die Arbeiten rund um die Leitung abgeschlossen.
  6. 06Die Geräte werden angeschlossen und die Betriebswerte eingestellt.
  7. 07Eine befugte Fachkraft führt die fachliche Überprüfung (Revision) durch und übergibt vor der Inbetriebnahme die Unterlagen.

5 häufige Fehler

01
Arbeiten ohne Befugnis

Gasanlagen darf nur montieren und überprüfen, wer die nötige Befugnis hat. Andernfalls gilt die Anlage als mangelhaft, auch gegenüber der Versicherung.

02
Leitung vor der Druckprobe verdeckt

Wird ein Leck verputzt oder einbetoniert, findet man es nur, indem man die ganze Rohrtrasse wieder freilegt.

03
Hauptabsperrhahn nicht erreichbar

Der Hahn muss jederzeit zugänglich sein, damit sich das Gas rasch absperren lässt. Hinter Möbeln oder einer Verfliesung hat er nichts verloren.

04
Überprüfung ausgelassen

Ohne gültigen Prüfbefund schließt der Netzbetreiber die Anlage nicht an. Und im Schadensfall fehlt der Nachweis, dass die Anlage sicher betrieben wurde.

05
Zu wenig Belüftung im Aufstellungsraum

Ein Gasgerät braucht genug Verbrennungsluft. Ist der Raum nicht richtig belüftet, ist der sichere Betrieb gefährdet.

Wer an Gasanlagen arbeiten darf und warum das keine Formalität ist

In Österreich dürfen nur konzessionierte Installateure mit der Berechtigung für Gastechnik an Gasleitungen und Gasgeräten arbeiten. Nur sie dürfen eine Anlage errichten, ändern, reparieren oder warten. Viele Netzbetreiber führen zusätzlich eine Liste der Betriebe, die in ihrem Netz arbeiten dürfen. Das gilt auch für Arbeiten, die nach einer Kleinigkeit aussehen. Ein halber Meter mehr Leitung, eine neue Absperrarmatur oder ein Herdanschluss, der ein Stück weiter in der Küchenzeile sitzen soll, gehören ebenfalls in die Hände eines befugten Betriebs.

Warum ist das so streng geregelt? Eine undichte Gasleitung können Sie nicht „später nachziehen“ wie einen tropfenden Wasserhahn. Erdgas bildet schon in geringer Konzentration mit Luft ein explosionsfähiges Gemisch. Ein falsch angeschlossenes oder schlecht eingestelltes Gerät kann außerdem Kohlenmonoxid erzeugen, das Sie weder sehen noch riechen. Fassen Sie als Laie an einer Gasanlage deshalb nichts an, wofür Sie eine Verbindung lösen, etwas abschrauben oder in die Leitung eingreifen müssten.

In der Praxis passiert es oft, dass bei der Sanierung von Küche oder Bad ein Bekannter den Gasanschluss „nur kurz versetzt“ und der Installateur erst am Ende kommt. Ein konzessionierter Betrieb übernimmt aber keine Verantwortung für fremde Arbeit, die er nicht selbst ausgeführt hat. Dann muss die Leitung neu gemacht werden. Einfacher wird es, wenn Sie den Gasinstallateur gleich zu Beginn dazuholen, solange Sie noch planen, wo die Geräte stehen sollen.

Vom Gaszähler zum Gerät: wer wofür verantwortlich ist

Das Gas kommt über das Verteilnetz und den Hausanschluss ins Gebäude. Der Hausanschluss endet an der Hauptabsperreinrichtung. Dahinter sitzen meist der Gasdruckregler und der Gaszähler. Der Zähler gehört dem Netzbetreiber und ist verplombt. Wer die Plombe beschädigt oder den Zähler selbst versetzt, greift unerlaubt in fremdes Eigentum ein, und der Netzbetreiber wertet das als schweren Verstoß. Wenn Zähler oder Zählerkasten an eine andere Stelle sollen, sprechen Sie das vorher mit dem Netzbetreiber ab.

Hinter dem Zähler beginnt die Kundenanlage, also die Leitungen im Haus oder in der Wohnung bis zu den Geräten. Diese Anlage gehört Ihnen als Eigentümer. Sie sind dafür verantwortlich, dass sie sicher ist und regelmäßig überprüft wird. In neueren Anlagen sitzt kurz hinter dem Zähler oft ein Gasströmungswächter. Er schließt die Leitung selbstständig, wenn plötzlich ungewöhnlich viel Gas strömt, etwa weil eine Leitung abgerissen wurde.

Im Mehrparteienhaus ist es etwas komplizierter. Steigleitungen und gemeinsame Leitungen gehören zu den allgemeinen Teilen des Hauses. Daran dürfen Sie nur arbeiten lassen, wenn die Hausverwaltung oder die Wohnungseigentümergemeinschaft zustimmt. Gerade in Altbauwohnungen, etwa in Gründerzeithäusern mit Gastherme in der Wohnung, lohnt es sich, vorher zu klären, welche Teile der Anlage Ihnen gehören und welche der Gemeinschaft. Mieter sprechen jede Änderung ohnehin mit dem Vermieter ab.

Woraus eine Gasleitung besteht

Klassisch bestehen Gasleitungen im Haus aus Stahlrohr, das verschweißt wird. Eine Schweißnaht lässt sich nicht mehr lösen und hält bei sauberer Arbeit sehr zuverlässig. Deshalb sieht man geschweißten Stahl bis heute vor allem in Wandschlitzen und auf längeren Strecken.

Häufig verwenden Installateure auch Kupferrohr, das hartgelötet wird. Weichlöten, wie Sie es vielleicht von Wasserleitungen kennen, ist für Gas nicht erlaubt. Schnell und ohne offene Flamme geht es mit Pressfittings aus Stahl, Kupfer oder Edelstahl. Für Gas dürfen aber nur Fittings und Dichtungen verbaut werden, die ausdrücklich dafür zugelassen sind. Die Hersteller kennzeichnen sie, oft mit einem gelben Streifen oder Symbol. Ein Wasserfitting und ein Gasfitting sehen sich ähnlich, wer sie verwechselt, macht einen schweren Fehler.

Leitungen im Erdreich bestehen aus Polyethylenrohr für Gas, meistens gelb. Das Rohr liegt in einem Sandbett in der Tiefe, die die Planung vorgibt, grob um 0,8 m. Darüber kommt ein gelbes Warnband, damit es bei späteren Grabungen niemand übersieht. Dort, wo die Leitung ins Gebäude führt, wechselt ein Übergangsstück von PE auf Stahl, und eine Hauseinführung mit Schutzrohr führt die Leitung durch die Wand.

Wie die Leitung verlegt wird und was in den Schlitz darf

Eine gute Gasleitung ist kurz und übersichtlich. Im Schlitz unter Putz dürfen nur Verbindungen liegen, die sich nicht lösen lassen: Schweißnähte, Hartlötstellen oder Pressverbindungen, die für die Verlegung unter Putz zugelassen sind. Lösbare Verbindungen, zum Beispiel das Gewinde an einer Absperrarmatur, müssen erreichbar bleiben. Mauern Sie eine Absperrarmatur also nie ein und verstecken Sie sie nicht hinter einer festen Verkleidung ohne Revisionsöffnung.

Die Gasleitung braucht den vorgeschriebenen Abstand zu Elektroleitungen, Wasser und Abwasser. Sie darf nie als Erdung für die Elektrik dienen. Wo sie durch eine Wand oder Decke geht, liegt sie in einem Schutzrohr, damit Bewegungen im Bauwerk sie nicht beschädigen. In Hohlräume von Trockenbauwänden, unbelüftete Schächte oder unter einen Estrich, den man nicht mehr einsehen kann, darf Gas nur, wenn Planung und technische Regeln das ausdrücklich erlauben. Maßgeblich sind dafür in Österreich vor allem die Richtlinien der ÖVGW (Österreichische Vereinigung für das Gas- und Wasserfach), ergänzt durch ÖNORMen und EN-Normen.

Sichtbare Leitungen werden gelb gestrichen oder gekennzeichnet. So weiß jeder sofort, was darin fließt. Wenn in ein paar Jahren jemand in der Wohnung ein Regal montiert, spart ihm das Zeit und Nerven.

Dichtheitsprüfung, Inbetriebnahme und was die Unterlagen bedeuten

Bevor die Leitung verschwindet und Geräte angeschlossen werden, prüft der Installateur, ob sie dicht ist. Bei neuen Leitungen gehören dazu eine Belastungsprüfung und eine Dichtheitsprüfung. Er setzt die Leitung mit Luft oder einem inerten Gas unter Prüfdruck und beobachtet, ob der Druck während der vorgeschriebenen Zeit abfällt. Das Ergebnis hält er in einem Prüfprotokoll fest, das zu Ihren Unterlagen gehört.

Das Prüf- und Inbetriebnahmeprotokoll bestätigt, dass die Anlage am Tag der Prüfung dicht und sicher war und den Regeln entsprach. Eine Garantie für alle Zukunft ist es nicht. Tauschen Sie danach ein Gerät oder ändern Sie die Leitung, braucht es eine neue Prüfung.

Auch eine bestehende Anlage sollte regelmäßig von einem konzessionierten Installateur überprüft werden. Wie oft das vorgesehen ist, hängt vom Bundesland und vom Netzbetreiber ab; einen Hinweis finden Sie oft im letzten Protokoll oder Befund. Die Gastherme braucht zusätzlich eine Wartung nach Herstellerangabe, meistens einmal im Jahr. Davon hängt häufig auch die Garantie ab.

Thermentausch und Rauchfang

Seit September 2015 gelten in der EU Ökodesign-Anforderungen, die klassische Heizwertgeräte praktisch vom Markt verdrängt haben. Wenn Sie eine alte Gastherme oder einen alten Gaskessel tauschen, bekommen Sie daher fast immer ein Brennwertgerät. Überlegen Sie vor dem Tausch, ob ein neues Gasgerät für Ihr Haus wirklich die passende Lösung ist oder ob ein anderes Heizsystem in Frage kommt. Ein Energieberater oder Heizungsinstallateur kann Ihnen sagen, was für Ihr Gebäude sinnvoll ist und ob Förderungen von Bund und Land, etwa der Sanierungsbonus, für Ihr Vorhaben in Frage kommen. Beim Umstieg auf Brennwerttechnik ändern sich außerdem einige Dinge, die bei der Planung leicht untergehen.

  • Abgasführung: Die Abgase eines Brennwertgeräts sind kühl und feucht. Ein alter gemauerter Rauchfang hält das nicht aus. Deshalb zieht der Installateur meist ein Kunststoff- oder Edelstahlrohr für den Brennwertbetrieb ein oder setzt ein Luft-Abgas-System ein, das Zuluft und Abgas in einem Rohr führt.
  • Kondensat: Das Gerät erzeugt saures Kondenswasser, das über einen Siphon ins Abwasser läuft. Sie brauchen also einen Abfluss in der Nähe. Je nach Anlagengröße und Vorgaben des Kanalbetreibers kann eine Neutralisationsbox nötig sein.
  • Rauchfangkehrer: Bevor das Gerät in Betrieb geht, überprüft der Rauchfangkehrer die Abgasanlage und stellt einen Befund aus. Danach kommt er in regelmäßigen Abständen zur Überprüfung wieder.
  • Erste Inbetriebnahme: Sie erfolgt durch den Installateur oder den Werkskundendienst. Er stellt die Verbrennung ein und dokumentiert die Inbetriebnahme.

Für warmes Wasser mit Gas gibt es zwei Wege. Ein gasbeheizter Speicher hängt direkt an der Gasleitung und hat eine eigene Abgasführung. Ein indirekt beheizter Speicher hat dagegen gar keinen Gasanschluss. Ihn erwärmt das Heizwasser aus Therme oder Kessel über einen Wärmetauscher, und sein Anschluss ist Sache des Installateurs für Heizung und Sanitär.

Gasherd und Gaskochfeld

In österreichischen Küchen ist der Gasherd seltener als der Elektroherd, in manchen Altbauwohnungen und bei Hobbyköchen findet man ihn aber nach wie vor. Herd oder Kochfeld werden fest oder mit einem zugelassenen Sicherheits-Gasschlauch angeschlossen. Davor sitzt immer eine Geräteabsperrarmatur. Anschließen und abklemmen darf nur ein konzessionierter Installateur, der dabei auch Dichtheit und Funktion prüft. Wer beim Umzug oder beim Einbau einer neuen Küche den Schlauch selbst tauscht, geht ein Risiko ein, das in vielen Haushalten unterschätzt wird.

Gasschläuche halten nicht ewig. Das Herstell- oder Ablaufdatum steht direkt auf dem Schlauch. Gummischläuche müssen eher erneuert werden, meist nach einigen Jahren, Edelstahl-Wellschläuche halten länger. Der Schlauch darf nicht hinter dem Backrohr oder über einer heißen Fläche verlaufen. Er darf auch nicht gespannt, geknickt oder von einer Lade eingeklemmt sein.

Neuere Kochfelder haben an jedem Brenner eine Zündsicherung. Geht die Flamme aus, schließt sie die Gaszufuhr. Bei einem alten Herd ohne Zündsicherung reicht übergegangene Milch, und das Gas strömt ohne Flamme aus. Auch deshalb lohnt sich der Tausch eines alten Herdes.

Gasmelder, CO-Melder und Lüftung

Erdgas ist leichter als Luft und steigt nach oben. Sein Melder gehört deshalb hoch, meist knapp unter die Decke. Flüssiggas, also Propan oder Butan aus Flasche oder Tank, ist schwerer als Luft und sammelt sich am Boden. Hier gehört der Melder knapp über den Fußboden. Stellen Sie von Flüssiggas auf Erdgas um, müssen Sie den Melder versetzen oder austauschen.

Ein Gasmelder ersetzt keinen Kohlenmonoxidmelder. Kohlenmonoxid entsteht, wenn das Gas nicht vollständig verbrennt, etwa bei verstopftem Abgasweg oder zu wenig Luft. Dabei muss gar kein Gas austreten. Im Raum mit einer Gastherme oder einem Durchlauferhitzer mit offener Brennkammer ist ein CO-Melder eine vernünftige Absicherung. Das gilt besonders für Altbauwohnungen, in denen die Therme oft im Bad, in der Küche oder im Vorraum hängt. Die Sensoren halten nur eine bestimmte Zeit, das Ablaufdatum steht auf dem Gerät.

Thermen und Durchlauferhitzer, die ihre Verbrennungsluft aus dem Raum holen, brauchen ständig frische Luft. Tauschen Sie alte Fenster gegen dichte neue Fenster ohne Lüftungselement oder bauen Sie einen starken Dunstabzug mit Abluft ein, können sich die Druckverhältnisse in der Wohnung ändern. Dann können Abgase zurück in den Raum strömen. Sprechen Sie solche Änderungen vorher mit dem Rauchfangkehrer oder Installateur ab.

Was tun, wenn es nach Gas riecht

Erdgas selbst riecht nicht. Der Netzbetreiber setzt ihm einen Geruchsstoff zu, damit Sie ein Leck bemerken, bevor es gefährlich wird. Wenn Sie Gas riechen, halten Sie sich an diese Regeln:

  • Kein offenes Feuer, nicht rauchen, keine Geräte anzünden
  • Licht und Elektrogeräte weder ein- noch ausschalten, keine Stecker ziehen, nicht bei Nachbarn läuten, denn ein Funke im Schalter kann das Gemisch zünden
  • Fenster und Türen öffnen und, wenn es gefahrlos geht, die Hauptabsperreinrichtung schließen
  • Den Raum verlassen und andere durch Klopfen und Rufen warnen
  • Erst draußen an einem sicheren Ort den Gasnotruf 128 oder den Notruf 112 wählen

Suchen Sie ein Leck nie mit einer Flamme oder einem Feuerzeug. Ist der Geruch nur schwach, kommt er vom Herd und verschwindet, sobald Sie die Geräteabsperrarmatur schließen, benutzen Sie den Herd nicht mehr, bis ein konzessionierter Installateur ihn überprüft hat.

Anleitung für Heimwerker: Gasherd und Unterlagen sicher selbst kontrollieren

Bei dieser Kontrolle schrauben Sie nichts ab und greifen nicht in Leitungen oder Verbindungen ein. Es geht um einen regelmäßigen Blick, den jeder Wohnungs- oder Hauseigentümer selbst schafft. So erkennen Sie rechtzeitig, wann Sie den Gasinstallateur rufen sollten.

  1. Hauptabsperreinrichtung und Absperrarmatur am Herd suchen und prüfen, ob beide frei zugänglich sind und nichts davorsteht.
  2. Das letzte Prüf- oder Wartungsprotokoll heraussuchen und nachsehen, wann die nächste Überprüfung oder Wartung fällig ist.
  3. Bei kaltem Herd und geschlossener Absperrarmatur den Anschlussschlauch ansehen, das Ablaufdatum lesen und prüfen, ob er rissig, geknickt, gespannt oder über eine heiße Stelle geführt ist.
  4. Brennerdeckel und Flammenverteiler abnehmen, nach Herstellerangabe mit warmem Wasser und Spülmittel reinigen und vollständig trocknen lassen.
  5. Die Teile genau an ihren Platz zurücksetzen, den Brenner zünden und die Flamme prüfen: Sie soll blau, ruhig und rundum gleichmäßig brennen.
  6. Gasmelder und CO-Melder mit der Testtaste prüfen und das Ablaufdatum der Sensoren kontrollieren.
  7. Prüfen, ob Lüftungsöffnungen und Gitter im Raum mit dem Gasgerät frei sind und nicht zugestellt oder zugeklebt wurden.
  8. Gelbe oder rußende Flamme, abhebende Flamme, beschädigten oder abgelaufenen Schlauch und überschrittene Prüffrist notieren und einen konzessionierten Installateur beauftragen.

Worauf Sie bei der Übernahme der Gasinstallation achten

  • Nachweis, dass der Installationsbetrieb für Gastechnik konzessioniert ist
  • Protokoll der Belastungs- und Dichtheitsprüfung, erstellt bevor die Leitung verdeckt wurde
  • Inbetriebnahmeprotokoll der Gasanlage mit positivem Ergebnis und Hinweis auf die nächste Überprüfung
  • Befund des Rauchfangkehrers über die Abgasanlage bei Geräten mit Abgasführung
  • Nachweis über die erste Inbetriebnahme von Therme oder Kessel durch Installateur oder Werkskundendienst
  • Hauptabsperreinrichtung und Geräteabsperrarmaturen zugänglich, gekennzeichnet und funktionsfähig
  • Sichtbare Leitungen gestrichen oder gekennzeichnet, Schlitze erst nach der Prüfung geschlossen
  • Geräteschläuche mit Gaszulassung und lesbarem Datum
  • Gasmelder passend zur Gasart angebracht, CO-Melder vorhanden und beide funktionsfähig
  • Skizze des Leitungsverlaufs in Wänden und Böden für spätere Umbauten

Häufige Fragen

Das Formen und Schweißen der Innengasleitung kostet laut aktueller Preisliste 25,66 € pro lfm Arbeitsleistung. Schlitze, Absperrhähne und Prüfung verrechnet der Installateur je nach Umfang extra.

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