Preisverzeichnis 2026 · Deutschland

Verlegung und Anschluss von Gasleitungen

Bei der Verlegung und dem Anschluss einer Gasleitung ändert ein Fachbetrieb die bestehende Gasinstallation in Wohnung oder Haus so, dass sie an einer neuen Stelle endet. Dort schließt er ein Gerät an, zum Beispiel einen Gasherd, ein Kochfeld oder eine Gastherme. Meist braucht man das bei einer neuen Küche, nach einem Umbau oder wenn alte

Aktualisiert 09/2026·5 Min. Lesezeit·15 Positionen im Preisverzeichnis
Preis Standardleistung
183,90 €/ Stk.
Richtwert-Spanne
147,10 € - 239,10 €
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Gasinstallation15 Positionen

Alle angegebenen Preise sind Nettopreise, zuzüglich gegebenenfalls anfallender Umsatzsteuer. Der Arbeitspreis enthält nur die Arbeit. Der Preis mit Material enthält zusätzlich Hilfsmaterial (Kleber, Grundierung, Dichtstoffe, Befestigungsmaterial). Wandfliesen, Bodenfliesen, Bodenbeläge, Farbe und Sanitärobjekte wählt und kauft der Kunde selbst, sie sind nicht enthalten.

PositionEHPreis / EHMengeSumme
Gasinstallation
Gasleitung umlegen und anschließenStk.183,90 €-
Innere Gasleitung biegen und schweißenlfm25,66 €-
Verlegung der äußeren Gasleitung im Erdreichlfm21,38 €-
Schlitzen für Gasleitung - Ziegellfm17,10 €-
Schlitzen für Gasleitung - Betonlfm38,50 €-
Montage Gas-KugelhahnStk.21,38 €-
Anschluss GasherdStk.49,90 €-
Anschluss Gaskessel (Montage + Anschluss)Stk.-
Regelung und Einstellung des KesselsStk.-
Gasleitung absperren und mit Blindstopfen verschließenStk.-
Montage WarmwasserspeicherStk.-
Dichtheitsprüfung der GasleitungStk.85,54 €-
Sachverständigenprüfung der GasanlageStk.-
Montage GaswarnmelderStk.28,50 €-
Versetzen des GaszählersStk.171,07 €-
Summe Arbeit
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Wann eine Gasleitung verlegt oder neu angeschlossen wird

Ein typischer Fall: In der neuen Küche soll das Kochfeld an einer anderen Wand stehen als der alte Herd. Der alte Gasanschluss liegt dann hinter der Küchenzeile oder mitten in einem Schrank. Die Leitung muss also verlängert oder versetzt werden. Ähnlich ist es im Altbau, etwa in einer Gründerzeitwohnung, wenn eine alte Gasetagenheizung oder einzelne Gasöfen durch eine neue Therme ersetzt werden. Dann braucht die Therme einen eigenen Anschluss, und die alten Anschlüsse werden abgetrennt und dicht verschlossen.

Zwei Dinge sollten Sie dabei auseinanderhalten:

  • Änderung der Hausinstallation: Die Leitung hinter dem Gaszähler gibt es schon, sie bekommt nur einen neuen Verlauf oder einen zusätzlichen Anschluss. Um diese Arbeit geht es hier
  • Neuer Hausanschluss: Das Haus hängt noch nicht am Gasnetz, oder der Anschlusspunkt wird verlegt. Das ist ein eigenes Thema, das Sie mit dem örtlichen Netzbetreiber klären

Wird Gas im Haus gar nicht mehr genutzt, verschließt der Fachbetrieb die Leitung dauerhaft. Über die Stilllegung des Zählers und des Anschlusses entscheidet dann der Netzbetreiber.

So läuft die Arbeit Schritt für Schritt ab

  1. Besichtigung. Der Installateur schaut sich die vorhandene Leitung an, prüft das Material und die Absperrungen und sieht sich den Platz für das neue Gerät an. Danach weiß er, ob eine kurze Verlängerung reicht oder eine neue Leitung nötig ist.
  2. Planung. Je nach Umfang legt er Leitungsweg, Rohrgröße, Material und Lage der Absperrhähne fest.
  3. Gas absperren. Vor dem Eingriff wird die Gaszufuhr geschlossen. Im Mehrparteienhaus geht das oft nur gemeinsam mit der Hausverwaltung, wenn die gemeinsame Steigleitung betroffen ist. Der Installateur entleert den betroffenen Abschnitt und prüft, dass kein Gas mehr darin ist.
  4. Montage. Der alte Anschluss wird abgetrennt oder verschlossen, die neue Leitung verlegt und vor dem Gerät eine Absperrarmatur gesetzt. Ein Herd wird in der Regel über eine Gassteckdose und einen zugelassenen Sicherheits-Gasschlauch angeschlossen.
  5. Prüfung. Die geänderte Leitung wird mit Druck geprüft, und der Installateur beobachtet, ob der Druck stabil bleibt. Die Verbindungen kontrolliert er zusätzlich mit Lecksuchspray oder einem Messgerät. Die Ergebnisse hält er in einem Protokoll fest.
  6. Inbetriebnahme. Erst nach bestandener Prüfung wird das Gas wieder freigegeben und das Gerät eingestellt. Bei einer neuen Therme oder einem anderen Gasgerät mit Abgasanlage prüft zusätzlich der Rauchfangkehrer.

Einen einfachen Herdanschluss versetzt ein Fachbetrieb meist in wenigen Stunden. Größere Änderungen im Haus dauern eher mehrere Tage, weil Prüfung und Abnahme dazukommen.

Wer die Arbeit machen darf und was Sie klären sollten

Arbeiten an der Gasinstallation dürfen in Österreich nur konzessionierte Installateure mit Berechtigung für Gasinstallationen durchführen. Das gilt auch für ein paar Zentimeter Rohr. Der geschickte Nachbar oder ein Professionist ohne diese Berechtigung kommt nicht infrage.

Klären Sie vor dem Start:

  • Berechtigung des Betriebs: Ein seriöser Betrieb nennt Ihnen ohne Zögern seine Gewerbeberechtigung für Gasinstallationen
  • Rauchfangkehrer: Bei einer neuen oder versetzten Gastherme gehört er dazu, weil Abgasweg und Aufstellraum geprüft werden
  • Mehrparteienhaus und Mietwohnung: Berührt die Arbeit die Steigleitung oder allgemeine Teile des Hauses, stimmen Sie sich mit der Hausverwaltung oder der Wohnungseigentümergemeinschaft ab. Als Mieter sprechen Sie vorher mit Ihrem Vermieter. Informieren Sie die Hausverwaltung auch, wenn laute Stemmarbeiten anstehen

Gasinstallationen in Gebäuden richten sich in Österreich nach den Richtlinien der ÖVGW (Österreichische Vereinigung für das Gas- und Wasserfach) und den einschlägigen ÖNORMen und EN-Normen. Diese einzuhalten ist Aufgabe des Fachbetriebs. Sie sollten aber schriftlich bekommen, dass die Prüfungen danach erfolgt sind.

Was die Arbeit leichter oder aufwendiger macht

Wie viel Aufwand anfällt und was die Arbeit am Ende kostet, hängt vor allem davon ab:

  • Entfernung und Leitungsweg: Ein kurzes Versetzen an derselben Wand ist einfach. Geht die Leitung durch mehrere Wände oder Räume, braucht es mehr Material und Zeit
  • Zustand der alten Leitung: Alte verzinkte Stahlrohre mit angerosteten Gewinden lassen sich oft nicht sicher anschließen. Dann muss ein Stück erneuert werden
  • Verlegeart: Auf der Wand ist die Verlegung meist unkompliziert. Unter Putz oder hinter einer Trockenbauwand gelten strengere Regeln, zum Beispiel keine lösbaren Verbindungen im verdeckten Teil
  • Mehrparteienhaus: Muss das Gas für den ganzen Strang abgestellt werden, braucht es Absprachen mit Hausverwaltung und Nachbarn
  • Prüfung und Abnahme: Reicht die Prüfung durch den Installateur, oder kommt der Rauchfangkehrer dazu
  • Vorbereitung vor Ort: Freier Zugang zur Leitung und abgeschlossene Rohbauarbeiten ersparen allen Beteiligten Wartezeit

Bei einer größeren Sanierung lohnt sich die Frage, ob alte Leitungen gleich mit erneuert werden und ob eine verschlossene Abzweigung für ein späteres Gerät sinnvoll ist. Sagen Sie dem Installateur möglichst früh, was Sie in den nächsten Jahren vorhaben.

Typische Fehler bei Arbeiten an der Gasleitung

  • Selbst Hand anlegen: Das ist verboten und gefährlich. Der Netzbetreiber kann die Versorgung sperren, und die Versicherung zahlt im Schadensfall unter Umständen nicht
  • Fehlende Prüfung: Ohne dokumentierte Dichtheitsprüfung darf die geänderte Leitung nicht in Betrieb gehen, auch wenn sie auf den ersten Blick funktioniert
  • Falsches Material: Für Gas sind nur dafür zugelassene Rohre, Formteile und Dichtmittel erlaubt, etwa Stahl, Kupfer oder geprüfte Systeme
  • Verbaute Absperrung: Der Hahn vor dem Gerät muss erreichbar bleiben, nicht hinter einer festen Schrankrückwand verschwinden
  • Ungeeigneter Herdschlauch: Der Schlauch soll zugelassen, möglichst kurz und ohne Zug verlegt sein und nicht an heißen Teilen des Backrohrs liegen
  • Nur für heute geplant: Wer spätere Geräte nicht mitdenkt, muss oft ein paar Jahre später wieder aufstemmen

Riechen Sie Gas, schalten Sie kein Licht und kein Gerät ein, läuten Sie nicht an. Schließen Sie die Hauptabsperreinrichtung, öffnen Sie die Fenster und verlassen Sie das Gebäude. Rufen Sie dann von draußen den Gasnotruf 128 an oder wählen Sie den Euronotruf 112.

Worauf Sie bei der Abnahme achten sollten

Bevor der Installateur geht, sehen Sie sich gemeinsam diese Punkte an:

  • Die Leitung ist fest befestigt, gerade verlegt und ohne sichtbare Schäden
  • Vor dem Gerät sitzt eine gut erreichbare Absperrung, und Sie wissen, wie man sie schließt
  • Alte, nicht mehr genutzte Anschlüsse sind dauerhaft dicht verschlossen
  • Der Herdschlauch ist zugelassen, nicht gespannt und nicht geknickt
  • Die Flammen brennen gleichmäßig blau, und die Zündsicherung funktioniert
  • Sie haben das Prüfprotokoll mit Datum und Unterschrift des Fachbetriebs
  • Sie haben eine Skizze oder Unterlagen zum neuen Leitungsweg
  • Es ist geklärt, ob der Rauchfangkehrer noch prüfen muss und wer den Termin vereinbart

Häufige Fragen

Nein. Arbeiten an der Gasinstallation darf nur ein konzessionierter Fachbetrieb mit Berechtigung für Gasinstallationen ausführen. Eigene Eingriffe sind verboten, gefährden Sie und Ihre Nachbarn und können im Schadensfall Ärger mit der Versicherung bringen.

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