Ein Anschluss für Kalt- und Warmwasser kostet laut aktueller Preisliste 50,00 € pro Punkt Arbeitsleistung. Abwasseranschluss, Montage der Sanitärobjekte und Unterputzsysteme werden separat verrechnet, je nachdem, wie viele Leitungen tatsächlich verlegt werden.
Leistungsarten und ihre Preise
Grundeinheit der Installation, nach der sich Anzahl und Länge der Rohre richten. Die Lage des Anschlusses wird nach der Anordnung der Sanitärobjekte festgelegt.
Das Abflussrohr braucht ausreichend Gefälle zum Fallstrang, sonst lagern sich Verunreinigungen ab und es entsteht unangenehmer Geruch.
Die Badewanne wird auf einen festen Untergrund gesetzt und untermauert, damit sie keine Bewegungen auf Fliesen und Fugen überträgt.
Umfasst den Anschluss an Wasser- und Abwasserleitung inklusive Siphon. Höhe und Lage werden an den Unterschrank oder die Konsole angepasst.
Das Montageelement für ein Hänge-WC wird vor dem Aufmauern der Vorwand in Wand oder Boden verankert, die Position der Drückerplatte wird vorab festgelegt.
Der Boiler wird an einer Wand oder Konstruktion aufgehängt, die sein volles Gewicht tragen kann, und an Wasser- und Stromleitung angeschlossen.
Leistung aus dem Preisverzeichnis kalkulieren
Mengen eingeben und der Preis wird sofort neu berechnet. Die Preise gelten für Deutschland und können im Preisverzeichnis angepasst werden.
Alle angegebenen Preise sind Nettopreise, zuzüglich gegebenenfalls anfallender Umsatzsteuer. Der Arbeitspreis enthält nur die Arbeit. Der Preis mit Material enthält zusätzlich Hilfsmaterial (Kleber, Grundierung, Dichtstoffe, Befestigungsmaterial). Wandfliesen, Bodenfliesen, Bodenbeläge, Farbe und Sanitärobjekte wählt und kauft der Kunde selbst, sie sind nicht enthalten.
| Position | EH | Preis / EH | Menge | Summe |
|---|---|---|---|---|
| Sanitärarbeiten | ||||
| Abgang für Kalt- und Warmwasser | Stk. | 50,00 € | - | |
| Montage Vorwandelement für Hänge-WC (im Steigstrangschacht) | Stk. | - | ||
| Montage und Einbau Revisionsklappe | Stk. | 34,28 € | - | |
| Vorwandelement Geberit (Duofix / Kombifix) montieren | Stk. | 131,40 € | - | |
| Montage und Ummauerung der Badewanne | Stk. | 171,40 € | - | |
| Montage Keramikwaschbecken | Stk. | 57,13 € | - | |
| Duschwannenmontage | Stk. | 214,24 € | - | |
| Montage Glas-Duschabtrennung | Stk. | - | ||
| Montage Standarmatur | Stk. | 35,70 € | - | |
| Montage Wand-Wannen- / Duscharmatur | Stk. | 42,85 € | - | |
| Unterputz-Grundkörper (iBox) für Dusche setzen | Stk. | - | ||
| Montage Unterputz-Armatur | Stk. | - | ||
| Abwasseranschluss herstellen (Innenentwässerung) | Stk. | 35,70 € | - | |
| Montage Wasch-/Spülmaschinenventil und Siphon | Stk. | - | ||
| Aufhängen und Anschluss Elektroboiler bis 120 l | Stk. | 128,55 € | - | |
| Montage Hauswasserfilter am Wassereintritt | Stk. | 64,27 € | - | |
| Verlegung Warmwasserzirkulation | lfm | - | ||
| Druckprüfung der Trinkwasserinstallation | Std. | - | ||
| Schlitzen für Sanitärinstallation (Beton) | lfm | 38,56 € | - | |
| Wandschlitze nach Sanitärinstallation verschließen | lfm | 9,28 € | - | |
| Montage und Einbau Unterputzkörper | Stk. | 117,12 € | - | |
| Montage Duschrinne + Einbetonieren | Stk. | - | ||
| Montage Eckventile | Stk. | 8,28 € | - | |
| Setzen Geräteventil für Trockner/Waschmaschine + Abfluss | Stk. | 52,85 € | - | |
| Anschluss der Leitung an Gusseisen-Fallstrang | Stk. | - | ||
| Pauschalpakete | ||||
| Sanitärinstallation – Leitungsverlegung Wohnung (WC, Bad, Küche) | Stk. | - | ||
| Sonstige Arbeiten | ||||
| Sonstige, nicht näher definierte Arbeiten (Regiestunde) | Std. | - | ||
Was kostet das je nach Umfang
| Nur Wasser- und Abwasserleitungen 3 Wasseranschlüsse, 3 Abwasseranschlüsse und 15 lfm Schlitze für die Leitungen | 835,50 € |
| Leitungen und Montage der Sanitärobjekte Gleicher Umfang plus Montage von Waschbecken, Badewanne und zwei Armaturen | 1142,60 € |
| Komplettmontage inklusive Hänge-WC und Zubehör Gleicher Umfang plus Unterputzelement für das WC, Eckventile und Verputzen der Schlitze | 1462,87 € |
Vorbereitung der Leitungen
Noch bevor geschlitzt wird, legt der Installateur fest, wo genau die Wasser- und Abwasseranschlüsse sitzen. Maßgeblich ist, wo Badewanne, Waschbecken, WC und Waschmaschine stehen sollen.
Die Schlitze richten sich nach der Lage der Sanitärobjekte und nach dem Gefälle, das die Abwasserleitung braucht.
Abwasserrohre werden mit Gefälle verlegt, alle Leitungen mit ausreichend Reserve, damit sich die Sanitärobjekte später bequem anschließen lassen.
Das Element für das Hänge-WC wird verankert, bevor die Vorwand aufgemauert wird. Die Lage von Zulauf und Ablauf prüft der Installateur anhand des konkreten WC.
Vor dem Verfliesen und Zumauern werden die Leitungen auf Dichtheit geprüft. Ein Leck zeigt sich so, solange noch alles offen liegt.
Arbeitsablauf
- 01Besichtigung vor Ort und Planung, wo die Sanitärobjekte stehen und wo die Leitungen verlaufen.
- 02Schlitze und Durchbrüche für Wasser- und Abwasserleitungen stemmen.
- 03Wasserleitungen montieren und die Abwasserleitung mit dem vorgeschriebenen Gefälle verlegen.
- 04Unterputzelemente setzen und Revisionsöffnungen dort vorsehen, wo man später leicht hinkommt.
- 05Druckprobe der Wasserleitungen noch vor dem Verputzen und Verfliesen.
- 06Schlitze verputzen und die Wände für Fliesen und weitere Oberflächen vorbereiten.
- 07Nach dem Verfliesen Sanitärobjekte, Armaturen und Eckventile montieren.
- 08Vor der Übergabe kontrollieren, ob alles funktioniert, die Verbindungen dicht sind und der Abfluss richtig Gefälle hat.
5 häufige Fehler
Hat die Abwasserleitung zu wenig Gefälle, setzt sich Schmutz ab und es beginnt zu riechen. Das Gefälle gehört schon bei der Montage mit der Wasserwaage geprüft, nicht erst, wenn das Rohr verschlossen ist.
Zeigt sich eine Undichtheit erst nach dem Verfliesen, muss die fertige Arbeit wieder aufgestemmt werden. Die Druckprobe kommt daher immer vor dem Verputzen.
Sind Absperrventile und Verbindungen nicht erreichbar, werden jede spätere Reparatur und Wartung deutlich aufwendiger.
Ein voller Boiler oder ein belastetes WC braucht eine ausreichend tragfähige Wand oder eine ordentliche Verankerung. Sonst kann sich die Konstruktion lockern.
Ist die Leitung zu dünn und wird an mehreren Stellen gleichzeitig Wasser entnommen, sinkt der Durchfluss. Am deutlichsten merkt man das, wenn Dusche und Waschmaschine gleichzeitig laufen.
Woraus Wasserleitungen bestehen und wann sich der Austausch lohnt
Wohnen Sie im Altbau, etwa in einem Gründerzeithaus, oder in einem Haus aus der Nachkriegszeit? Dann fließt Ihr Trinkwasser wahrscheinlich durch Rohre aus verzinktem Stahl. Nach Jahrzehnten rosten diese Rohre von innen und wachsen mit Kalk zu. Von außen sieht das Rohr unverändert aus, innen bleibt aber immer weniger Platz für das Wasser. Sie merken das, wenn jemand die Badewanne einlässt und der Strahl in der Küche plötzlich deutlich schwächer wird. Nach dem Urlaub läuft erst einmal bräunliches Wasser aus dem Hahn, und an den Gewindeverbindungen bilden sich Tropfen. Wird Bad oder Küche saniert, tauscht man alte Stahlleitungen deshalb meist komplett und nicht stückweise.
In sehr alten Gebäuden findet man manchmal noch Bleirohre. Sie erkennen sie an der matten grauen Farbe und daran, dass sich das weiche Metall leicht einritzen lässt. Blei gehört nicht ins Trinkwasser, und auch in Österreich gelten dafür strenge Grenzwerte. Alte Bleileitungen sollten deshalb in jedem Fall getauscht werden. Wenn Sie unsicher sind, fragen Sie Ihren Wasserversorger oder lassen Sie eine Wasserprobe untersuchen.
Bei neuen Leitungen begegnen Ihnen heute vor allem drei Materialien:
- Polypropylen (PPR): Der Installateur verschweißt Rohre und Formstücke miteinander. Die Verbindung hält gut, und das Material ist günstig. Bei Warmwasser dehnt sich das Rohr aber spürbar aus. Deshalb braucht es Platz, um sich zu bewegen, Fachleute sprechen von Dehnungsausgleich, und eine passende Befestigung.
- Mehrschichtverbundrohre: ein Kunststoffrohr mit einer Aluminiumschicht in der Mitte. Es lässt sich biegen, dehnt sich beim Erwärmen weniger aus, und die Verbindungen werden verpresst. Auch in Österreich ist es bei Sanierungen sehr verbreitet und passt in den Estrich ebenso wie in die Wand oder in eine Vorwand aus Trockenbau.
- Kupfer: robust und sehr langlebig, aber teurer und aufwendiger zu verbinden. Man sieht es heute seltener, oft dort, wo Leitungen sichtbar bleiben.
Für das Abwasser im Haus nimmt man Kunststoffrohre aus Polypropylen, die heißes Wasser vertragen. Im Erdreich und außen liegen dickwandige Kanalrohre, die genau für die Verlegung in der Erde gemacht sind.
Noch ein Punkt, der gern übersehen wird: Arbeiten an der Trinkwasserinstallation gehören in die Hände eines befugten Installateurs mit Gewerbeberechtigung. Manche Wasserversorger verlangen zudem, dass Arbeiten am Hausanschluss nur bestimmte Betriebe durchführen. Fragen Sie Ihren Professionisten danach, bevor Sie den Auftrag vergeben.
Druck, Filter und hartes Wasser
Direkt hinter den Wasserzähler gehört ein Filter. Er fängt Sand und Schmutz aus dem öffentlichen Netz ab, bevor sie Armaturen und Geräte erreichen. Am verbreitetsten sind Rückspülfilter, die Sie etwa alle paar Monate kurz durchspülen. Ein Filter, den jahrelang niemand wartet, wird selbst zur Schmutzquelle. Ist der Druck im Netz hoch, kommt hier auch ein Druckminderer hin. Warum ist das wichtig? Zu hoher Druck belastet ständig Armaturen, Spülkästen, Boiler und Waschmaschine, und sie halten dann kürzer. Zu niedrigen Druck merken Sie unter der Dusche, vor allem im oberen Stock eines Einfamilienhauses.
In vielen Regionen Österreichs ist das Wasser hart. Kalk setzt sich im Boiler, in Armaturen, Strahlreglern und Duschköpfen ab, und der Speicher heizt schlechter. Dagegen hilft eine Enthärtungsanlage oder eine Dosieranlage mit Polyphosphat, die hinter den Filter kommt. Was zu Ihnen passt, hängt von der Wasserhärte ab. Ihr Wasserversorger oder Ihre Gemeinde veröffentlicht sie meist im Internet, üblicherweise in Grad deutscher Härte (°dH). Alternativ genügt ein einfacher Teststreifen aus dem Baumarkt.
In neueren Installationen gibt es oft keine durchgehende Leitung mit Abzweigen mehr, sondern einen Verteiler. Von ihm führt zu jedem Waschtisch, jeder Dusche und jedem WC ein eigenes Rohr. So schwankt der Druck weniger, wenn an mehreren Stellen gleichzeitig Wasser läuft, und Sie können jeden Strang einzeln absperren, etwa wenn eine Armatur getauscht wird.
Wo die Anschlüsse aus der Wand kommen
Wo genau die Wasseranschlüsse aus der Wand kommen, hängt von den konkreten Sanitärobjekten ab. Suchen Sie Waschtisch, Armaturen und WC deshalb aus, bevor der Installateur Schlitze stemmt oder die Vorwand stellt. Zur Orientierung: Anschlüsse für Waschtisch und Küchenspüle liegen meist etwa einen halben Meter über dem Boden, für die Wannenarmatur einige Dutzend Zentimeter über dem Wannenrand und für die Duscharmatur ungefähr auf einem Meter Höhe. Verbindlich ist aber das Datenblatt des Herstellers. Bei Unterputzarmaturen und WC-Vorwandelementen ist das besonders wichtig, weil sie eine genaue Einbautiefe und Höhe verlangen.
Warmwasser liegt von vorn gesehen meist links, Kaltwasser rechts. Bei einer Wandarmatur müssen die beiden Anschlüsse den Abstand haben, für den Armaturen gebaut werden, und exakt waagrecht nebeneinander sitzen. Häufig sieht man, dass die Anschlüsse zu weit aus den Fliesen ragen oder zu tief in der Wand stecken. Die Armatur liegt dann nicht an der Wand an, und die Lösung mit Verlängerungen sieht nicht schön aus. Sprechen Sie Installateur und Fliesenleger deshalb vorher gemeinsam auf die fertige Wandstärke an.
In der Küche sitzen die Anschlüsse so, dass Sie unter der Spüle gut hinkommen und die Laden im Unterschrank nicht blockiert werden. Für Waschmaschine und Geschirrspüler plant man ein Geräteventil mit Rückflussverhinderer und einen Abwasseranschluss mit Siphon, der Kanalgeruch zurückhält.
Abwasser: Gefälle, Belüftung und Geräusche
Die Abwasserleitung muss gleichmäßig zum Fallstrang hin abfallen. Sie darf weder Stellen haben, an denen sie wieder ansteigt, noch Durchhänger, in denen Wasser stehen bleibt und sich Schmutz sammelt. Der WC-Anschluss hat den größten Durchmesser, und seine Leitungsführung wird zuerst geplant, weil er sich am schwersten verschieben lässt. Die anderen Abflüsse schließt man mit schrägen Abzweigen in Fließrichtung an ihn oder direkt an das Fallrohr an.
Die Entwässerung braucht Luft. Rauscht viel Wasser durch das Fallrohr, entsteht ein Unterdruck, der das Wasser aus den Siphons saugen kann. Ein leerer Siphon lässt den Weg aus dem Kanal in die Wohnung offen, und im Bad fängt es an zu riechen. Fallrohre werden deshalb über das Dach entlüftet, und bei längeren Abwasserleitungen setzt man ein Belüftungsventil.
Im Mehrparteienhaus geht es auch um Lärm. Ein Fallrohr aus Kunststoff kann das Rauschen des Wassers durch das ganze Haus tragen. Abhilfe schaffen schallgedämmte Rohrsysteme, eine Dämmummantelung und elastische Rohrschellen, die das Rohr nicht starr mit der Wand verbinden. Für den Schallschutz gibt es eigene Anforderungen in den ÖNORMen und OIB-Richtlinien, ein guter Installateur kennt sie.
Steigleitungen und Wasserzähler im Mehrparteienhaus
Die Steigleitungen für Wasser und Abwasser gehören im Mehrparteienhaus zu den allgemeinen Teilen des Hauses. Sie tauschen sie also nicht selbst aus. Das organisiert die Hausverwaltung oder die Wohnungseigentümergemeinschaft nach dem WEG 2002, meist für einen ganzen Strang oder eine ganze Stiege auf einmal. Fragen Sie deshalb vor der Badsanierung nach, ob ein Austausch der Steigleitungen geplant ist. Wenn ja, lohnt es sich, die eigene Sanierung zeitlich darauf abzustimmen. Als Mieter klären Sie jede Änderung an der Installation ohnehin vorher mit dem Vermieter. Und wenn laute Arbeiten wie das Stemmen von Schlitzen anstehen, informieren Sie die Hausverwaltung und die Nachbarn rechtzeitig.
In manchen Häusern aus den 1960er bis 1980er Jahren, auch in großen Wohnhausanlagen, bestehen die Abwasserfallrohre aus Asbestzement. Ein normaler Installateur darf ein solches Rohr bei der Wohnungssanierung weder schneiden noch ausbauen. Das dürfen nur Fachfirmen, die für Asbestsanierung befugt und entsprechend ausgerüstet sind.
Wohnungswasserzähler und Absperrventile an der Zuleitung zur Wohnung sind meist verplombt. Oft gehören die Zähler der Hausverwaltung oder einer Ablesefirma, die sie auch abliest und nach Ablauf der Eichfrist tauscht. Möchten Sie sie versetzen, sprechen Sie zuerst mit der Hausverwaltung. Die Absperrventile kommen dorthin, wo Sie sie über eine Revisionsöffnung erreichen, und vor jeder Arbeit an den Leitungen wird geprüft, ob sie wirklich dicht schließen.
Warmwasser: Boiler, Durchlauferhitzer und Erwärmung über die Heizung
In Wohnungen ist oft ein elektrischer Boiler eingebaut. Seine Größe richtet sich nach der Zahl der Personen im Haushalt und danach, ob Sie baden oder nur duschen. Auf der Kaltwasserseite braucht er ein Sicherheitsventil. Tropft daraus beim Aufheizen Wasser, ist das kein Defekt: Warmes Wasser dehnt sich aus, und der Überschuss muss irgendwohin. Das Ventil wird deshalb an den Abfluss angeschlossen und nie verschlossen.
Im Boiler sitzt eine Magnesium-Schutzanode, die den Behälter vor Rost schützt. Sie verbraucht sich mit der Zeit und wird nach einigen Jahren getauscht. Bei hartem Wasser entfernt man dabei gleich den Kalk vom Behälterboden. Wer die Anode regelmäßig wechselt, hat Jahre länger etwas von seinem Boiler.
Haben Sie eine Gastherme oder eine Wärmepumpe, wird das Wasser meist indirekt in einem Speicher erwärmt, der an die Heizung angeschlossen ist. An Gastherme und Gasleitungen darf nur ein dafür konzessionierter Installateur arbeiten. Riechen Sie Gas, betätigen Sie keine Schalter, machen Sie kein Feuer, öffnen Sie die Fenster, verlassen Sie das Haus und rufen Sie von draußen den Gasnotruf 128 oder den allgemeinen Notruf 112 an. Wenn Sie ohnehin über eine neue Heizung nachdenken, lassen Sie sich von Ihrem Installateur oder einer Energieberatung zeigen, was für Ihr Haus sinnvoll ist und welche Förderungen von Bund und Land in Frage kommen, etwa der Sanierungsbonus oder „Raus aus Öl und Gas“.
Ein Durchlauferhitzer erwärmt Wasser nur, während es läuft. Er hat keinen Vorrat, braucht aber eine hohe Anschlussleistung, und die Elektroinstallation muss dafür ausgelegt sein. Den Anschluss übernimmt ein konzessionierter Elektrotechniker. Bei langen Warmwasserleitungen lohnt sich eine Zirkulation, damit warmes Wasser sofort aus der Armatur kommt und Sie nicht lange laufen lassen müssen. Warmwasser sollte regelmäßig ausreichend heiß werden, bei zentralen Speichern üblicherweise rund 60 °C, denn in lauwarmem, lange stehendem Wasser können sich Bakterien wie Legionellen vermehren. In größeren Wohnhausanlagen mit zentraler Warmwasserbereitung sollte das Wasser regelmäßig darauf untersucht werden, darum kümmert sich in der Regel die Hausverwaltung.
Wasser im Garten und Schutz vor Frost
Den Außenwasserhahn und die Leitungen in den Garten plant man so, dass Sie sie im Winter entleeren können. Dazu gehören ein eigenes Absperrventil im Haus und ein Entleerungsventil an der tiefsten Stelle. Es gibt auch frostsichere Außenarmaturen. Sie sperren das Wasser tief in der Wand ab, im warmen Teil des Mauerwerks, sodass im Außenteil kein Wasser stehen bleibt. Bei einer Fassade mit Vollwärmeschutz achten Sie darauf, dass die Armatur lang genug ist und die Dämmung sauber angeschlossen wird.
Wenn Sie viel Gartenwasser brauchen, fragen Sie bei Ihrer Gemeinde nach einem eigenen Gartenwasserzähler. In manchen Gemeinden wird für Wasser, das nachweislich nicht in den Kanal fließt, keine oder eine geringere Kanalgebühr verrechnet. Die Bedingungen legt jede Gemeinde selbst fest.
Leitungen, die durch unbeheizte Räume führen, also durch Keller, Garage oder einen Hohlraum unter dem Boden, werden gedämmt. Liegt der Wasserzähler in einem Schacht im Garten, muss dieser tief genug und gut abgedeckt sein, damit der Zähler im Winter nicht einfriert.
Wasserschäden und wie Sie ihnen vorbeugen
Ein Wasserschaden gehört zu den ärgerlichsten und teuersten Schäden. Das Wasser zerstört Boden und Wände und oft auch die Wohnung darunter. Wo kommt es meistens her? Von den Flexschläuchen, die zu den Armaturen führen, von den Anschlüssen an Waschmaschine und Geschirrspüler und von Rohren, die bei Frost geplatzt sind. Flexschläuche tauscht man deshalb nach einigen Jahren vorsorglich, solange sie noch dicht sind. Für Waschmaschine und Geschirrspüler lohnen sich Schläuche mit Aquastop.
Zusätzlich gibt es einen Leckageschutz. Sensoren am Boden neben der Waschmaschine, unter der Spüle und im Bad erkennen Wasser und schließen selbstständig das Hauptventil. Und wenn Sie länger verreisen, drehen Sie die Hauptwasserzufuhr der Wohnung ab. Das dauert einen Moment und erspart viel Ärger. Werfen Sie außerdem einen Blick in Ihre Eigenheim- oder Haushaltsversicherung: Leitungswasserschäden sind meist abgedeckt, manche Verträge verlangen aber, dass ungenutzte Leitungen abgesperrt und im Winter entleert werden.
Anleitung für Heimwerker: verstopften Siphon und Strahlregler reinigen
Läuft Ihr Waschbecken nur langsam ab oder kommt aus der Armatur nur ein dünner Strahl, können Sie das oft ohne Installateur beheben. Sie brauchen einen Kübel, einen Fetzen und etwas Geduld.
- Kübel und Fetzen unter den Siphon des Waschbeckens stellen.
- Den unteren Teil des Siphons oder die Überwurfmuttern am Bogen von Hand lösen und den Siphon vorsichtig abnehmen.
- Schmutz, Haare und Ablagerungen entfernen, den Siphon mit warmem Wasser ausspülen und die Dichtungen ansehen.
- Wenn möglich, eine Rohrreinigungsspirale in den Abfluss in der Wand schieben und die Verstopfung weiter hinten lösen.
- Den Siphon wieder zusammensetzen, die Muttern von Hand anziehen und Wasser laufen lassen. Prüfen, ob die Verbindungen dicht sind.
- Den Strahlregler (Perlator) vorn am Auslauf der Armatur abschrauben, bei Bedarf mit einer Zange über einem Fetzen, damit nichts verkratzt.
- Den Strahlregler einige Stunden in Essig oder Entkalker legen, die Siebe ausspülen und ihn wieder aufschrauben.
- Aggressive chemische Abflussreiniger nur im Ausnahmefall verwenden. Sie greifen Dichtungen an und bleiben bei einer vollständigen Verstopfung in der Leitung stehen.
So nehmen Sie die Sanitärinstallation ab
- Sie haben ein Protokoll der Druckprüfung, die vor dem Verschließen von Wand und Boden gemacht wurde
- Sie haben Fotos der Leitungen in Wand und Boden mit Maßen zu Ecken und Fußboden
- Hauptabsperrventil und die Absperrungen der einzelnen Stränge sind zugänglich und beschriftet
- Aus allen Armaturen kommt ein kräftiger Strahl, auch wenn an mehreren Stellen gleichzeitig Wasser läuft
- Die Abflüsse laufen zügig ab, ohne zu gluckern, und aus den Siphons riecht es nicht
- Unter Waschtisch und Spüle und neben der Waschmaschine bleibt es trocken, auch nach einigen Minuten Wasserlauf
- Das Sicherheitsventil des Boilers ist an den Abfluss angeschlossen
- Die Arbeiten hat ein befugter Installateur mit Gewerbeberechtigung ausgeführt
Häufige Fragen
Ein Anschluss für Kalt- und Warmwasser kostet laut aktueller Preisliste 50,00 € pro Punkt Arbeitsleistung. Der Abwasseranschluss wird separat mit 35,70 € pro Punkt verrechnet.
Die Montage eines Geberit-Elements oder eines vergleichbaren Unterputzsystems kostet 131,40 € pro Stück. Die Verkleidung der Vorwand und die WC-Schale werden extra kalkuliert.
Formal verpflichtend wie die Überprüfung einer Gasanlage ist sie nicht. Trotzdem gehört sie üblicherweise zur Übergabe, und es lohnt sich, darauf zu bestehen, weil sie zeigt, dass die Leitungen dicht sind, bevor sie hinter Putz und Fliesen verschwinden.
Vor allem die Anzahl der Anschlüsse und die Länge der Leitungen. Dazu kommt, in welchen Untergrund geschlitzt wird und wie viele Sanitärobjekte und Armaturen montiert werden.
Bei den meisten Wannen macht man das nicht. Die Untermauerung stabilisiert die Wanne und verhindert, dass sich Bewegungen auf Fliesen und Silikonfugen übertragen. Deshalb gehört sie zu jeder üblichen Montage.
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