Preisverzeichnis 2026 · Österreich

Elektroboiler bis 120 l montieren und anschließen

Der Elektroboiler ist in Österreich nach wie vor eine sehr verbreitete Lösung für Warmwasser: in Wohnungen ohne zentrale Warmwasserbereitung, in älteren Mehrparteienhäusern, in Einfamilienhäusern mit Nachtstrom und in Ferienhäusern.

Aktualisiert 09/2026·11 Min. Lesezeit·25 Positionen im Preisverzeichnis
Preis Standardleistung
€ 262,20/ Stk.
Richtwert-Spanne
€ 209,76 - € 340,86
Preis nur für diese konkrete Leistung - ohne Material und ohne Vorarbeiten. Kein Preis für den Gesamtauftrag.
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Aktualisierte Preise
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Preisverzeichnis Bauarbeiten: Elektroboiler bis 120 l montieren und anschließen

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Sanitärinstallation25 Positionen

Alle angegebenen Preise sind Nettopreise, zuzüglich gegebenenfalls anfallender Umsatzsteuer. Der Arbeitspreis enthält nur die Arbeit. Der Preis mit Material enthält zusätzlich Hilfsmaterial (Kleber, Grundierung, Dichtstoffe, Befestigungsmaterial). Wandfliesen, Bodenfliesen, Bodenbeläge, Farbe und Sanitärobjekte wählt und kauft der Kunde selbst, sie sind nicht enthalten.

PositionEHPreis / EHMengeSumme
Sanitärarbeiten
Aufhängen und Anschluss Elektroboiler bis 120 lStk.€ 262,20 / Stk.Stk.Menge eingeben-
Montage Vorwandelement für Hänge-WC (im Steigstrangschacht)Stk.Stk.-
Montage und Einbau RevisionsklappeStk.€ 62,10 / Stk.Stk.Menge eingeben-
Vorwandelement Geberit (Duofix / Kombifix) montierenStk.€ 165,60 / Stk.Stk.Menge eingeben-
Montage und Ummauerung der BadewanneStk.€ 124,20 / Stk.Stk.Menge eingeben-
Montage KeramikwaschbeckenStk.€ 69,00 / Stk.Stk.Menge eingeben-
DuschwannenmontageStk.€ 179,40 / Stk.Stk.Menge eingeben-
Montage Glas-DuschabtrennungStk.Stk.-
Montage StandarmaturStk.€ 48,30 / Stk.Stk.Menge eingeben-
Montage Wand-Wannen- / DuscharmaturStk.€ 89,70 / Stk.Stk.Menge eingeben-
Unterputz-Grundkörper (iBox) für Dusche setzenStk.Stk.-
Montage Unterputz-ArmaturStk.Stk.-
Abgang für Kalt- und WarmwasserStk.€ 48,30 / Stk.Stk.Menge eingeben-
Abwasseranschluss herstellen (Innenentwässerung)Stk.€ 34,50 / Stk.Stk.Menge eingeben-
Montage Wasch-/Spülmaschinenventil und SiphonStk.Stk.-
Montage Hauswasserfilter am WassereintrittStk.€ 75,90 / Stk.Stk.Menge eingeben-
Verlegung Warmwasserzirkulationlfmlfm-
Druckprüfung der TrinkwasserinstallationStd.Std.-
Schlitzen für Sanitärinstallation (Beton)lfm€ 40,00 / lfmlfmMenge eingeben-
Wandschlitze nach Sanitärinstallation verschließenlfm€ 11,75 / lfmlfmMenge eingeben-
Montage und Einbau UnterputzkörperStk.€ 131,10 / Stk.Stk.Menge eingeben-
Montage Duschrinne + EinbetonierenStk.Stk.-
Montage EckventileStk.€ 17,95 / Stk.Stk.Menge eingeben-
Setzen Geräteventil für Trockner/Waschmaschine + AbflussStk.€ 75,90 / Stk.Stk.Menge eingeben-
Anschluss der Leitung an Gusseisen-FallstrangStk.Stk.-
Summe Arbeit
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Was die Montage umfasst

Die Position in der Preisliste umfasst das Aufhängen und Anschließen eines Elektroboilers mit bis zu 120 Litern Inhalt an der Wand. Typischerweise gehören dazu:

  • Prüfung der Wand und Auswahl passender Dübel oder Anker nach Wandbaustoff und Gewicht des Boilers,
  • Setzen der Aufhängeschiene oder der Wandschrauben und Einhängen des Boilers,
  • Anschluss an Kalt- und Warmwasser über Flexschläuche oder feste Verbindungen,
  • Einbau der Sicherheitsventilkombination im Kaltwasserzulauf und Anschluss des Dehnwasserablaufs,
  • Befüllen des Boilers, Entlüften und Dichtheitskontrolle aller Verbindungen,
  • Anschluss an die vorbereitete Stromzuleitung und erste Inbetriebnahme,
  • Einstellen der Temperatur und Einweisung in Bedienung und Wartung.

Nicht enthalten sind der Boiler selbst, ein neuer Stromkreis vom Verteiler, Stemmarbeiten für Schlitze, neue Wasserleitungen sowie ein Druckminderer oder ein Ausdehnungsgefäß, falls diese ergänzt werden müssen. Die Demontage und Entsorgung des alten Boilers ist eine eigene Position.

Wann ein Boiler montiert oder getauscht wird

Ein neuer Boiler wird bei der Sanierung von Bad oder Wohnung montiert, wenn Leitungen und Fliesen fertig sind. Schon vor dem Verfliesen sollte feststehen, wo der Boiler hängen wird, damit Wasser- und Stromanschlüsse an der richtigen Stelle sitzen und die Wand dort tragfähig ist.

Getauscht wird ein alter Boiler, wenn der Behälter undicht wird, das Wasser rostig ist oder der Boiler auch nach dem Entkalken nur noch langsam aufheizt. In der Praxis bemerken viele Eigentümer das Problem erst, wenn es unter dem Boiler zu tropfen beginnt. Ist der Innenbehälter durchgerostet, lohnt sich keine Reparatur mehr, dann wird der ganze Boiler ersetzt.

Vor der Montage sollte vorbereitet sein:

  • Tragfähige Wand. Vollziegel, Beton oder ein voller Mauerstein. Bei Gipskarton, Porenbeton oder Hochlochziegeln braucht es eine Verstärkung oder spezielle Anker.
  • Wasseranschlüsse. Kalt- und Warmwasser mit Absperrventilen in der richtigen Höhe.
  • Ablauf für das Sicherheitsventil. Ein Abfluss oder Siphon in der Nähe, in den das Dehnwasser abgeleitet werden kann, das beim Aufheizen aus dem Ventil tropft.
  • Stromzuleitung. Ein eigener, passend abgesicherter Stromkreis entsprechend der Leistung des Boilers, idealerweise vom Elektriker bei der Sanierung vorbereitet.
  • Platz für die Wartung. Unter dem Boiler muss Platz zum Ausbauen des Heizflansches und zum Tausch der Anode bleiben, sonst ist jede Wartung nur mit Abnehmen des ganzen Geräts möglich.

Ablauf der Montage Schritt für Schritt

Wand prüfen und befestigen

Die Hersteller schreiben vor, den Boiler nur an einer Wand aufzuhängen, die ihn samt Wasserfüllung sicher trägt. In den Montageanleitungen werden Mindestdurchmesser für die Wandschrauben angegeben, bei schwachen Wänden ist eine Verstärkung nötig. Manche Anleitungen empfehlen Befestigungen, die ein Mehrfaches des Gewichts des gefüllten Boilers aufnehmen. Der Monteur bohrt die Löcher nach dem Abstand der Aufhängung, setzt die Dübel oder Anker und hängt den Boiler ein. Bei größeren Geräten ist das Arbeit für zwei Personen.

Kaltwasseranschluss und Sicherheitsventil

Im Kaltwasserzulauf wird eine geprüfte Sicherheitsventilkombination eingebaut. Sie besteht üblicherweise aus Absperrventil, Prüfventil, Rückflussverhinderer, Entleerungsventil und Membransicherheitsventil mit Dehnwasserablauf. Zwischen Sicherheitsventil und Kaltwasserzulauf des Boilers darf laut Herstellern kein Absperrventil und keine sonstige Drosselung eingebaut werden. Würde jemand ein solches Ventil schließen, könnte der Druck beim Aufheizen nicht entweichen. Bei den üblichen druckfesten Boilern mit 6 bar Nenndruck spricht das Sicherheitsventil unter diesem Wert an. Die Absperrung sitzt immer vor dem Sicherheitsventil, nie dahinter.

Druckminderer

Ist der Leitungsdruck zu hoch, tropft das Sicherheitsventil ständig. Der österreichische Hersteller Austria Email gibt für Boiler mit 6 bar Nenndruck einen Leitungsdruck von höchstens 5,5 bar an, darüber ist ein Druckminderer im Kaltwasserzulauf einzubauen. Der Druck lässt sich einfach mit einem Manometer an einem Auslaufventil messen. In Mehrparteienhäusern und in tiefer gelegenen Ortsteilen mit hohem Netzdruck ist ein Druckminderer oft unumgänglich.

Ablauf des Sicherheitsventils

Beim Aufheizen dehnt sich das Wasser aus, und das Sicherheitsventil lässt eine kleine Menge ab. Der Ablauf muss offen, sichtbar und frostgeschützt sein und mit stetigem Gefälle nach unten führen. Das Dehnwasser wird über einen Ablauftrichter mit Siphon oder über eine Leitung in den Abfluss geführt. Der Ablauf darf niemals verschlossen werden. Gibt es keine Möglichkeit, das Wasser abzuleiten, lassen manche Hersteller ein Ausdehnungsgefäß für Trinkwasser im Zulauf zu, das das Tropfen deutlich reduziert.

Warmwasseranschluss und Befüllen

Der Warmwasserausgang wird an die Leitung angeschlossen. Vor dem endgültigen Anschluss wird die Kaltwasserzuleitung durchgespült. Dann wird der Kaltwasserzulauf geöffnet und an der nächsten Armatur der Warmwasserhahn aufgedreht. Der Boiler wird befüllt, bis aus dem Hahn Wasser ohne Luftblasen fließt. Erst dann ist er voll. Anschließend werden alle Verbindungen kontrolliert, keine darf tropfen.

Elektrischer Anschluss und erste Inbetriebnahme

Der Strom wird erst nach dem Befüllen zugeschaltet. Ein Heizstab, der im leeren Boiler eingeschaltet wird, ist nach wenigen Minuten zerstört. Den Anschluss übernimmt der Elektriker. Der Boiler wird an einen eigenen, abgesicherten Stromkreis mit Schutzleiter und FI-Schutzschalter angeschlossen und muss allpolig vom Netz getrennt werden können. Die Hersteller geben den Leitungsquerschnitt nach der Leistung des Heizstabs vor. Nach dem Einschalten wird geprüft, ob die Kontrollleuchte für das Aufheizen leuchtet, und die Temperatur wird eingestellt. Das erste Aufheizen sollte beobachtet werden.

Anleitung für Heimwerker: Boiler gegen gleichen Typ tauschen

Wird ein alter Boiler gegen einen neuen mit gleichem Aufhängungs- und Anschlussabstand getauscht und bleibt die Stromzuleitung unverändert, kann ein geschickter Heimwerker den wasserseitigen Teil erledigen. Den elektrischen Anschluss überlassen Sie jedoch einem befugten Elektrotechnikbetrieb. Ablauf:

  1. Den Leitungsschutzschalter des Boilers ausschalten und prüfen, dass an den Klemmen keine Spannung anliegt.
  2. Den Kaltwasserzulauf schließen und den Warmwasserhahn an einer Armatur öffnen.
  3. Den alten Boiler über das Entleerungsventil der Sicherheitsventilkombination in den Abfluss entleeren.
  4. Die Schläuche lösen und den Boiler mit einem Helfer von der Wand nehmen.
  5. Die Befestigung prüfen und bei Bedarf neue Anker nach dem Lochabstand des neuen Boilers setzen.
  6. Den neuen Boiler einhängen und das Kaltwasser über eine neue Sicherheitsventilkombination anschließen.
  7. Das Warmwasser anschließen und die Dichtungen kontrollieren.
  8. Den Boiler befüllen, bis aus dem Warmwasserhahn Wasser ohne Luft fließt.
  9. Alle Verbindungen prüfen und erst danach den Elektriker die Stromversorgung anschließen lassen.

Die Sicherheitsventilkombination wird beim Boilertausch in der Regel ebenfalls erneuert. Das alte Ventil ist oft verkalkt und öffnet womöglich nicht mehr rechtzeitig.

Materialien und Varianten

Senkrechter und waagrechter Boiler

Am häufigsten ist der senkrechte Hängespeicher. Ein waagrechter Boiler wird gewählt, wo wenig Höhe zur Verfügung steht, etwa über einer Tür oder unter der Decke. Nicht jeder Boiler darf in beiden Lagen montiert werden, für die liegende Montage gibt es meist eigene Modelle. Das steht in der Anleitung des Herstellers. Flachspeicher sind eine Option für schmale Nischen.

Inhalt

Für eine Wohnung mit zwei Personen werden oft 80 Liter gewählt, für eine Familie mit Dusche und Badewanne 100 bis 120 Liter. Mehr Inhalt bedeutet längere Aufheizzeit, höhere Wärmeverluste und mehr Gewicht an der Wand.

Kombispeicher

Neben dem elektrischen Heizstab hat er einen Wärmetauscher, über den das Wasser auch vom Heizkessel erwärmt werden kann. Das passt in ein Haus mit Holz-, Pellets- oder Gasheizung, in dem das Wasser im Sommer elektrisch erwärmt wird. Die Einbindung in die Heizung ist Arbeit für den Heizungsinstallateur und nicht Teil der normalen Boilermontage.

Aufheizen mit Nachtstrom

Mit einem Doppeltarifzähler oder einem eigenen Zähler für den Boiler kann dieser nur im Niedertarif heizen, meist in den Nachtstunden. Geschaltet wird klassisch über den Rundsteuerempfänger des Netzbetreibers und ein Schütz im Verteiler, bei neueren Anlagen zunehmend über den Smart Meter. Die Schaltzeiten und Tarife legen Netzbetreiber und Stromlieferant fest, sie unterscheiden sich je nach Region. Bei der Planung ist ein ausreichend großer Inhalt wichtig, damit das Warmwasser bis zum nächsten Aufheizen reicht.

Standort des Boilers

Die Hersteller empfehlen, den Boiler möglichst nahe an der Stelle zu montieren, an der am meisten Warmwasser gezapft wird. Bei langen Leitungen kühlt viel Wasser im Rohr aus, und es dauert, bis warmes Wasser kommt. Ein Boiler im Bad über der Waschmaschine oder im Abstellraum neben dem Bad ist daher besser als einer am anderen Ende der Wohnung. Im Badezimmer sind allerdings die Schutzbereiche rund um Badewanne und Dusche einzuhalten, die die elektrotechnischen Vorschriften für Feuchträume festlegen. Bei der Montage in einem engen Abstellraum oder über einer abgehängten Decke sollte vorab geklärt werden, ob sich der Boiler später ohne Stemmarbeiten abnehmen und tauschen lässt.

Häufige Fehler aus der Praxis

  • Boiler an ungeeigneter Wand. In der Praxis wird der Boiler mitunter an Gipskarton oder einer alten Hohlziegelwand aufgehängt und beginnt sich nach einiger Zeit herauszulösen.
  • Absperrung zwischen Boiler und Sicherheitsventil. Das Ventil ist dann nutzlos, beim Aufheizen droht gefährlicher Überdruck.
  • Dehnwasserablauf nicht an den Abfluss angeschlossen. Das Wasser tropft auf den Boden oder hinter die Fliesen.
  • Verschlossenes Sicherheitsventil. Das Tropfen wird durch Verstopfen des Ablaufs gelöst. Richtig ist, den Leitungsdruck zu messen und einen Druckminderer oder ein Ausdehnungsgefäß zu ergänzen.
  • Einschalten ohne Wasser. Der Heizstab ist schon vor der ersten Nutzung defekt.
  • Anschluss über Verlängerungskabel oder zu schwache Leitung. Die Leitung überhitzt, vor allem bei langem Aufheizen.
  • Kein Platz für die Wartung. Der Boiler ist so eingebaut, dass die Anode ohne Abnehmen nicht getauscht werden kann.
  • Vernachlässigte Anode. Nach einigen Jahren ist die Anode aufgebraucht, und der Behälter beginnt zu rosten.

Wer den Boiler anschließen darf

Den wasserseitigen Anschluss übernimmt ein Installateur mit Gewerbeberechtigung für Gas- und Sanitärtechnik. Der feste elektrische Anschluss ist laut Herstellern Sache von qualifiziertem Fachpersonal, und Elektrotechnik ist in Österreich ein reglementiertes Gewerbe. Arbeiten an der festen Installation, also neue Leitung, neue Sicherung oder feste Klemmverbindung, gehören in die Hände eines befugten Elektrotechnikbetriebs. Nur kleine Boiler mit Schukostecker dürfen Sie selbst an einer vorhandenen, intakten Steckdose anstecken. Wird für den Boiler ein neuer Stromkreis vom Verteiler errichtet, gehören eine Prüfung und ein Elektrobefund dazu. Im Bad gelten für elektrische Geräte die Regeln der Schutzbereiche um Wanne und Dusche, die der Elektriker kennt. Manche Hersteller knüpfen die Garantie an eine fachgerechte Montage und an dokumentierte Anodenkontrollen, lassen Sie sich die Montage daher von der Firma bestätigen. Für den reinen Boilertausch ist in der Regel keine Bewilligung nötig, im Zweifel klären Sie das mit der Baubehörde Ihrer Gemeinde.

Wie Sie die fertige Montage prüfen

  • der Boiler hängt lotrecht und bewegt sich bei Druck nicht,
  • die Sicherheitsventilkombination sitzt im Kaltwasserzulauf, zwischen ihr und dem Boiler gibt es keine Absperrung,
  • der Ablauf des Sicherheitsventils führt in den Abfluss und ist nicht verschlossen,
  • die Verbindungen sind auch nach dem ersten Aufheizen dicht, wenn sich das Material ausdehnt,
  • das Sicherheitsventil tropft beim Aufheizen nur wenig und nicht im durchgehenden Strahl,
  • die Kontrollleuchte leuchtet und das Wasser ist nach dem Aufheizen warm,
  • der Boiler hängt an einem eigenen Leitungsschutzschalter und die Leitung ist nicht lose verlegt,
  • unter dem Boiler ist Platz zum Ausbau des Heizflansches und zum Tausch der Anode,
  • Sie haben Anleitung, Garantieschein, Montagebestätigung und bei einem neuen Stromkreis auch den Elektrobefund.

Das Sicherheitsventil sollte regelmäßig kontrolliert werden. Austria Email empfiehlt, die Funktion monatlich zu prüfen, indem der Prüfknopf gedreht oder angehoben wird, bis Wasser ungehindert in den Ablauftrichter fließt. Schließt das Ventil nach dem Loslassen nicht wieder, wird es durch mehrmaliges Betätigen freigespült oder getauscht.

Wartung nach der Montage

Ein richtig montierter Boiler hält viele Jahre, wenn er gepflegt wird. Die Wartung ist nicht aufwendig, wird aber oft vergessen.

Anode

Die Magnesiumanode löst sich nach und nach auf und schützt so den Behälter. Ist sie aufgebraucht, greift die Korrosion den Behälter selbst an. Die Hersteller empfehlen die erste Kontrolle durch einen Fachmann nach etwa zwei Betriebsjahren, bei Austria Email ist eine dokumentierte Überprüfung spätestens alle zwei Jahre Voraussetzung für die Garantie. Bei hartem Wasser ist die Anode früher verbraucht. Ein Anodentausch kostet nur einen Bruchteil eines neuen Boilers.

Kalk

Am Heizstab und am Behälterboden lagert sich Kalk ab. Der Boiler heizt dann länger, kann beim Aufheizen rauschen und verbraucht mehr Strom. In vielen Regionen Österreichs ist das Wasser hart, dort ist eine Reinigung durch die Flanschöffnung nach ein bis zwei Betriebsjahren üblich, meist zusammen mit der Anodenkontrolle. Chemische Entkalker sollten bei emaillierten Behältern nicht verwendet werden.

Stilllegung im Winter

Bleibt ein Boiler im Ferienhaus oder in einem unbeheizten Raum über den Winter ausgeschaltet, droht Frost. Dann wird der Boiler entleert. Dafür dient das Entleerungsventil in der Sicherheitsventilkombination, sodass keine Verbindungen gelöst werden müssen.

Preis und was ihn beeinflusst

Der Arbeitspreis in der NUMIQ Preisliste liegt bei rund 260 € pro Stück für das Aufhängen und Anschließen eines Elektroboilers bis 120 Liter, inklusive Kleinmaterial. Nicht enthalten sind der Boiler selbst, die Sicherheitsventilkombination und ein Druckminderer, falls diese gekauft werden müssen. Die Preise variieren je nach Region und Stadt, in Ballungsräumen wie Wien liegen sie meist höher als im ländlichen Raum.

Den Endbetrag beeinflussen:

  • die Art der Wand und der Bedarf an Verstärkung oder speziellen Ankern,
  • ob Wasser- und Stromanschlüsse an der richtigen Stelle vorbereitet sind,
  • der Bedarf an Druckminderer, Ausdehnungsgefäß oder einem neuen Abfluss für das Sicherheitsventil,
  • Demontage und Entsorgung des alten Boilers,
  • der Zugang zur Montagestelle, zum Beispiel ein Boiler über der Tür oder in einem engen Abstellraum,
  • ein neuer Stromkreis samt Elektrobefund.

Zugehörige Arbeiten können Sie separat kalkulieren, etwa die Demontage des Warmwasserspeichers, den Einbau der Endventile oder den Elektrobefund für die Wohnung. Weitere Positionen finden Sie im Bereich Installateurarbeiten.

Häufige Fragen

Beim Aufheizen dehnt sich das Wasser aus, und das Ventil lässt einen Teil davon ab. Bei kleinen Mengen ist das normal. Tropft es ständig, auch wenn der Boiler nicht heizt, ist entweder der Leitungsdruck zu hoch oder das Ventil verkalkt oder defekt.

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