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Montage von Außenrollläden und Raffstores

Außenrollläden, Raffstores und Screens halten die Sonne auf, bevor sie auf das Glas trifft. Die Wärme kommt dadurch gar nicht erst ins Zimmer. Deshalb kühlen sie im Sommer deutlich besser als jeder Vorhang oder jedes Innenrollo.

Aktualisiert 09/2026·10 Min. Lesezeit·3 Positionen im Preisverzeichnis
Preis Standardleistung
€ 89,70/ Stk.
Richtwert-Spanne
€ 71,76 - € 116,60
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Tischler- und Schreinerarbeiten3 Positionen

Alle angegebenen Preise sind Nettopreise, zuzüglich gegebenenfalls anfallender Umsatzsteuer. Der Arbeitspreis enthält nur die Arbeit. Der Preis mit Material enthält zusätzlich Hilfsmaterial (Kleber, Grundierung, Dichtstoffe, Befestigungsmaterial). Wandfliesen, Bodenfliesen, Bodenbeläge, Farbe und Sanitärobjekte wählt und kauft der Kunde selbst, sie sind nicht enthalten.

PositionEHPreis / EHMengeSumme
Sonnenschutz
Montage Außenrollläden / -jalousienStk.€ 89,70-
Montage Gardinenstangen und VorhangschienenStk.€ 34,50-
Montage InnenjalousienStk.€ 62,10-
Summe Arbeit
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Rollladen, Raffstore oder Screen: worin der Unterschied liegt

Unter dieser Position laufen drei Systeme. Montiert werden sie ähnlich, gedacht sind sie aber für unterschiedliche Zwecke.

Außenrollläden

Der Rollladen hat einen Panzer aus Aluminiumlamellen, die sich im Kasten über dem Fenster auf eine Welle wickeln. Übliche Lamellen sind ausgeschäumt, das dämpft etwas Lärm und Wärme. Stranggepresste Lamellen sind volle Aluprofile und deutlich stabiler. Sie passen dort, wo auch Einbruchschutz ein Thema ist, etwa im Erdgeschoß. Ein Rollladen dunkelt fast vollständig ab, deshalb wählen ihn viele für das Schlafzimmer. Der Nachteil: Ist er unten, sehen Sie nicht hinaus und es kommt kaum Licht herein.

Raffstores (Außenjalousien)

Beim Raffstore lassen sich die einzelnen Lamellen wenden. Sie können also beschatten und trotzdem gestreutes Tageslicht ins Zimmer lassen. Am verbreitetsten sind C- und Z-Lamellen in verschiedenen Breiten. Z-Lamellen überlappen im geschlossenen Zustand besser und dunkeln stärker ab. Raffstores sind windempfindlicher als Rollläden und sollten bei Sturm hochgefahren sein. In Föhnlagen und in exponierten Lagen am Hang gehört zu einem motorisierten Raffstore daher fast immer ein Windwächter, der die Behänge selbstständig einfährt.

Screens (ZIP-Screens)

Ein Screen ist ein festes Gewebe, das sich in den Kasten wickelt und in Führungsschienen mit Reißverschluss läuft. Der Zipp hält das Tuch seitlich fest. So flattert es im Wind nicht und lässt auch keine Gelsen durch. Sie sehen durch den Screen hinaus, haben Schatten und eine ruhige, moderne Optik. Für große Glasflächen und Terrassentüren ist er oft die praktischste Lösung. Ganz dunkel wird es aber nur mit einem speziellen Verdunkelungsgewebe.

Wo Kasten und Führungsschienen sitzen

Bevor Sie bestellen, sollte klar sein, wohin Kasten und Schienen kommen. Davon hängen das Aussehen der Fassade, der Montageaufwand und die Frage ab, ob über dem Fenster eine Wärmebrücke entsteht.

Vorbaumontage auf der Fassade

Der Kasten wird außen über dem Fenster auf die Fassade montiert, die Schienen seitlich neben dem Fenster. Das ist die schnellste Lösung bei fertigen Häusern, an deren Dämmung niemand mehr etwas ändern will. Der Kasten bleibt sichtbar, Form und Farbe sollten daher zu Fenster oder Fassade passen. Bei Vollwärmeschutz muss durch die Dämmung bis ins tragende Mauerwerk befestigt werden, mit Distanzelementen oder eigenen Befestigungssystemen für gedämmte Fassaden. Ein Dübel nur im Styropor hält auf Dauer nicht.

Montage in der Laibung

Der Kasten sitzt unter dem Sturz, die Schienen in der Laibung, also an den seitlichen Wänden der Fensteröffnung. Die Fassade bleibt ruhiger, die lichte Fensterfläche wird aber um die Kastenhöhe kleiner. Die Laibung muss tief genug für den Kasten sein und darf nicht zu schief sein.

Unterputzkasten und Aufsatzkasten

Beim Unterputzkasten verschwindet der Kasten in der Dämmung oder im Sturz, von außen sieht man nur einen schmalen Schlitz. Das wirkt elegant, muss aber vor dem Vollwärmeschutz oder vor dem Fenstereinbau geplant werden. Der Kasten braucht eine eigene Dämmung, sonst entsteht über dem Fenster eine kalte Stelle. Daneben gibt es Aufsatzkästen, die mit dem Fenster eine Einheit bilden und gemeinsam mit ihm eingebaut werden. Nachträglich in eine fertige Dämmfassade wird ein Unterputzkasten nur selten eingebaut, weil dafür die Fassade geöffnet und wieder ausgebessert werden muss.

Bedienung: Gurt, Kurbel oder Motor

Die Bedienung entscheidet über den Komfort und darüber, was in der Wand vorbereitet sein muss.

  • Gurt: einfach und wartungsarm. Passt für kleinere Rollläden, bei großen und schweren Panzern wird das Ziehen mühsam. Innen braucht er einen Gurtwickler und eine Durchführung durch Rahmen oder Wand.
  • Kurbel: üblich bei Raffstores und Rollläden. Das Getriebe geht schräg durch Wand oder Rahmen, innen hängt eine Gelenkstange. Zuverlässig, aber im Raum sichtbar.
  • Motor: sitzt in der Welle oder in der Oberschiene des Raffstores. Bedient wird per Taster, Funkhandsender oder über die Haussteuerung. Sie können Zeiten, Fenstergruppen sowie Sonnen- und Windsensoren einstellen. Bei großen Flächen und bei Raffstores ist der Motor heute die übliche Wahl.

Ein Motor braucht ein Zuleitungskabel bis zum Fenster. Die Elektroinstallation und den Anschluss an das Hausnetz darf nur ein konzessionierter Elektrotechniker ausführen. Der Monteur für Sonnenschutz setzt den Motor ein und stellt ihn ein, das Anschließen an die Hausinstallation ist aber Sache des Elektrikers. Werden Leitungen nachträglich verlegt, laufen sie oft in einem Kabelkanal oder in einem Schlitz, der danach zugespachtelt und ausgemalt werden muss.

Was vor der Montage fertig sein muss

Ist alles vorbereitet, geht die eigentliche Montage rasch. Die meiste Zeit geht verloren, wenn sich vor Ort herausstellt, dass etwas fehlt.

  • Genaues Aufmaß. Sonnenschutz wird nach Maß gefertigt, im Nachhinein lässt sich daran kaum etwas ändern. Das Aufmaß macht in der Regel der Anbieter selbst und haftet damit auch für die Maße.
  • Kabel für den Motor. Die Zuleitung sollte vor der Montage beim Fenster liegen, idealerweise in einem Leerrohr, damit sie später tauschbar ist.
  • Zugang zu den Fenstern. Im Erdgeschoß reicht eine Leiter. Weiter oben wird aus dem Fenster, vom Gerüst oder von einer Hebebühne aus montiert. Beim Neubau und beim Vollwärmeschutz ist es klug, zu montieren, solange das Gerüst noch steht.
  • Abstimmung mit dem Spengler. Außenfensterbank und Führungsschienen müssen zusammenpassen. Liegt die Fensterbank schon, prüft der Monteur, ob die Schienen sauber darauf aufsitzen oder ausgeklinkt werden müssen.
  • Platz innen. Vorhänge, Blumentöpfe und Möbel vom Fenster wegräumen, damit gebohrt und gearbeitet werden kann.
  • Strom und Lagerfläche. Die Monteure brauchen eine Steckdose und etwas Platz zum Ablegen von Kästen und Schienen.

Außenliegender Sonnenschutz verändert das Bild der Fassade. Wohnen Sie in einer Wohnungseigentumsanlage, sprechen Sie vorher mit der Hausverwaltung oder der Eigentümergemeinschaft. Oft gibt es Vorgaben zu Farbe und Kastentyp, damit das Haus einheitlich aussieht, und manchmal ist schon ein bestimmtes System für alle Wohnungen festgelegt.

So läuft die Montage vor Ort ab

Der Ablauf unterscheidet sich je nach System, das Grundmuster ist aber gleich. Zuerst prüft der Monteur, ob das gelieferte Maß zur Öffnung passt und ob die Wände so sind wie beim Aufmaß angenommen. Dann zeichnet er Kasten und Führungsschienen an. Die Schienen müssen lotrecht und parallel zueinander stehen, sonst streift der Panzer oder das Tuch.

Danach wird gebohrt und befestigt. Die Befestigung richtet sich nach dem Mauerwerk: In Vollziegel oder Beton reicht ein üblicher Dübel, in Hochlochziegel oder Porenbeton braucht es Dübel, die in diesem Material wirklich halten. Bei Vollwärmeschutz wird durch die Dämmung in die tragende Wand befestigt, und die Bohrlöcher werden abgedichtet, damit kein Wasser in die Dämmung läuft. In den Fensterrahmen wird nur gebohrt, wenn der Fensterhersteller das zulässt. Sonst drohen Schäden am Profil und der Verlust der Garantie auf das Fenster.

Anschließend kommt der Kasten oder die Oberschiene an ihren Platz, und Panzer, Lamellenbehang oder Tuch werden in die Schienen eingefädelt. Bei Kurbel oder Gurt wird die Durchführung durch Wand oder Rahmen gebohrt und innen die Bedienung montiert. Beim Motor wird das Kabel angeschlossen und die Endlagen werden eingestellt, also die Punkte, an denen der Behang oben und unten stoppt. Stimmen sie nicht, drückt der Motor den Panzer gegen die Fensterbank oder zieht ihn zu weit in den Kasten.

Zum Schluss werden die Außenfugen versiegelt, die Abdeckungen aufgesetzt, und der Monteur fährt mehrere Testzyklen. Ein normales Fenster dauert in der Regel ein bis zwei Stunden. Große Terrassentüren, ein Unterputzkasten oder ein schwieriger Zugang können auch einen halben Tag brauchen. Dichtstoffe brauchen laut Hersteller einige Stunden bis Tage, bis sie ganz ausgehärtet sind. Frische Fugen daher in den ersten Stunden nicht mit dem Gartenschlauch abspritzen.

Was die Montage leichter oder aufwendiger macht

Dieselbe Position kann in der Praxis sehr unterschiedlich lange dauern. Leichter wird es bei:

  • Erdgeschoß oder stehendem Gerüst
  • vollem, festem Mauerwerk ohne Hohlräume
  • geraden Laibungen und rechtwinkeliger Öffnung
  • bereits verlegtem Kabel beim Fenster
  • mehreren gleichen Fenstern hintereinander, bei denen sich die Handgriffe wiederholen

Aufwendiger wird es bei:

  • hohen Geschoßen ohne Gerüst, wenn eine Hebebühne oder Arbeit aus dem Fenster nötig ist
  • dicker Dämmung, die lange Befestiger oder Distanzkonsolen verlangt
  • Porenbeton und Hochlochziegeln, die spezielle Dübel brauchen
  • schiefen Laibungen, an denen die Schienen unterlegt werden müssen
  • großen Maßen und schweren Panzern, für die zwei Monteure nötig sind
  • nachträglich verlegten Kabeln und Schlitzen, die zu schließen sind
  • Demontage und Entsorgung eines alten Sonnenschutzes

Typische Fehler und wie sie sich zeigen

Viele Fehler bemerken Sie nicht am ersten Tag, sondern nach dem ersten Winter oder dem ersten kräftigen Sturm.

  • Falsches Aufmaß. Die Schienen passen nicht, der Kasten ist zu kurz oder der Panzer reicht nicht bis zur Fensterbank. Oft hilft nur ein neu gefertigtes Teil.
  • Nicht parallele Schienen. Der Rollladen streift, der Raffstore fährt schief herunter, der Motor wird heiß. Das hört man und es führt zu vorzeitigem Verschleiß.
  • Befestigung nur in der Dämmung. Die Schienen lockern sich mit der Zeit, und im Wind schwingt der ganze Behang.
  • Undichte Bohrlöcher im Vollwärmeschutz. Wasser läuft hinter den Putz, die Dämmung wird feucht und bei Frost kann der Putz reißen.
  • Wärmebrücke am Kasten. Über dem Fenster entsteht eine kalte Zone, innen schlägt sich Feuchtigkeit nieder und es kann sich Schimmel bilden.
  • Kabel ohne Leerrohr. Fällt der Motor aus, lässt sich das Kabel nicht ohne Stemmarbeiten tauschen.
  • Falsche Endlagen. Der Panzer wird in die Fensterbank gedrückt oder die Lamellen schlagen oben an den Kasten.

Häufig liegt der Fehler auch in der Bedienung. In der Praxis passiert es, dass jemand an einem frostigen Morgen einen festgefrorenen Rollladen fährt, und Motor oder Lamellen nehmen Schaden. Raffstores leiden, wenn sie bei Wind unten bleiben. Bitten Sie den Monteur bei der Übergabe, Ihnen zu zeigen, was Ihr Sonnenschutz verträgt und was nicht.

Anleitung für Heimwerker: Fenster vor der Bestellung selbst ausmessen

Die Montage außen an der Fassade, vor allem in der Höhe, und den Anschluss des Motors überlassen Sie besser den Professionisten. Was Sie aber selbst erledigen können, ist ein vorläufiges Aufmaß und die Vorbereitung. So bekommen Sie ein realistisches Bild davon, was möglich ist, und können Angebote leichter vergleichen. Das verbindliche Aufmaß macht ohnehin der Anbieter, der für die Maße geradesteht.

  1. Breite der Fensteröffnung außen an mindestens drei Stellen messen: oben, in der Mitte und unten.
  2. Höhe links, in der Mitte und rechts messen und den kleinsten Wert notieren.
  3. Mit der Wasserwaage prüfen, ob die Laibungen lotrecht und der Sturz waagrecht sind, und Abweichungen aufschreiben.
  4. Tiefe der Laibung von der Fassade bis zum Fensterrahmen messen, damit klar ist, ob ein Kasten in die Laibung passt.
  5. Prüfen, ob die Fassade gedämmt ist, und die Dämmstärke anhand der Laibungstiefe oder der Planunterlagen abschätzen.
  6. Das Mauerwerk herausfinden, etwa aus den Plänen oder an alten Bohrlöchern.
  7. Einzeichnen, auf welcher Seite die Bedienung sitzen soll und wo die nächste Steckdose oder Abzweigdose liegt.
  8. Jedes Fenster von außen und innen fotografieren und die Fotos mit den Maßen an den Anbieter schicken.
  9. Vor dem Montagetermin den Platz beim Fenster freiräumen und Vorhänge samt Vorhangschienen abnehmen, die im Weg wären.

Kontrolle und Abnahme der fertigen Arbeit

Lassen Sie sich bei der Abnahme jedes Fenster zeigen. Fahren Sie den Behang mehrmals ganz hinauf und hinunter, beim Raffstore wenden Sie zusätzlich die Lamellen. Hören Sie hin, ob er ruckelt oder irgendwo schleift. Schauen Sie auch von außen, ob die Schienen gerade sitzen und die Fugen versiegelt sind.

  • Maß und System entsprechen der Bestellung, einschließlich der Farbe von Kasten und Schienen
  • Führungsschienen sind lotrecht, parallel und fest im Mauerwerk befestigt
  • Der Behang läuft gleichmäßig, ohne Streifen und ohne auffällige Geräusche
  • Panzer oder Lamellen liegen unten gerade auf und verschwinden oben ganz im Kasten
  • Beim Raffstore wenden sich die Lamellen über die ganze Breite gleichmäßig
  • Beim Screen bleibt das Tuch über die gesamte Höhe im Zipp und wirft keine Wellen
  • Der Motor stoppt an den richtigen Endlagen, Taster und Handsender funktionieren
  • Wind- oder Sonnensensor ist, falls mitgeliefert, eingestellt und getestet
  • Durchführungen durch die Wand und Bohrungen im Vollwärmeschutz sind abgedichtet
  • Die Fenster lassen sich nach der Montage normal öffnen, die Bedienung ist nicht im Weg
  • Die Umgebung ist sauber, ohne Bohrstaub und Materialreste
  • Bedienungsanleitung, Garantieunterlagen und beim Motor die Bestätigung bzw. das Prüfprotokoll des Elektrotechnikers liegen vor

Häufige Fragen

Ja, meist als Vorbaumontage auf der Fassade oder in der Laibung, dabei wird das Fenster selbst gar nicht angegriffen. Steht in den nächsten Jahren ohnehin ein Fenstertausch an, lohnt es sich, den Sonnenschutz gleich mitzuplanen, weil dann auch Aufsatz- oder Unterputzkästen möglich sind.

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