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Alle angegebenen Preise sind Nettopreise, zuzüglich gegebenenfalls anfallender Umsatzsteuer. Der Arbeitspreis enthält nur die Arbeit. Der Preis mit Material enthält zusätzlich Hilfsmaterial (Kleber, Grundierung, Dichtstoffe, Befestigungsmaterial). Wandfliesen, Bodenfliesen, Bodenbeläge, Farbe und Sanitärobjekte wählt und kauft der Kunde selbst, sie sind nicht enthalten.
| Position | EH | Preis / EH | Menge | Summe |
|---|---|---|---|---|
| Außenanlagen | ||||
| Verlegung von Palisaden bis 50 cm | Stk. | 5,00 € | - | |
| Verlegung von Palisaden über 50 cm | Stk. | 6,02 € | - | |
| Außentreppen aus Palisaden herstellen | lfm | - | ||
Wann Palisaden bis 50 cm passen und wann nicht mehr
Ein Randstein trennt nur Pflaster und Rasen. Eine Palisade schafft dagegen auch einen kleinen Höhenunterschied, etwa bei einem Hochbeet, einer Stufe neben der Terrasse oder am Rand einer leichten Geländewelle. Bis 50 cm ist das im normalen Garten praktisch: Die Palisade hält Erde, wirkt nicht wuchtig und braucht keine aufwendige Berechnung.
Bedenken Sie aber, dass ein Teil jeder Palisade im Boden steckt. Ein 50 cm langes Element zeigt über dem Gelände also weniger, ungefähr zwei Drittel seiner Länge. Manchmal müssen Sie einen größeren Hang abfangen, oder hinter der Palisade parkt ein Auto oder stehen schwere Lasten. Dann handelt es sich um eine Stützmauer. Die sollte ein Baumeister oder Statiker beurteilen, und sie braucht in der Regel ein tieferes Betonfundament.
Beton, Holz oder Kunststoff: welches Material passt
Betonpalisaden sind sehr widerstandsfähig. Sie halten Frost, Nässe und den Druck der Erde aus und bleiben bei gutem Einbau viele Jahre stabil. Es gibt sie in Grau und in Farbe, auch mit Oberflächen in Stein- oder Holzoptik. Am Hang, direkt am Haus und an Einfahrten sind sie die naheliegende Wahl.
Holzpalisaden wirken natürlich und lassen sich schnell setzen. Im Boden setzen ihnen Feuchtigkeit und Fäulnis aber früher oder später zu, auch wenn sie kesseldruckimprägniert sind. Sie eignen sich eher für dekorative Beetränder als zum Halten von Erde.
Palisaden aus Kunststoff oder Verbundmaterial sind leicht, faulen nicht und brauchen kaum Pflege. Sie sind aber weniger belastbar. Deshalb taugen sie zum optischen Abgrenzen von Flächen, nicht zum Abfangen von Gelände.
Eine einfache Regel: Je mehr Druck auf die Palisade wirkt, desto eher greifen Sie zu Beton und einem Betonbett.
So werden Palisaden Schritt für Schritt gesetzt
- Verlauf abstecken. Mit Schnur und Pflöcken markiert man die Linie und die Höhe der Oberkante. Bei Bögen hilft ein Gartenschlauch oder Markierspray.
- Graben ausheben. Der Graben muss so tief sein, dass Tragschicht, Bett und der eingelassene Teil der Palisade hineinpassen. Üblich ist mindestens ein Drittel der Elementlänge plus Unterbau.
- Tragschicht einbauen. Auf die Sohle kommt Schotter oder Splitt, der gründlich verdichtet wird. Diese Schicht trägt die Last und leitet Wasser ab.
- Bett herstellen. Bei leichten Rändern genügt ein verdichtetes Schotterbett. Am Hang, bei höherer Belastung oder weichem Boden kommen die Palisaden in Beton, meist in erdfeuchter Mischung.
- Palisaden setzen. Man setzt sie Stück für Stück entlang der Schnur ein und richtet sie mit dem Gummihammer aus. Senkrechte, Flucht und Höhe prüft man laufend mit Wasserwaage oder Laser.
- Rückenstütze und Drainage. Auf der Seite, an der später Erde liegt, bekommen die Palisaden eine Rückenstütze aus Beton. Dahinter kommt Drainageschotter, bei nassem Boden zusätzlich ein Drainagerohr.
- Verfüllen und Anschluss. Zum Schluss wird der Graben verfüllt und die Erde leicht verdichtet. Dann folgt der Übergang zu Rasen, Beet oder Pflaster.
Warum so viel Aufwand beim Unterbau? Der Boden friert im Winter und saugt sich im Frühjahr mit Wasser voll. Ist der Unterbau nicht fest und durchlässig, kippen die Palisaden schon nach dem ersten Winter.
Was die Arbeit leichter macht und was sie erschwert
Leicht und zügig geht es bei einer geraden Linie auf ebenem Grundstück mit festem Boden. Gut ist auch, wenn Sie mit Scheibtruhe und Material leicht hinkommen. Mehr Aufwand bedeuten:
- Hanglage und abzufangende Erde, die ein Betonbett und eine Rückenstütze erfordern
- Bögen und wechselnde Höhen, bei denen jedes Stück einzeln ausgerichtet wird
- Lehmiger oder staunasser Boden, der einen tieferen Unterbau und eine Drainage braucht
- Wurzeln, Steine oder alte Betonfundamente im Graben
- Schlechter Zugang zum Grundstück und viel Aushub, der abtransportiert werden muss
- Leitungen im Verlauf, die vor dem Graben erkundet werden müssen
Holen Sie vor dem Graben eine Leitungsauskunft bei den Netzbetreibern oder der Gemeinde ein. Stoßen Sie beim Graben auf eine Gasleitung oder riechen Sie Gas, hören Sie sofort auf. Verlassen Sie die Stelle und rufen Sie den Gasnotruf 128 an, im Notfall die 112. Informieren Sie danach auch den Gasnetzbetreiber.
Anleitung für Heimwerker: Palisaden als Beet- oder Wegrand
Einen niedrigen Rand auf ebenem Gelände schaffen Sie gut selbst. Soll die Palisade einen Hang halten, an der Einfahrt stehen oder befahren werden, überlassen Sie die Arbeit besser einem Professionisten für Garten- und Landschaftsbau oder Pflasterarbeiten.
- Leitungsauskunft einholen und prüfen, dass im Verlauf keine Leitungen liegen.
- Linie mit Schnur und Pflöcken abstecken und die Höhe der Oberkante festlegen.
- Graben ausheben, mit Reserve für Tragschicht, Bett und mindestens ein Drittel der Palisadenlänge.
- Schotter einfüllen und mit Handstampfer oder geliehener Rüttelplatte verdichten.
- Erdfeuchten Beton nach Herstellerangabe anmischen und als Bett verteilen.
- Erste Palisade setzen, mit der Wasserwaage prüfen und die nächsten dicht daneben einsetzen.
- Jedes Stück mit dem Gummihammer an der Schnur ausrichten.
- Auf der Rückseite eine Betonstütze anbringen und nach Herstellerangabe aushärten lassen.
- Hinter die Palisaden Drainageschotter füllen, dann Erde einbringen und leicht verdichten.
Fehler, die sich nach dem ersten Winter zeigen
- Schlecht verdichteter Unterbau. Die Palisaden setzen sich ungleichmäßig, die Linie wird wellig.
- Zu flach gesetzt. Ein kurzer eingelassener Teil hält dem Erddruck nicht stand, die Elemente kippen nach vorn.
- Keine Drainage. Wasser hinter der Palisade drückt, friert im Winter und schiebt sie nach und nach heraus.
- Falsches Material. Holz oder Kunststoff am Hang, wo Beton hingehört.
- Keine Rückenstütze. Die Palisaden stehen nur im Schotter, obwohl sie Erde tragen.
- Flucht nicht geprüft. Auf einer längeren Strecke fällt schon eine kleine Abweichung deutlich auf.
So prüfen Sie die fertigen Palisaden
- Die Linie verläuft gerade oder in einem gleichmäßigen Bogen wie geplant
- Die Oberkanten liegen in einer Ebene oder im vereinbarten Gefälle, ohne Absätze zwischen den Stücken
- Die Palisaden stehen senkrecht und bewegen sich nicht, wenn Sie mit der Hand dagegen drücken
- Wo die Palisade Erde hält, gibt es eine Rückenstütze aus Beton und Drainageschotter
- Die Fugen zwischen den Elementen sind gleichmäßig
- Der Übergang zu Pflaster, Rasen oder Beet ist sauber und ohne Löcher
- Nach Regen steht hinter der Palisade kein Wasser
- Die Baustelle ist aufgeräumt und überschüssiger Aushub abtransportiert
Häufige Fragen
In der Regel steckt mindestens ein Drittel der Palisadenlänge im Boden. Darunter kommen noch verdichtete Tragschicht und Bett. Am Hang und bei weichem Boden ist es sinnvoll, tiefer zu gehen.
Nein. Für einen dekorativen Beetrand auf ebener Fläche genügt ein gut verdichtetes Schotterbett. Hält die Palisade Erde, steht sie an der Einfahrt oder ist der Boden instabil, ist ein Betonbett mit Rückenstütze die sicherere Lösung.
Ein kurzes Stück auf ebenem Gelände ist meist in ein bis zwei Tagen erledigt. Lange Strecken, Hänge und Bögen dauern länger. Außerdem braucht der Beton Zeit zum Aushärten.
Ja, das ist üblich. Die Palisade bildet den Rand von Weg oder Terrasse und fängt gleichzeitig den Höhenunterschied ab. Planen Sie die Höhen zusammen mit dem Pflaster, damit sich am Übergang kein Wasser staut.
Betonpalisaden halten bei gutem Unterbau und funktionierender Entwässerung viele Jahre. Holz hat im Boden auch mit Imprägnierung eine deutlich kürzere Lebensdauer. Bei jedem Material entscheiden vor allem Unterbau und Drainage.
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