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Alle angegebenen Preise sind Nettopreise, zuzüglich gegebenenfalls anfallender Umsatzsteuer. Der Arbeitspreis enthält nur die Arbeit. Der Preis mit Material enthält zusätzlich Hilfsmaterial (Kleber, Grundierung, Dichtstoffe, Befestigungsmaterial). Wandfliesen, Bodenfliesen, Bodenbeläge, Farbe und Sanitärobjekte wählt und kauft der Kunde selbst, sie sind nicht enthalten.
| Position | EH | Preis / EH | Menge | Summe |
|---|---|---|---|---|
| Außenanlagen | ||||
| Verlegung von Palisaden über 50 cm | Stk. | 6,02 € | - | |
| Verlegung von Palisaden bis 50 cm | Stk. | 5,00 € | - | |
| Außentreppen aus Palisaden herstellen | lfm | - | ||
Wann hohe Palisaden sinnvoll sind
Niedrige Palisaden bis 50 cm dienen vor allem als Begrenzung. Sie trennen den Weg vom Rasen oder fassen ein flaches Beet ein. Bei größerer Höhe ändert sich ihre Aufgabe. Die Erde dahinter drückt, nach Regen wird sie schwerer, und die Palisade muss diesem Druck über Jahre standhalten, ohne sich zu neigen.
Typische Einsätze für hohe Palisaden:
- Gelände rund um einen Neubau am Hang ausgleichen
- Den Garten in mehrere ebene Flächen terrassieren
- Eine Böschung an Einfahrt oder Stellplatz abfangen
- Hochbeete anlegen oder den Sitzbereich vom Gemüsegarten abgrenzen
Im Vergleich zu einer massiven Betonmauer wirken Palisaden leichter und natürlicher. Wird die Wand aber höher oder fährt hinter ihr ein Auto, ist das keine normale Gartenarbeit mehr. Dann lohnt es sich, die Lösung von einem Statiker prüfen zu lassen. In Österreich übernimmt das meist ein Ziviltechniker oder ein Baumeister.
Welche Palisaden passen
Betonpalisaden
Bei Höhen über 50 cm sind sie die übliche Wahl. Sie sind fest, vertragen Frost und Nässe gut und brauchen kaum Pflege. Es gibt sie in verschiedenen Farben und Oberflächen, oft in Stein- oder Holzoptik, sodass sie zum Pflaster oder zur Fassade passen.
Palisaden mit Stahlbewehrung
Bei höheren Wänden und stärkerem Erddruck kommen bewehrte Elemente zum Einsatz. Der Stahl im Inneren erhöht die Tragfähigkeit und verringert die Gefahr, dass ein Element unter Last bricht. Ob Sie solche Palisaden brauchen, steht in den Unterlagen des Herstellers oder legt der Statiker anhand von Höhe und Belastung fest.
Holzpalisaden
Sie sehen natürlich aus, halten aber bei größerer Höhe und dauerndem Erdkontakt deutlich kürzer und müssen gepflegt werden. Sie eignen sich eher für dekorative Bereiche mit wenig Last, nicht für die eigentliche Stützwand.
Bei der Auswahl zählt nicht nur die Optik. Wichtig sind die Bodenart, die Höhe des Geländesprungs, wie viel Wasser im Boden ist und ob hinter der Wand nur Rasen liegt oder eine befestigte Fläche. Gibt der Hersteller für ein Element eine maximale Stützhöhe an, halten Sie sich daran.
So läuft das Setzen Schritt für Schritt ab
Damit Sie wissen, was auf Ihrem Grundstück passiert, hier der übliche Ablauf bei einem Fachbetrieb für Garten- und Landschaftsbau:
- Lage von Leitungen im Boden beim Netzbetreiber erfragen und die Linie mit Schnur und Pflöcken abstecken.
- Graben für das Fundament ausheben. Die Tiefe hängt von Palisadenhöhe, Boden und Belastung ab. Hersteller nennen oft etwa ein Drittel der Elementlänge, das im Fundament stecken soll.
- Grabensohle verdichten, bei Bedarf eine Schotterschicht einbringen und ebenfalls verdichten.
- Betonbett anlegen und die Palisaden nacheinander in den frischen Beton setzen.
- Höhe, Flucht und Lot laufend mit Wasserwaage und Schnur oder mit dem Nivelliergerät prüfen.
- Auch die Rückseite mit einer Rückenstütze aus Beton versehen, damit die Palisaden einen festen Verbund bilden.
- Beton nach Herstellerangaben aushärten lassen, meist einige Tage, und erst dann hinterfüllen.
- Hinter der Wand Drainagerohr, Geotextil und Schotter einbauen und die Hinterfüllung lagenweise verdichten.
- Angrenzende Flächen anschließen, etwa Pflaster, Stufen oder Rasen.
Schließen die Palisaden an Pflaster an, wird zum Schluss noch Fugensand eingekehrt.
Warum Fundament, Drainage und Hinterfüllung entscheiden
Warum kippen hohe Palisaden manchmal nach ein paar Jahren nach vorne? Fast immer steckt Wasser oder ein zu schwaches Fundament dahinter. Durchnässte Erde ist schwerer und drückt deutlich stärker auf die Wand als trockene. Kann das Wasser nicht ablaufen, steigt der Druck weiter und der Untergrund weicht nach und nach auf.
Deshalb schüttet man hinter Palisaden nicht einfach den ausgehobenen Boden zurück. Verwendet wird Kies oder Schotter, der Wasser durchlässt, und unten ein Drainagerohr, das dort endet, wo das Wasser gefahrlos abfließen kann. Ein Geotextil trennt den Schotter von der Erde, damit er nicht verschlammt. Das Gelände oberhalb der Wand sollte leicht von ihr weg fallen, nicht zu ihr hin.
Genauso wichtig ist das Verdichten in Lagen. Wird alles auf einmal eingefüllt, sackt es später nach, Regen weicht die Erde hinter der Wand auf und die Palisaden bekommen ungleichmäßigen Druck. Bei Betonarbeiten in der kalten Jahreszeit braucht der frische Beton Schutz vor Frost, sonst leidet die Festigkeit. In höheren Lagen beginnt diese Zeit oft früher, als man im Flachland gewohnt ist.
Was die Arbeit leichter oder aufwendiger macht
Der Aufwand unterscheidet sich von Grundstück zu Grundstück stark. Leichter wird es bei ebenem, gut zugänglichem Gelände, auf dem ein Minibagger fahren und Beton angeliefert werden kann, bei festem, tragfähigem Boden und bei einer kurzen, geraden Linie.
Aufwendiger wird es bei:
- Steilem Hang und großem Geländesprung
- Schlechtem Zugang, wenn Material per Hand oder mit der Scheibtruhe bewegt werden muss
- Nassem, lehmigem oder aufgeschüttetem Boden
- Bögen, Stufen und Anschlüssen an Pflaster oder Mauern
- Leitungen in der Nähe des Grabens und viel Aushub zum Abführen
- Befahrener Fläche hinter der Wand, die eine robustere Ausführung verlangt
Selbst setzen ist bei dieser Höhe nicht zu empfehlen. Es handelt sich um eine Stützkonstruktion, und Fehler zeigen sich oft erst nach Jahren, wenn die Wand mit der Erde zu wandern beginnt.
Typische Fehler
- Zu flacher Graben oder zu wenig Beton im Fundament, die Palisaden neigen sich
- Fehlende Drainage und Hinterfüllung mit Erde statt Schotter
- Hinterfüllen, bevor der Beton ausgehärtet ist
- Betonieren bei Frost ohne Schutz
- Ungenaues Setzen, das unschön aussieht und die Wand ungleich belastet
- Unterschätzter Erddruck bei einer Höhe, die eigentlich in die Hand eines Statikers gehört
- Palisaden für niedrige Einfassungen in einer hohen Stützwand verbaut
Wie Sie die fertige Arbeit prüfen
Gehen Sie bei der Abnahme die ganze Wand entlang und achten Sie auf diese Punkte:
- Die Palisaden stehen lotrecht, die Oberkante hält die geplante Höhe oder ein gleichmäßiges Gefälle
- Die Linie ist gerade, ohne vorstehende oder abgesackte Elemente
- Zwischen den Palisaden gibt es keine breiten Fugen, durch die Erde rieselt
- Der Beton im Fundament ist geschlossen, ohne sichtbare Hohlräume
- Hinter der Wand liegen Schotter und Drainage mit erkennbarem Auslauf
- Das Gelände oberhalb fällt von den Palisaden weg
- Die Elemente sind nicht gerissen oder abgeplatzt
- Die Anschlüsse an Pflaster, Stufen und Rasen sind sauber und stabil
- Sie haben Angaben zum verwendeten Material und zu den Herstellerhinweisen erhalten
Später genügt ein gelegentlicher Blick, vor allem nach starkem Regen und nach dem Winter: Neigt sich die Wand, zeigt sie Risse, und führt die Drainage Wasser ab?
Häufige Fragen
Die Tiefe hängt von der Palisadenhöhe, der Bodenart und der Belastung ab. Als Richtwert nennen Hersteller oft etwa ein Drittel der Elementlänge im Betonfundament. Genaue Werte stehen in den Herstellerunterlagen, bei höheren Wänden legt sie der Statiker fest.
Bei dieser Höhe tragen die Palisaden den Druck von Erde und Wasser. Fehler im Fundament oder bei der Drainage lassen sich nur schwer beheben und können bis zum Abrutschen der Böschung führen. Besser ist ein erfahrener Fachbetrieb.
Ein kurzer Abschnitt auf gut zugänglichem Grundstück ist meist in wenigen Tagen fertig. Am Hang, bei schlechtem Zugang oder bei einer langen Wand dauert es länger. Rechnen Sie die Aushärtezeit des Betons vor dem Hinterfüllen mit ein.
Mit gutem Material, solidem Fundament und funktionierender Drainage halten sie viele Jahre ohne nennenswerte Pflege. Die Lebensdauer verkürzt vor allem Wasser, das nicht abfließen kann, und Frost, der auf durchnässten Untergrund wirkt.
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