Preisverzeichnis 2026 · Deutschland

Verlegen von Wand- und Bodenfliesen bis zu 60 cm

Bei dieser Leistung klebt der Fliesenleger Wandfliesen oder Bodenfliesen, deren längere Seite höchstens etwa 60 cm misst. Das sind Formate wie 20 × 20, 30 × 30, 30 × 60 oder 60 × 60 cm. Sie brauchen diese Arbeit, wenn Sie ein Bad, eine Küche, einen Vorraum oder ein Gäste-WC sanieren oder einen Neubau ausbauen. Die meisten Fliesen in öster

Aktualisiert 09/2026·5 Min. Lesezeit·19 Positionen im Preisverzeichnis
Preis Standardleistung
39,46 €/ m²
Richtwert-Spanne
31,50 € - 51,30 €
Wohnung 60 m²
5919,00 €
Preis nur für diese konkrete Leistung - ohne Material und ohne Vorarbeiten. Kein Preis für den Gesamtauftrag.
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Fliesenarbeiten19 Positionen

Alle angegebenen Preise sind Nettopreise, zuzüglich gegebenenfalls anfallender Umsatzsteuer. Der Arbeitspreis enthält nur die Arbeit. Der Preis mit Material enthält zusätzlich Hilfsmaterial (Kleber, Grundierung, Dichtstoffe, Befestigungsmaterial). Wandfliesen, Bodenfliesen, Bodenbeläge, Farbe und Sanitärobjekte wählt und kauft der Kunde selbst, sie sind nicht enthalten.

PositionEHPreis / EHMengeSumme
Wand- und Bodenfliesen
Fliesen / Bodenfliesen Standard bis 60 cmm²39,46 €-
Feinsteinzeug-Fliesen / -Bodenfliesen über 60 cmm²48,23 €-
Fliesen / Bodenfliesen XL-Format 60×120m²-
Fliesen / Bodenfliesen XXL-Format 120×260m²-
Mosaik verlegenm²-
Verkleidung Natur-/Kunststein / Klinkerm²-
Verkleidung mit Bruchstein (Zaun, Sockel)m²-
Bordüre / Listellolfm14,62 €-
Bodenfliesen bis 60 cm im Diagonalverband verlegenm²48,23 €-
Verfugenm²6,58 €-
Silikonverfugungm²4,97 €-
Silikonieren der Innen- und Außeneckenlfm2,63 €-
Wasserstrahlschnitt 60×60 (Gehrungskante / Jolly)lfm9,94 €-
Wasserstrahlschnitt 120×120 (Gehrungskante / Jolly)lfm11,40 €-
Wasserstrahlschnitt - Aussparung in Flieselfm15,35 €-
Jolly-Profil (Montage und Setzen)lfm14,62 €-
Sockelleiste aus Fliese / Bodenflieselfm6,58 €-
Aussparungen in Fliese / Bodenfliese sägenStk.4,38 €-
Kreisförmige Aussparungen in Bodenfliesen / FeinsteinzeugStk.3,80 €-
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Was zur Standardverlegung gehört

Bei der Standardverlegung klebt der Fliesenleger die Fliesen auf einen vorbereiteten, ebenen Untergrund. Er hält gleichmäßige Fugen ein und verfugt die Fläche zum Schluss. Dabei schneidet er die Fliesen an Ecken, Schaltern, Rohren und am Abfluss zu und achtet darauf, dass die Fläche eben bleibt und die Fugen sauber ineinander übergehen.

Meist nicht enthalten sind das Ausgleichen stark schiefer Wände, das Abschlagen alter Fliesen, die Abdichtung, aufwendige Muster, Diagonalverlegung, Mosaik und Großformate. Diese Arbeiten stehen im Angebot normalerweise als eigene Positionen. Klären Sie deshalb vor der Beauftragung, was der Preis pro Quadratmeter genau umfasst.

So läuft die Verlegung Schritt für Schritt ab

  1. Untergrund prüfen. Der Fliesenleger prüft mit der Richtlatte, ob der Untergrund eben ist. Außerdem prüft er, ob er tragfähig und trocken ist. Staub, Fett und alte Kleberreste kommen weg. Bei einem neuen Estrich muss die Restfeuchte stimmen, bevor gefliest wird. Das wird meist gemessen.
  2. Grundieren. Die Grundierung sorgt dafür, dass der Untergrund überall gleich stark saugt und der Kleber besser haftet. Ohne Grundierung zieht ein saugender Untergrund dem Kleber schnell das Wasser heraus.
  3. Abdichten in Nassbereichen. In der Dusche, rund um die Wanne und auf dem Badboden kommt eine streichbare Verbundabdichtung unter die Fliesen. In Ecken und an Rohrdurchführungen setzt der Fliesenleger Dichtbänder und Manschetten ein. Wie das richtig ausgeführt wird, beschreibt in Österreich die einschlägige ÖNORM für Abdichtungen in Nassbereichen. Ein erfahrener Fliesenleger kennt sie.
  4. Fläche einteilen. Vor dem Kleben legt er fest, wo die erste Reihe beginnt. So entstehen an den Rändern keine schmalen Streifen, und die Fugen an Wand und Boden passen zueinander.
  5. Kleben. Der Kleber wird mit der Zahnkelle auf kleine Flächen aufgezogen. Bei größeren Fliesen kommt zusätzlich eine dünne Schicht auf die Rückseite der Fliese. Dieses kombinierte Verfahren heißt Buttering-Floating und verhindert Hohlräume.
  6. Verfugen. Sobald der Kleber ausgehärtet ist, laut Hersteller meist nach etwa einem Tag, werden die Fugen gefüllt und die Fläche gewaschen.
  7. Silikon. Innenecken, der Übergang von Wand zu Boden und die Anschlüsse an Wanne und Duschtasse bekommen keinen Fugenmörtel. Hier gehört elastisches Sanitärsilikon hin.

Untergrund, Kleber und Fugen: was passt wann

Fliesenkleber sind nach ÖNORM EN 12004 eingeteilt. C1 steht für einen normalen zementären Kleber, C2 für einen Kleber mit erhöhter Haftung. Der Zusatz S1 bedeutet, dass der Kleber flexibel ist und kleine Bewegungen des Untergrunds mitmacht. Bei Fußbodenheizung, auf Gipskartonplatten aus dem Trockenbau, auf alten Fliesen und bei Formaten um 60 × 60 cm nimmt man in der Regel einen flexiblen Kleber C2 S1.

Die Zahnung der Kelle richtet sich nach dem Format. Für kleine Wandfliesen genügt eine feine Zahnung. Für Fliesen um 60 cm nimmt man meist eine Zahnung von etwa 8 bis 10 mm. Ziel ist, dass der Kleber unter der Fliese fast die ganze Fläche bedeckt, vor allem am Boden und in der Dusche.

Wie breit die Fuge wird, hängt von der Fliese ab. Rektifizierte Fliesen haben geschliffene Kanten und erlauben schmale Fugen von etwa 2 mm, nicht rektifizierte brauchen breitere. Im Bad sollte der Fugenmörtel wasserabweisend und schimmelhemmend sein. In der Dusche wählen manche Bauherren Epoxidharzfugen, weil sie kaum Schmutz und Feuchtigkeit aufnehmen.

Eine Schutzbehandlung nach dem Verlegen braucht nicht jeder Belag. Glasierte Fliesen und übliches Feinsteinzeug kommen meist ohne aus. Eine Imprägnierung lohnt sich bei saugenden Materialien wie Naturstein oder für die Fugen selbst.

Was die Arbeit leichter oder aufwendiger macht

Am schnellsten geht es auf einer großen, ebenen Fläche ohne Hindernisse, mit quadratischen Fliesen im Kreuzverband. Mehr Zeit und damit mehr Kosten entstehen durch:

  • Schiefe oder ungleichmäßige Wände, die erst ausgeglichen werden müssen
  • Viele Schnitte an Wanne, Badmöbeln, Rohren und Schaltern
  • Kleine Räume mit vielen Ecken, in denen viel geschnitten und wenig geklebt wird
  • Verlegung im Versatz, im Fischgrät oder diagonal
  • Schienen, Eckprofile oder Gehrungsschnitte statt einer einfachen Schiene
  • Hartes Material, das sich schwer schneiden und bohren lässt

Bei Rechteckfliesen 30 × 60 cm wünschen sich viele einen halben Versatz. Viele Fliesen sind aber leicht gewölbt, und beim halben Versatz entstehen dann Kanten zwischen den Fliesen. Hersteller empfehlen deshalb meist einen Versatz von höchstens einem Drittel der Länge.

Typische Fehler, die Sie vermeiden sollten

  • Kleber nur punktweise aufgetragen, darunter bleiben Hohlräume und die Fliese kann später brechen
  • Fehlende Abdichtung in der Dusche, Wasser dringt durch die Fugen ins Mauerwerk
  • Fugenmörtel statt Silikon in den Ecken, dort reißt die Fuge mit der Zeit
  • Fehlende Bewegungsfugen bei größeren Flächen und unter der Türschwelle
  • Verfugen, bevor der Kleber ausgehärtet ist
  • Falsches Gefälle in einer bodengleichen Dusche, das Wasser bleibt stehen statt abzulaufen

Im Mehrparteienhaus sollten Sie laute Arbeiten wie das Abschlagen alter Fliesen vorher bei der Hausverwaltung oder der Wohnungseigentümergemeinschaft ankündigen und die Ruhezeiten der Hausordnung beachten. So ersparen Sie sich Ärger mit den Nachbarn.

Anleitung für Heimwerker: Bodenfliesen bis 60 cm verlegen

Wenn Sie Geduld und Grundwerkzeug mitbringen, schaffen Sie einen kleineren Boden ohne Dusche auch selbst. Legen Sie Zahnkelle, Wasserwaage, Richtlatte, Fugenkreuze oder ein Nivelliersystem, Fliesenschneider und Fugengummi bereit.

  1. Ebenheit des Untergrunds mit einer 2-m-Richtlatte prüfen und Unebenheiten ausgleichen.
  2. Untergrund absaugen und nach Herstellerangabe grundieren.
  3. Fliesen trocken auslegen und den Startpunkt so wählen, dass an den Rändern keine schmalen Streifen bleiben.
  4. Schnur spannen oder eine Linie für die erste Reihe anzeichnen.
  5. Kleber nach Anleitung anrühren und kurz reifen lassen.
  6. Kleber mit der Zahnkelle für ein bis zwei Fliesen aufziehen.
  7. Bei größeren Fliesen zusätzlich eine dünne Kleberschicht auf die Rückseite streichen.
  8. Fliese einlegen, leicht hin und her schieben, andrücken und Kreuze oder Clips setzen.
  9. Laufend mit der Wasserwaage prüfen und Kleber aus den Fugen entfernen.
  10. Nach dem Aushärten Clips entfernen und die Fläche verfugen.
  11. Fugenreste mit einem feuchten Schwamm abwaschen und nach dem Antrocknen mit einem trockenen Tuch nachpolieren.
  12. Übergang zwischen Boden und Wand mit Silikon schließen.

Die Abdichtung einer Dusche und eine Verlegung mit Gefälle zum Abfluss überlassen Sie sinnvollerweise einem erfahrenen Fliesenleger.

So prüfen Sie die fertige Arbeit

  • Die Fläche ist eben, unter der 2-m-Richtlatte zeigen sich keine deutlichen Spalten
  • Zwischen benachbarten Fliesen gibt es keine Kanten, die man mit dem Finger spürt
  • Die Fugen sind gleich breit, gerade und durchgehend gefüllt
  • Beim Abklopfen klingt keine Fliese hohl, ein hohler Klang verrät Lücken im Kleberbett
  • Schnitte an Rohren und Schaltern sind sauber und ohne Ausbrüche
  • Ecken und Anschlüsse an Wanne oder Duschtasse sind mit Silikon geschlossen
  • In der Dusche läuft das Wasser zum Abfluss und bleibt nirgends stehen
  • Die Oberfläche ist sauber, ohne Schleier vom Fugenmörtel

Häufige Fragen

Ja, wenn die alten Fliesen fest sitzen, nicht hohl klingen und eben sind. Der Belag wird gereinigt, mit einer Haftgrundierung für nicht saugende Untergründe gestrichen und mit flexiblem Kleber belegt. Rechnen Sie damit, dass Wand und Boden dicker werden. Das betrifft Türstöcke, Türblätter und die Anschlüsse von Armaturen.

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