Leistung aus dem Preisverzeichnis kalkulieren
Mengen eingeben und der Preis wird sofort neu berechnet. Die Preise gelten für Deutschland und können im Preisverzeichnis angepasst werden.
Alle angegebenen Preise sind Nettopreise, zuzüglich gegebenenfalls anfallender Umsatzsteuer. Der Arbeitspreis enthält nur die Arbeit. Der Preis mit Material enthält zusätzlich Hilfsmaterial (Kleber, Grundierung, Dichtstoffe, Befestigungsmaterial). Wandfliesen, Bodenfliesen, Bodenbeläge, Farbe und Sanitärobjekte wählt und kauft der Kunde selbst, sie sind nicht enthalten.
| Position | EH | Preis / EH | Menge | Summe |
|---|---|---|---|---|
| Wand- und Bodenfliesen | ||||
| Fliesen / Bodenfliesen XXL-Format 120×260 | m² | - | ||
| Fliesen / Bodenfliesen Standard bis 60 cm | m² | 39,46 € | - | |
| Feinsteinzeug-Fliesen / -Bodenfliesen über 60 cm | m² | 48,23 € | - | |
| Fliesen / Bodenfliesen XL-Format 60×120 | m² | - | ||
| Mosaik verlegen | m² | - | ||
| Verkleidung Natur-/Kunststein / Klinker | m² | - | ||
| Verkleidung mit Bruchstein (Zaun, Sockel) | m² | - | ||
| Bordüre / Listello | lfm | 14,62 € | - | |
| Bodenfliesen bis 60 cm im Diagonalverband verlegen | m² | 48,23 € | - | |
| Verfugen | m² | 6,58 € | - | |
| Silikonverfugung | m² | 4,97 € | - | |
| Silikonieren der Innen- und Außenecken | lfm | 2,63 € | - | |
| Wasserstrahlschnitt 60×60 (Gehrungskante / Jolly) | lfm | 9,94 € | - | |
| Wasserstrahlschnitt 120×120 (Gehrungskante / Jolly) | lfm | 11,40 € | - | |
| Wasserstrahlschnitt - Aussparung in Fliese | lfm | 15,35 € | - | |
| Jolly-Profil (Montage und Setzen) | lfm | 14,62 € | - | |
| Sockelleiste aus Fliese / Bodenfliese | lfm | 6,58 € | - | |
| Aussparungen in Fliese / Bodenfliese sägen | Stk. | 4,38 € | - | |
| Kreisförmige Aussparungen in Bodenfliesen / Feinsteinzeug | Stk. | 3,80 € | - | |
Warum sich viele für so ein großes Format entscheiden
Der wichtigste Grund ist die Optik. Bei einer Wandhöhe von rund 2,6 Metern reicht eine Platte vom Boden bis zur Decke, ohne eine einzige waagrechte Fuge. Mit Marmor- oder Betonoptik wirkt die Wand dann wie ein durchgehender Stein.
- Weniger Fugen: weniger Stellen, an denen sich Schmutz und Kalk festsetzen, und die Reinigung geht schneller.
- Ruhige Fläche: Der Raum wirkt größer und luftiger, weil kein Fugenraster das Auge ablenkt.
- Vielseitiger Einsatz: Wände und Böden, Bad, Küche, Wohnräume, aber auch Möbelfronten, Tischplatten oder die Verkleidung einer Kücheninsel.
Für außen gilt: Prüfen Sie immer, ob der Hersteller die jeweilige Platte für den Außenbereich freigibt und unter welchen Bedingungen. Nicht jede Großformatplatte ist frostbeständig, und gerade bei österreichischen Wintern mit vielen Frost-Tau-Wechseln ist der Unterbau draußen deutlich anspruchsvoller.
So verlegt der Fliesenleger die XXL-Platten
Als Laie sollten Sie diese Arbeit nicht selbst angehen. Je nach Stärke wiegt eine Platte mehrere Dutzend Kilogramm, und beim falschen Anheben bricht sie schnell. Der Ablauf sieht ungefähr so aus:
- Untergrund prüfen und vorbereiten. Wand und Boden müssen eben, tragfähig, trocken und sauber sein. Die Ebenheit wird mit einer langen Richtlatte gemessen, nicht nur mit der Wasserwaage. Für Großformate sind die Anforderungen meist strenger als die üblichen Toleranzen nach ÖNORM DIN 18202. Unebenheiten werden gespachtelt oder mit Ausgleichsmasse egalisiert, danach folgt eine passende Grundierung.
- Abdichten. In der Dusche und rund um die Wanne kommt unter die Fliesen eine Verbundabdichtung, mit Dichtbändern in den Ecken und Manschetten an den Rohrdurchführungen. Der Fliesenleger richtet sich dabei nach der einschlägigen ÖNORM für Abdichtungen im Innenbereich.
- Verlegeplan erstellen. Schon vor dem ersten Schnitt wird festgelegt, wo die Fugen liegen und wie sie an Türen, Fenstern, Nischen und Schaltern auslaufen. Bei Platten dieser Größe lässt sich am Ende nichts mehr „irgendwie ausgleichen“.
- Transportieren und schneiden. Die Platten werden auf einem Montagerahmen mit Vakuumsaugern getragen. Gerade Schnitte entstehen auf einem langen Schienenschneider, Löcher für Armaturen und Steckdosen mit Diamantbohrkronen, bevorzugt nass gebohrt.
- Kleben. Verwendet wird ein flexibler Zementkleber für Großformate, nach EN 12004 in der Regel Klasse C2 mit Verformbarkeit S1 oder S2. Der Kleber kommt auf den Untergrund und auf die Plattenrückseite (Buttering-Floating-Verfahren), damit keine Hohlräume bleiben.
- Ausrichten. Die Platte wird nach dem Ansetzen kräftig angedrückt und eingeklopft, damit der Kleber vollflächig anliegt. Ein Nivelliersystem mit Laschen und Keilen hält die Kanten benachbarter Platten auf einer Höhe.
- Verfugen und elastisch abdichten. Erst wenn der Kleber ausgehärtet ist, werden die Fugen gefüllt. Ecken, der Übergang Boden zu Wand und der Wannenrand bekommen keinen Fugenmörtel, sondern elastisches Silikon.
- Reinigen. Kleber- und Fugenreste werden noch während der Arbeit entfernt. Später gehen sie nur schwer ab, und dabei leidet leicht die Oberfläche.
Was die Arbeit leichter oder schwieriger macht
Bei gleicher Fläche kann der Aufwand sehr unterschiedlich ausfallen. Am stärksten wirken sich diese Punkte aus:
- Zustand des Untergrunds: Eine neue, ebene Trockenbauwand ist etwas ganz anderes als der alte Putz in einem Altbau, etwa in einem Gründerzeithaus. Je mehr ausgeglichen werden muss, desto länger dauert es.
- Transport in die Wohnung: Eine 260 cm lange Platte passt oft nicht in den Lift und kommt nicht durch ein gewendeltes Stiegenhaus. Im Mehrparteienhaus sprechen Sie Termin und Transportweg vorher mit der Hausverwaltung ab.
- Anzahl der Ausschnitte: Jede Steckdose, jeder Wasseranschluss, jede Fensterlaibung und jede Nische bedeutet einen präzisen Schnitt und ein Bruchrisiko.
- Raumform: Eine große, gerade Wand geht zügig, ein kleines Bad mit vielen Ecken und Dachschrägen dauert.
- Fortlaufendes Muster: Soll die Marmorzeichnung von Platte zu Platte durchlaufen, braucht das Zuschneiden und Verlegen mehr Zeit.
- Fußbodenheizung: Der Estrich muss vor dem Verlegen trocken und nach Protokoll belegreif aufgeheizt sein, sonst drohen Risse.
Müssen Steckdosen oder Schalter versetzt werden, ist das Aufgabe eines konzessionierten Elektrotechnikers, nicht des Fliesenlegers. Wasseranschlüsse verlegt der Installateur.
Typische Fehler bei Großformaten
In der Praxis tauchen immer wieder dieselben Probleme auf. Sie zeigen sich oft erst nach Jahren, durch eine gerissene Platte oder einen hohlen Klang beim Abklopfen.
- Kleber nur auf dem Untergrund: Bei dieser Fläche bleiben Luftblasen unter der Platte. Auf dem Boden bricht sie dann unter Last.
- Ebenheit unterschätzt: Eine kleine Welle in der Wand fällt bei normalen Fliesen kaum auf, bei einer 260 cm langen Platte entsteht daraus eine sichtbare Kante.
- Fehlende Bewegungsfugen: Große Flächen und Übergänge zu anderen Materialien brauchen elastische Fugen. Ohne sie gehen die Spannungen direkt in die Platten.
- Zu schmale Fuge: Hersteller geben meist eine Mindestfugenbreite vor, häufig um 2 mm. Eine Pressfuge sieht zwar elegant aus, lässt dem Material aber keinen Spielraum.
- Falsches Tragen: Eine flach und ohne Rahmen getragene Platte biegt sich durch und bricht schon vor dem Verlegen.
- Zu frühes Verfugen: Verfugt wird erst nach der Aushärtezeit laut Herstellerangabe, nicht direkt nach dem Verlegen.
Worauf Sie bei der Auswahl der Platten achten sollten
Großformatplatten gibt es in verschiedenen Stärken. Dünnere Platten sind leichter und eignen sich vor allem für Wände oder Möbel, dickere werden häufiger für Böden empfohlen. Bei der Auswahl lohnt sich ein Blick auf diese Punkte:
- Ob der Hersteller die Platte für Boden, Wand oder außen freigibt
- Die Rutschhemmung, wenn es um einen Badboden geht
- Bei glänzenden Oberflächen: Jede Unebenheit und jeder Kratzer fällt auf
- Genug Reserve für Verschnitt und möglichen Bruch, bei diesem Format eher etwas mehr als bei normalen Fliesen
- Alle Platten aus derselben Charge, damit es keine Farbunterschiede gibt
So prüfen Sie die fertige Arbeit bei der Abnahme
Schauen Sie sich die Fläche bei Tageslicht an und zusätzlich im Streiflicht einer Lampe, das Unebenheiten sichtbar macht. Diese Liste hilft bei der Abnahme:
- Kanten benachbarter Platten liegen auf einer Höhe, ohne spürbare Versätze
- Beim Abklopfen klingen die Platten nicht hohl, vor allem auf dem Boden und in den Ecken
- Fugen sind gleich breit und auf ganzer Länge gefüllt
- Ecken, Anschluss an die Duschtasse und Wannenrand sind mit elastischem Silikon abgedichtet
- Bewegungsfugen liegen an den vereinbarten Stellen und sind nicht mit hartem Fugenmörtel gefüllt
- Ausschnitte für Armaturen, Steckdosen und Anschlüsse sind sauber, ohne ausgebrochene Kanten
- Die Oberfläche ist frei von Kleber- und Fugenresten
- Es gibt keine Risse und keine verkratzten Stellen
- Sie haben Angaben zu Kleber und Fugenmörtel erhalten und wissen, ab wann die Fläche belastet und die Fußbodenheizung eingeschaltet werden darf
Häufige Fragen
Manchmal ja, wenn der alte Belag fest haftet, eben ist und nicht hohl klingt. Er braucht eine passende Grundierung, und der Fliesenleger muss die Ebenheit prüfen. In älteren Bädern zeigt sich aber oft, dass es sicherer ist, die alten Fliesen zu entfernen und den Untergrund neu auszugleichen.
In der Regel mindestens zwei, bei schweren Platten und auf dem Boden auch mehr. Ohne Montagerahmen und Vakuumsauger lässt sich eine Platte dieser Größe weder sicher tragen noch verlegen.
Ja, große Platten können ein kleines Bad optisch vergrößern. Rechnen Sie aber mit sorgfältiger Planung, weil auf wenig Raum viele Ausschnitte und Ecken zusammenkommen. Und klären Sie vorher, ob die Platten überhaupt über Stiege oder Lift in die Wohnung gelangen.
Meist reichen warmes Wasser und ein milder Neutralreiniger. Scharfe oder scheuernde Mittel können glänzende Oberflächen und Fugen angreifen. Halten Sie sich daher an die Pflegehinweise des Plattenherstellers.
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