Preisverzeichnis 2026 · Österreich

Runde Bohrungen in Fliesen und Feinsteinzeug

Eine runde Bohrung in eine Fliese oder in Feinsteinzeug ist eine kleine Arbeit, die das Aussehen des fertigen Badezimmers stark prägt. Sie brauchen ein rundes Loch überall dort, wo ein Rohr, ein Wasseranschluss, ein Abfluss, eine Befestigung oder eine Elektrodose durch die Fliesen geht.

Aktualisiert 09/2026·12 Min. Lesezeit·19 Positionen im Preisverzeichnis
Preis Standardleistung
€ 17,25/ Stk.
Richtwert-Spanne
€ 13,80 - € 22,43
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Fliesenarbeiten19 Positionen

Alle angegebenen Preise sind Nettopreise, zuzüglich gegebenenfalls anfallender Umsatzsteuer. Der Arbeitspreis enthält nur die Arbeit. Der Preis mit Material enthält zusätzlich Hilfsmaterial (Kleber, Grundierung, Dichtstoffe, Befestigungsmaterial). Wandfliesen, Bodenfliesen, Bodenbeläge, Farbe und Sanitärobjekte wählt und kauft der Kunde selbst, sie sind nicht enthalten.

PositionEHPreis / EHMengeSumme
Wand- und Bodenfliesen
Kreisförmige Aussparungen in Bodenfliesen / FeinsteinzeugStk.€ 17,25-
Fliesen / Bodenfliesen Standard bis 60 cmm²€ 53,80-
Feinsteinzeug-Fliesen / -Bodenfliesen über 60 cmm²€ 67,60-
Fliesen / Bodenfliesen XL-Format 60×120m²-
Fliesen / Bodenfliesen XXL-Format 120×260m²-
Mosaik verlegenm²-
Verkleidung Natur-/Kunststein / Klinkerm²-
Verkleidung mit Bruchstein (Zaun, Sockel)m²-
Bordüre / Listellolfm€ 3,45-
Bodenfliesen bis 60 cm im Diagonalverband verlegenm²€ 62,10-
Verfugenm²€ 2,60-
Silikonverfugungm²€ 4,95-
Silikonieren der Innen- und Außeneckenlfm€ 2,60-
Wasserstrahlschnitt 60×60 (Gehrungskante / Jolly)lfm€ 8,15-
Wasserstrahlschnitt 120×120 (Gehrungskante / Jolly)lfm€ 10,90-
Wasserstrahlschnitt - Aussparung in Flieselfm€ 14,50-
Jolly-Profil (Montage und Setzen)lfm€ 81,40-
Sockelleiste aus Fliese / Bodenflieselfm€ 8,95-
Aussparungen in Fliese / Bodenfliese sägenStk.€ 16,55-
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Was eine runde Bohrung genau ist und wann Sie sie brauchen

Gemeint ist das Bohren eines runden Lochs mit größerem Durchmesser durch die ganze Stärke der Fliese. Anders als beim kleinen Loch für einen Dübel kommt hier kein normaler Bohrer zum Einsatz, sondern eine Bohrkrone: ein hohler Zylinder mit einer Schneide rundherum. Die Krone schneidet einen Kreis aus, innen bleibt ein ausgebohrter Kern übrig, der danach entfernt wird.

Die Position wird pro Stück abgerechnet, also für jedes Loch einzeln. Typische Fälle, in denen Sie sie brauchen:

  • Kalt- und Warmwasseranschlüsse für eine Aufputzarmatur in der Dusche oder über der Badewanne
  • Eckventile und Abfluss unter dem Waschtisch
  • Anschlüsse für den Heizkörper oder den Handtuchheizkörper, die aus der Wand oder aus dem Boden kommen
  • Abflussrohre von WC, Bidet oder Bodenablauf mit rundem Körper
  • Unterputzdosen für Steckdosen und Schalter in der verfliesten Wand
  • Durchführungen für Steigleitungen, Geländeranker oder Steher auf einer Terrasse mit Feinsteinzeug

Warum schleift man das Loch nicht einfach mit dem Winkelschleifer aus? Möglich ist das, aber aus geraden Schnitten wird nie ein sauberer Kreis. Die Rosette einer Armatur oder eines Heizkörperventils steht meist nur wenig über, eine zackige Kante würde also darunter hervorschauen. Die Bohrkrone erzeugt einen genauen Kreis, den die Rosette verlässlich abdeckt.

Warum Feinsteinzeug schwieriger ist als normale Wandfliesen

Klassische Wandfliesen aus Steingut sind weicher und poröser. Hier funktionieren auch einfachere Hartmetallkronen oder ein verstellbarer Kreisschneider. Feinsteinzeug ist eine andere Liga. Es wird bei sehr hoher Temperatur gebrannt, ist extrem dicht und hart, die Wasseraufnahme liegt laut Herstellern meist unter einem halben Prozent. Genau diese Dichte macht es zum ausgezeichneten Bodenbelag, beim Bohren setzt es einem gewöhnlichen Werkzeug aber einen Widerstand entgegen, den dieses nicht schafft.

In Feinsteinzeug wird deshalb ausschließlich mit einer Diamantbohrkrone gebohrt. Dabei entsteht viel Wärme. Wird die Krone nicht gekühlt, verglasen die Diamanten, sie schneiden nicht mehr, und die Fliese überhitzt. Eine überhitzte Fliese kann einen Haarriss bekommen, der zuerst nicht zu sehen ist und sich erst nach dem Verlegen oder nach der ersten Heizperiode zeigt.

Eine weitere Besonderheit heutiger Fliesen sind Großformate und dünne Platten. Fliesen mit 60 × 120 cm und mehr reagieren beim Hantieren empfindlich auf Biegung und Spannung. Ein Loch nahe am Rand einer solchen Platte ist eine Schwachstelle, von der ein Sprung ausgehen kann. Bei poliertem Feinsteinzeug besteht außerdem die Gefahr, dass die Oberfläche rund um das Loch zerkratzt wird, wenn die Krone beim Ansetzen abrutscht.

So wird das Loch Schritt für Schritt gebohrt

Position genau einmessen

Die meiste Arbeit steckt nicht im Bohren, sondern im genauen Einmessen. Der Fliesenleger misst von einem fixen Punkt aus, etwa von der Ecke oder von der zuletzt verlegten Fliese, die Mitte des Rohrs waagrecht und senkrecht ab. Dabei muss er die Fugenbreite dazurechnen. Genau hier passieren die meisten Fehler: Ein vergessener Millimeter pro Fuge summiert sich über drei oder vier Fliesen zu einem Versatz, den die Rosette nicht mehr verdeckt. Erfahrene Professionisten halten die Fliese deshalb oft direkt an die Stelle, an der sie liegen wird, und übertragen die Position des Anschlusses unmittelbar darauf.

Den richtigen Durchmesser wählen

Das Loch wird meist einige Millimeter größer gebohrt als das Rohr. Dafür gibt es mehrere Gründe: Das Rohr steht nicht immer ganz rechtwinkelig, bei der Montage braucht man etwas Spiel, und Heizungsrohre bewegen sich beim Erwärmen ein wenig. Größer, als die Rosette oder Manschette abdeckt, darf das Loch aber nicht sein. Deshalb sollte beim Einmessen die konkrete Armatur oder das konkrete Ventil bereitliegen, nicht nur „irgendeine Rosette“.

Das eigentliche Bohren

Die Fliese wird mit der Sichtseite nach oben auf eine ebene, feste Unterlage gelegt, etwa ein Brett oder eine andere Fliese, damit sie sich beim Bohren nicht durchbiegt. Eine Krone ohne Zentrierbohrer wandert auf der glatten Glasur gern weg. Darum arbeitet man mit einer Bohrschablone mit Saugnapf, oder die Krone wird zuerst schräg angesetzt, schneidet eine kleine Rille und wird erst dann senkrecht gestellt. Gebohrt wird ohne Schlag, mit mäßigem Druck, mit Wasserkühlung oder bei trockenen Kronen mit Wachsfüllung unter leicht kreisender Bewegung. Gegen Ende wird der Druck nochmals verringert, damit die Rückseite der Fliese beim Durchbrechen nicht ausbricht.

Nacharbeiten und prüfen

Nach dem Bohren wird der Kern entfernt und die Kante kontrolliert. Wenn nötig, wird sie mit einem Diamantschleifschwamm leicht gebrochen. Die Fliese wird abgespült, damit kein Bohrschlamm darauf bleibt, und vor dem Verkleben noch einmal an ihren Platz gehalten.

Werkzeug und Varianten: Krone für Bohrmaschine, Winkelschleifer oder Bohrständer

Es gibt mehrere Arten von Werkzeug, jede passt für etwas anderes. Für Sie ist es nützlich zu wissen, womit der Fliesenleger arbeitet, denn davon hängt die Qualität der Kante ab.

  • Diamantkrone für Trockenbohrung mit Wachs: Sie wird in eine normale Bohrmaschine oder einen Akkuschrauber gespannt, das Wachs im Inneren schmilzt bei Wärme und kühlt die Diamanten. Gut für kleinere Löcher und Einzelstücke. Sie braucht eine kreisende Führung und etwas Geduld.
  • Diamantkrone mit M14-Gewinde für den Winkelschleifer: schnell und leistungsstark, Fliesenleger nutzen sie bei vielen Löchern. Sie arbeitet mit hoher Drehzahl, deshalb sind Kühlung und eine feste Führung wichtig, sonst bricht die Kante leicht aus.
  • Nassbohrkrone mit Bohrständer: die genaueste Variante, gut für große Durchmesser wie den WC-Abfluss und für dickes Feinsteinzeug im Außenbereich. Für einzelne Löcher im Bad wird sie seltener eingesetzt.
  • Hartmetallkrone oder Kreisschneider: nur für weiche Wandfliesen. Für Feinsteinzeug ungeeignet, sie stumpft schnell ab und kann die Fliese zerbrechen.

Bei Bodenfliesen aus Feinsteinzeug kommt in der Praxis also fast immer Diamant zum Einsatz. Für Naturstein und Glasmosaik gelten noch andere Regeln, und der Fliesenleger sollte vorab sagen, ob er mit solchem Material Erfahrung hat.

Was vor dem Eintreffen des Fliesenlegers fertig sein muss

Ein Loch lässt sich nur dann genau bohren, wenn alle Rohre und Dosen genau sitzen. Vor dem Verfliesen sollte daher Folgendes erledigt sein:

  • Der Installateur hat die Anschlüsse in der richtigen Höhe und im richtigen Abstand gesetzt, verschlossen und eine Druckprobe gemacht
  • Bei einer Aufputzarmatur liegen die Anschlüsse waagrecht und im Abstand laut Hersteller der Armatur, meist 150 mm
  • Der Elektrotechniker hat die Dosen so gesetzt, dass sie nach dem Verfliesen bündig mit der Fliesenoberfläche abschließen und nicht tief dahinter liegen
  • In Nassbereichen ist die Abdichtung fertig, inklusive Dichtmanschetten rund um die Durchführungen
  • Die konkreten Armaturen, Ventile und Rosetten sind ausgesucht, damit der Lochdurchmesser feststeht
  • Es gibt genug Reservefliesen, denn beim Bohren in hartes Feinsteinzeug geht gelegentlich ein Stück kaputt

In einem Mehrparteienhaus sollten Sie außerdem klären, ob die Arbeiten gemeinsame Leitungen berühren, etwa Steigleitungen von Heizung oder Wasser. Ist das der Fall, sprechen Sie vorher mit der Hausverwaltung. So lässt sich zum Beispiel ein Absperren des Strangs rechtzeitig einplanen.

Arbeiten an der Elektroinstallation, also das Setzen oder Versetzen von Dosen und Leitungen, übernimmt nur ein konzessionierter Elektrotechniker. Entsteht ein Loch in der Nähe einer Gasleitung, etwa bei der Durchführung zur Therme, darf an der Leitung nur ein befugter Installateur arbeiten. Riechen Sie jemals Gas, verlassen Sie sofort den Raum, betätigen Sie keine Lichtschalter und rufen Sie von draußen den Gasnotruf 128 oder den Notruf 112.

Was die Arbeit leichter macht und was sie erschwert

Auch wenn es immer „ein Stück“ ist, unterscheiden sich die einzelnen Löcher deutlich im Aufwand. Davon hängen Zeitbedarf und das Risiko ab, eine Fliese zu beschädigen.

Einfachere Situationen

  • Lose Fliese vor dem Verlegen, die auf dem Tisch gebohrt werden kann
  • Kleinerer Durchmesser und Loch in der Fliesenmitte, weit weg vom Rand
  • Mattes Feinsteinzeug in üblicher Stärke von etwa 8 bis 10 mm
  • Mehrere gleiche Löcher hintereinander, wenn das Werkzeug ohnehin vorbereitet ist

Schwierigere Situationen

  • Bohrung in bereits verlegte Fliesen, etwa beim nachträglichen Montieren eines Heizkörpers: Die Fliese muss vollflächig verklebt sein, sonst kann sie springen, und dahinter können Rohre oder Kabel liegen
  • Loch nahe an der Fliesenkante: Zum Rand sollten meist mindestens rund 1 bis 2 cm bleiben, bei dünnen Großformaten lieber mehr
  • Loch über einer Fuge, wenn der Kreis halb auf der einen und halb auf der anderen Fliese liegt: Beide Fliesen müssen beim Bohren fest miteinander fixiert werden
  • Großer Durchmesser, etwa für den WC-Abfluss oder einen Geländersteher
  • Dickes Feinsteinzeug für außen mit etwa 20 mm, polierte Oberfläche oder rutschhemmende Struktur
  • Großformatige Platte, die schwer zu handhaben ist und bei einem Fehler den meisten Aufwand verursacht

Bei verlegten Fliesen ist es sinnvoll zu warten, bis der Kleber ganz ausgehärtet ist. Laut Hersteller des Klebers dauert das meist mindestens 24 Stunden, bei dickerem Kleberbett auch länger. Bohren in eine frisch verlegte Fliese kann sie lockern.

Runde Bohrung oder Ausschnitt: welche Position Sie brauchen

In der Preisliste finden Sie neben dieser Position auch die verwandte Leistung Ausschnitte in Wand- und Bodenfliesen schneiden. Auf den ersten Blick klingt das ähnlich, es geht aber um ein anderes Verfahren und anderes Werkzeug.

  • Runde Bohrung: immer ein kreisrundes Loch, hergestellt mit der Diamantbohrkrone, das Ergebnis ist ein sauberer Kreis. Passend für Rohre, Anschlüsse, Abflüsse und Dosen.
  • Ausschnitt: eckige oder unregelmäßige Öffnung, etwa für einen quadratischen Bodenablauf, eine Revisionsöffnung, einen Ausschnitt um die Türzarge, eine Wandecke oder einen Sockel. Gearbeitet wird mit Winkelschleifer, Fliesenschneider oder Nassschneidemaschine.
  • Bei der Bohrung entscheiden vor allem Durchmesser, Material und Lage des Lochs. Beim Ausschnitt zählen Länge und Anzahl der Schnitte und ob er mitten in der Fliese oder vom Rand aus liegt.
  • Ein eckiger Ausschnitt mitten in der Fliese beginnt oft mit kleinen Bohrungen in den Ecken, damit von den scharfen Ecken keine Sprünge ausgehen. Das gehört aber zum Ausschnitt und ist keine eigene runde Bohrung.

Brauchen Sie also ein Loch für das Heizkörperrohr, beauftragen Sie die runde Bohrung. Brauchen Sie eine Öffnung für einen quadratischen Bodenablauf, ist es ein Ausschnitt. Im Zweifel zeigen Sie dem Fliesenleger einfach das konkrete Produkt, das durch die Fliesen geführt wird.

Typische Fehler und wie sie sich später zeigen

Die meisten Probleme mit Bohrungen zeigen sich nicht sofort, sondern erst bei der Montage der Armaturen oder nach einigen Monaten im Gebrauch.

  • Versetztes Loch: falsch eingemessen oder Fuge vergessen. Die Rosette sitzt dann nicht mittig oder deckt das Loch gar nicht ab, und die Fliese muss getauscht werden.
  • Zu kleines Loch: Das Rohr wird mit Gewalt durchgeschoben, die Fliese steht unter Spannung und springt mit der Zeit. Bei Heizungsrohren passiert das öfter, weil sie sich beim Erwärmen ausdehnen.
  • Haarriss durch Überhitzung: entsteht beim Bohren ohne Kühlung oder mit stumpfer Krone. Anfangs unsichtbar, später wird er länger und verschmutzt.
  • Ausgebrochene Kante: zu viel Druck gegen Ende oder Bohren mit Schlag. Unter einer Rosette fällt das manchmal nicht auf, bei Dosen und Abflüssen oft schon.
  • Harte Füllung rund ums Rohr: Der Spalt zwischen Rohr und Fliese wird mit Fugenmörtel verfugt. Bewegt sich das Rohr, bröselt die Fuge oder die Fliese wird beschädigt. Richtig ist eine dauerelastische Füllung, meist Sanitärsilikon.
  • Beschädigte Abdichtung: In der Dusche wird beim nachträglichen Bohren die Dichtschlämme oder die Manschette unter der Fliese verletzt, und Wasser läuft hinter die Fliesen.
  • Angebohrtes Rohr oder Kabel: beim Bohren in verlegte Fliesen, ohne zu wissen, was dahinter liegt. Vorher müssen die Leitungswege bekannt sein oder mit einem Leitungssuchgerät geprüft werden.

Anleitung für Heimwerker: Loch in eine lose Feinsteinzeugfliese bohren

Brauchen Sie ein oder zwei Löcher in eine lose Fliese, etwa für den Anschluss eines Handtuchheizkörpers, schaffen Sie das selbst. Für Löcher in bereits verlegte Fliesen in der Dusche, große Durchmesser und Großformate wenden Sie sich lieber an den Fliesenleger. Beim Bohren entsteht feiner, quarzhaltiger Staub, tragen Sie daher mindestens eine FFP2-Maske und eine Schutzbrille.

  1. Diamantbohrkrone im passenden Durchmesser, Bohrmaschine ohne Schlag, Schablone oder ein Stück Brett mit vorgebohrtem Führungsloch und ein Gefäß mit Wasser bereitlegen.
  2. Fliese an ihren Platz halten, die Mitte des Anschlusses übertragen und die Fugenbreite dazurechnen.
  3. Lochmitte mit einem Stift auf ein Stück Malerkrepp markieren, das auf die Glasur geklebt wird.
  4. Fliese mit der Sichtseite nach oben auf eine ebene, feste Unterlage legen, damit sie sich nicht durchbiegt.
  5. Schlagfunktion ausschalten und mittlere Drehzahl laut Angaben des Kronenherstellers einstellen.
  6. Krone in die Schablone oder schräg ansetzen, eine flache Rille schneiden und die Krone dann senkrecht stellen.
  7. Mit mäßigem Druck bohren, laufend mit Wasser kühlen oder bei einer Wachskrone leicht kreisen.
  8. Gegen Ende den Druck verringern, damit die Rückseite der Fliese nicht ausbricht.
  9. Kern entfernen, Kante prüfen und mit einem Diamantschleifschwamm leicht nachschleifen.
  10. Fliese abspülen, trocknen lassen und vor dem Verkleben noch einmal an ihren Platz halten.

Schneidet die Krone nicht mehr und brummt nur noch, ist sie verglast. Dann hilft es, kurz in einen Abziehstein oder ein Stück Porenbeton zu bohren, damit die Diamanten wieder freiliegen.

Wie lange es dauert und wie Sie die fertige Arbeit prüfen

Das Bohren eines Lochs in eine lose Fliese dauert meist nur wenige Minuten. Die meiste Zeit beanspruchen Einmessen, Vorbereiten des Werkzeugs und Kontrolle. Bei verlegten Fliesen, großem Durchmesser oder dickem Feinsteinzeug dauert es deutlich länger. Wird der Spalt rund ums Rohr mit Silikon gefüllt, braucht dieses laut Hersteller meist einige Tage, bis es ganz durchgehärtet ist. Belasten Sie es in der Dusche bis dahin nicht unnötig mit Wasser.

Schauen Sie sich das Loch bei der Kontrolle aus der Nähe mit seitlichem Licht an, das auch feine Risse sichtbar macht. Fahren Sie mit dem Finger über die Kante, sie darf weder scharf noch ausgebrochen sein. Klopfen Sie rund um die verlegte Fliese leicht, ein hohler Klang verrät eine schlecht verklebte Stelle. Und vor allem: Halten Sie die Rosette oder Manschette probehalber an, die das Loch abdecken soll.

Checkliste für die Abnahme

  • Jedes Loch sitzt genau an den gesetzten Anschlüssen und Rohren
  • Rosetten und Manschetten decken die Löcher vollständig ab und sitzen mittig
  • Die Armaturanschlüsse liegen symmetrisch in gleicher Höhe und im richtigen Abstand
  • Die Lochkanten sind sauber, ohne Ausbrüche und scharfe Splitter
  • Bei seitlichem Licht sind auf den Fliesen keine Haarrisse zu sehen
  • Rund um die Löcher ist die Glasur oder die polierte Oberfläche nicht zerkratzt
  • Gebohrte Fliesen klingen beim Abklopfen nicht hohl
  • Der Spalt zwischen Rohr und Fliese ist dauerelastisch gefüllt, nicht mit Fugenmörtel
  • In Dusche und bei der Wanne ist die Abdichtung samt Dichtmanschetten um die Durchführungen intakt
  • Die Umgebung ist von Bohrschlamm und Staub gereinigt

Häufige Fragen

Ja, das ist aber aufwendiger und riskanter. Die Fliese muss vollflächig verklebt, der Kleber ausgehärtet sein, und dahinter dürfen keine Rohre oder Kabel liegen. In der Dusche ist darauf zu achten, dass die Abdichtung unter den Fliesen unverletzt bleibt.

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