Preisverzeichnis 2026 · Deutschland

Abbruch von Vollbackstein- und Sichtmauerwerk

Bei dieser Arbeit wird eine Wand oder ein Teil davon abgebrochen, die aus Vollbackstein oder aus unverputzten Sichtbacksteinen besteht. Meist geht es um einen Umbau in einem älteren Haus oder einer älteren Wohnung: Die Küche soll offen zum Wohnzimmer werden, es braucht einen neuen Durchgang, eine grössere Öffnung für Fenster oder Türe, od

Aktualisiert 09/2026·5 Min. Lesezeit·24 Positionen im Preisverzeichnis
Preis der Standardleistung
41.75 CHF/ Stk.
Orientierungsspanne
32.86 CHF - 79.25 CHF
Preis nur für diese konkrete Leistung - ohne Material und ohne Vorbereitungsarbeiten. Es ist nicht der Preis für den gesamten Auftrag.
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Abbruch- und Demontagearbeiten24 Positionen

Alle angegebenen Preise sind Nettopreise, zuzüglich gegebenenfalls anfallender Umsatzsteuer. Der Arbeitspreis enthält nur die Arbeit. Der Preis mit Material enthält zusätzlich Hilfsmaterial (Kleber, Grundierung, Dichtstoffe, Befestigungsmaterial). Fliesen, Bodenbeläge, Farbe und Sanitärobjekte wählt und kauft der Kunde selbst, sie sind nicht enthalten.

PositionEHPreis / EHMengeSumme
Abbruch- und Demontagearbeiten
Abbruch von Voll- / Sichtziegelmauerwerkm²-
Wandfliesen abschlagenm²-
Bodenfliesen abschlagenm²17.40 CHF-
Demontage der BadewanneStk.71.52 CHF-
Demontage des WCsStk.38.66 CHF-
Demontage des WaschbeckensStk.32.86 CHF-
Abbruch Ziegeltrennwand bis 150 mmm²-
Abbruch Betonwand / Trennwandm³289.94 CHF-
Abbruch Stahlbetondecke bis 12 cmm²104.37 CHF-
Entfernen von PVC- oder Teppichbödenm²7.73 CHF-
Entfernen schwimmender Böden (Parkett, Linoleum)m²2.50 CHF-
Demontage Türblatt mit HolzzargeStk.48.32 CHF-
Stahlzarge aus Betonwand herausschneiden und ausbauenStk.-
Stahlzarge aus Beton ausbrechenStk.50.26 CHF-
Demontage PlattenheizkörperStk.38.66 CHF-
Demontage GussheizkörperStk.67.65 CHF-
Entfernen Gipskarton-Unterdecke samt Unterkonstruktionm²15.47 CHF-
Kompletter Abbruch eines Fertig-Sanitärkerns (Plattenbau)Stk.-
Abschlagen alter Innenputzem²12.56 CHF-
Demontage der KüchenzeileStk.-
Ausbau eines EinbauschrankesStk.79.25 CHF-
Ausbau einer WC-Vorwand mit SteigleitungStk.92.78 CHF-
Ausbau der FensterbänkeStk.19.33 CHF-
Bauschutt abtransportieren und entsorgent-
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Vollbackstein und Sichtmauerwerk: Was beim Abbruch anders ist

Vollbacksteinmauerwerk findet man in älteren Bauten sowohl bei Trennwänden als auch bei tragenden Wänden. Trennwände sind meist etwa 10 bis 15 cm dick, tragende Wände und Aussenwände oft 30 bis 45 cm oder mehr. Die Steine sind mit Kalkmörtel oder Kalkzementmörtel vermauert. Alter Kalkmörtel bröckelt oft leicht, Zementmörtel hält dagegen fest und bremst den Abbruch spürbar.

Sichtmauerwerk besteht aus Sichtbacksteinen, die nie verputzt wurden. Man sieht es an Fassaden, im Innenraum als gestalterisches Element oder in historischen Gebäuden. Beim Abbruch geht es hier oft um zwei Dinge gleichzeitig: Ein Teil soll weg, der angrenzende sichtbare Teil darf aber keinen Schaden nehmen. Wenn Sie die Backsteine wiederverwenden möchten, wird das Mauerwerk von Hand Stein für Stein abgetragen und vom Mörtel befreit.

Tragende Wand oder Trennwand: Was Sie vorher klären sollten

Die erste Frage ist nicht, wie man abbricht, sondern was die Wand trägt. Auch eine unscheinbare Trennwand kann in einem alten Haus die umliegenden Wände aussteifen, oder die Decke hat sich mit den Jahren teilweise auf sie abgesenkt. Vor dem Abbruch von Vollbacksteinmauerwerk lohnt es sich deshalb, einen Bauingenieur beizuziehen. Er beurteilt, ob die Wand tragend ist, ob die Decke während der Arbeiten abgestützt werden muss und welcher Sturz über der neuen Öffnung nötig ist.

  • Schadstoffe: Bei Gebäuden, die vor 1990 gebaut wurden, können in Fugen, Verkleidungen, Bodenbelägen oder Leitungsisolationen Asbest oder andere Schadstoffe stecken. Lassen Sie vor dem Abbruch eine Fachperson abklären, ob solche Materialien vorhanden sind. Asbesthaltiges Material darf nur von spezialisierten Fachleuten entfernt werden.
  • Wohnung im Mehrfamilienhaus: Informieren Sie Hauswart, Liegenschaftsverwaltung und Nachbarn frühzeitig über Lärm, Staub, Arbeitszeiten und den Standort der Mulde. Das erspart viel Ärger.

Wie der Abbruch Schritt für Schritt abläuft

  1. Wand beurteilen lassen und die Vorgaben des Bauingenieurs bereithalten.
  2. Abklären, was in der Wand verläuft: Strom, Wasser, Abwasser, Lüftungskanäle, Gas. Abschalten und trennen muss eine Fachperson: Strom nur ein konzessionierter Elektroinstallateur, Wasser und Gas ein Sanitärinstallateur bzw. der zuständige Gasfachmann.
  3. Raum leeren, Böden, Fenster und Türen mit Folie abdecken und den Arbeitsbereich staubdicht vom Rest der Wohnung abtrennen.
  4. Bei tragenden Wänden die Decke nach Angaben des Bauingenieurs provisorisch abstützen.
  5. Bei einer Öffnung in einer tragenden Wand zuerst eine Aussparung ausbrechen und den neuen Sturz einsetzen, erst danach das Mauerwerk darunter abbrechen.
  6. Von oben nach unten und schichtweise abbrechen und laufend prüfen, ob das restliche Mauerwerk stabil bleibt.
  7. Schutt direkt vor Ort trennen: Backstein und Mörtel separat, Metall, Holz und Kunststoff je separat.
  8. Leibungen sowie Anschlüsse an Decke und Boden sauber nacharbeiten und das Material abführen.

Riechen Sie während der Arbeit Gas, hören Sie sofort auf. Betätigen Sie keine elektrischen Geräte oder Lichtschalter und verwenden Sie kein offenes Feuer. Öffnen Sie die Fenster, verlassen Sie das Gebäude und rufen Sie von draussen die Notfallnummer Ihres Gasversorgers oder 112 an. Bei Feuer gilt die Nummer 118.

Von Hand oder mit Maschine

Der Abbruch von Hand mit Abbruchhammer, Meissel und Mauersäge ist in Wohnungen und Einfamilienhäusern üblich. Er ist genauer und erschüttert die Konstruktion weniger. Ausserdem lassen sich so Teile des Mauerwerks oder die Sichtbacksteine erhalten. Dafür dauert er länger und ist körperlich anstrengend.

Der maschinelle Abbruch mit hydraulischen Hämmern oder kleinen Abbruchrobotern eignet sich für dicke Aussen- und Tragwände, grössere Flächen oder Stellen, an denen man von Hand kaum arbeiten kann. Er geht schneller, ist aber lauter und erzeugt mehr Vibrationen, die benachbarte Bauteile beschädigen können. In der Praxis kombiniert man oft beides: Die Maschine erledigt den Grossteil, Ränder und Anschlüsse werden von Hand nachgearbeitet. Für gerade, saubere Kanten wird das Mauerwerk vorher mit einer Diamanttrennscheibe oder einer Seilsäge eingeschnitten.

Bei jeder Methode entsteht viel Staub. Wasser zum Benetzen, Absaugung, Atemschutzmaske, Schutzbrille und Helm gehören zur normalen Ausrüstung, nicht zum Extra.

Was die Arbeit erleichtert und was sie erschwert

  • Dicke und Funktion der Wand: Eine dünne, nicht belastete Trennwand ist einfach. Eine dicke tragende Wand mit Abstützung und Sturz ist deutlich aufwendiger.
  • Festigkeit des Mörtels: Bröckeliger Kalkmörtel lässt sich leicht lösen, harter Zementmörtel bremst.
  • Erhalt der Backsteine: Sichtmauerwerk sorgfältig abzutragen dauert länger als ein gewöhnlicher Abbruch.
  • Zugang: Ein oberes Stockwerk ohne Lift, ein enges Treppenhaus oder fehlender Platz für eine Mulde verlängern den Abtransport.
  • Schuttmenge: Ein Kubikmeter Vollbacksteinmauerwerk ergibt ungefähr anderthalb bis fast zwei Tonnen Abfall. Zerkleinert braucht er mehr Platz als in der Wand.
  • Versteckte Überraschungen: Eingebaute Leitungen, einbetonierte Stahlzargen, Stahlträger im Mauerwerk oder Schadstoffe bringen zusätzliche Arbeit.
  • Bewohntes Umfeld: In einem bewohnten Haus müssen die Ruhezeiten der Hausordnung eingehalten und die Umgebung besser geschützt werden.

Typische Fehler

  • Abbruch ohne Bauingenieur, weil die Wand ja dünn sei. Die Folgen können Risse, eine durchhängende Decke oder Schäden in Nachbarwohnungen sein.
  • Keine Schadstoffabklärung in älteren Häusern. Wer Asbest unwissentlich aufbricht, gefährdet sich selbst und alle Bewohner.
  • Zu kleine Mulde. Vollbackstein ist schwer, die Mulde ist schneller voll als gedacht. Planen Sie eine Reserve ein.
  • Schutt im Hauskehricht. Bauschutt gehört auf den Werkhof oder die Sammelstelle der Gemeinde, in ein Recyclingwerk oder in eine Mulde einer Firma, die ihn fachgerecht entsorgt.
  • Firma nur nach Preis auswählen. Prüfen Sie Erfahrung, Referenzen und eine Betriebshaftpflichtversicherung.

Abnahme der fertigen Arbeit

Bei der Abnahme lohnt es sich, diese Punkte durchzugehen:

  • Das Mauerwerk ist im vereinbarten Umfang entfernt, die Kanten der Öffnung sind gerade und fest
  • Umliegende Wände, Decke und Boden zeigen keine neuen Risse oder Durchbiegungen
  • Der Sturz ist nach Vorgabe des Bauingenieurs eingesetzt und die Abstützung wurde erst zum vereinbarten Zeitpunkt entfernt
  • Leitungen in der Umgebung sind von Fachleuten gesichert, abgeschlossen oder neu verbunden
  • Angrenzendes Sichtmauerwerk ist unbeschädigt
  • Der Schutt ist abgeführt und Sie haben einen Entsorgungsbeleg
  • Der Raum ist gereinigt und bereit für die nächsten Arbeiten

Häufige Fragen

Bei Vollbackstein ist davon abzuraten. Auch eine Wand, die nicht tragend aussieht, kann die Konstruktion aussteifen oder einen Teil der Decke tragen. Der Bauingenieur sagt Ihnen, ob sie entfernt werden kann und was dafür nötig ist.

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