Preisverzeichnis 2026 · Deutschland

Kompletter Rückbau einer Badzelle aus Schichtstoffplatten

Eine vorgefertigte Badzelle besteht aus Wand- und Deckenplatten aus Schichtstoff auf einem leichten Holz- oder Metallrahmen. In Osteuropa kennt man sie als Umakart-Kern, vereinzelt findet man solche Zellen auch in Wohnbauten der 1960er- und 1970er-Jahre. Beim kompletten Rückbau bleibt am Ende ein leerer Raum übrig: Badewanne, Lavabo, WC,

Aktualisiert 09/2026·4 Min. Lesezeit·24 Positionen im Preisverzeichnis
Preis Standardleistung
41.75 CHF/ Stk.
Richtwert-Spanne
32.86 CHF - 79.25 CHF
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Abbruch- und Demontagearbeiten24 Positionen

Alle angegebenen Preise sind Nettopreise, zuzüglich gegebenenfalls anfallender Umsatzsteuer. Der Arbeitspreis enthält nur die Arbeit. Der Preis mit Material enthält zusätzlich Hilfsmaterial (Kleber, Grundierung, Dichtstoffe, Befestigungsmaterial). Wandfliesen, Bodenfliesen, Bodenbeläge, Farbe und Sanitärobjekte wählt und kauft der Kunde selbst, sie sind nicht enthalten.

PositionEHPreis / EHMengeSumme
Abbruch- und Demontagearbeiten
Kompletter Abbruch eines Fertig-Sanitärkerns (Plattenbau)Stk.-
Wandfliesen abschlagenm²-
Bodenfliesen abschlagenm²17.40 CHF-
Demontage der BadewanneStk.71.52 CHF-
Demontage des WCsStk.38.66 CHF-
Demontage des WaschbeckensStk.32.86 CHF-
Abbruch Ziegeltrennwand bis 150 mmm²-
Abbruch von Voll- / Sichtziegelmauerwerkm²-
Abbruch Betonwand / Trennwandm³289.94 CHF-
Abbruch Stahlbetondecke bis 12 cmm²104.37 CHF-
Entfernen von PVC- oder Teppichbödenm²7.73 CHF-
Entfernen schwimmender Böden (Parkett, Linoleum)m²2.50 CHF-
Demontage Türblatt mit HolzzargeStk.48.32 CHF-
Stahlzarge aus Betonwand herausschneiden und ausbauenStk.-
Stahlzarge aus Beton ausbrechenStk.50.26 CHF-
Demontage PlattenheizkörperStk.38.66 CHF-
Demontage GussheizkörperStk.67.65 CHF-
Entfernen Gipskarton-Unterdecke samt Unterkonstruktionm²15.47 CHF-
Abschlagen alter Innenputzem²12.56 CHF-
Demontage der KüchenzeileStk.-
Ausbau eines EinbauschrankesStk.79.25 CHF-
Ausbau einer WC-Vorwand mit SteigleitungStk.92.78 CHF-
Ausbau der FensterbänkeStk.19.33 CHF-
Bauschutt abtransportieren und entsorgent-
Summe Arbeit
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Was zum kompletten Rückbau gehört

Unter einem kompletten Rückbau versteht nicht jeder dasselbe. Legen Sie den Umfang deshalb vorher schriftlich fest. Üblich sind:

  • Demontage der Sanitärapparate: Badewanne oder Duschwanne, Lavabo, WC, Armaturen und Spiegel
  • Entfernen der Wand- und Deckenplatten samt Holz- oder Metallunterkonstruktion
  • Rückbau des alten Bodens in der Zelle, wenn ein neuer Boden kommt
  • Rückbau der Verkleidung um die Steigleitung beim WC, falls vereinbart
  • Aufladen, Abtransport und fachgerechte Entsorgung des Materials

Nicht immer inbegriffen sind das Trennen und Verschliessen von Wasser, Strom und Gas sowie der Abbruch gemauerter Trennwände. Sollen Bad und WC zu einem Raum zusammengelegt werden, sind das zusätzliche Abbrucharbeiten. Diese werden separat geplant.

So läuft die Arbeit ab

  1. Wohnung und Treppenhaus schützen. Böden auf dem Transportweg, Türen und den Lift abdecken. Eine Staubschutzwand aus Folie beim Zugang zur Badzelle hält den Staub weitgehend im Raum.
  2. Installationen trennen. Das Wasser an den Absperrventilen der Wohnung schliessen und die Sicherung für das Bad ausschalten. Danach trennt eine Elektroinstallateurin oder ein Elektroinstallateur mit Bewilligung nach NIV die Leitungen und isoliert sie. Ein Gas-Durchlauferhitzer wird nur von einer konzessionierten Fachperson getrennt.
  3. Sanitärapparate ausbauen. Armaturen, Lavabo, WC und Wanne nacheinander entfernen. Die Abläufe provisorisch verschliessen, damit kein Geruch aus der Kanalisation aufsteigt.
  4. Platten abbauen. Die Platten abschrauben oder vorsichtig vom Rahmen lösen, von oben nach unten: zuerst die Decke, dann die Wände. Die Platten nicht unnötig zerkleinern. Grosse Stücke lassen sich besser tragen und es entsteht weniger Staub.
  5. Rahmen und Boden entfernen. Die Unterkonstruktion demontieren und, wie vereinbart, den alten Boden der Zelle.
  6. Aufräumen und prüfen. Den Raum wischen, das Material abführen und den Zustand von Steigleitungen, Rohbauwänden und Unterlagsboden anschauen.

Der Rückbau selbst dauert meist einen Tag. Bei aufwendigen Zellen oder langen Tragwegen kann es etwas länger gehen.

Was die Arbeit leichter oder schwieriger macht

Der Aufwand ist von Wohnung zu Wohnung recht verschieden. Einfach geht es, wenn die Zelle nie umgebaut wurde, die Platten nur verschraubt sind und das Haus einen Lift hat. Es hilft auch, wenn die Mulde nahe beim Eingang stehen kann.

Mehr Arbeit machen diese Situationen:

  • Keramikplatten, die direkt auf die Schichtstoffplatten geklebt wurden und samt Kleber weg müssen
  • Frühere Umbauten mit Beton, Mauerwerk oder Unterlagsboden in der Zelle
  • Rückbau der Verkleidung an der Steigleitung und vorsichtiges Arbeiten rund um alte Rohre
  • Obere Stockwerke ohne Lift oder ein langer Weg zum Fahrzeug oder zur Mulde
  • Strenge Ruhezeiten in der Hausordnung, wenn laute Arbeiten nur zu wenigen Stunden am Tag erlaubt sind

Schicken Sie für eine Offerte deshalb Fotos der Badzelle und des Treppenhauses mit. Geben Sie das Stockwerk an, ob es einen Lift gibt und ob auch Boden und Steigleitungsverkleidung weg sollen. Fragen Sie beim Hauswart oder bei der Liegenschaftsverwaltung nach, wo eine Mulde stehen darf und wann gearbeitet werden kann. Ein kurzer Aushang für die Nachbarn verhindert viel Ärger.

Steigleitungen, Asbest und Gas: hier braucht es Fachleute

Die Wasser- und Abwassersteigleitungen, die durch das ganze Haus führen, sind nicht Ihre privaten Rohre. Im Stockwerkeigentum gehören sie in der Regel zu den gemeinschaftlichen Teilen. Jeder Eingriff daran wird mit der Verwaltung oder der Eigentümergemeinschaft abgesprochen. Oft ersetzt man sie gleich für den ganzen Strang.

In Gebäuden, die vor 1990 gebaut wurden, bestehen Abwasserrohre häufig aus Asbestzement. Solange das Rohr intakt ist und niemand daran bohrt oder schneidet, ist das Risiko gering. Beim Schneiden oder Brechen werden jedoch gefährliche Fasern frei. Auch alte Plattenkleber oder Bodenbeläge können Asbest enthalten. Asbesthaltige Materialien darf nur eine von der Suva anerkannte Asbestsanierungsfirma entfernen. Wenn Sie nicht wissen, woraus ein Rohr besteht, lassen Sie es vorerst in Ruhe und lassen Sie eine Materialprobe untersuchen.

Elektrische Anschlüsse trennt und sichert nur eine Fachperson mit Bewilligung nach NIV. Einen Gas-Durchlauferhitzer im Bad trennt und verschliesst nur eine konzessionierte Gasfachperson. Riechen Sie während der Arbeiten Gas, betätigen Sie keine Schalter, kein offenes Feuer, Fenster öffnen und die Wohnung verlassen. Rufen Sie dann von draussen den Pikettdienst Ihres Gasversorgers oder die 112 an. Bei Brand gilt die 118.

Typische Fehler

  • Abbruch ohne ausgeschaltete Sicherung, obwohl hinter den Platten stromführende Kabel liegen
  • Beschädigte Steigleitung beim Herausreissen von Verkleidung oder Rahmen
  • Offene Abläufe, aus denen Geruch aufsteigt oder in die Schutt fällt
  • Schutt im Hauskehricht oder in der Container-Sammelstelle statt fachgerechte Entsorgung als Bauabfall
  • Kein Schutz für Lift und Treppenhaus, Schäden bezahlt danach die Eigentümerin oder der Eigentümer der Wohnung
  • Unklarer Umfang: Die Firma geht, Boden oder Steigleitungsverkleidung bleiben stehen

Den Raum nach dem Rückbau prüfen

Bevor Sie die Arbeit abnehmen und das neue Bad geplant wird, gehen Sie den Raum mit dieser Liste durch:

  • Alle Platten, die Unterkonstruktion und der vereinbarte Boden sind entfernt
  • Elektrische Leitungen sind getrennt, isoliert und beschriftet
  • Wasseranschlüsse sind geschlossen oder verschlossen und nichts tropft
  • Abläufe sind dicht verschlossen und es riecht nicht nach Kanalisation
  • Steigleitungen sind unbeschädigt, allfällige Risse sind der Verwaltung gemeldet
  • Rohbauwände und Decke zeigen keine neuen Ausbrüche oder Risse
  • Das Material ist abgeführt und Sie haben eine Quittung der Entsorgung
  • Treppenhaus, Lift und Wohnung sind sauber und ohne Schuttspuren

Häufige Fragen

Das Abschrauben der Platten schaffen geübte Heimwerker durchaus. Das Trennen von Strom und Gas gehört aber in die Hände bewilligter Fachleute, und Arbeiten an den Steigleitungen sprechen Sie mit der Verwaltung ab. Besteht Verdacht auf Asbest, lassen Sie die Finger von Rohren und Klebern.

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