Leistung aus dem Preisverzeichnis kalkulieren
Mengen eingeben und der Preis wird sofort neu berechnet. Die Preise gelten für Deutschland und können im Preisverzeichnis angepasst werden.
Alle angegebenen Preise sind Nettopreise, zuzüglich gegebenenfalls anfallender Umsatzsteuer. Der Arbeitspreis enthält nur die Arbeit. Der Preis mit Material enthält zusätzlich Hilfsmaterial (Kleber, Grundierung, Dichtstoffe, Befestigungsmaterial). Wandfliesen, Bodenfliesen, Bodenbeläge, Farbe und Sanitärobjekte wählt und kauft der Kunde selbst, sie sind nicht enthalten.
| Position | EH | Preis / EH | Menge | Summe |
|---|---|---|---|---|
| Vorbereitung | ||||
| Abkratzen alter Ölfarbe | m² | 10.63 CHF | - | |
| Rissbandagierung - Sanierung grosser Risse | lfm | - | ||
| Acryl-Verfugung der Anschlüsse | lfm | 3.54 CHF | - | |
| Grundierung der Wände und Decke | m² | 1.97 CHF | - | |
| Abkratzen alter Leimfarbe | m² | 4.72 CHF | - | |
| Lokale Riss- und Flickreparaturen | Stk. | 6.90 CHF | - | |
| Wände spachteln | m² | 12.80 CHF | - | |
| Decke spachteln | m² | 14.77 CHF | - | |
| Venezianischer Stuck - polierte Spachtelung | m² | - | ||
| Setzen von Eckschutzprofilen | lfm | - | ||
| Entfernen alter Tapeten | m² | 6.90 CHF | - | |
Muss die Ölfarbe immer ganz weg?
Nicht immer. Entscheidend ist der Zustand des Anstrichs. Ist die Ölfarbe fest, gut verbunden und blättert nirgends ab, genügt es oft, sie gründlich anzuschleifen, zu entfetten und mit einer Haftgrundierung nach Angaben des Herstellers vorzustreichen. Bricht der Anstrich aber, bildet er Blasen, lässt er sich mit dem Fingernagel ablösen oder liegen mehrere Schichten übereinander, löst sich die neue Farbe früher oder später zusammen mit der alten. Dann muss der Anstrich bis auf den Verputz entfernt werden.
Woran erkennen Sie Ölfarbe? Sie glänzt oder schimmert seidig, ist hart, Wasser perlt ab, und beim Klopfen wirkt sie wie eine dünne Schale. Ein einfacher Test: Reiben Sie eine kleine Stelle mit einem Lappen und Brennsprit ab. Dispersionsfarbe beginnt meist zu schmieren, Ölfarbe bleibt unverändert.
In sehr alten Häusern können Anstriche Blei enthalten, etwa als Bleiweiss. Wohnen Sie in einem Altbau und sind Sie unsicher, lassen Sie den Anstrich testen und schleifen Sie die Wand auf keinen Fall trocken ab.
Wie Ölfarbe entfernt wird
Die Methode richtet sich nach dem Untergrund (Verputz, Beton, Gipskarton), der Zahl der Schichten und der Grösse der Fläche. In der Praxis kombiniert man die Verfahren häufig.
Von Hand abkratzen
Dafür braucht es Schaber, Stahlspachtel und Drahtbürste. Das eignet sich für kleinere Flächen und für Stellen, an denen die Farbe schon von selbst abblättert. Sie haben gute Kontrolle und beschädigen den Verputz bei vorsichtiger Arbeit nicht. Auf grossen Wänden ist es aber mühsam und langwierig. Heute nutzt man es vor allem für Details an Türzargen, in Ecken und hinter Heizkörpern.
Maschinell schleifen
Mit Exzenter- oder Schwingschleifer und grobem Schleifpapier, bei grösseren Flächen auch mit einem Langhalsschleifer, der oft «Giraffe» genannt wird. Das geht schnell und raut die Oberfläche gleichzeitig auf, damit die neue Schicht hält. Es funktioniert vor allem auf ebenem, festem Untergrund gut. Dabei entsteht viel feiner Staub, deshalb gehören eine Absaugung und eine Atemschutzmaske immer dazu. Wer zu fest drückt, schleift einen weicheren Verputz leicht durch.
Chemischer Abbeizer
Das Gel oder die Flüssigkeit wird mit dem Pinsel aufgetragen und wirkt nach Herstellerangaben ein, meist etwa eine Viertelstunde bis eine Stunde. Danach zieht man die aufgeweichte Farbe mit dem Schaber ab. Das hilft bei dicken, fest haftenden Schichten, an denen man sonst tagelang kratzen würde. Nötig sind gutes Lüften, Handschuhe, Schutzbrille und ein gründliches Abwaschen der Rückstände.
Kombination
Bei mehrschichtigen Anstrichen löst man die Farbe oft zuerst mit Abbeizer, kratzt sie ab und schleift die Reste nach. Das Ergebnis ist ein sauberer, leicht rauer Untergrund, bereit für die nächsten Schritte.
Was die Arbeit leichter oder schwerer macht
Wie aufwendig die Arbeit wird, hängt vor allem davon ab:
- Zahl der Schichten: Jede weitere Schicht bedeutet eine weitere Runde Kratzen oder Abbeizen
- Haftung des Anstrichs: Farbe, die von selbst abblättert, geht schnell weg, harte und fest haftende Farbe wehrt sich
- Form der Fläche: Eine gerade Wand geht zügig, ein kleines Bad mit Leitungen, Ecken und Zargen braucht viel mehr Zeit
- Zustand des Verputzes: Bröckelt er unter der Farbe, kommen Spachteln oder Ausgleichen dazu, bei grösseren Schäden auch Arbeit für den Gipser
- Gewählte Methode: Abbeizer bedeutet mehr Material und Schutz, Schleifen dafür Maschinen und Absaugung
- Abdecken und Aufräumen: In einer bewohnten, möblierten Wohnung ist die Vorbereitung aufwendiger als in einem leeren Raum
Anleitung für Heimwerker: Ölfarbe von der Wand entfernen
Eine kleinere Fläche schaffen Sie auch selbst, wenn Sie Geduld und Schutzausrüstung mitbringen. Besteht Verdacht auf Blei oder geht es um grosse Flächen, ist es vernünftiger, einen Maler beizuziehen. Arbeiten an Steckdosen und Schaltern gehören zur Elektroinstallation und sind Sache einer konzessionierten Elektrofachperson.
- Möbel hinaustragen oder abdecken, Boden mit Folie auslegen und Ränder abkleben.
- Steckdosen und Schalter an der Wand sorgfältig abkleben und beim Arbeiten nicht mit nassem Werkzeug berühren.
- Handschuhe, Schutzbrille und Atemschutzmaske anziehen.
- An einer Probestelle prüfen, wie sich die Farbe unter dem Schaber und nach dem Auftragen von Abbeizer verhält.
- Lose Stellen mit flach gehaltenem Schaber abkratzen, damit der Verputz nicht beschädigt wird.
- Fest haftende Schichten mit Abbeizer bestreichen, nach Anleitung einwirken lassen und die aufgeweichte Farbe abziehen.
- Reste mit Schleifgerät und Absaugung nachschleifen, Ecken und Details von Hand bearbeiten.
- Wand mit Wasser und Entfetter abwaschen und alle Rückstände des Abbeizers entfernen.
- Wand gründlich trocknen lassen, meist mindestens einen Tag.
- Tiefengrund auftragen, nach dem Trocknen Risse und Löcher spachteln.
- Spachtelstellen mit feinem Papier (Körnung etwa 120 bis 180) schleifen, Wand absaugen und feucht abwischen.
Danach können Sie eine weisse Grundierung und anschliessend die Deckfarbe auftragen, meistens in zwei Schichten. In Küche und Treppenhaus passt eine abwaschbare Farbe, in gewöhnlichen Zimmern eine Dispersionsfarbe.
Typische Fehler
- Streichen auf nicht entfettete, glänzende Ölfarbe. Die neue Farbe sieht ein paar Wochen gut aus, dann löst sie sich in ganzen Bahnen.
- Nicht abgewaschene Abbeizer-Reste. Sie können Flecken, Farbveränderungen oder schlechte Haftung der nächsten Schichten verursachen.
- Schleifen ohne Absaugung. Der Staub verteilt sich in der ganzen Wohnung und ist ungesund, bei alten Anstrichen erst recht.
- Grundierung weggelassen. Blanker Verputz und Spachtelstellen saugen anders, nach dem Streichen sieht man Flecken.
- Unnötige Eile. Wer auf eine feuchte Wand streicht oder die Einwirkzeit verkürzt, bezahlt das später mit Nacharbeit.
- Stehen gelassene Inseln alter Farbe. Die Kanten zwischen altem Anstrich und blankem Verputz zeichnen sich durch die neue Farbe ab, wenn man sie nicht ausgleicht.
So prüfen Sie die fertige Arbeit
Gehen Sie die Wand vor dem Streichen im Streiflicht ab, zum Beispiel mit einer Taschenlampe, die Sie flach an die Wand halten. Prüfen Sie, ob:
- Der alte Anstrich auf der ganzen vereinbarten Fläche entfernt ist, auch in Ecken und hinter Heizkörpern
- Die Oberfläche matt und leicht rau ist, ohne glänzende Stellen
- Der Verputz fest ist und beim Darüberstreichen mit der Hand nicht bröckelt
- Die Wand sauber abgewaschen ist, ohne Fett und Abbeizer-Reste
- Die Wand trocken ist, beim Anfassen und beim Hinschauen, ohne dunkle feuchte Flecken
- Jeder Riss und jedes Loch gespachtelt und geschliffen ist
- Der Übergang zwischen Spachtel und Verputz im Streiflicht unauffällig ist
- Der Raum nach der Arbeit aufgeräumt und die Abdeckung entfernt oder für das Streichen bereit ist
Häufige Fragen
Das ist keine gute Idee. Auf glatter Ölfarbe hält Dispersionsfarbe nicht und blättert mit der Zeit ab. Ein fester Ölanstrich muss mindestens angeschliffen, entfettet und mit Haftgrund vorgestrichen werden, ein loser Anstrich gehört entfernt.
Das hängt von der Zahl der Schichten, der Haftung und der Form der Wand ab. Eine einzelne, von selbst abblätternde Schicht ist für den Maler schnell erledigt, mehrere feste Schichten mit Abbeizer können samt Trocknen auch mehrere Tage dauern.
Wenn Sie die Anleitung des Herstellers befolgen, gut lüften und Schutzausrüstung tragen, lässt er sich verwenden. Kinder und Haustiere sollten während der Arbeit nicht im Raum sein, und die Rückstände müssen immer gründlich abgewaschen werden.
Ja. Die Grundierung festigt die Oberfläche und gleicht das Saugverhalten aus, damit die neue Farbe gleichmässig trocknet und keine Flecken entstehen. Auf alten Verputz kommt meist ein Tiefengrund.
In sehr alten Anstrichen kann Blei vorkommen. Sind Sie unsicher, lassen Sie den Anstrich testen, schleifen Sie ihn nicht trocken und überlegen Sie, die Arbeit einer Fachperson mit geeigneter Schutzausrüstung zu überlassen.
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