Preisverzeichnis 2026 · Deutschland

Wände und Decke grundieren

Eine Grundierung ist ein dünner, meist farbloser Anstrich. Er kommt auf Wand, Decke oder Boden, bevor gestrichen, gespachtelt, tapeziert oder Platten und Bodenbeläge verlegt werden. Die Grundierung zieht in den Untergrund ein, festigt ihn, bindet Staub und gleicht aus, wie stark die Fläche Feuchtigkeit aufsaugt. Sie brauchen sie fast imme

Aktualisiert 09/2026·5 Min. Lesezeit·11 Positionen im Preisverzeichnis
Preis Standardleistung
1.97 CHF/ m²
Richtwert-Spanne
1.50 CHF - 2.60 CHF
Wohnung 60 m²
295.74 CHF
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Malerarbeiten11 Positionen

Alle angegebenen Preise sind Nettopreise, zuzüglich gegebenenfalls anfallender Umsatzsteuer. Der Arbeitspreis enthält nur die Arbeit. Der Preis mit Material enthält zusätzlich Hilfsmaterial (Kleber, Grundierung, Dichtstoffe, Befestigungsmaterial). Wandfliesen, Bodenfliesen, Bodenbeläge, Farbe und Sanitärobjekte wählt und kauft der Kunde selbst, sie sind nicht enthalten.

PositionEHPreis / EHMengeSumme
Vorbereitung
Grundierung der Wände und Deckem²1.97 CHF-
Abkratzen alter Ölfarbem²10.63 CHF-
Rissbandagierung - Sanierung grosser Risselfm-
Acryl-Verfugung der Anschlüsselfm3.54 CHF-
Abkratzen alter Leimfarbem²4.72 CHF-
Lokale Riss- und FlickreparaturenStk.6.90 CHF-
Wände spachtelnm²12.80 CHF-
Decke spachtelnm²14.77 CHF-
Venezianischer Stuck - polierte Spachtelungm²-
Setzen von Eckschutzprofilenlfm-
Entfernen alter Tapetenm²6.90 CHF-
Summe Arbeit
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Wozu die Grundierung dient und wann Sie sie nicht weglassen sollten

Warum wirkt ein Anstrich ohne Grundierung oft fleckig? Verputz, Spachtelmasse und Karton saugen unterschiedlich stark. An einer Stelle zieht die Farbe tief ein, an einer anderen kaum. So entstehen Unterschiede im Farbton und im Glanz. Die Grundierung gleicht das aus. Die Farbe trocknet gleichmässig, und Sie brauchen weniger davon.

Die zweite Aufgabe ist das Festigen. Alte Kalkputze oder Wände, von denen die Farbe abgekratzt wurde, sanden und bröseln oft. Ein Tiefengrund verklebt diese feinen Teilchen. Die neue Schicht haftet dann auf einem festen Untergrund und blättert nicht ab.

Besonders sinnvoll ist eine Grundierung:

  • Auf neuem Verputz, Gipsplatten, Beton und Porenbeton
  • Nach dem Abkratzen alter Farbe oder dem Abschleifen der Wand
  • Auf Stellen, die mit Spachtelmasse oder Gips ausgebessert wurden
  • Vor dem Spachteln, Tapezieren, vor Dekorputz und vor dem Verlegen von Wand- und Bodenplatten
  • Vor einer Fliessspachtelung oder dem Verkleben von Bodenbelägen

Wände und Decke oder Wände und Boden: der Unterschied

Das Prinzip bleibt gleich. Unterschiedlich sind der Untergrund, die Arbeit danach und wie bequem man arbeiten kann.

Wände und Decke werden meist vor dem Streichen grundiert. Die Decke ist anstrengender, weil Sie über Kopf arbeiten. Der Anstrich tropft, und Sie sehen schlecht, ob irgendwo eine Stelle fehlt. Decken Sie Boden und Möbel gut ab, schützen Sie Ihre Augen und arbeiten Sie von einer stabilen Leiter oder einem niedrigen Rollgerüst. An Decken finden sich zudem öfter Wasserflecken nach einem Leck. Diese deckt eine normale Grundierung nicht ab.

Wände und Boden grundiert man eher vor Plattenarbeiten, einer Fliessspachtelung oder vor verklebten Belägen wie Vinyl oder Teppich. Am Boden ist gründliches Absaugen wichtig. Lassen Sie keine Pfützen stehen und arbeiten Sie so, dass Sie an der Türe aufhören und nicht durch den frischen Anstrich laufen müssen. Ein Unterlagsboden aus Zement oder Anhydrit muss genügend ausgehärtet und trocken sein. Bei Anhydrit verlangen die Hersteller meist, dass die Oberfläche angeschliffen wird, und eine eigene Grundierung. Prüfen Sie das im technischen Merkblatt.

Arten von Grundierungen und wann welche passt

Tiefengrund

Der gängigste Typ, meist auf Acrylatbasis. Er eignet sich für Verputz, Beton, Gipsplatten und Porenbeton. Er festigt saugende und sandende Untergründe und wird vor dem Streichen, Spachteln und Tapezieren verwendet.

Grundierung für Gipsplatten

Der Karton der Gipsplatte saugt anders als die gespachtelten Fugen. Eine dafür gemachte Grundierung gleicht beides aus, damit sich die Fugen später nicht durch die Farbe abzeichnen.

Haftbrücke

Auf glatten, nicht saugenden Flächen reicht ein normaler Grund nicht, weil er nirgends einziehen kann. Das betrifft etwa alte Platten, glasierte Fliesen oder sehr glatten Beton. Hier kommt eine Haftbrücke zum Einsatz, oft mit feinem Quarzsand. Darauf haften Kleber und Spachtelmasse deutlich besser.

Isoliergrund gegen Flecken

Wasser-, Nikotin-, Russ- oder Fettflecken schlagen durch normale Farbe wieder durch. Ein Isoliergrund, auch Sperrgrund genannt, verhindert das. Eine normale Grundierung schafft das nicht.

Universalgrundierung

Ein Kompromiss für gemischte Untergründe. Manche Produkte eignen sich auch für aussen oder enthalten Zusätze gegen Schimmel. Wichtig: Eine Grundierung ist keine Abdichtung. In der Dusche und rund um die Badewanne gehört unter die Platten eine Abdichtung. Ein Schimmelzusatz löst zudem die Ursache nicht, wenn Feuchtigkeit oder eine Wärmebrücke dahintersteckt, also eine kalte Stelle in der Wand, an der sich Kondenswasser bildet.

Anleitung für Heimwerker: Wände, Decke und Boden grundieren

Grundieren können Sie gut selbst, wenn Sie eine stabile Leiter und etwas Geduld haben. Entscheidend sind ein sauberer Untergrund und die Angaben des Herstellers.

  1. Boden, Möbel, Fenster und Schalter abdecken, Ränder mit Klebeband abkleben.
  2. Lose Farbe, abblätternden Verputz und Fett entfernen, ausgebesserte Stellen vollständig trocknen lassen.
  3. Staub von der Fläche entfernen, den Boden gründlich absaugen.
  4. Prüfen, ob der Untergrund trocken ist und die Raumtemperatur im vom Hersteller angegebenen Bereich liegt, meist über +5 °C.
  5. Grundierung aufrühren und gemäss Merkblatt allenfalls mit Wasser verdünnen.
  6. Ecken, Kanten und den Bereich um die Türzargen mit dem Pinsel vorstreichen.
  7. Mit der Rolle eine gleichmässige, dünne Schicht auf die Fläche auftragen, an der Decke vom Fenster in den Raum hinein, am Boden von der hintersten Ecke zur Türe hin.
  8. Trocknen lassen, je nach Temperatur und Luftfeuchtigkeit meist einige Stunden, dabei leicht lüften, ohne Durchzug.
  9. Bei sehr saugendem Untergrund eine zweite Schicht auftragen und erst danach weiterarbeiten.
  10. Werkzeug sofort mit Wasser auswaschen.

Was die Arbeit einfacher oder aufwendiger macht

Am schnellsten geht es bei einer grossen, ebenen Fläche in einem leeren Raum mit festem, sauberem Untergrund. Länger dauert es in kleinen, verwinkelten Räumen wie Bad, Korridor oder Nischen, bei vielen Ecken und Fensterleibungen, bei hohen Decken mit Gerüst und in möblierten Räumen, die abgedeckt werden müssen. Zeit kostet auch ein Untergrund, der zuerst abgekratzt, abgesaugt oder ausgebessert werden muss. Sehr saugender neuer Verputz oder Porenbeton braucht oft zwei Schichten. Spezialprodukte wie Haftbrücke oder Isoliergrund sind ein zusätzlicher Arbeitsschritt. Bei einer Offerte vom Maler lohnt sich ein Blick darauf, ob das Grundieren im Streichen enthalten ist oder separat aufgeführt wird.

Typische Fehler

  • Feuchten oder staubigen Untergrund grundieren. Der Anstrich zieht nicht ein, er klebt nur den Staub an der Oberfläche fest.
  • Zu dicke Schicht. Es entsteht ein glänzender, glatter Film, auf dem Farbe und Kleber schlecht haften. Grundierung wird gestrichen, nicht ausgegossen.
  • Falsch verdünnt. Zu dicker Grund zieht nicht ein, zu dünner festigt nicht. Halten Sie sich an das Mischverhältnis des Herstellers.
  • Gipsplatten oder ausgebesserte Stellen ausgelassen. Die gespachtelten Fugen scheinen später durch den Anstrich.
  • Normale Grundierung auf nicht saugendem Untergrund. Auf Platten oder Glasur gehört eine Haftbrücke.
  • Zu früh oder zu spät weitergearbeitet. Wer auf nassen Grund streicht, verschlechtert die Haftung. Das gilt auch bei langem Warten, wenn sich inzwischen Staub abgesetzt hat.

Die fertige Arbeit prüfen

Ob die Grundierung gelungen ist, lässt sich leicht testen: Fahren Sie mit der Hand über die Wand und geben Sie ein paar Tropfen Wasser darauf. Auf einer gut grundierten Fläche bleibt das Wasser kurz stehen und wird nicht sofort aufgesogen.

  • Die Fläche ist leicht matt, ohne glänzende Flecken und Läufer
  • Mit der Hand darübergestrichen, sandet und bröselt nichts
  • Ecken, Kanten, Leibungen und der Bereich um die Zargen sind gestrichen
  • Ausgebesserte Stellen und Fugen der Gipsplatten sind mit der Fläche grundiert
  • Am Boden gibt es keine Pfützen und keine klebrigen Stellen
  • Die Umgebung ist sauber, die Abdeckung entfernt und das Werkzeug ausgewaschen

Häufige Fragen

Ist der alte Anstrich fest, sandet nicht und ist die neue Farbe vom gleichen Typ, ist eine Grundierung oft nicht nötig. Färbt die Wand beim Darüberstreichen mit dem Finger ab, oder haben Sie abgekratzt oder ausgebessert, lohnt sich die Grundierung.

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