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Stucco Veneziano (polierte Spachteltechnik)

Stucco Veneziano, auch polierte Spachteltechnik genannt, ist eine Wandgestaltung, die von Hand aufgetragen wird. Die Wand wirkt danach wie glatter, glänzender Stein mit feinen Adern und einer gewissen Tiefe. Viele wählen diese Technik, um eine einzelne Wand hervorzuheben, etwa hinter dem Sofa, hinter dem Bett oder im Eingangsbereich. Sie

Aktualisiert 09/2026·4 Min. Lesezeit·11 Positionen im Preisverzeichnis
Preis Standardleistung
6.05 CHF/ m²
Richtwert-Spanne
1.97 CHF - 14.77 CHF
Wohnung 60 m²
908.60 CHF
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Malerarbeiten11 Positionen

Alle angegebenen Preise sind Nettopreise, zuzüglich gegebenenfalls anfallender Umsatzsteuer. Der Arbeitspreis enthält nur die Arbeit. Der Preis mit Material enthält zusätzlich Hilfsmaterial (Kleber, Grundierung, Dichtstoffe, Befestigungsmaterial). Wandfliesen, Bodenfliesen, Bodenbeläge, Farbe und Sanitärobjekte wählt und kauft der Kunde selbst, sie sind nicht enthalten.

PositionEHPreis / EHMengeSumme
Vorbereitung
Venezianischer Stuck - polierte Spachtelungm²-
Abkratzen alter Ölfarbem²10.63 CHF-
Rissbandagierung - Sanierung grosser Risselfm-
Acryl-Verfugung der Anschlüsselfm3.54 CHF-
Grundierung der Wände und Deckem²1.97 CHF-
Abkratzen alter Leimfarbem²4.72 CHF-
Lokale Riss- und FlickreparaturenStk.6.90 CHF-
Wände spachtelnm²12.80 CHF-
Decke spachtelnm²14.77 CHF-
Setzen von Eckschutzprofilenlfm-
Entfernen alter Tapetenm²6.90 CHF-
Summe Arbeit
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Wie Stucco Veneziano Schritt für Schritt entsteht

Das ist langsame Handarbeit. Jede Schicht ist sehr dünn, und über das Ergebnis entscheidet vor allem das richtige Timing. Maler oder Gipser gehen meist in dieser Reihenfolge vor:

Untergrund vorbereiten

Die Wand muss eben, tragfähig, trocken und sauber sein. Löcher und Risse werden zugespachtelt, alte Anstriche, die nicht mehr gut halten, entfernt. Danach kommt eine passende Grundierung darauf. Sie sorgt dafür, dass die Wand überall gleich stark saugt. Auf einer glänzenden Oberfläche fällt jede Unebenheit auf. Deshalb dauert die Vorbereitung oft länger als der eigentliche Stucco.

Grundschicht

Die erste Schicht wird dünn mit einer Glättekelle aus Edelstahl aufgezogen und gleicht kleine Unebenheiten aus. Sie trocknet nach Angaben des Herstellers, meist einige Stunden. Dickere Stellen werden danach leicht angeschliffen.

Schichten mit Struktur

Die zweite und jede weitere Schicht trägt man mit kurzen Zügen in verschiedene Richtungen auf. So entsteht die typische Marmorierung. Üblich sind zwei bis vier dünne Schichten. Die letzte Schicht wird im richtigen Moment verdichtet und geglättet: wenn sie nicht mehr nass, aber auch noch nicht ganz hart ist. Genau dann beginnt der Glanz.

Wachsen und Polieren

Nach dem Trocknen folgt eine dünne Schicht Wachs, die mit einem Tuch oder der Kelle poliert wird. Das Wachs vertieft die Farbe, erhöht den Glanz und schützt die Oberfläche vor Wasser und Schmutz.

Materialien und Varianten: was passt wofür

  • Kalkbasierter Stucco Veneziano ist die traditionelle Variante mit Marmormehl. Er ist diffusionsoffen, lässt also Feuchtigkeit durch. Weil Kalk alkalisch ist, haben Schimmelpilze es schwerer. Ideal für Wohn- und Schlafräume
  • Spachtel auf Kunstharzbasis lässt sich einfacher verarbeiten und ist meist abriebfester. Dafür ist er in der Regel weniger diffusionsoffen
  • Wachse gibt es natürlich oder synthetisch, manche mit Perlmutt- oder Metallic-Effekt. Eine dicke Wachsschicht bremst den Feuchteaustausch, deshalb wird sie dünn aufgetragen
  • Farbe: weiss, vorpigmentiert oder nach Muster abgetönt. Helle und mittlere Töne verzeihen kleine Fehler eher, dunkle und metallische Töne zeigen jeden Kellenzug

Als Werkzeug braucht es Glättekellen aus Edelstahl, kleinere Spachtel für Ecken, feines Schleifpapier und saubere Tücher. Die Kelle darf keine Kratzer haben, sonst überträgt sie diese auf die Wand.

Was die Arbeit erleichtert und was sie aufwendiger macht

Wie viel Aufwand eine Wand bedeutet, hängt vor allem von diesen Punkten ab:

  • Der Zustand der Wand: Eine unebene oder beschädigte Wand braucht mehr Spachteln und Schleifen
  • Die Anzahl Schichten und der gewünschte Glanz
  • Spezielle Effekte wie Perlmutt, Metallic-Pigmente oder mehrere Farbtöne auf einer Fläche
  • Viele Ecken, Leibungen, Steckdosen und Schalter, um die herum langsam gearbeitet werden muss
  • Raumhöhe und Zugang, etwa über einem Treppenhaus oder hinter fest eingebauten Möbeln
  • Ob der Raum leer ist und ob gleichzeitig andere Handwerker darin arbeiten, denn Staub auf der frischen Schicht macht Probleme

Wo er passt und wo eher nicht

Stucco Veneziano passt gut ins Wohnzimmer, ins Schlafzimmer, in den Eingang, in den Korridor und ins Büro. Gewachst lässt er sich auch in der Küche abseits der Arbeitsfläche und im Bad ausserhalb des direkten Spritzwassers einsetzen.

In der Praxis kommt es oft vor, dass jemand ihn in der Dusche als Ersatz für Platten möchte und später überrascht ist, dass sich die Oberfläche an dauernd nassen Stellen verändert. Für solche Zonen gibt es eigene Systeme, zum Beispiel spezielle wasserfeste Spachtelbeläge. Fragen Sie Ihren Maler oder Plattenleger danach, bevor Sie sich entscheiden.

Typische Fehler beim Stucco Veneziano

  • Schlecht vorbereiteter Untergrund: Auf staubigen oder fettigen Stellen löst sich der Spachtel, und Unebenheiten treten nach dem Polieren deutlich hervor
  • Zu dicke Schichten, die lange trocknen und reissen können
  • Ungleichmässige Kellenzüge, die Flecken, Streifen und unschöne Übergänge hinterlassen
  • Polieren im falschen Moment: Ist die Schicht noch nass, reisst der Spachtel auf. Ist sie schon trocken, entsteht kein Glanz mehr
  • Dick oder ungleichmässig aufgetragenes Wachs, das fleckig und künstlich wirkt
  • Arbeiten bei Durchzug oder direkter Sonne: Der Spachtel trocknet zu schnell und lässt sich nicht mehr polieren

Fehler, die bei einem normalen Anstrich verschwinden, sieht man hier sofort. Oft lassen sie sich nur beheben, indem man die ganze oberste Schicht entfernt.

Anleitung für Heimwerker: Probefläche vor der ersten Wand

Stucco Veneziano ist ungefährlich, braucht aber Übung. Wenn Sie es selbst versuchen möchten, beginnen Sie auf einer Platte oder an einer kleinen Wand, die im Raum nicht im Mittelpunkt steht. Halten Sie sich an das technische Merkblatt des jeweiligen Produkts.

  1. Raum ausräumen, Boden abdecken und Ränder mit Klebeband abkleben.
  2. Ebenheit der Wand mit einer langen Latte prüfen, Unebenheiten zuspachteln und schleifen.
  3. Oberfläche abstauben und die vom Hersteller empfohlene Grundierung auftragen.
  4. Eine dünne Grundschicht aufziehen und trocknen lassen.
  5. Weitere dünne Schichten mit kurzen, kreuzweisen Zügen auftragen, jeweils nach dem Trocknen der vorherigen.
  6. Die letzte Schicht mit sauberer Kelle verdichten und glätten, sobald sie nicht mehr nass, aber noch nicht hart ist.
  7. Nach vollständigem Trocknen eine dünne Schicht Wachs auftragen und mit einem Tuch polieren.
  8. Kellen sofort reinigen und trocknen, damit keine Reste antrocknen.

Wenn die Probe nicht gleich wie gewünscht gelingt, ist das normal. Für eine Wand, die im Raum wirklich wirken soll, lohnt sich ein erfahrener Maler.

So prüfen Sie die fertige Wand

  • Wand gegen das Fensterlicht und unter schräg einfallendem Lampenlicht anschauen: keine Wellen und keine deutlichen Unebenheiten
  • Die Marmorierung wirkt auf der ganzen Fläche gleichmässig, ohne harte Grenzen zwischen einzelnen Abschnitten
  • Der Glanz ist einheitlich, ohne matte Inseln und Wachsschlieren
  • Keine Risse, Bläschen oder abgelösten Stellen
  • Ecken, Kanten und die Bereiche um Steckdosen sind sauber ausgeführt
  • Produktname von Spachtel und Wachs sowie eine Pflegeanleitung erhalten

Häufige Fragen

Ja, wenn die Platten fest montiert, die Fugen gespachtelt und geschliffen sind und die Fläche grundiert ist. Die Fugen müssen so ausgeführt sein, dass sie nicht reissen. Sonst zeichnen sich die Risse im Stucco ab.

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