Preisverzeichnis für Bauarbeiten: Ausgleichsschüttung Blähton (Liapor)
Mengen eingeben und der Preis wird sofort neu berechnet. Preisniveau: Schweiz. Im Preisverzeichnis können Sie die Preise selbst anpassen.
Alle angegebenen Preise sind Nettopreise, zuzüglich gegebenenfalls anfallender Umsatzsteuer. Der Arbeitspreis enthält nur die Arbeit. Der Preis mit Material enthält zusätzlich Hilfsmaterial (Kleber, Grundierung, Dichtstoffe, Befestigungsmaterial). Fliesen, Bodenbeläge, Farbe und Sanitärobjekte wählt und kauft der Kunde selbst, sie sind nicht enthalten.
| Position | EH | Preis / EH | Menge | Summe |
|---|---|---|---|---|
| Vorbereitung | ||||
| Ausgleichsschüttung Blähton (Liapor) | m² | CHF 29.25 / m² | m² | Menge eingeben- |
| Schleifen des Betonuntergrundes | m² | CHF 19.15 / m² | m² | Menge eingeben- |
| Anschleifen des Untergrundes (Kleber-/Bitumenreste) vor Nivellierung | m² | CHF 9.05 / m² | m² | Menge eingeben- |
| Bodengrundierung + Acryl-Verfugung der Ecken | m² | CHF 7.05 / m² | m² | Menge eingeben- |
| Grundierung des Untergrundes | m² | CHF 3.85 / m² | m² | Menge eingeben- |
| Selbstnivellierende Ausgleichsmasse | m² | CHF 13.90 / m² | m² | Menge eingeben- |
| Randdämmstreifen umlaufend | lfm | CHF 5.05 / lfm | lfm | Menge eingeben- |
| Verlegung und Montage von OSB-Platten auf dem Boden | m² | m² | - | |
| Holzfaser-Trittschalldämmplatte 20 mm (Wärme- und Schalldämmung) | m² | m² | - | |
| Bitumenbahn aufgeschweisst (1 Lage) | m² | m² | - | |
Wann sich eine Blähtonschüttung lohnt
Blähton entsteht, wenn Ton bei sehr hoher Temperatur gebrannt wird. Dabei bläht sich das Material auf, und es entsteht ein poröses Korn, das leicht ist und trotzdem genug Festigkeit hat, um einen Boden zu tragen. Laut Herstellerangaben wiegt es bei gleichem Volumen nur einen Bruchteil von Beton. Auf einer alten Decke macht das viel aus.
Eine Schüttung ist vor allem in diesen Fällen sinnvoll:
- Der Untergrund ist uneben, und die Höhenunterschiede sind grösser, als eine Ausgleichsmasse schafft
- Die Decke ist aus Holz oder eher schwach und verträgt keine schwere Schicht
- Es entsteht ein Trockenboden ohne Nassarbeiten
- Im Boden sollen Leitungen verschwinden, etwa Kabelrohre oder Wasserleitungen
- Sie möchten die Wärme- und Trittschalldämmung des Bodens verbessern
Warum nicht gleich ein Unterlagsboden aus Zement? Er ist schwer und bringt viel Wasser ins Haus. Bei üblichen Stärken trocknet er meist mehrere Wochen, und so lange darf kein Bodenbelag darauf. Eine trockene Schüttung ist abgezogen und mit Platten abgedeckt sofort weiter belegbar. Ein Zement-Unterlagsboden hat Vorteile bei hohen Punktlasten, in Gewerberäumen oder wenn der Boden Wärme speichern soll.
Bei Holzbalkendecken in älteren Häusern ist es vernünftig, die Tragfähigkeit von einem Bauingenieur beurteilen zu lassen, besonders wenn eine dickere Schicht oder ein schwerer Belag wie Keramikplatten dazukommt.
Körnungen und Aufbau: was Sie wählen sollten
Blähton gibt es in mehreren Korngrössen. Für Böden begegnen Ihnen meist diese:
- Feine Körnung, etwa 1 bis 4 mm: für das feine Ausgleichen und dünnere Schichten, lässt sich gut eben abziehen
- Mittlere Körnung, etwa 4 bis 8 mm: die übliche Wahl unter Trockenböden in Wohnungen und Häusern
- Grobe Körnung, etwa 8 bis 16 mm: bei grossen Höhenunterschieden, oft als untere Lage, die oben mit feinerem Korn ausgeglichen wird
Die wichtigste Regel: Halten Sie sich an die Angaben des Herstellers des Trockenbodens, den Sie auf die Schüttung legen. Die Systemhersteller geben in der Regel an, welche Körnung passt, welche Mindeststärke nötig ist und bis zu welcher Stärke die Schüttung lose eingebaut werden darf. Bei dickeren Schichten schreiben sie oft eine gebundene Schüttung oder eine zusätzliche Plattenlage vor, damit das Korn unter Last nicht wandert.
Auf die Schüttung kommen Gipsfaserplatten, Zementspanplatten oder fertige Trockenestrich-Elemente. OSB-Platten werden ebenfalls verwendet. Bei einem schwimmenden Boden müssen Plattenstärke und Verbindung aber den Herstellerangaben entsprechen, sonst federt die Platte auf dem losen Untergrund.
Anleitung für Heimwerker: trockene Schüttung unter Bodenplatten
Wenn Ihre Decke stabil ist und Sie in einem einzelnen Raum arbeiten, können Sie die Schüttung auch selbst einbauen. Sie brauchen vor allem Geduld beim Herstellen der Ebene. Für grössere Unebenheiten legen Sie Führungsschienen, eine lange Aluminiumlatte und eine Wasserwaage oder einen Laser bereit.
- Alte Schichten, Staub und lose Teile entfernen und den Untergrund absaugen.
- Prüfen, ob der Untergrund trocken ist und ob Balken oder Blindboden Schäden haben.
- Auf Beton eine PE-Folie mit Überlappungen verlegen und an den Wänden hochziehen, auf Holzdecken eine dampfdurchlässige Rieselschutzlage nach Vorgabe des Systemherstellers verlegen.
- Rundum an den Wänden einen Randdämmstreifen anbringen.
- Den höchsten und den tiefsten Punkt einmessen und die Höhe des fertigen Bodens samt Platten und Belag festlegen.
- Führungsschienen waagrecht setzen und mit der Wasserwaage kontrollieren.
- Blähton zwischen die Schienen schütten und mit der Latte eben abziehen.
- Die Schicht leicht verdichten, etwa mit einem Brett oder nach Herstellerangabe, und nochmals abziehen.
- Die Schienen herausnehmen und die Rillen vorsichtig auffüllen und glätten.
- Nur über lastverteilende Bretter gehen und die Deckplatten von einer Ecke aus fortlaufend verlegen.
Leitungen in der Schüttung so überdecken, dass genug Material darüber bleibt und die Platte nicht direkt aufliegt. Elektrische Anschlüsse gehören zu einem Elektroinstallateur mit Bewilligung, die Druckprobe der Wasserleitungen macht der Sanitärinstallateur.
Was die Arbeit erleichtert und was sie erschwert
Wie aufwendig die Arbeit ist und wie lange sie dauert, hängt vor allem von diesen Punkten ab:
- Grösse der Höhenunterschiede und nötige Schichtstärke
- Zustand des Untergrunds, zum Beispiel morsche Stellen im Blindboden oder altes Parkett, das zuerst raus muss
- Anzahl der Leitungen, die in der Schüttung umgangen werden müssen
- Grundriss des Raums mit Nischen, Vorsprüngen und Türschwellen
- Zugang: Säcke in obere Stockwerke ohne Lift zu tragen braucht deutlich mehr Zeit
- Ob lose oder gebundene Schüttung verwendet wird
Einfacher wird es mit einem rechteckigen Raum, einem festen, trockenen Untergrund und einer im Voraus sauber eingemessenen Höhe des fertigen Bodens.
Typische Fehler bei der Schüttung
In der Praxis wiederholen sich einige Fehler, die man oft erst nach dem Verlegen des Belags bemerkt:
- Ungenügend abgezogen und verdichtet: Die Schüttung setzt sich später, der Boden federt oder knarrt
- Fehlender Randdämmstreifen: Die Platte berührt die Wand, überträgt Trittschall und kann sich nicht ausdehnen
- Falsche Trennlage: Auf Beton fehlt der Feuchteschutz, auf der Holzdecke liegt dagegen eine dichte Folie, die dort nicht hingehört
- Falsche Körnung für die Schichtstärke: Grobes Korn in einer dünnen Schicht liegt nicht stabil
- Höhe falsch gerechnet: Plattenstärke und Belag werden vergessen, danach schliesst die Tür nicht oder es entsteht eine Stufe zum Korridor
- Direkt auf der Schüttung gehen: Es entstehen Mulden, die unter den Platten nicht mehr zu korrigieren sind
So prüfen Sie die fertige Schüttung
Bevor die Schüttung unter den Platten verschwindet, lohnt sich ein Kontrollgang mit dieser Liste:
- Die Schüttung ist eben, unter einer Zwei-Meter-Latte zeigen sich keine grösseren Spalten, als der Plattenhersteller zulässt
- Rundum an den Wänden läuft ein durchgehender Randdämmstreifen
- Die Trennlage ist ganz und die Überlappungen sind an den Wänden hochgezogen
- Leitungen sind überdeckt, die Platte liegt nicht direkt auf
- Die Höhe entspricht der Planung inklusive Platten und Belag
- Nach dem Verlegen der Platten federt der Boden auch beim Gehen entlang der Wand nicht
- Übergänge zu Türen und Nachbarräumen sind ohne unerwartete Stufen gelöst
Häufige Fragen
Ja. Blähton fault nicht und schimmelt nicht. Entscheidend ist aber der Aufbau: geeignete Deckplatten für Feuchträume, eine Abdichtung über den Platten und sauber abgedichtete Durchdringungen und Ecken nach Vorgabe des Systemherstellers.
Ja, den Aufbau sollte aber eine Fachperson planen. Es gibt trockene Fussbodenheizungssysteme auf Platten. Soll der Boden Wärme speichern, kombiniert man die leichte Schüttung zum Beispiel mit einem Anhydrit-Unterlagsboden.
Das hängt von den Unebenheiten und vom System ab, das darauf kommt. Die Hersteller von Trockenböden geben eine Mindest- und eine Höchststärke für lose Schüttungen an, und daran sollten Sie sich halten. Bei grossen Unterschieden wird die Schicht in Lagen oder gebunden eingebaut.
Ja, aber nur leicht. Die Körner sollen sich aneinander setzen, damit sich die Schicht später nicht bewegt. Starkes Verdichten ist nicht nötig und verbessert die Dämmwirkung nicht.
Meist liegt es an einer unebenen oder zu schwach verdichteten Schüttung, auf der die Platte federt, oder an einem fehlenden Randdämmstreifen. Manchmal sind auch die Platten schlecht verbunden. Zur Reparatur müssen die Platten in der Regel wieder hoch und die Schüttung wird nachgezogen.
Verwandte Arbeiten: Bodenlegerarbeiten, Betonuntergrund schleifen, Laminatboden verlegen
Ähnliche Arbeiten
Wann Sie einen Betonuntergrund vor dem neuen Boden schleifen sollten, wie die Arbeit abläuft, was sie erschwert und wie Sie das Resultat prüfen.
So wird alter Kleber oder Teer vor dem Nivellieren vom Untergrund geschliffen: Ablauf, was die Arbeit erschwert, typische Fehler und die Kontrolle.
So wird der Randdämmstreifen vor dem Ausgleichen oder dem Unterlagsboden verlegt: welcher Streifen passt, worauf Sie achten sollten und wie Sie die Arbeit prüfen.
So wird der Untergrund vor dem Nivellieren grundiert: welche Grundierung passt, wann Ecken mit Acryl abgedichtet werden und wie Sie die Arbeit prüfen.
Wann sich eine selbstnivellierende Ausgleichsmasse lohnt, wie Sie den Untergrund vorbereiten und worauf Sie vor dem neuen Bodenbelag achten.
Wie eine 20 mm Holzfaserdämmplatte unter dem Boden verlegt wird, was sie gegen Trittschall bringt und worauf es beim Untergrund ankommt.
Blog
Kalkulieren Sie das ganze Projekt, nicht nur eine Leistung
Sie wählen Positionen aus allen Gewerken und NUMIQ erstellt daraus ein Angebot für Sie selbst oder Ihre Kunden.