Preisverzeichnis 2026 · Schweiz

Selbstnivellierende Ausgleichsmasse

Eine selbstnivellierende Ausgleichsmasse ist eine flüssige Mischung. Man giesst sie auf den bestehenden Untergrund, und dort verläuft sie von selbst zu einer ebenen Fläche. Sie kommt zum Einsatz, wenn der Boden zwar tragfähig, aber uneben ist: nach dem Abbruch alter Platten

Aktualisiert 09/2026·5 Min. Lesezeit·10 Positionen im Preisverzeichnis
Preis Standardleistung
CHF 13.90/ m²
Richtwert-Spanne
CHF 11.12 - CHF 18.07
Wohnung 60 m²
CHF 2085.06
Preis nur für diese konkrete Leistung - ohne Material und ohne Vorarbeiten. Kein Preis für den Gesamtauftrag.
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Inhalt

Preisverzeichnis Bauarbeiten: Selbstnivellierende Ausgleichsmasse

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Bodenbeläge10 Positionen

Alle angegebenen Preise sind Nettopreise, zuzüglich gegebenenfalls anfallender Umsatzsteuer. Der Arbeitspreis enthält nur die Arbeit. Der Preis mit Material enthält zusätzlich Hilfsmaterial (Kleber, Grundierung, Dichtstoffe, Befestigungsmaterial). Wandfliesen, Bodenfliesen, Bodenbeläge, Farbe und Sanitärobjekte wählt und kauft der Kunde selbst, sie sind nicht enthalten.

PositionEHPreis / EHMengeSumme
Vorbereitung
Selbstnivellierende Ausgleichsmassem²CHF 13.90 / m²m²Menge eingeben-
Schleifen des Betonuntergrundesm²CHF 19.15 / m²m²Menge eingeben-
Anschleifen des Untergrundes (Kleber-/Bitumenreste) vor Nivellierungm²CHF 9.05 / m²m²Menge eingeben-
Bodengrundierung + Acryl-Verfugung der Eckenm²CHF 7.05 / m²m²Menge eingeben-
Grundierung des Untergrundesm²CHF 3.85 / m²m²Menge eingeben-
Randdämmstreifen umlaufendlfmCHF 5.05 / lfmlfmMenge eingeben-
Ausgleichsschüttung Blähton (Liapor)m²CHF 29.25 / m²m²Menge eingeben-
Verlegung und Montage von OSB-Platten auf dem Bodenm²m²-
Holzfaser-Trittschalldämmplatte 20 mm (Wärme- und Schalldämmung)m²m²-
Bitumenbahn aufgeschweisst (1 Lage)m²m²-
Summe Arbeit
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Wann die Ausgleichsmasse sinnvoll ist und wo ihre Grenzen liegen

Die Masse gleicht kleinere Unebenheiten aus. Je nach Produkt trägt man sie in Schichten von wenigen Millimetern bis etwa drei Zentimetern auf. Den genauen Bereich gibt der Hersteller auf dem Sack an. Halten Sie sich daran.

Bei grösseren Höhenunterschieden hilft die Masse nicht. Das gilt auch, wenn der Unterlagsboden bröckelt, eingesunken oder tief gerissen ist. Dann muss zuerst der Unterlagsboden mit Reparaturmörtel instand gestellt oder ein neuer, dickerer Unterlagsboden eingebracht werden. Die Ausgleichsmasse übernimmt nämlich nur die Festigkeit des Untergrunds. Bröckelt dieser darunter, löst sich auch die Masse.

Warum ist die Ebenheit so wichtig? Dünne, harte Beläge wie Vinyl und Laminat zeichnen jede kleine Erhebung an der Oberfläche ab. Bei Streiflicht durchs Fenster sieht man die Mulden. Ein schwimmend verlegter Boden «federt» darauf, und die Verbindungen nehmen mit der Zeit Schaden.

Welche Ausgleichsmassen es gibt und welche passt

  • Zementäre Ausgleichsmassen sind vielseitig. Sie eignen sich für Beton und Zement-Unterlagsboden und lassen sich auch im Bad, in der Küche oder im Technikraum verwenden.
  • Calciumsulfat-Ausgleichsmassen (auf Gips- oder Anhydritbasis) verlaufen sehr gut und ergeben eine besonders glatte Fläche. Sie gehören in trockene Räume wie Wohn- oder Schlafzimmer. Für Bad oder Waschküche sind sie nicht geeignet.
  • Schnell erhärtende Massen verkürzen die Wartezeit bis zum Belag. Sie lohnen sich, wenn es pressiert, etwa bei der Renovation einer bewohnten Wohnung.
  • Massen für Fussbodenheizung vertragen Temperaturwechsel besser. Eine dünne Schicht wärmt sich schnell auf, die Heizung reagiert dadurch flinker.

Wichtig ist, dass Masse und Untergrund zusammenpassen. Auf einem Anhydrit-Unterlagsboden verwenden Sie nur Masse und Grundierung, die der Hersteller ausdrücklich für Anhydrit freigibt. Sind Sie beim Untergrund unsicher, soll der Bodenleger nach einer Prüfung vor Ort entscheiden.

So läuft die Arbeit Schritt für Schritt ab

Das Giessen selbst geht schnell. Die meiste Zeit braucht die Vorbereitung, und von ihr hängt ab, ob die Masse hält.

  1. Untergrund prüfen: Der Bodenleger kontrolliert Festigkeit, Risse, Hohlstellen und Feuchtigkeit. Ein feuchter Unterlagsboden ist eine häufige Ursache späterer Schäden. Die zulässige Restfeuchte geben die Hersteller von Masse und Belag an. Bei Anhydrit ist der Grenzwert deutlich strenger als bei Zement.
  2. Alte Schichten entfernen: Reste von Klebern, Farben, Bitumen- und Teerschichten werden bis auf den tragfähigen Untergrund abgeschliffen oder abgefräst. Altes Parkett nehmen Sie sorgfältig heraus, wenn Sie es noch weiterverwenden möchten.
  3. Stellen ausbessern: Tiefe Löcher und Ausbrüche füllt man mit Reparaturmörtel, Risse werden verschlossen.
  4. Absaugen und grundieren: Die Fläche wird gründlich abgesaugt und mit einer zum Untergrund passenden Grundierung gestrichen. Sie gleicht die Saugfähigkeit aus und verbessert die Haftung.
  5. Randdämmstreifen setzen: Rundum an den Wänden und um Steigleitungen klebt man einen Schaumstoffstreifen. Er trennt die Masse von den Wänden und nimmt Bewegungen auf.
  6. Anrühren: Die Mischung wird mit der genau vorgegebenen Wassermenge mit einem langsam laufenden Rührwerk klumpenfrei angerührt.
  7. Giessen und verteilen: Man beginnt in der hintersten Ecke und arbeitet sich in Bahnen von etwa einem Meter Breite zur Tür vor. Die Masse wird mit einem Rakel verteilt, die Bahnen verbindet man, solange sie noch flüssig sind.
  8. Entlüften: Die frische Schicht wird mit einer Stachelwalze abgerollt, damit Luftblasen entweichen.
  9. Erhärten lassen: Der Raum braucht eine gleichmässige Temperatur, ungefähr zwischen 15 und 25 °C, ohne Durchzug und direkte Sonne.

Was die Arbeit einfacher oder aufwendiger macht

  • Zustand des Untergrunds: Sauberen, festen Beton muss man nur absaugen und grundieren. Dicke Schichten alter Kleber, Teer oder Bitumen bedeuten Schleifen oder Fräsen und viel Staub.
  • Raumform: Eine grosse, einfache Fläche lässt sich in einem Zug giessen. Kleine, verwinkelte Räume, Nischen und viele Übergänge kosten Zeit.
  • Schichtdicke: Bei grösseren Unterschieden giesst man manchmal in zwei Lagen und muss dazwischen warten.
  • Art der Masse: Schnell erhärtende und Spezialmassen verlangen zügiges Arbeiten.
  • Zugang: In einem Mehrfamilienhaus im oberen Stock ohne Lift dauert das Hochtragen von Säcken und Wasser länger. Lautes Schleifen stimmen Sie mit der Hausordnung ab. Auskunft gibt der Hauswart, die Liegenschaftsverwaltung oder bei Stockwerkeigentum die Verwaltung der Gemeinschaft.

In älteren Wohnungen und Häusern können alte PVC-Beläge, Kleber oder schwarze Teerschichten Asbest oder schädliche Teerstoffe (PAK) enthalten. Haben Sie einen Verdacht, schleifen Sie nichts selbst ab und lassen Sie das Material untersuchen. Asbest darf nur eine dafür anerkannte Fachfirma entfernen.

Anleitung für Heimwerker: Ausgleichsmasse in einem kleinen Raum

Einen kleineren Raum mit festem und trockenem Untergrund schaffen Sie auch selbst. Bei einer grösseren Fläche holen Sie sich Hilfe: Eine Person rührt an, die andere giesst und verteilt.

  1. Technisches Merkblatt von Masse und Grundierung lesen, inklusive Schichtdicke und Verarbeitungszeit.
  2. Reste alter Beläge und Kleber entfernen, Untergrund absaugen.
  3. Grössere Löcher und Risse vorgängig mit Reparaturmörtel füllen.
  4. Grundierung auftragen und nach Herstellerangabe trocknen lassen.
  5. Randdämmstreifen rundum und um die Rohre kleben.
  6. Kessel, Rührwerk, Rakel, Stachelwalze, Messbecher für Wasser und Stachelschuhe bereitlegen.
  7. Schwelle und Türbereich abkleben, damit die Masse nicht in den Nebenraum läuft.
  8. Mischung mit der genauen Wassermenge klumpenfrei anrühren.
  9. Von der hintersten Ecke in Bahnen zur Tür hin giessen und mit dem Rakel verteilen.
  10. Fläche kreuzweise mit der Stachelwalze abrollen.
  11. Fenster schliessen, Masse ohne Durchzug erhärten lassen und erst betreten, wenn der Hersteller es erlaubt.

Typische Fehler

  • Fehlende oder falsche Grundierung: Der Untergrund saugt der Masse das Wasser ab. Sie haftet schlecht, reisst und kann sich ablösen.
  • Ungenaue Wassermenge: Zu dünn angerührt verliert die Masse an Festigkeit und kann sich an der Oberfläche entmischen. Zu dick verläuft sie nicht.
  • Nicht entlüftet: Nach dem Erhärten bleiben kleine Krater an der Oberfläche.
  • Zu dicke Schicht: Sie trocknet ungleichmässig und kann reissen.
  • Unterbrochener Randdämmstreifen: In Ecken und bei Steigleitungen entstehen dann Risse.
  • Zu früh verlegt: Ein Belag auf feuchter Masse kann sich verformen, der Kleber hält schlecht. Vor Holz- und Vinylböden lohnt sich eine Feuchtemessung.

So prüfen Sie den fertigen Untergrund

  • Die Fläche ist eben, unter einer längeren Latte sind keine Spalten sichtbar
  • Es gibt keine Risse, Krater oder Absätze zwischen den Bahnen
  • Beim Abklopfen klingt der Boden nirgends hohl
  • Fährt man mit einem Schlüssel darüber, bröselt oder staubt die Oberfläche nicht
  • Der Randdämmstreifen läuft rundum ohne Unterbruch, der überstehende Teil wird erst beim Verlegen des Belags abgeschnitten
  • Die Höhe passt mit dem geplanten Belag zu Schwellen und Türen
  • Vor einem empfindlichen Belag ist die Fläche fein angeschliffen und abgesaugt
  • Die Restfeuchte entspricht den Vorgaben des Belagsherstellers

Häufige Fragen

Begehbar ist die Masse meist nach einigen Stunden bis einem Tag. Wann der Belag verlegt werden kann, hängt von Produkt, Schichtdicke und Raumklima ab. Oft sind es ein bis mehrere Tage, bei dickeren Schichten auch länger. Massgebend sind das technische Merkblatt und die gemessene Restfeuchte.

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