Arbeit aus dem Preisverzeichnis kalkulieren
Mengen eingeben und der Preis wird sofort neu berechnet. Die Preise gelten für Deutschland und können im Preisverzeichnis angepasst werden.
Alle angegebenen Preise sind Nettopreise, zuzüglich gegebenenfalls anfallender Umsatzsteuer. Der Arbeitspreis enthält nur die Arbeit. Der Preis mit Material enthält zusätzlich Hilfsmaterial (Kleber, Grundierung, Dichtstoffe, Befestigungsmaterial). Fliesen, Bodenbeläge, Farbe und Sanitärobjekte wählt und kauft der Kunde selbst, sie sind nicht enthalten.
| Position | EH | Preis / EH | Menge | Summe |
|---|---|---|---|---|
| Vorbereitung | ||||
| Holzfaser-Trittschalldämmplatte 20 mm (Wärme- und Schalldämmung) | m² | - | ||
| Alten schwimmenden Bodenbelag / Laminat ausbauen | m² | 5.30 CHF | - | |
| Sockelleisten demontieren | lfm | 2.27 CHF | - | |
| Verklebtes Linoleum entfernen | m² | 8.50 CHF | - | |
| Schleifen des Betonuntergrundes | m² | 11.35 CHF | - | |
| Anschleifen des Untergrundes (Kleber-/Bitumenreste) vor Nivellierung | m² | 4.54 CHF | - | |
| Bodengrundierung + Acryl-Verfugung der Ecken | m² | 3.22 CHF | - | |
| Grundierung des Untergrundes | m² | 2.46 CHF | - | |
| Selbstnivellierende Ausgleichsmasse | m² | 12.30 CHF | - | |
| Randdämmstreifen umlaufend | lfm | 2.08 CHF | - | |
| Ausgleichsschüttung Blähton (Liapor) | m² | 11.35 CHF | - | |
| Verlegung und Montage von OSB-Platten auf dem Boden | m² | - | ||
| Bitumenbahn aufgeschweisst (1 Lage) | m² | - | ||
| Estrichfugen kraftschlüssig verharzen und verdübeln | Stk. | 34.03 CHF | - | |
So wird die Platte verlegt und das bewirkt sie
Die Platten kommen auf einen vorbereiteten, ebenen und trockenen Untergrund. Sie werden stumpf gestossen verlegt, also dicht aneinander ohne Überlappung, Reihe für Reihe und mit versetzten Fugen, ähnlich wie Laminat. An den Wänden bleibt eine Randfuge frei, meist etwa 5 bis 10 mm. Dort kommt ein Randdämmstreifen aus Schaumstoff hinein. Er trennt den Boden von der Wand, damit die Schritte nicht ins Mauerwerk übertragen werden.
Geklebt oder verschraubt werden die Platten in der Regel nicht. Punktuelles Kleben oder doppelseitiges Klebeband verwenden Sie nur, wenn der Hersteller es ausdrücklich verlangt, etwa bei höherer Belastung oder in einem bestimmten Systemaufbau. Da nichts trocknen oder aushärten muss, kann die nächste Schicht direkt danach folgen.
Warum hilft das gegen Lärm? Die weiche, elastische Schicht zwischen Belag und Decke schluckt einen Teil der Stösse beim Gehen. Deshalb spricht man von Trittschalldämmung. Die Wärmewirkung von 20 mm ist eher eine Zugabe: Der Boden fühlt sich weniger kalt an, eine richtige Dämmung über einem unbeheizten Keller oder über dem Erdreich ersetzt die Platte aber nicht.
Was auf die Platte kommt und wann eine andere Dämmung passt
Ob der Belag direkt auf der Holzfaserplatte liegen darf, entscheidet der Hersteller. Bei manchen Laminat- oder Vinylböden ist das erlaubt, in anderen Fällen braucht es zuerst eine lastverteilende Schicht, typischerweise OSB-Platten oder Gipsfaser-Bodenplatten. Diese Schicht ist besonders wichtig unter schweren Möbeln, unter der Küche oder unter dünnem Vinyl, das sonst jeden Eindruck im weichen Untergrund abzeichnen würde. Prüfen Sie bei Klick-Vinyl und Laminat auch, ob der Belagshersteller eine so dicke Unterlage zulässt. Viele Systeme sind nur für dünne Unterlagen gedacht, und bei einer dickeren kann die Garantie verfallen.
- Polystyrol (EPS): dämmt Wärme gut und kommt vor allem unter Zement- oder Anhydrit-Unterlagsböden. Unter einem trockenen schwimmenden Boden ohne lastverteilende Schicht drückt es sich punktuell ein und dämpft Schritte schlechter.
- Mineralwolle: dämpft Schall sehr gut, ist aber nicht begehbar. Sie gehört in Lattenroste und zwischen Balken, nicht direkt unter den Belag.
- Kork und dünne Unterlagen: elastisch und dünn, sinnvoll, wenn jeder Millimeter Höhe zählt. Für eine deutliche Verbesserung bei Schall und Wärme reichen sie meist nicht.
- Kombination mit Akustikfolie: zwischen Wohnungen wird manchmal eine dünne Akustikfolie ergänzt, die den Schallschutz weiter verbessert.
Bei einer Fussbodenheizung legen Sie die Holzfaserplatte nicht über den beheizten Unterlagsboden, ausser der Hersteller erlaubt es ausdrücklich. Die Dämmung würde die Wärme bremsen, die eigentlich in den Raum soll.
Was die Arbeit einfacher oder aufwendiger macht
Den grössten Aufwand verursacht der Untergrund. Ein ebener, fester und trockener Beton oder Unterlagsboden bedeutet eine schnelle Verlegung. Gibt es Buckel, Löcher oder Reste von altem Kleber, muss zuerst gereinigt und ausgeglichen werden. Kleinere Unebenheiten gleicht eine selbstnivellierende Ausgleichsmasse auf grundiertem Untergrund aus, grössere Höhenunterschiede eine trockene Ausgleichsschüttung. Die Ausgleichsmasse braucht allerdings Zeit zum Trocknen, damit geht ein Teil des Vorteils der Trockenverlegung verloren.
Mehr Aufwand bedeuten auch:
- Ein feuchter Untergrund, zum Beispiel ein frischer Unterlagsboden oder ein Boden auf dem Erdreich, wo nach Herstellerangaben eine PE-Folie als Dampfbremse dazukommt
- Viele Ecken, Nischen, Übergänge und Heizkörperrohre, die genaue Zuschnitte verlangen
- Türen, die gekürzt werden müssen, und neue Übergänge, weil der Boden um Platte und Belag höher wird
- Das Ausräumen des Raums und der Rückbau von altem Boden und Sockelleisten
Ein grosser, rechteckiger Raum mit vorbereitetem Untergrund ist dagegen einfach und schnell erledigt.
Anleitung für Heimwerker: Holzfaserplatten auf ebenem Untergrund verlegen
Haben Sie einen festen, trockenen und ebenen Untergrund, schaffen Sie die Verlegung auch selbst. Sind Sie bei Feuchtigkeit oder Ebenheit unsicher, lassen Sie den Untergrund von einem Bodenleger beurteilen.
- Platten in den Raum bringen und dort nach Herstellerangaben lagern, meist mindestens einige Stunden, damit sie sich an Temperatur und Luftfeuchtigkeit anpassen.
- Alte Sockelleisten entfernen, den Untergrund saugen und Kleber- und Mörtelreste abkratzen.
- Ebenheit mit einer langen Latte oder Wasserwaage prüfen und Unebenheiten vorher ausgleichen.
- Falls vom Hersteller verlangt, PE-Folie mit Überlappung auslegen und an den Wänden hochziehen.
- Randdämmstreifen rundum an die Wände kleben.
- In einer Ecke beginnen und die Platten stumpf gestossen, Reihe für Reihe mit versetzten Fugen verlegen.
- Randstücke mit einem scharfen Messer oder einer Säge zuschneiden, sodass an der Wand die Randfuge frei bleibt.
- Die ganze Fläche abgehen und Stücke ersetzen, die wackeln oder höher liegen.
- Mit der lastverteilenden Schicht oder dem Belag nach Herstellerangaben weiterfahren.
Fehler, die sich erst später zeigen
In der Praxis zeigt sich ein Fehler unter der Platte oft erst auf dem fertigen Boden, wenn die Reparatur unnötig aufwendig wird.
- Steinchen und Staub unter den Platten: sie bilden punktuelle Erhöhungen, der Boden federt dort und knarrt.
- Fehlende Randfuge: der Boden kann nicht arbeiten, hebt sich an Wänden und in Ecken, und die Schritte gehen in die Wände.
- Zu weicher Aufbau unter schwerem Belag: ohne lastverteilende Schicht drückt sich die Dämmung mit der Zeit ein, und der Belag bricht an den Fugen.
- Feuchter Untergrund ohne Schutz: das Holzfasermaterial saugt Feuchtigkeit auf, verformt sich und verliert seine Wirkung.
- Durchgehende Fugen: sind die Fugen nicht versetzt, entstehen lange Linien, an denen der Aufbau schwächer ist.
- Vergessene Aufbauhöhe: Türen schleifen danach, und zwischen den Räumen entsteht eine Stufe.
Bei einer Bodenerneuerung in einer Wohnung halten Sie sich an die Hausordnung, vor allem an die Ruhezeiten für lärmige Arbeiten. Informieren Sie den Hauswart oder die Nachbarn rechtzeitig, das erspart viel Ärger.
So prüfen Sie die fertige Schicht
Gehen Sie vor dem Verlegen des Belags die ganze Fläche ab und kontrollieren Sie:
- Die Platten federn oder bewegen sich nirgends unter dem Fuss
- Die Platten liegen dicht aneinander ohne grössere Spalten
- Die Fugen in benachbarten Reihen sind versetzt
- Die Oberfläche ist eben und ohne Absätze zwischen den Platten
- Rundum gibt es eine Randfuge mit Randdämmstreifen
- Die Folie ist, falls vorgeschrieben, unbeschädigt und an den Wänden hochgezogen
- Übergänge bei den Türen und die Bodenhöhe gegenüber den Zargen sind geklärt
Häufige Fragen
Unter den meisten schwimmenden Böden ja, entscheidend sind aber die Angaben der Hersteller von Platte und Belag. Manche Laminat- und Vinylböden verlangen eine dünne Unterlage, bei anderen kommen zuerst OSB- oder Gipsfaserplatten auf die Dämmung. Über einer Fussbodenheizung passt sie in der Regel nicht.
Ja, wenn der bestehende Untergrund fest, trocken und eben ist. Ein alter Unterlagsboden, feste OSB-Platten oder ein ebener Holzboden eignen sich. Lose oder unebene Stellen müssen zuerst repariert und ausgeglichen werden.
Schritte und Geräusche von herunterfallenden Gegenständen dringen deutlich weniger in die Wohnung darunter, sofern die Randfugen mit Dämmstreifen sorgfältig ausgeführt sind. Lärm der Nachbarn, der durch Wände oder die Decke über Ihnen kommt, löst der Boden allein nicht.
Meistens nicht, sie werden lose und stumpf gestossen verlegt. Punktuelles Kleben oder Klebeband ist nur nötig, wenn der Hersteller es für den jeweiligen Aufbau oder die Belastung vorsieht.
Holzfaserplatten gelten allgemein als geeignet für Wohnräume. Schauen Sie beim konkreten Produkt trotzdem ins technische Merkblatt und in die Angaben zu Emissionen, statt sich auf allgemeine Aussagen zu verlassen.
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