Preisverzeichnis 2026 · Schweiz

Untergrund grundieren vor dem Nivellieren

Die Grundierung ist ein dünner Anstrich auf Beton, Anhydrit oder einem anderen Unterlagsboden. Sie kommt kurz bevor die Nivelliermasse gegossen wird. Der Boden wird dadurch nicht ebener, aber die Ausgleichsmasse haftet besser und trocknet gleichmässig.

Aktualisiert 09/2026·5 Min. Lesezeit·10 Positionen im Preisverzeichnis
Preis Standardleistung
CHF 3.85/ m²
Richtwert-Spanne
CHF 3.08 - CHF 5.00
Wohnung 60 m²
CHF 577.53
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Preisverzeichnis Bauarbeiten: Untergrund grundieren vor dem Nivellieren

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Bodenbeläge10 Positionen

Alle angegebenen Preise sind Nettopreise, zuzüglich gegebenenfalls anfallender Umsatzsteuer. Der Arbeitspreis enthält nur die Arbeit. Der Preis mit Material enthält zusätzlich Hilfsmaterial (Kleber, Grundierung, Dichtstoffe, Befestigungsmaterial). Wandfliesen, Bodenfliesen, Bodenbeläge, Farbe und Sanitärobjekte wählt und kauft der Kunde selbst, sie sind nicht enthalten.

PositionEHPreis / EHMengeSumme
Vorbereitung
Grundierung des Untergrundesm²CHF 3.85 / m²m²Menge eingeben-
Schleifen des Betonuntergrundesm²CHF 19.15 / m²m²Menge eingeben-
Anschleifen des Untergrundes (Kleber-/Bitumenreste) vor Nivellierungm²CHF 9.05 / m²m²Menge eingeben-
Bodengrundierung + Acryl-Verfugung der Eckenm²CHF 7.05 / m²m²Menge eingeben-
Selbstnivellierende Ausgleichsmassem²CHF 13.90 / m²m²Menge eingeben-
Randdämmstreifen umlaufendlfmCHF 5.05 / lfmlfmMenge eingeben-
Ausgleichsschüttung Blähton (Liapor)m²CHF 29.25 / m²m²Menge eingeben-
Verlegung und Montage von OSB-Platten auf dem Bodenm²m²-
Holzfaser-Trittschalldämmplatte 20 mm (Wärme- und Schalldämmung)m²m²-
Bitumenbahn aufgeschweisst (1 Lage)m²m²-
Summe Arbeit
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Wozu die Grundierung dient und warum man sie nicht weglässt

Jeder Untergrund saugt Wasser anders auf. Alter Beton zieht es wie ein Schwamm, glatter Anhydrit fast gar nicht. Giessen Sie Nivelliermasse auf einen ungrundierten Boden, entziehen die stark saugenden Stellen der Masse schnell das Wasser. Dort kann sie nicht richtig aushärten, sie bleibt schwächer, bekommt Risse oder löst sich später ab.

Die Grundierung erfüllt drei Aufgaben:

  • Sie gleicht die Saugfähigkeit aus, damit die Masse auf der ganzen Fläche gleich trocknet
  • Sie bindet Reststaub und festigt die oberste Schicht des Untergrunds
  • Sie bildet eine Haftbrücke zwischen Untergrund und neuer Schicht

Die Hersteller von Nivelliermassen schreiben die Grundierung im technischen Merkblatt meist als Voraussetzung vor. Wer sie weglässt, hat bei späteren Schäden schlechte Karten, wenn es um die Garantie geht.

Nur grundieren oder zusätzlich Ecken mit Acryl abdichten

Diese Arbeit gibt es in zwei Varianten. Der Unterschied liegt darin, was vor dem Giessen alles erledigt wird.

Untergrund grundieren heisst: Fläche reinigen und Grundierung auftragen. Das genügt, wenn Wand und Boden sauber aneinander anschliessen, rundum bereits ein Randdämmstreifen klebt und nirgends offene Fugen sind.

Grundieren mit Abdichten der Ecken umfasst zusätzlich das Verschliessen von Ecken, Wandfugen, Rohrdurchführungen und Übergängen bei Türschwellen mit Acryldichtstoff. Nivelliermasse ist sehr flüssig und findet jede Lücke. In der Praxis kommt es oft vor, dass sie unter der Wand ins Nebenzimmer läuft, in einen Hohlraum unter der Schwelle oder im Mehrfamilienhaus durch die Fuge um ein Rohr ins Stockwerk darunter. Das Acryl schliesst diese Stellen. So bleibt die Masse dort, wo sie hingehört, und die Schicht wird so dick wie geplant.

Das Abdichten vor dem Nivellieren ist übrigens etwas anderes als das Acrylieren entlang der Sockelleisten vor dem Malen. Das kommt erst ganz am Schluss, wenn Bodenbelag und Leisten montiert sind, und dient vor allem der Optik.

Welche Grundierung zu welchem Untergrund passt

Die Wahl hängt davon ab, worauf gegossen wird:

  • Universalgrundierung für normal saugende, feste Untergründe wie neueren Beton oder Zementunterlagsboden, oft gebrauchsfertig erhältlich
  • Tiefengrundierung für alte, staubige und leicht sandende Untergründe, sie dringt tiefer ein und festigt die Oberfläche
  • Grundierung für Anhydrit- und Gipsunterlagsböden, diese Untergründe reagieren empfindlich auf Feuchtigkeit, deshalb braucht es ein Produkt, das der Hersteller ausdrücklich dafür freigibt
  • Haftbrücke für nicht saugende Flächen wie alte Keramikplatten oder Terrazzo, eine normale Grundierung hätte hier nichts zum Eindringen

Eine verlässliche Lösung ist es, Grundierung und Nivelliermasse vom gleichen Hersteller zu verwenden. Die Produkte sind aufeinander abgestimmt, und das Merkblatt nennt Verdünnung, Verbrauch und Trocknungszeit genau.

Was die Arbeit erleichtert und was sie erschwert

Am meisten Zeit braucht nicht der Anstrich selbst, sondern die Vorbereitung. Aufwendiger wird es bei:

  • Resten von altem Kleber, die abgeschliffen oder abgekratzt werden müssen
  • Fettflecken, typisch in früheren Küchen und Werkstätten
  • Sandenden Stellen, die ausgebrochen und ausgebessert werden müssen
  • Sehr stark saugendem Untergrund, der zwei Anstriche braucht
  • Verwinkelten Räumen mit vielen Ecken, Rohren und Schwellen, wo viel mit dem Pinsel gearbeitet und bei der zweiten Variante auch abgedichtet wird

Eine grosse, regelmässige Fläche mit sauberem Unterlagsboden ist dagegen schnell grundiert, meist nur mit der Rolle.

Anleitung für Heimwerker: Grundieren vor dem Nivellieren

Das Grundieren können Sie gut selbst übernehmen, gefährlich ist die Arbeit nicht. Entscheidend sind Sorgfalt und Geduld beim Trocknen. Ist der Untergrund unsicher, etwa sandend oder feucht, lassen Sie ihn lieber von einem Bodenleger beurteilen.

  1. Kleberreste, alte Anstriche und lose Teile mit Spachtel oder Schleifmaschine entfernen.
  2. Fettige Stellen mit einem geeigneten Reiniger entfetten und trocknen lassen.
  3. Die ganze Fläche gründlich absaugen, idealerweise mit einem Industriesauger.
  4. Prüfen, ob der Untergrund trocken und fest ist, im Zweifel die Restfeuchte messen lassen.
  5. Randdämmstreifen rundum ankleben, falls noch keiner vorhanden ist.
  6. Bei der Variante mit Abdichten Ecken, Wandfugen, Rohrdurchführungen und Schwellen mit Acryl verschliessen und gemäss Anleitung trocknen lassen.
  7. Grundierung nach Merkblatt anmischen, die Verdünnung nicht schätzen.
  8. Ecken, Ränder und die Bereiche um Rohre mit dem Pinsel streichen.
  9. Die Fläche mit der Rolle kreuzweise streichen, von der hintersten Ecke Richtung Tür, dünn und ohne Pfützen.
  10. Bei stark saugendem Untergrund nach dem Trocknen der ersten Schicht eine zweite auftragen.
  11. Die Grundierung nach Herstellerangabe trocknen lassen, meist einige Stunden, und den Boden bis dahin nicht betreten.

Arbeiten Sie bei ungefähr 10 bis 25 °C, ohne Durchzug und ohne direkte Sonne. Bei Kälte dauert das Trocknen viel länger, bei Hitze trocknet der Anstrich, bevor er in den Untergrund eindringen kann.

Typische Fehler

  • Anstrich auf Staub oder Fett: Die Grundierung verbindet sich mit dem Schmutz statt mit dem Untergrund, die Masse löst sich später
  • Ausgelassene Stellen, vor allem an Wänden und hinter Heizkörpern, wo danach Blasen oder feine Risse auftauchen
  • Zu dicke Schicht oder Pfützen: Es entsteht ein glänzender Film, auf dem die Masse schlechter haftet
  • Verdünnen nach Gefühl: Zu dünn wirkt nicht, zu dick bildet eine dichte Sperrschicht
  • Giessen auf nassen Anstrich: Die Schichten verbinden sich nicht, der Boden kann später reissen
  • Offene Fugen: Die Masse läuft in Hohlräume oder zu den Nachbarn, im Raum fehlt dann Material

Kontrolle vor dem Giessen

Bevor die Nivelliermasse angerührt wird, gehen Sie den Boden einmal durch:

  • Die Oberfläche ist trocken und klebt beim Berühren nicht mehr
  • Der Anstrich ist überall gleichmässig, ohne Lücken und glänzende Stellen
  • Ecken, Ränder und Rohrbereiche sind gestrichen
  • Rundum liegt ein Randdämmstreifen
  • Bei der Variante mit Abdichten sind Ecken und Fugen durchgehend verschlossen und das Acryl ist trocken
  • Auf dem Boden liegt kein neuer Staub, und es sind keine Schuhabdrücke zu sehen
  • Die verwendete Grundierung entspricht der Empfehlung des Herstellers für die gewählte Nivelliermasse

Häufige Fragen

Auf normal saugendem, festem Untergrund meistens ja. Alter, stark saugender Beton braucht oft zwei Schichten: Die erste dringt tiefer ein, die zweite gleicht die Oberfläche aus. Das genaue Vorgehen steht im Merkblatt.

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