Preisverzeichnis 2026 · Deutschland

Duschrinne einbauen und einbetonieren

Eine Duschrinne ist ein schmaler Ablauf im Boden. Durch sie fliesst das Wasser einer Dusche ohne Wanne ab. Beim Einbau setzt der Sanitärinstallateur den Rinnenkörper auf die richtige Höhe, schliesst ihn an die Abwasserleitung an und betoniert ihn fest in den Unterlagsboden ein. Der Boden erhält dabei ein Gefälle zur Rinne hin. Diese Arbei

Aktualisiert 09/2026·5 Min. Lesezeit·25 Positionen im Preisverzeichnis
Preis Standardleistung
59.24 CHF/ Stk.
Richtwert-Spanne
43.58 CHF - 217.90 CHF
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Sanitärinstallation25 Positionen

Alle angegebenen Preise sind Nettopreise, zuzüglich gegebenenfalls anfallender Umsatzsteuer. Der Arbeitspreis enthält nur die Arbeit. Der Preis mit Material enthält zusätzlich Hilfsmaterial (Kleber, Grundierung, Dichtstoffe, Befestigungsmaterial). Wandfliesen, Bodenfliesen, Bodenbeläge, Farbe und Sanitärobjekte wählt und kauft der Kunde selbst, sie sind nicht enthalten.

PositionEHPreis / EHMengeSumme
Sanitärarbeiten
Montage Duschrinne + EinbetonierenStk.-
Montage WC-Vorwandelement für SchachtverbauungStk.-
Montage und Einbau RevisionsklappeStk.43.58 CHF-
Montage Geberit-Vorwandelement WC (Duofix / Kombifix)Stk.167.06 CHF-
Montage und Ummauerung der BadewanneStk.217.90 CHF-
Montage KeramikwaschbeckenStk.72.63 CHF-
DuschwannenmontageStk.272.38 CHF-
Montage Glas-DuschabtrennungStk.-
Montage StandarmaturStk.45.40 CHF-
Montage Wand-Wannen- / DuscharmaturStk.54.48 CHF-
Setzen Unterputz-Grundkörper Dusche (iBox)Stk.-
Montage Unterputz-ArmaturStk.-
Abgang für Kalt- und WarmwasserStk.63.56 CHF-
Abgang Innenabfluss und KanalisationStk.45.40 CHF-
Montage Wasch-/Spülmaschinenventil und SiphonStk.-
Aufhängen und Anschluss Elektroboiler bis 120 lStk.163.43 CHF-
Montage Hauswasserfilter am WassereintrittStk.81.70 CHF-
Verlegung Warmwasserzirkulationlfm-
Druckprüfung der TrinkwasserinstallationStd.-
Schlitzen für Sanitärinstallation (Beton)lfm49.03 CHF-
Wandschlitze nach Sanitärinstallation verschliessenlfm11.80 CHF-
Montage und Einbau UnterputzkörperStk.148.90 CHF-
Montage EckventileStk.10.53 CHF-
Setzen Geräteventil für Trockner/Waschmaschine + AbflussStk.67.18 CHF-
Anschluss der Leitung an Gusseisen-FallstrangStk.-
Summe Arbeit
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So läuft der Einbau ab

Jede Rinne ist etwas anders aufgebaut. Der Installateur hält sich deshalb immer an die Montageanleitung des Herstellers. Das Prinzip ist aber meist dasselbe:

  1. Er prüft die Abwasserleitung: Sie muss frei und sauber sein, und Lage und Gefälle müssen einen Anschluss erlauben.
  2. Er reinigt und gleicht den Untergrund aus. Dieser muss tragfähig sein, ohne Risse und Hohlstellen.
  3. Entlang der Wände legt er Randdämmstreifen, damit der Unterlagsboden die Wände nicht berührt.
  4. Er stellt die Rinne auf verstellbare Füsse oder Halterungen. Die Höhe stimmt dann, wenn die Oberkante später bündig mit den Platten liegt. Mit der Wasserwaage kontrolliert er die Lage in Längs- und Querrichtung.
  5. Er schliesst den Ablauf der Rinne an die Kanalisation an, meist mit einem HT-Rohr aus Kunststoff. Die Verbindung soll dicht, aber leicht flexibel sein.
  6. Er giesst Wasser in die Rinne und schaut, ob es zügig abfliesst und die Verbindung trocken bleibt.
  7. Er klebt die Rinne ab, damit kein Beton hineinkommt, und betoniert sie Schritt für Schritt ein. Die Masse verteilt er gleichmässig, damit sich die Rinne nicht verschiebt.
  8. Er zieht den Unterlagsboden mit Gefälle zur Rinne ab und lässt ihn aushärten.

Warum so viele Kontrollen vor dem Betonieren? Alles, was unter dem Unterlagsboden liegt, lässt sich später nur noch durch Aufspitzen reparieren. Ein paar Minuten mit Wasserwaage und Wassereimer ersparen viel Ärger.

Rinnentypen und wann welcher passt

Duschrinnen gibt es aus Kunststoff oder aus Chromstahl. Ein Rinnenkörper aus Kunststoff ist leicht und reicht für eine normale Dusche im Wohnbereich völlig aus. Chromstahlrinnen sind robuster. Man wählt sie dort, wo die Dusche sehr oft benutzt wird oder eine besonders stabile Lösung gefragt ist.

Wichtiger als das Material sind die Ablaufrichtung und die Bauhöhe:

  • Waagrechter Ablauf führt seitlich weg und wird an eine Leitung im Bodenaufbau angeschlossen. Er ist am weitesten verbreitet, braucht aber genügend Aufbauhöhe.
  • Senkrechter Ablauf führt direkt nach unten, zum Beispiel durch die Decke oder in ein vorbereitetes Rohr. Er kommt zum Zug, wenn im Boden kein Platz für eine waagrechte Leitung ist.
  • Flache Rinnen mit geringer Bauhöhe helfen bei Umbauten, wenn sich der Boden kaum anheben lässt.

Meist liegt die Rinne entlang einer Wand. Der Boden fällt dann nur in eine Richtung, der Plattenleger muss weniger zuschneiden und das Wasser fliesst gleichmässig ab. Gute Bodenabläufe haben einen Geruchsverschluss und sind nach SN EN 1253 gefertigt. Das sehen Sie im technischen Datenblatt.

Was die Arbeit einfacher oder aufwendiger macht

Im Neubau ist der Einbau einfacher. Die Höhe des Bodenaufbaus ist geplant, die Abwasserleitung liegt genau dort, wo sie hingehört, und das Gefälle entsteht gleich beim Betonieren. Bei einem Umbau zeigt sich oft erst nach dem Ausbrechen, dass der alte Boden zu niedrig ist oder der Ablauf an einer ungünstigen Stelle liegt. Dann muss man eine Rinne fräsen, die Leitung verlegen oder den ganzen Boden anheben.

Mehr Aufwand entsteht vor allem durch:

  • geringe Aufbauhöhe, für die es eine flache Rinne oder Fräsarbeiten braucht
  • Verlegen oder Verlängern der Abwasserleitung
  • unebenen oder rissigen Untergrund, der zuerst instand gestellt werden muss
  • eine Bodenheizung, deren Rohre auf Lage der Rinne und Dicke des Unterlagsbodens abgestimmt sein müssen
  • schlechten Zugang, etwa eine Wohnung im oberen Stock ohne Lift

Im Mehrfamilienhaus und im Stockwerkeigentum lohnt es sich, vorher beim Hauswart oder bei der Liegenschaftsverwaltung nachzufragen, wo die gemeinsame Fallleitung verläuft. So wissen Sie früh, wo der Anschluss sinnvoll ist.

Abdichtung und Dichtheitsprobe

Einbetonieren allein macht die Dusche noch nicht wasserdicht. Zementgebundener Unterlagsboden lässt Wasser durch. Deshalb kommt auf den ausgehärteten Untergrund eine flexible Abdichtung, meist in zwei Schichten. In die erste Schicht legt man Dichtbänder in die Ecken, an den Übergang zwischen Wand und Boden und rund um die Rinne. Viele Rinnen haben ab Werk ein angeklebtes Dichtband, das direkt in die Abdichtung eingebettet wird.

Am heikelsten sind der Anschluss der Rinne an die Abdichtung und die Ecke, wo Rinne und Wand aufeinandertreffen. Undichte Stellen zeigen sich dort oft erst nach Monaten, zum Beispiel als feuchter Fleck an der Wand im Nebenzimmer oder an der Decke der Nachbarn.

Ist die Abdichtung nach Herstellerangabe trocken, füllt man die Duschfläche mit Wasser und lässt es stehen. Erst wenn sicher ist, dass nirgends Wasser austritt, kommen die Platten. Achten Sie auch auf die Zeit: Ein zementgebundener Unterlagsboden ist in der Regel nach einigen Tagen begehbar, braucht aber länger, bis man ihn abdichten und belegen kann. Die genauen Zeiten nennt der Hersteller der Mischung. Während dem Aushärten sollte der Boden vor Durchzug und direkter Sonne geschützt sein.

Typische Fehler

  • Falsches Gefälle. Üblich sind ungefähr 1,5 bis 2 % zur Rinne hin. Ist es geringer, bleibt Wasser in den Ecken stehen, ist es ungleichmässig, läuft Wasser aus der Dusche hinaus.
  • Verschobene Rinne. Ist sie nicht gut abgestützt, hebt oder kippt der Beton sie beim Einbringen. Der Rost liegt dann nicht bündig mit den Platten.
  • Zu wenig Beton über der Leitung. Die Leitung braucht eine ausreichende Überdeckung, meist um 4 cm. Sonst drohen Risse.
  • Starre oder undichte Verbindung zum Ablauf. Die Folge sind Geruch und Wasser unter dem Unterlagsboden.
  • Fehlende Dichtbänder oder nur eine dünne Abdichtungsschicht. Hier zu sparen kommt am teuersten, weil eine Reparatur das Herausreissen der Platten bedeutet.
  • Platten ohne Wasserprobe. Den Fehler sucht man dann erst im fertigen Bad.

So prüfen Sie die fertige Arbeit

Gehen Sie diese Punkte am besten vor dem Plattenlegen durch und am Schluss noch einmal:

  • Die Oberkante der Rinne liegt auf Höhe der künftigen Platten und ist im Lot
  • Die Rinne bewegt sich auf Druck nicht und es gibt keine Hohlstellen rundherum
  • Ausgegossenes Wasser fliesst zügig ab und es bleiben keine Pfützen
  • Die Verbindung zum Ablauf wurde vor dem Einbetonieren geprüft und war dicht
  • Der Unterlagsboden rund um die Rinne zeigt keine Risse
  • Die Abdichtung hat zwei Schichten mit Dichtbändern in den Ecken und rund um die Rinne
  • Die Wasserprobe fand vor dem Plattenlegen statt
  • Der Geruchsverschluss sitzt und aus dem Ablauf riecht es nicht nach Kanalisation
  • Rost und Siphon lassen sich zum Reinigen herausnehmen
  • Montageanleitung und Datenblatt der Rinne liegen Ihnen für allfällige Garantiefälle vor

Häufige Fragen

Meistens ja, aber Bodenhöhe und Lage des Ablaufs müssen passen. Bei wenig Platz helfen eine flache Rinne, ein senkrechter Ablauf oder ein leicht angehobener Boden. Entscheidend ist, was nach dem Entfernen der alten Platten zum Vorschein kommt.

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