Preisverzeichnis 2026 · Schweiz

Elektroboiler bis 120 Liter montieren und anschliessen

Der Elektroboiler ist in der Schweiz nach wie vor weit verbreitet, vor allem als Etagenboiler in Mietwohnungen von Mehrfamilienhäusern, in Ferienwohnungen und Chalets sowie überall dort, wo die Heizung kein Warmwasser liefert.

Aktualisiert 09/2026·11 Min. Lesezeit·25 Positionen im Preisverzeichnis
Preis Standardleistung
CHF 383.45/ Stk.
Richtwert-Spanne
CHF 306.76 - CHF 498.50
Preis nur für diese konkrete Leistung - ohne Material und ohne Vorarbeiten. Kein Preis für den Gesamtauftrag.
Meine Sanierung kalkulieren
Aktualisierte Preise
Inhalt

Preisverzeichnis Bauarbeiten: Elektroboiler bis 120 Liter montieren und anschliessen

Mengen eingeben und der Preis wird sofort neu berechnet. Preisniveau: Schweiz. Im Preisverzeichnis können Sie die Preise selbst anpassen.

Sanitärinstallation25 Positionen

Alle angegebenen Preise sind Nettopreise, zuzüglich gegebenenfalls anfallender Umsatzsteuer. Der Arbeitspreis enthält nur die Arbeit. Der Preis mit Material enthält zusätzlich Hilfsmaterial (Kleber, Grundierung, Dichtstoffe, Befestigungsmaterial). Wandfliesen, Bodenfliesen, Bodenbeläge, Farbe und Sanitärobjekte wählt und kauft der Kunde selbst, sie sind nicht enthalten.

PositionEHPreis / EHMengeSumme
Sanitärarbeiten
Aufhängen und Anschluss Elektroboiler bis 120 lStk.CHF 383.45 / Stk.Stk.Menge eingeben-
Montage WC-Vorwandelement für SchachtverbauungStk.Stk.-
Montage und Einbau RevisionsklappeStk.CHF 90.80 / Stk.Stk.Menge eingeben-
Montage Geberit-Vorwandelement WC (Duofix / Kombifix)Stk.CHF 242.15 / Stk.Stk.Menge eingeben-
Montage und Ummauerung der BadewanneStk.CHF 181.65 / Stk.Stk.Menge eingeben-
Montage KeramikwaschbeckenStk.CHF 100.90 / Stk.Stk.Menge eingeben-
DuschwannenmontageStk.CHF 262.35 / Stk.Stk.Menge eingeben-
Montage Glas-DuschabtrennungStk.Stk.-
Montage StandarmaturStk.CHF 70.65 / Stk.Stk.Menge eingeben-
Montage Wand-Wannen- / DuscharmaturStk.CHF 131.20 / Stk.Stk.Menge eingeben-
Setzen Unterputz-Grundkörper Dusche (iBox)Stk.Stk.-
Montage Unterputz-ArmaturStk.Stk.-
Abgang für Kalt- und WarmwasserStk.CHF 70.65 / Stk.Stk.Menge eingeben-
Abgang Innenabfluss und KanalisationStk.CHF 50.45 / Stk.Stk.Menge eingeben-
Montage Wasch-/Spülmaschinenventil und SiphonStk.Stk.-
Montage Hauswasserfilter am WassereintrittStk.CHF 111.00 / Stk.Stk.Menge eingeben-
Verlegung Warmwasserzirkulationlfmlfm-
Druckprüfung der TrinkwasserinstallationStd.Std.-
Schlitzen für Sanitärinstallation (Beton)lfmCHF 58.50 / lfmlfmMenge eingeben-
Wandschlitze nach Sanitärinstallation verschliessenlfmCHF 17.15 / lfmlfmMenge eingeben-
Montage und Einbau UnterputzkörperStk.CHF 191.70 / Stk.Stk.Menge eingeben-
Montage Duschrinne + EinbetonierenStk.Stk.-
Montage EckventileStk.CHF 26.25 / Stk.Stk.Menge eingeben-
Setzen Geräteventil für Trockner/Waschmaschine + AbflussStk.CHF 111.00 / Stk.Stk.Menge eingeben-
Anschluss der Leitung an Gusseisen-FallstrangStk.Stk.-
Summe Arbeit
- Menge eingeben
Angebot aus Preisverzeichnis erstellen →

Was die Montage umfasst

Die Position im Preisverzeichnis rechnet mit dem Aufhängen und Anschliessen eines Elektroboilers mit bis zu 120 Litern Inhalt an der Wand. Typischerweise gehören dazu:

  • Prüfung der Wand und Wahl geeigneter Dübel oder Anker je nach Wandbaustoff und Gewicht des Boilers,
  • Setzen der Tragkonsole oder der Aufhängeschrauben und Aufhängen des Boilers,
  • Anschluss an Kalt- und Warmwasser über Flexschläuche oder feste Anschlüsse,
  • Einbau des Sicherheitsventils in die Kaltwasserzuleitung und Anschluss seines Ablaufs,
  • Füllen des Boilers, Entlüften und Dichtheitskontrolle aller Verbindungen,
  • Anschluss an die vorbereitete elektrische Zuleitung und erste Inbetriebnahme,
  • Einstellen der Temperatur und Instruktion zu Bedienung und Wartung.

Nicht enthalten sind der Boiler selbst, eine neue elektrische Zuleitung ab Verteilung, Spitzarbeiten für Leitungsschlitze, neue Wasserleitungen sowie ein Druckreduzierventil oder ein Ausdehnungsgefäss, falls diese ergänzt werden müssen. Die Demontage und Entsorgung des alten Boilers ist eine separate Position.

Wann ein Boiler montiert oder ersetzt wird

Ein neuer Boiler wird bei einer Bad- oder Wohnungsrenovation montiert, wenn die Leitungen verlegt und die Wandplatten gesetzt sind. Schon vor dem Plattenlegen muss feststehen, wo der Boiler hängen wird, damit die Wasser- und Stromanschlüsse am richtigen Ort liegen und die Wand dort tragfähig verankert werden kann.

Ersetzt wird ein alter Boiler, wenn der Speicher undicht wird, das Wasser rostig ist oder der Boiler auch nach dem Entkalken nur noch langsam aufheizt. In der Praxis bemerken Eigentümer das Problem oft erst, wenn es unter dem Boiler tropft. Ist der Innenkessel durchgerostet, lohnt sich keine Reparatur mehr und der ganze Boiler wird ersetzt.

Vor einem Ersatz ist ausserdem das kantonale Energierecht zu beachten. Viele Kantone schränken den Neueinbau und den gleichartigen Ersatz von zentralen, rein elektrisch beheizten Boilern ein oder sehen Sanierungsfristen vor. Kleinere dezentrale Boiler, etwa der Etagenboiler einer einzelnen Wohnung, sind als Ersatz vielerorts noch zulässig, die Regeln unterscheiden sich aber von Kanton zu Kanton. Ob der Einbau oder Ersatz eines Elektroboilers an Ihrem Standort zulässig ist oder vorgängig gemeldet werden muss, klären Sie mit der Gemeinde oder der kantonalen Energiefachstelle.

Vor der Montage sollte bereit sein:

  • Tragfähige Wand. Backstein, Beton oder Vollstein. Bei Gipskarton, Porenbeton oder Hohlsteinen braucht es eine Verstärkung oder spezielle Anker.
  • Wasseranschlüsse. Kalt- und Warmwasser mit Absperrventilen in der richtigen Höhe.
  • Ablauf für das Sicherheitsventil. Ein Abwasseranschluss oder Siphon in der Nähe, in den das beim Aufheizen austretende Wasser geleitet werden kann.
  • Elektrische Zuleitung. Eine separat abgesicherte Zuleitung passend zur Leistung des Boilers, je nach Modell für 230 V oder 400 V, idealerweise bei der Renovation vom Elektroinstallateur vorbereitet.
  • Platz für den Unterhalt. Unter dem Boiler muss genug Raum bleiben, um den Flansch auszubauen und die Anode zu ersetzen, sonst ist jeder Service nur nach dem Abhängen des ganzen Boilers möglich.

Ablauf der Montage Schritt für Schritt

Wand prüfen und verankern

Die Hersteller schreiben vor, den Boiler nur an einer Wand aufzuhängen, die das Gewicht des gefüllten Geräts sicher trägt. In den Montageanleitungen sind Mindestdurchmesser für die Befestigungsschrauben und bei schwachen Wänden Verstärkungen angegeben. Manche Anleitungen verlangen Anker, die auf ein Mehrfaches des Gewichts des vollen Boilers ausgelegt sind. Der Monteur bohrt die Löcher nach dem Lochabstand der Aufhängung, setzt die Anker und hängt den Boiler auf. Bei schwereren Boilern ist das eine Arbeit für zwei Personen.

Kaltwasser anschliessen und Sicherheitsventil setzen

In die Kaltwasserzuleitung wird ein Sicherheitsventil mit Rückflussverhinderer eingebaut, oft als komplette Sicherheitsgruppe. Zwischen Boiler und Sicherheitsventil darf gemäss den Herstellern keine Absperrung, kein Sieb und kein anderes Bauteil sitzen. Wird eine solche Absperrung geschlossen, kann der Druck beim Aufheizen nicht mehr entweichen. Übliche Sicherheitsventile für Boiler haben einen Ansprechdruck von 6 bar, also 0,6 MPa, passend zum maximalen Betriebsdruck vieler Wandboiler. Die Absperrung gehört vor das Sicherheitsventil, nicht dahinter.

Druckreduzierventil

Ist der Wasserdruck hoch, tropft das Sicherheitsventil dauernd. Ventilhersteller geben an, dass der maximale Druck in der Kaltwasserleitung mindestens 20 % unter dem Ansprechdruck des Sicherheitsventils liegen soll, sonst wird ein Druckreduzierventil in der Zuleitung empfohlen. Den Druck misst man einfach mit einem Manometer an einem Wasserhahn. In Gebäuden in tiefer gelegenen Zonen eines Versorgungsnetzes oder in Mehrfamilienhäusern mit hohem Ruhedruck ist ein Druckreduzierventil häufig nötig, falls keines am Hausanschluss eingebaut ist.

Ablauf des Sicherheitsventils

Beim Aufheizen dehnt sich das Wasser aus und das Sicherheitsventil lässt eine kleine Menge ab. Der Auslauf des Ventils muss nach unten zeigen, frei bleiben und frostsicher sein. Das Wasser wird über einen Schlauch oder ein Rohr mit stetigem Gefälle in die Abwasserleitung geführt, zum Beispiel über einen Trichtersiphon. Der Auslauf darf nie verschlossen werden. Gibt es keinen Ablauf in der Nähe, lassen einige Hersteller ein Ausdehnungsgefäss in der Kaltwasserzuleitung zu, welches das Tropfen deutlich reduziert.

Warmwasser anschliessen und füllen

Der Warmwasseraustritt wird an die Warmwasserleitung angeschlossen. Danach wird die Kaltwasserzufuhr geöffnet und an der nächsten Armatur der Warmwasserhahn aufgedreht. Der Boiler wird gefüllt, bis aus dem Hahn Wasser ohne Luft fliesst. Erst dann ist der Boiler voll. Anschliessend werden alle Verbindungen kontrolliert, sie dürfen nicht tropfen.

Elektrischer Anschluss und erste Inbetriebnahme

Der Strom wird erst nach dem Füllen angeschlossen. Ein Heizelement, das im leeren Boiler eingeschaltet wird, ist nach wenigen Minuten zerstört. Den festen Anschluss übernimmt eine Fachperson mit der nötigen Bewilligung. Der Boiler wird an eine separat abgesicherte Zuleitung mit Schutzleiter angeschlossen und muss allpolig vom Netz getrennt werden können. Die Hersteller geben den Leiterquerschnitt passend zur Leistung vor. Nach dem Einschalten wird geprüft, ob die Heizanzeige leuchtet, und die Temperatur wird eingestellt.

Anleitung für Heimwerker: Boiler durch gleichen Typ ersetzen

Wird ein alter Boiler durch einen neuen mit gleichem Lochabstand der Aufhängung und gleichen Anschlüssen ersetzt und bleibt die elektrische Zuleitung unverändert, kann eine geübte Person den sanitären Teil selbst erledigen. Das Abklemmen und den festen elektrischen Anschluss dürfen Laien in der Schweiz jedoch nicht ausführen, dafür braucht es eine Fachperson mit Bewilligung. Vorgehen:

  1. Die Sicherung des Boilers ausschalten lassen und die Spannungsfreiheit durch die Fachperson prüfen lassen.
  2. Die Kaltwasserzufuhr schliessen und an der Armatur den Warmwasserhahn öffnen.
  3. Den alten Boiler über das Sicherheitsventil oder einen Entleerungshahn in den Ablauf entleeren.
  4. Die Schläuche lösen und den Boiler zu zweit von der Wand nehmen.
  5. Die Anker kontrollieren und bei Bedarf neue nach dem Lochabstand des neuen Boilers setzen.
  6. Den neuen Boiler aufhängen und das Kaltwasser über ein neues Sicherheitsventil anschliessen.
  7. Das Warmwasser anschliessen und die Dichtungen kontrollieren.
  8. Den Boiler füllen, bis aus dem Warmwasserhahn Wasser ohne Luft fliesst.
  9. Die Verbindungen kontrollieren und erst danach den elektrischen Anschluss durch die Fachperson ausführen lassen.

Das Sicherheitsventil wird beim Boilerersatz in der Regel ebenfalls erneuert. Das alte Ventil ist oft verkalkt und öffnet möglicherweise nicht mehr rechtzeitig.

Materialien und Varianten

Senkrechter und waagrechter Boiler

Am häufigsten ist der senkrechte Wandboiler. Ein waagrechter Boiler wird dort gewählt, wo wenig Höhe zur Verfügung steht, etwa über einer Tür oder unter der Decke. Nicht jeder Boiler darf in beiden Lagen montiert werden, der Hersteller gibt das in der Anleitung an. Verbreitet sind in der Schweiz Wandboiler von Herstellern wie Domotec, Cipag oder Stiebel Eltron, dazu flache Bauformen für enge Platzverhältnisse.

Inhalt

Für eine Wohnung mit zwei Personen werden oft 80 Liter gewählt, für eine Familie mit Dusche und Badewanne 100 bis 120 Liter. Mehr Inhalt bedeutet längere Aufheizzeit, höhere Wärmeverluste und mehr Gewicht an der Wand.

Boiler mit Wärmetauscher und Hybrid-Wandboiler

Ein Boiler mit Wärmetauscher hat neben dem Heizelement ein Register, über das das Wasser auch von der Heizung oder einer Solaranlage erwärmt werden kann. Er eignet sich für Häuser, in denen im Winter die Heizung das Warmwasser liefert und im Sommer der Heizstab einspringt. Der Anschluss an die Heizung ist eine Heizungsarbeit und gehört nicht zur normalen Boilermontage. Eine weitere Variante sind Hybrid-Wandboiler mit integrierter Wärmepumpe, die einen herkömmlichen Wandboiler am gleichen Ort ersetzen können, aber einen Kondensatablauf brauchen. Für den Umstieg auf einen Wärmepumpenboiler gibt es je nach Kanton, Gemeinde und Energieversorger Förderbeiträge, prüfen Sie die aktuellen Bedingungen auf dem offiziellen Portal Ihres Kantons, bevor Sie den Auftrag erteilen.

Aufheizen im Niedertarif

Bei einem Doppeltarif kann der Boiler nur in der Niedertarifzeit aufheizen, freigegeben über die Rundsteuerung oder ein Lastschaltgerät des Netzbetreibers. Dazu wird der Boiler über ein Schütz in der Verteilung angeschlossen, oft mit einem Tag/Nacht-Schalter. Manche Netzbetreiber stellen die klassische Rundsteuerung um und verschieben das Aufheizen zum Beispiel in die Mittagszeit mit viel Solarstrom, die Freigabezeiten erfahren Sie beim lokalen Elektrizitätswerk. Bei der Planung muss der Inhalt so gross sein, dass das Warmwasser bis zur nächsten Freigabe reicht.

Standort des Boilers

Die Hersteller empfehlen, den Boiler möglichst nahe bei der Zapfstelle mit dem grössten Warmwasserbedarf zu montieren. Bei langen Leitungen kühlt viel Wasser im Rohr ab und es dauert, bis warmes Wasser kommt. Ein Boiler im Bad über der Waschmaschine oder im Reduit neben dem Bad ist deshalb besser als ein Boiler am anderen Ende der Wohnung. Im Badezimmer sind jedoch die Schutzbereiche um Badewanne und Dusche einzuhalten, die in den Vorschriften für elektrische Niederspannungsinstallationen für Nassräume festgelegt sind. Bei der Montage in einem engen Reduit oder über einer abgehängten Decke lohnt es sich, vorab zu prüfen, ob der Boiler später ohne Abbrucharbeiten abgehängt und ersetzt werden kann.

Häufige Fehler aus der Praxis

  • Boiler an ungeeigneter Wand. In der Praxis wird der Boiler an Gipskarton oder einer alten Hohlsteinwand aufgehängt und beginnt sich mit der Zeit zu lösen.
  • Absperrung zwischen Boiler und Sicherheitsventil. Das Ventil ist dann wirkungslos und beim Aufheizen droht ein gefährlicher Überdruck.
  • Auslauf des Sicherheitsventils nicht in den Ablauf geführt. Das Wasser tropft auf den Boden oder hinter die Wandplatten.
  • Verschlossenes Sicherheitsventil. Das Tropfen wird gelöst, indem jemand den Auslauf verstopft. Richtig ist, den Wasserdruck zu messen und ein Druckreduzierventil oder ein Ausdehnungsgefäss zu ergänzen.
  • Einschalten ohne Wasser. Das Heizelement ist schon vor dem ersten Gebrauch defekt.
  • Anschluss über Verlängerungskabel oder zu schwache Leitung. Die Leitung erwärmt sich, vor allem bei langen Aufheizzeiten.
  • Kein Platz für den Unterhalt. Der Boiler ist so eingebaut, dass die Anode nicht ohne Abhängen ersetzt werden kann.
  • Vernachlässigte Anode. Nach einigen Jahren ist die Anode aufgebraucht und der Innenkessel beginnt zu rosten.

Wer den Boiler anschliessen darf

Den sanitären Teil übernimmt der Sanitärinstallateur. Wer elektrische Geräte fest anschliesst, auswechselt oder abklemmt, braucht in der Schweiz eine Installationsbewilligung des Eidgenössischen Starkstrominspektorats ESTI. Das ist ein Elektroinstallationsbetrieb oder ein Sanitär- oder Heizungsinstallateur mit einer eingeschränkten Anschlussbewilligung, die das Anschliessen und Auswechseln von Geräten an einer bestehenden Installation erlaubt, nicht aber das Erstellen neuer Leitungen. Wird für den Boiler eine neue Zuleitung ab Verteilung erstellt, macht das der Elektroinstallateur, und nach Abschluss der Arbeiten wird ein Sicherheitsnachweis ausgestellt. Im Badezimmer gelten für elektrische Geräte die Regeln der Schutzbereiche um Badewanne und Dusche, die der Elektroinstallateur kennt. Einige Hersteller knüpfen die Garantie an den Nachweis einer fachgerechten Montage, verlangen Sie deshalb vom Betrieb eine Bestätigung. In Mietwohnungen ist der Ersatz des Boilers Sache der Vermieterschaft und vorgängig mit ihr abzusprechen.

So prüfen Sie die fertige Montage

  • der Boiler hängt senkrecht und bewegt sich nicht, wenn man dagegen drückt,
  • das Sicherheitsventil sitzt in der Kaltwasserzuleitung und zwischen ihm und dem Boiler gibt es keine Absperrung,
  • der Auslauf des Sicherheitsventils ist in den Ablauf geführt und nicht verschlossen,
  • die Verbindungen tropfen auch nach dem ersten Aufheizen nicht, wenn sich das Material ausdehnt,
  • das Sicherheitsventil tropft beim Aufheizen nur wenig, nicht in einem durchgehenden Strahl,
  • die Heizanzeige leuchtet und das Wasser ist nach dem Aufheizen warm,
  • der Boiler hängt an einer eigenen Sicherung und das Kabel ist nicht lose verlegt,
  • unter dem Boiler ist Platz für den Ausbau des Flansches und den Ersatz der Anode,
  • Sie haben Bedienungsanleitung, Garantieschein, Montagebestätigung und bei einer neuen Zuleitung auch den Sicherheitsnachweis erhalten.

Kontrollieren Sie das Sicherheitsventil regelmässig. Ventilhersteller empfehlen, das Ventil vor jeder Inbetriebnahme und danach monatlich anzulüften, indem der Drehkopf betätigt wird, bis Wasser austritt. Hört das Wasser nach dem Zurückdrehen nicht auf zu fliessen, muss das Ventil gespült oder ersetzt werden.

Unterhalt nach der Montage

Ein korrekt montierter Boiler hält viele Jahre, wenn er gepflegt wird. Der Unterhalt ist nicht aufwendig, wird aber oft vergessen.

Anode

Die Schutzanode löst sich mit der Zeit auf und schützt so den Innenkessel. Ist sie aufgebraucht, greift die Korrosion den Speicher selbst an. Die Hersteller empfehlen eine erste Kontrolle durch eine Fachperson etwa zwei Jahre nach der Montage, danach legt die Fachperson die weiteren Intervalle fest. Bei hartem Wasser, wie es in vielen Regionen der Schweiz vorkommt, ist die Anode oft schneller verbraucht. Der Ersatz der Anode ist viel günstiger als ein neuer Boiler.

Kalk

Am Heizelement und am Boden des Speichers lagert sich Kalk ab. Der Boiler heizt dann länger, kann beim Aufheizen rauschen und braucht mehr Strom. Bei einem Boilerservice wird neben der Anodenkontrolle in der Regel auch der Speicher gereinigt und das Heizelement entkalkt.

Stilllegung im Winter

Bleibt ein Boiler in einem Ferienhaus, einem Chalet oder einem unbeheizten Raum über den Winter ausgeschaltet, droht Frost. Dann wird der Boiler entleert. Die Hersteller empfehlen einen Entleerungshahn zwischen Sicherheitsventil und Boiler, damit das ohne Lösen der Verbindungen möglich ist.

Preis und was ihn beeinflusst

Der Arbeitspreis im NUMIQ-Preisverzeichnis beträgt rund CHF 385 pro Stück für das Aufhängen und Anschliessen eines Elektroboilers bis 120 Liter, inklusive Kleinmaterial. Nicht enthalten sind der Boiler selbst, das Sicherheitsventil und ein allfälliges Druckreduzierventil. Ein neuer Wandboiler mit rund 100 Litern kostet im Handel je nach Marke und Ausführung etwa CHF 1'000 bis 1'800. Die Preise variieren je nach Region und Stadt.

Den Endbetrag beeinflussen:

  • der Wandtyp und der Bedarf an Verstärkung oder speziellen Ankern,
  • ob die Wasser- und Stromanschlüsse am richtigen Ort vorbereitet sind,
  • der Bedarf an einem Druckreduzierventil, einem Ausdehnungsgefäss oder einem neuen Ablauf für das Sicherheitsventil,
  • die Demontage und Entsorgung des alten Boilers,
  • die Zugänglichkeit des Montageorts, etwa ein Boiler über einer Tür oder in einem engen Reduit,
  • eine neue elektrische Zuleitung und der zugehörige Sicherheitsnachweis.

Verwandte Arbeiten können Sie separat kalkulieren, zum Beispiel die Demontage eines Warmwasserspeichers, die Montage von Eck- und Endventilen oder den Sicherheitsnachweis für die Elektroinstallation. Weitere Positionen finden Sie im Bereich Sanitärinstallationen.

Häufige Fragen

Beim Aufheizen dehnt sich das Wasser aus und das Ventil lässt einen Teil davon ab. Das ist normal, solange es sich um eine kleine Menge handelt. Tropft es dauernd, auch wenn der Boiler nicht heizt, ist der Wasserdruck zu hoch oder das Ventil verkalkt.

Ähnliche Arbeiten

Blog

Kalkulieren Sie das ganze Projekt, nicht nur eine Leistung

Sie wählen Positionen aus allen Gewerken und NUMIQ erstellt daraus ein Angebot für Sie selbst oder Ihre Kunden.