Preisverzeichnis 2026 · Deutschland

Sanitärinstallationen: Preis der Sanitärinstallation pro Anschluss 2026 und Ablauf

Zur Sanitärinstallation gehören Wasser- und Abwasserleitungen sowie die Montage von Apparaten, Armaturen und Unterputzsystemen. Der Preis hängt vor allem von der Anzahl Anschlüsse ab, ausserdem von der Länge der Leitungen, von der Art, wie sie in der Wand verlegt werden, und davon, wie viele Sanitärapparate montiert werden.

Aktualisiert 09/2026·15 Min. Lesezeit·27 Positionen im Preisverzeichnis
Preis Standardleistung
63.56 CHF/ Stk.
Richtwert-Spanne
50.78 CHF - 82.68 CHF
Preis nur für diese konkrete Leistung - ohne Material und ohne Vorarbeiten. Kein Preis für den Gesamtauftrag.
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Aktualisierte Preise
Kurze Antwort

Ein Anschluss für Kalt- und Warmwasser kostet gemäss aktueller Preisliste 63.56 CHF pro Anschlusspunkt Arbeit. Abwasseranschluss, Montage der Sanitärapparate und Unterputzsysteme werden separat verrechnet, je nachdem, wie viele Leitungen effektiv verlegt werden.

Leistungsarten und ihre Preise

63.56 CHF
pro Stk.
Wasserleitungen

Grundeinheit der Installation, nach der sich Anzahl und Länge der Rohre richten. Die Lage des Anschlusses wird nach der Anordnung der Sanitärapparate bestimmt.

45.40 CHF
pro Stk.
Abwasserleitungen

Die Abwasserleitung braucht genügend Gefälle zum Fallstrang, sonst lagert sich Schmutz ab und es entstehen unangenehme Gerüche.

217.90 CHF
pro Stk.
Montage der Badewanne

Die Badewanne wird auf einen festen Untergrund gesetzt und untermauert, damit sie keine Bewegungen auf Plattenbelag und Fugen überträgt.

72.63 CHF
pro Stk.
Montage des Lavabos

Umfasst den Anschluss an Wasser- und Abwasserleitung inklusive Siphon. Höhe und Lage werden auf den Unterbau oder die Konsole abgestimmt.

167.06 CHF
pro Stk.
Unterputzsysteme für WC

Das Tragelement für ein wandhängendes WC wird vor dem Erstellen der Vorwand in Wand oder Boden verankert, die Position der Betätigungsplatte wird vorgängig festgelegt.

163.43 CHF
pro Stk.
Montage des Boilers

Der Boiler wird an einer Konstruktion aufgehängt, die sein volles Gewicht tragen kann, und an Wasser- und Stromleitung angeschlossen.

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Mengen eingeben und der Preis wird sofort neu berechnet. Die Preise gelten für Deutschland und können im Preisverzeichnis angepasst werden.

Sanitärinstallation27 Positionen

Alle angegebenen Preise sind Nettopreise, zuzüglich gegebenenfalls anfallender Umsatzsteuer. Der Arbeitspreis enthält nur die Arbeit. Der Preis mit Material enthält zusätzlich Hilfsmaterial (Kleber, Grundierung, Dichtstoffe, Befestigungsmaterial). Wandfliesen, Bodenfliesen, Bodenbeläge, Farbe und Sanitärobjekte wählt und kauft der Kunde selbst, sie sind nicht enthalten.

PositionEHPreis / EHMengeSumme
Sanitärarbeiten
Abgang für Kalt- und WarmwasserStk.63.56 CHF-
Montage WC-Vorwandelement für SchachtverbauungStk.-
Montage und Einbau RevisionsklappeStk.43.58 CHF-
Montage Geberit-Vorwandelement WC (Duofix / Kombifix)Stk.167.06 CHF-
Montage und Ummauerung der BadewanneStk.217.90 CHF-
Montage KeramikwaschbeckenStk.72.63 CHF-
DuschwannenmontageStk.272.38 CHF-
Montage Glas-DuschabtrennungStk.-
Montage StandarmaturStk.45.40 CHF-
Montage Wand-Wannen- / DuscharmaturStk.54.48 CHF-
Setzen Unterputz-Grundkörper Dusche (iBox)Stk.-
Montage Unterputz-ArmaturStk.-
Abgang Innenabfluss und KanalisationStk.45.40 CHF-
Montage Wasch-/Spülmaschinenventil und SiphonStk.-
Aufhängen und Anschluss Elektroboiler bis 120 lStk.163.43 CHF-
Montage Hauswasserfilter am WassereintrittStk.81.70 CHF-
Verlegung Warmwasserzirkulationlfm-
Druckprüfung der TrinkwasserinstallationStd.-
Schlitzen für Sanitärinstallation (Beton)lfm49.03 CHF-
Wandschlitze nach Sanitärinstallation verschliessenlfm11.80 CHF-
Montage und Einbau UnterputzkörperStk.148.90 CHF-
Montage Duschrinne + EinbetonierenStk.-
Montage EckventileStk.10.53 CHF-
Setzen Geräteventil für Trockner/Waschmaschine + AbflussStk.67.18 CHF-
Anschluss der Leitung an Gusseisen-FallstrangStk.-
Pauschalpakete
Sanitärinstallation – Leitungsverlegung Wohnung (WC, Bad, Küche)Stk.-
Sonstige Arbeiten
Sonstige nicht spezifizierte Arbeiten im FachStd.-
Summe Arbeit
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Was kostet das je nach Umfang

Beispielhafter Umfang der Sanitärinstallation bei einer Badsanierung (6 m²)
Nur Wasser- und Abwasserleitungen
3 Wasseranschlüsse, 3 Abwasseranschlüsse und 15 Laufmeter Schlitze für Leitungen
1062.30 CHF
Leitungen und Montage der Sanitärapparate
Gleicher Umfang plus Montage von Lavabo, Badewanne und zwei Armaturen
1452.70 CHF
Komplette Montage inklusive wandhängendem WC und Zubehör
Gleicher Umfang plus WC-Unterputzelement, Eckventile und Verputzen
1859.94 CHF
Richtwert für die Arbeit gemäss den angegebenen Mengen. Sanitärapparate, Armaturen und Plattenbelag werden separat berechnet.

Vorbereitung der Leitungen

01
Anschlüsse festlegen

Bevor geschlitzt wird, bestimmt der Sanitärinstallateur, wo genau die Wasser- und Abwasseranschlüsse liegen. Massgebend ist, wo Badewanne, Lavabo, WC und Waschmaschine stehen sollen.

02
Schlitze spitzen

Die Schlitze richten sich nach der Lage der Sanitärapparate und nach dem Gefälle, das die Abwasserleitung braucht.

49.03 CHF/lfm
03
Wasser- und Abwasserleitungen verlegen

Das Abwasser wird mit Gefälle verlegt, alle Rohre mit genügend Reserve, damit sich die Sanitärapparate später problemlos anschliessen lassen.

63.56 CHF/Stk.
04
Unterputzelemente einbauen

Das Element für das wandhängende WC wird verankert, bevor die Vorwand erstellt wird. Die Lage von Zu- und Ablauf prüft der Installateur anhand des konkreten WC.

167.06 CHF/Stk.
05
Druckprobe vor dem Schliessen

Vor dem Plätteln und Zumauern werden die Leitungen auf Dichtheit geprüft. So zeigt sich ein Leck, solange noch alles offen liegt.

Arbeitsablauf

  1. 01Besichtigung vor Ort und Planung, wo die Sanitärapparate stehen und wo die Leitungen verlaufen.
  2. 02Schlitze und Durchbrüche für Wasser und Abwasser spitzen.
  3. 03Wasserleitungen und Abwasserleitungen mit dem vorgegebenen Gefälle montieren.
  4. 04Unterputzelemente einbauen und Revisionsöffnungen dort setzen, wo sie gut zugänglich sind.
  5. 05Druckprobe der Wasserleitungen vor dem Verputzen und Plätteln.
  6. 06Schlitze verputzen und die Wände für Plattenbelag und weitere Arbeiten vorbereiten.
  7. 07Nach dem Plätteln Sanitärapparate, Armaturen und Eckventile montieren.
  8. 08Vor der Übergabe prüfen, ob alles funktioniert, die Verbindungen dicht sind und das Abwasser richtig Gefälle hat.

5 häufige Fehler

01
Abwasserleitung mit zu wenig Gefälle

Bei zu wenig Gefälle lagert sich Schmutz ab und es beginnt zu riechen. Das Gefälle wird deshalb schon bei der Montage mit der Wasserwaage kontrolliert, nicht erst, wenn die Leitung verdeckt ist.

02
Leitungen ohne Druckprobe verschlossen

Zeigt sich ein Leck erst nach dem Plätteln, muss die fertige Arbeit wieder herausgespitzt werden. Darum erfolgt die Druckprobe immer vor dem Verputzen.

03
Revisionsöffnungen vergessen

Sind Absperrventile und Verbindungen nicht zugänglich, werden spätere Reparaturen und Unterhaltsarbeiten deutlich aufwendiger.

04
Wand trägt Boiler oder WC-Element nicht

Ein gefüllter Boiler oder ein belastetes WC braucht eine genügend tragfähige Wand oder eine solide Verankerung. Sonst kann sich die Konstruktion lockern.

05
Zuleitung zu klein dimensioniert

Ist das Rohr zu dünn und läuft an mehreren Stellen gleichzeitig Wasser, sinkt der Durchfluss. Am stärksten merkt man das, wenn Dusche und Waschmaschine gleichzeitig laufen.

Woraus Wasserleitungen bestehen und wann man sie ersetzt

Wohnen Sie in einem älteren Haus oder einer älteren Wohnung, führen wahrscheinlich noch verzinkte Stahlrohre das Wasser zu Ihnen. Nach Jahrzehnten rosten diese Rohre von innen und setzen Kalk an. Von aussen sieht das Rohr unverändert aus, innen bleibt aber immer weniger Durchgang. Das merken Sie so: Lässt jemand Wasser in die Badewanne ein und Sie drehen in der Küche den Hahn auf, wird der Strahl deutlich schwächer. Nach den Ferien kommt kurz bräunliches Wasser aus dem Hahn, und an den Gewindeverbindungen zeigen sich Tropfen. Wird das Bad oder die Küche saniert, ersetzt man alte Stahlleitungen deshalb meist nicht stückweise, sondern vollständig.

Bei neuen Trinkwasserleitungen begegnen Ihnen heute vor allem diese Materialien:

  • Mehrschichtverbundrohre: ein Kunststoffrohr mit einer Aluminiumschicht in der Mitte. Es lässt sich biegen, dehnt sich bei Wärme weniger aus, und die Verbindungen werden verpresst. In der Schweiz ist das Verbundrohr weit verbreitet, im Unterlagsboden ebenso wie in der Wand.
  • Chromstahl: Rohre aus Edelstahl mit Pressverbindungen sieht man in Schweizer Gebäuden häufig, vor allem für Verteil- und Steigleitungen im Keller. Das Material ist robust und hygienisch einwandfrei.
  • Polypropylen (PPR): Rohre und Formstücke werden miteinander verschweisst. Die Verbindung hält gut, und das Material ist günstig. Bei Warmwasser dehnt sich das Rohr aber spürbar aus. Man muss also Platz für die Ausdehnung einplanen und das Rohr richtig befestigen.
  • Kupfer: widerstandsfähig und sehr langlebig, aber teurer und aufwendiger zu verbinden. Heute wird es seltener verwendet, oft dort, wo Leitungen sichtbar bleiben.

Abwasserleitungen im Haus bestehen aus Kunststoff. Verbreitet sind verschweisste Rohre aus Polyethylen (PE) und Steckrohre aus Polypropylen, denen heisses Wasser nichts anhaben kann. Ins Erdreich und nach draussen gehören dickwandige Kanalisationsrohre, die genau dafür gemacht sind. Für die Planung und Ausführung orientieren sich Sanitärinstallateure an den einschlägigen SN-EN-Normen und an den Richtlinien des SVGW, des Fachverbands für Wasser und Gas.

Druck, Filter und hartes Wasser

Gleich nach dem Wasserzähler oder dem Hauptabsperrventil gehört ein Filter, meist ein Rückspülfilter. Er hält Sand und Schmutz aus dem öffentlichen Netz zurück, bevor sie in Armaturen und Geräte gelangen. Ist der Druck im Netz hoch, kommt ein Druckreduzierventil dazu. In der Schweiz ist das wegen der Topografie oft der Fall: Wer weit unterhalb des Reservoirs wohnt, hat häufig mehr Druck, als Armaturen gern haben. Warum ist das wichtig? Zu hoher Druck belastet Armaturen, Spülkästen, den Boiler und die Waschmaschine dauernd, und sie geben früher den Geist auf. Zu niedrigen Druck spüren Sie dagegen unter der Dusche, besonders im Obergeschoss eines Einfamilienhauses.

In vielen Regionen der Schweiz, etwa im Jura und in Teilen des Mittellands, ist das Wasser hart. Kalk setzt sich im Boiler, in den Armaturen, in den Strahlreglern und in den Duschbrausen ab, und der Boiler heizt schlechter. Dagegen helfen eine Enthärtungsanlage oder ein Dosiergerät, das hinter dem Filter eingebaut wird. Welche Lösung zu Ihnen passt, hängt von der Wasserhärte ab. Diese erfahren Sie bei Ihrer Wasserversorgung, also meist bei der Gemeinde, oder mit einem einfachen Test aus dem Fachhandel. In der Schweiz wird die Härte üblicherweise in französischen Härtegraden angegeben.

In neueren Installationen führt man das Wasser oft nicht über eine Leitung mit Abzweigungen, sondern über einen Verteiler. Von dort führt zu jedem Lavabo, jeder Dusche und jedem WC eine eigene Leitung. Wird an mehreren Stellen gleichzeitig Wasser bezogen, schwankt der Druck so weniger, und Sie können jeden Strang einzeln absperren, zum Beispiel beim Wechsel einer Armatur.

Wo die Anschlüsse hingehören

Wo genau die Wasseranschlüsse aus der Wand kommen, richtet sich nach den konkreten Apparaten. Wählen Sie Lavabo, Armaturen und WC deshalb aus, bevor der Sanitärinstallateur mit der Arbeit beginnt. Als grobe Orientierung liegen die Anschlüsse für Lavabo und Spültrog etwa einen halben Meter über dem Boden, für die Wannenbatterie einige Dutzend Zentimeter über dem Wannenrand und für die Duschbatterie ungefähr auf einem Meter Höhe. Massgebend ist aber das technische Datenblatt des Herstellers. Bei Unterputzarmaturen und WC-Vorwandelementen ist das besonders wichtig, weil sie eine genaue Einbautiefe und Höhe verlangen.

Warmwasser liegt üblicherweise links, Kaltwasser rechts, wenn Sie von vorne auf die Wand schauen. Das Anschlusspaar für eine Wandbatterie braucht den Abstand, für den die Batterien gebaut werden, und beide Anschlüsse müssen genau waagrecht liegen. Häufig sieht man, dass die Anschlüsse zu weit aus den Wandplatten ragen oder zu tief sitzen. Dann liegt die Armatur nicht an der Wand an, und eine Lösung mit Verlängerungen sieht nicht schön aus. Hier lohnt es sich, dass Sanitärinstallateur und Plattenleger die fertige Wandoberfläche gemeinsam festlegen.

In der Küche setzt man die Anschlüsse so, dass Sie unter dem Spültrog gut hinkommen und sie die Schubladen im Unterbau nicht behindern. Für Geschirrspüler und Waschmaschine plant man ein Ventil mit Rückflussverhinderer und einen Ablauf mit Siphon, der den Kanalisationsgeruch zurückhält. In vielen Mehrfamilienhäusern steht die Waschmaschine in der gemeinsamen Waschküche. Möchten Sie eine eigene Maschine in der Wohnung, klären Sie die Anschlüsse frühzeitig mit der Verwaltung ab.

Abwasser: Gefälle, Lüftung und Lärm

Die Abwasserleitung muss gleichmässig zur Fallleitung hin abfallen. Sie darf keine Stellen haben, an denen sie wieder ansteigt, und keine Durchhänger, in denen Wasser stehen bleibt und sich Schmutz absetzt. Der WC-Ablauf hat einen grösseren Durchmesser, und seine Führung plant man zuerst, weil er sich am schwersten verschieben lässt. Die übrigen Abläufe schliesst man mit schrägen Abzweigern in Fliessrichtung daran oder direkt an die Fallleitung an.

Die Abwasserleitung braucht eine Lüftung. Fliesst viel Wasser durch die Fallleitung, entsteht ein Unterdruck, der das Wasser aus den Siphons saugen kann. Ein leerer Siphon lässt den Weg von der Kanalisation in die Wohnung offen, und im Bad beginnt es zu riechen. Fallleitungen führt man deshalb über das Dach, und bei längeren Abwassersträngen setzt man ein Belüftungsventil ein.

In Mehrfamilienhäusern und im Stockwerkeigentum spielt auch der Schallschutz eine Rolle. Eine Kunststoff-Fallleitung kann das Rauschen des Wassers durch das ganze Haus tragen. Abhilfe schaffen schallgedämmte Rohre, eine Ummantelung mit Dämmmaterial und elastische Rohrschellen, die die Leitung nicht starr mit der Wand verbinden. Die Anforderungen an den Schallschutz im Hochbau sind in der Norm SIA 181 beschrieben.

Steigleitungen und Wasserzähler im Mehrfamilienhaus

Die Steigleitungen für Wasser und Abwasser gehören im Mehrfamilienhaus zu den gemeinsamen Teilen. Im Stockwerkeigentum entscheidet darüber die Eigentümergemeinschaft, die Ausführung organisiert in der Regel die Liegenschaftsverwaltung, meist für einen ganzen Hausteil auf einmal. In einer Mietwohnung ist ohnehin der Vermieter zuständig. Bevor Sie Ihr Bad oder Ihre Küche umbauen, fragen Sie nach, ob ein Strangersatz geplant ist. Wenn ja, lohnt es sich, den eigenen Umbau darauf abzustimmen.

In Häusern, die vor etwa 1990 gebaut wurden, findet man teils Abwasserrohre aus Asbestzement. Solche Rohre darf ein gewöhnlicher Sanitärinstallateur beim Wohnungsumbau weder schneiden noch ausbauen. Diese Arbeiten gehören in die Hände einer von der Suva anerkannten Asbestsanierungsfirma. Sind Sie unsicher, lassen Sie vor dem Umbau eine Materialprobe untersuchen.

Der Hauptwasserzähler gehört der Wasserversorgung und ist plombiert. In vielen Häusern gibt es zusätzlich Wohnungszähler für die Nebenkostenabrechnung. Möchten Sie einen Zähler versetzen lassen, sprechen Sie zuerst mit der Verwaltung oder der Wasserversorgung. Die Absperrventile setzt man so, dass sie über eine Revisionsöffnung erreichbar sind, und vor jeder Arbeit an den Leitungen prüft man, ob sie wirklich dicht schliessen. Bei Fragen zum Haus hilft oft auch der Hauswart weiter, der die Absperrungen kennt.

Warmwasser: Boiler, Durchlauferhitzer, Speicher an der Heizung

In vielen Wohnungen erwärmt ein Elektroboiler das Wasser. Seine Grösse wählt man nach der Zahl der Personen im Haushalt und danach, ob gebadet oder nur geduscht wird. Auf der Kaltwasserseite braucht er eine Sicherheitsgruppe mit Sicherheitsventil. Tropft es beim Aufheizen daraus, ist das normal: Wasser dehnt sich beim Erwärmen aus, und der Überschuss muss irgendwohin. Das Ventil wird deshalb an den Ablauf angeschlossen und nie verschlossen. Den elektrischen Anschluss des Boilers darf nur ein konzessionierter Elektroinstallateur machen, so verlangt es die Niederspannungs-Installationsverordnung.

Im Boiler sitzt eine Magnesiumanode, die den Behälter vor Rost schützt. Sie verbraucht sich mit der Zeit und wird nach einigen Jahren ersetzt. Bei hartem Wasser entkalkt man bei dieser Gelegenheit auch gleich den Behälterboden. Wer die Anode regelmässig wechselt, verlängert die Lebensdauer des Boilers um Jahre.

Haben Sie eine Öl- oder Gasheizung oder eine Wärmepumpe, wird das Wasser meist indirekt erwärmt, in einem Speicher, der an die Heizung angeschlossen ist. Eine weitere Möglichkeit ist der Wärmepumpenboiler, der einen alten Elektroboiler ersetzen kann. Für solche Lösungen bieten Kantone und teils Gemeinden Förderbeiträge an. Informieren Sie sich beim Gebäudeprogramm oder bei der Energiefachstelle Ihres Kantons, bevor Sie bestellen. An Gasgeräten und Gasleitungen darf nur eine berechtigte Fachperson arbeiten. Riechen Sie einmal Gas, betätigen Sie keine Schalter und kein offenes Feuer, lüften Sie, verlassen Sie das Gebäude und rufen Sie den Pikettdienst Ihres Gasversorgers oder die 112 an.

Ein Durchlauferhitzer erwärmt das Wasser nur, während Sie es beziehen. Er hat keinen Vorrat, braucht dafür aber eine hohe Anschlussleistung und ist in der Schweiz eher selten. Bei langen Warmwasserleitungen lohnt sich eine Zirkulation oder ein Heizband, damit warmes Wasser sofort kommt und Sie nicht lange laufen lassen müssen. Warmwasser sollte regelmässig auf eine ausreichend hohe Temperatur kommen, laut gängiger Empfehlung im Speicher etwa 60 °C, denn in lauwarmem, lange stehendem Wasser können sich Legionellen vermehren.

Wasser im Garten und Schutz vor Frost

Den Aussenwasserhahn und die Gartenleitung plant man so, dass Sie sie im Winter entleeren können. Dazu gehören ein eigenes Absperrventil im Haus und ein Entleerungsventil an der tiefsten Stelle der Leitung. Es gibt auch frostsichere Aussenwandhähne. Sie schliessen das Wasser tief in der Wand ab, im warmen Teil des Mauerwerks, sodass im Aussenteil kein Wasser stehen bleibt.

Leitungen, die durch unbeheizte Räume führen, zum Beispiel durch Keller, Garage oder Kriechkeller, werden gedämmt. Steht der Wasserzähler in einem kalten Raum oder in einem Schacht, muss er so geschützt sein, dass er im Winter nicht einfriert. Ein geplatzter Zähler legt oft das ganze Haus trocken.

Wasserschäden und wie man sie verhindert

Ein Wasserschaden ist unangenehm und teuer. Das Wasser zerstört Boden und Wände und oft auch die Wohnung darunter. Wo entsteht er am häufigsten? An den Flexschläuchen zu den Armaturen, an den Anschlüssen von Waschmaschine und Geschirrspüler und an Rohren, die im Frost geplatzt sind. Flexschläuche ersetzt man deshalb nach einigen Jahren vorsorglich, bevor sie undicht werden. Für Waschmaschine und Geschirrspüler lohnen sich Schläuche mit Aquastop.

Zusätzlich gibt es Leckageschutzsysteme. Sensoren am Boden bei der Waschmaschine, unter dem Spültrog und im Bad erkennen Wasser und schliessen die Hauptleitung selbst. Und wenn Sie länger verreisen, drehen Sie das Absperrventil Ihrer Wohnung zu. Das dauert einen Moment und erspart viel Ärger.

Anleitung für Heimwerker: Siphon und Strahlregler reinigen

Läuft das Lavabo langsam ab oder kommt aus der Armatur nur ein schwacher Strahl, schaffen Sie das oft ohne Sanitärinstallateur. Sie brauchen einen Eimer, einen Lappen und etwas Geduld.

  1. Einen Eimer und einen Lappen unter den Siphon des Lavabos stellen.
  2. Den unteren Teil des Siphons oder die Überwurfmuttern am Bogen von Hand lösen und den Siphon vorsichtig abnehmen.
  3. Schmutz, Haare und Ablagerungen entfernen, den Siphon mit warmem Wasser ausspülen und die Dichtungen kontrollieren.
  4. Wenn möglich, eine Abflussspirale in den Ablauf in der Wand schieben und eine Verstopfung weiter hinten lösen.
  5. Den Siphon wieder zusammensetzen, die Muttern von Hand anziehen und Wasser laufen lassen. Prüfen, ob die Verbindungen dicht sind.
  6. Den Strahlregler am Auslauf der Armatur abschrauben, falls nötig mit einer Zange über einem Lappen, damit er nicht zerkratzt.
  7. Den Strahlregler einige Stunden in Essig oder Entkalker legen, die Siebe ausspülen und wieder anschrauben.
  8. Aggressive chemische Abflussreiniger nur ausnahmsweise verwenden. Sie greifen die Dichtungen an und bleiben bei einem ganz verstopften Ablauf in der Leitung stehen.

So nehmen Sie die Sanitärinstallation ab

  • Sie haben ein Protokoll der Druckprüfung erhalten, die vor dem Zumauern gemacht wurde
  • Sie haben Fotos der Leitungen in Wand und Unterlagsboden mit Massen ab Ecken und Boden
  • Hauptabsperrventil und die Absperrungen der einzelnen Stränge sind zugänglich und beschriftet
  • Aus allen Armaturen kommt genug Wasser, auch wenn an mehreren Stellen gleichzeitig Wasser läuft
  • Die Abläufe laufen zügig ab, ohne zu gurgeln, und aus den Siphons riecht es nicht
  • Unter Lavabo, Spültrog und bei der Waschmaschine bleibt es auch nach einigen Minuten Wasserlaufen trocken
  • Das Sicherheitsventil des Boilers ist an den Ablauf angeschlossen

Häufige Fragen

Ein Anschluss für Kalt- und Warmwasser kostet gemäss aktueller Preisliste 63.56 CHF pro Anschlusspunkt Arbeit. Der Abwasseranschluss wird separat mit 45.40 CHF pro Punkt verrechnet.

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