Preisverzeichnis 2026 · Deutschland

Elektroinstallation 3-Zimmer-Wohnung: Montage und Fertigstellung

Bei diesem Paket wird die gesamte Elektroinstallation einer 3-Zimmer-Wohnung neu erstellt. Dazu gehören die Leitungen in den Wänden, die Dosen, die Wohnungsverteilung mit den Sicherungen und am Schluss Steckdosen, Schalter und Leuchten. Meistens braucht man das bei einer Gesamtsanierung einer älteren Wohnung. Oft stecken dort noch alte Le

Aktualisiert 09/2026·5 Min. Lesezeit·5 Positionen im Preisverzeichnis
Preis der Standardleistung
2559.40 CHF/ Stk.
Orientierungsspanne
2047.50 CHF - 3327.26 CHF
Preis nur für diese konkrete Leistung - ohne Material und ohne Vorbereitungsarbeiten. Es ist nicht der Preis für den gesamten Auftrag.
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Elektroinstallation5 Positionen

Alle angegebenen Preise sind Nettopreise, zuzüglich gegebenenfalls anfallender Umsatzsteuer. Der Arbeitspreis enthält nur die Arbeit. Der Preis mit Material enthält zusätzlich Hilfsmaterial (Kleber, Grundierung, Dichtstoffe, Befestigungsmaterial). Fliesen, Bodenbeläge, Farbe und Sanitärobjekte wählt und kauft der Kunde selbst, sie sind nicht enthalten.

PositionEHPreis / EHMengeSumme
Pauschalpakete
Elektroinstallation Wohnung (3 Zimmer) - Verlegung + KomplettierungStk.2'559.40 CHF-
Elektroinstallation Wohnung (1 Zimmer) - Verlegung + KomplettierungStk.1'828.14 CHF-
Elektroinstallation Wohnung (2 Zimmer) - Verlegung + KomplettierungStk.2'097.55 CHF-
Elektroinstallation Wohnung (4 Zimmer) - Verlegung + KomplettierungStk.-
Elektroinstallation Wohnung (5 Zimmer) - Verlegung + KomplettierungStk.-
Arbeit gesamt
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Was alles dazugehört

Die Arbeit läuft in zwei Etappen. Dazwischen kommen Gipser und Maler.

Rohinstallation: Das ist das Gerüst der Elektroinstallation. Der Elektroinstallateur zeichnet die Leitungswege an, fräst Schlitze, verlegt Rohre und Leitungen, setzt die Dosen für Steckdosen und Schalter und bereitet die Anschlüsse für Leuchten und Geräte vor. Verlegt wird die Starkstrominstallation, also Steckdosen, Licht und die Zuleitungen zu Kochherd, Backofen oder Boiler. Auf Wunsch kommt die Schwachstrominstallation dazu: Netzwerkkabel für Internet, TV, Sonnerie oder Alarmanlage.

Fertiginstallation: Das ist der sichtbare Teil. Steckdosen, Schalter und Abdeckungen werden montiert, Leuchten und Geräte angeschlossen. Die Verteilung erhält Leitungsschutzschalter, einen Fehlerstromschutzschalter (kurz FI) und oft einen Überspannungsschutz. Jeder Stromkreis wird beschriftet.

Zum Abschluss misst und prüft der Installateur die ganze Anlage. Er kontrolliert die Isolation, den Schutz gegen Stromschlag und die Funktion der FI-Schalter. Danach stellt er den Sicherheitsnachweis (SiNa) mit Mess- und Prüfprotokoll aus. Ohne dieses Dokument gilt die Installation nicht als ordentlich übergeben. Versicherungen und Käufer fragen später danach.

So läuft die Arbeit ab

  1. Installation planen: Wo kommen Steckdosen, Schalter und Lampen hin, wo stehen Küche, TV-Wand, Bett und Schreibtisch?
  2. Alte Installation zurückbauen und neue Leitungswege anzeichnen.
  3. Schlitze fräsen. Sie laufen waagrecht oder senkrecht in festgelegten Zonen, nie schräg über die Wand. So bohrt später niemand eine Leitung an.
  4. Rohre und Leitungen einlegen, Dosen setzen und die Schlitze mit Gips oder Mörtel schliessen.
  5. Verputz, Abrieb und Malerarbeiten durch Gipser und Maler.
  6. Fertiginstallation: Steckdosen, Schalter, Leuchten, Geräteanschlüsse und Verteilung.
  7. Alle Stromkreise testen, Messungen durchführen und Dokumentation übergeben.

In der Schweiz werden die Drähte meist in Installationsrohren geführt. So lassen sie sich später leichter ersetzen oder ergänzen. Für Lichtstromkreise ist üblicherweise ein Querschnitt von 1,5 mm² gängig, für Steckdosen 2,5 mm², das dreiphasige Kochfeld bekommt eine eigene Zuleitung. Den genauen Querschnitt legt aber der Installateur fest, je nach Leistung und Leitungslänge. Netzwerk- und TV-Kabel verlaufen getrennt vom Starkstrom, damit das Signal nicht gestört wird.

Was in einer 3-Zimmer-Wohnung typisch ist

Die 3- oder 3½-Zimmer-Wohnung ist einer der gängigsten Grundrisse. Die Technik bleibt dieselbe wie in kleineren oder grösseren Wohnungen. Den Umfang bestimmen die Zahl der Anschlusspunkte, die Stromkreise und die Leitungslängen.

  • Küche und Bad: Sie stellen die gleichen Anforderungen wie in einer grossen Wohnung. Backofen, Kochfeld, Geschirrspüler und Boiler bekommen je einen eigenen Stromkreis mit eigener Absicherung.
  • Waschmaschine und Tumbler: Steht der Wäscheturm in der Wohnung und nicht in der gemeinsamen Waschküche, braucht er eigene Stromkreise.
  • Schlafzimmer und zweites Zimmer: Hier sind genügend Steckdosen beim Bett wichtig, oft auch eine Netzwerkdose für das Homeoffice.
  • Wohnzimmer: Die TV-Wand braucht mehrere Steckdosen, Netzwerk und TV-Anschluss am gleichen Ort.
  • Reserve: Viele lassen gleich die Vorbereitung für ein Klimagerät, Storenmotoren oder smarte Schalter einplanen. Dafür braucht es tiefere Dosen und Platz in der Verteilung.

Was die Arbeit leichter oder schwieriger macht

Wie aufwendig der Auftrag wird, hängt von mehreren Punkten ab:

  • Wandmaterial: In Beton, etwa in Wohnblöcken aus den 1960er- und 1970er-Jahren, kommt man beim Fräsen langsamer voran. Backstein und Kalksandstein lassen sich leichter schlitzen, dafür staubt es mehr.
  • Neubau oder Sanierung: Bei einer Sanierung muss die alte Installation zuerst raus, und die Wände brauchen Ausbesserungen.
  • Anzahl Punkte und Stromkreise: Jede zusätzliche Steckdose, Lampe und jeder eigene Stromkreis bedeutet mehr Arbeit und Material.
  • Ausstattung: Designschalter, Dimmer, Steckdosen mit USB oder Smart-Home-Module verlängern die Fertiginstallation.
  • Zustand der Wohnung: Eine leere, unbewohnte Wohnung und ein fertiger Möblierungsplan sparen Zeit.
  • Nachträgliche Änderungen: Wer eine Steckdose nach dem Verputzen verschieben will, löst neues Fräsen und neue Gipserarbeiten aus.

Typische Fehler und wie Sie sie vermeiden

  • Zu wenige Steckdosen, vor allem in der Küche, an der TV-Wand, beim Bett und beim Schreibtisch. Mehrfachstecker und Verlängerungskabel erhöhen dann das Risiko einer Überlastung.
  • Steckdosen hinter dem Schrank oder der Küchenkombination, weil die Möbel bei der Planung niemand berücksichtigt hat.
  • Ein einziger Stromkreis für die ganze Küche. Dann fliegt die Sicherung beim normalen Kochen raus.
  • Eine zu kleine Verteilung ohne freie Plätze. Kommt später ein Klimagerät oder ein Tumbler dazu, fehlt der Platz für eine weitere Sicherung.
  • Kein Fehlerstromschutzschalter. Er schützt Menschen vor einem gefährlichen Stromschlag.
  • Kein Installationsschema und kein Sicherheitsnachweis.

In der Praxis bewährt es sich, leere Rohre in Wände und Decken einzulegen, auch für Dinge, die heute noch nicht geplant sind. Später in fertige Wände zu fräsen ist deutlich aufwendiger.

Wer die Arbeit ausführt und was Sie vorher klären

Elektroinstallationen darf nur ein Elektroinstallateur mit Installationsbewilligung nach der Niederspannungs-Installationsverordnung (NIV) ausführen. Das ist keine Arbeit für Heimwerker. Ein Fehler beim Anschliessen kann einen Stromschlag oder einen Brand verursachen, und die Versicherung zahlt dann womöglich nicht.

Wohnen Sie in einem Mehrfamilienhaus oder im Stockwerkeigentum, sprechen Sie Termine und Stromunterbrüche frühzeitig mit dem Hauswart oder der Liegenschaftsverwaltung ab. Steigleitung, Zähler und Hauptzuleitung gehören nicht nur zu Ihrer Wohnung. Den Zähler stellt der Netzbetreiber, und eine stärkere Hauptsicherung organisiert der Installateur mit ihm.

Geplant und ausgeführt wird nach der Niederspannungs-Installationsnorm (NIN) und den geltenden SN-EN-Normen. Dass die Installation diese Regeln einhält, bestätigt der Sicherheitsnachweis.

So prüfen Sie die fertige Arbeit

Gehen Sie bei der Übergabe die ganze Wohnung ab und kontrollieren Sie:

  • Steckdosen und Schalter sitzen auf einheitlicher Höhe, gerade, fest und bündig mit der Wand
  • Jede Steckdose hat Strom und jede Lampe geht mit dem richtigen Schalter an
  • Im Bad haben die Geräte und Dosen die passende Schutzart für ihre Zone
  • Die Verteilung hat einen FI-Schalter und die Testtaste löst ihn aus
  • Jede Sicherung ist verständlich beschriftet, zum Beispiel „Steckdosen Küche“
  • In der Verteilung sind freie Plätze für spätere Erweiterungen
  • Sie haben das Installationsschema und den Sicherheitsnachweis mit Messprotokoll erhalten
  • Von der Rohinstallation gibt es Fotos der Wände mit Leitungen vor dem Verputzen

Häufige Fragen

Das hängt vom Wandmaterial und vom Zustand der Wohnung ab. Für die Rohinstallation reichen meist einige Arbeitstage, bei Betonwänden und einer Sanierung kann es länger dauern. Dazu kommt die Zeit für Gipser und Maler zwischen Rohinstallation und Fertiginstallation.

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