Arbeit aus dem Preisverzeichnis kalkulieren
Mengen eingeben und der Preis wird sofort neu berechnet. Die Preise gelten für Deutschland und können im Preisverzeichnis angepasst werden.
Alle angegebenen Preise sind Nettopreise, zuzüglich gegebenenfalls anfallender Umsatzsteuer. Der Arbeitspreis enthält nur die Arbeit. Der Preis mit Material enthält zusätzlich Hilfsmaterial (Kleber, Grundierung, Dichtstoffe, Befestigungsmaterial). Fliesen, Bodenbeläge, Farbe und Sanitärobjekte wählt und kauft der Kunde selbst, sie sind nicht enthalten.
| Position | EH | Preis / EH | Menge | Summe |
|---|---|---|---|---|
| Pauschalpakete | ||||
| Elektroinstallation Wohnung (3 Zimmer) - Verlegung + Komplettierung | Stk. | 2'559.40 CHF | - | |
| Elektroinstallation Wohnung (1 Zimmer) - Verlegung + Komplettierung | Stk. | 1'828.14 CHF | - | |
| Elektroinstallation Wohnung (2 Zimmer) - Verlegung + Komplettierung | Stk. | 2'097.55 CHF | - | |
| Elektroinstallation Wohnung (4 Zimmer) - Verlegung + Komplettierung | Stk. | - | ||
| Elektroinstallation Wohnung (5 Zimmer) - Verlegung + Komplettierung | Stk. | - | ||
Was alles dazugehört
Die Arbeit läuft in zwei Etappen. Dazwischen kommen Gipser und Maler.
Rohinstallation: Das ist das Gerüst der Elektroinstallation. Der Elektroinstallateur zeichnet die Leitungswege an, fräst Schlitze, verlegt Rohre und Leitungen, setzt die Dosen für Steckdosen und Schalter und bereitet die Anschlüsse für Leuchten und Geräte vor. Verlegt wird die Starkstrominstallation, also Steckdosen, Licht und die Zuleitungen zu Kochherd, Backofen oder Boiler. Auf Wunsch kommt die Schwachstrominstallation dazu: Netzwerkkabel für Internet, TV, Sonnerie oder Alarmanlage.
Fertiginstallation: Das ist der sichtbare Teil. Steckdosen, Schalter und Abdeckungen werden montiert, Leuchten und Geräte angeschlossen. Die Verteilung erhält Leitungsschutzschalter, einen Fehlerstromschutzschalter (kurz FI) und oft einen Überspannungsschutz. Jeder Stromkreis wird beschriftet.
Zum Abschluss misst und prüft der Installateur die ganze Anlage. Er kontrolliert die Isolation, den Schutz gegen Stromschlag und die Funktion der FI-Schalter. Danach stellt er den Sicherheitsnachweis (SiNa) mit Mess- und Prüfprotokoll aus. Ohne dieses Dokument gilt die Installation nicht als ordentlich übergeben. Versicherungen und Käufer fragen später danach.
So läuft die Arbeit ab
- Installation planen: Wo kommen Steckdosen, Schalter und Lampen hin, wo stehen Küche, TV-Wand, Bett und Schreibtisch?
- Alte Installation zurückbauen und neue Leitungswege anzeichnen.
- Schlitze fräsen. Sie laufen waagrecht oder senkrecht in festgelegten Zonen, nie schräg über die Wand. So bohrt später niemand eine Leitung an.
- Rohre und Leitungen einlegen, Dosen setzen und die Schlitze mit Gips oder Mörtel schliessen.
- Verputz, Abrieb und Malerarbeiten durch Gipser und Maler.
- Fertiginstallation: Steckdosen, Schalter, Leuchten, Geräteanschlüsse und Verteilung.
- Alle Stromkreise testen, Messungen durchführen und Dokumentation übergeben.
In der Schweiz werden die Drähte meist in Installationsrohren geführt. So lassen sie sich später leichter ersetzen oder ergänzen. Für Lichtstromkreise ist üblicherweise ein Querschnitt von 1,5 mm² gängig, für Steckdosen 2,5 mm², das dreiphasige Kochfeld bekommt eine eigene Zuleitung. Den genauen Querschnitt legt aber der Installateur fest, je nach Leistung und Leitungslänge. Netzwerk- und TV-Kabel verlaufen getrennt vom Starkstrom, damit das Signal nicht gestört wird.
Was in einer 3-Zimmer-Wohnung typisch ist
Die 3- oder 3½-Zimmer-Wohnung ist einer der gängigsten Grundrisse. Die Technik bleibt dieselbe wie in kleineren oder grösseren Wohnungen. Den Umfang bestimmen die Zahl der Anschlusspunkte, die Stromkreise und die Leitungslängen.
- Küche und Bad: Sie stellen die gleichen Anforderungen wie in einer grossen Wohnung. Backofen, Kochfeld, Geschirrspüler und Boiler bekommen je einen eigenen Stromkreis mit eigener Absicherung.
- Waschmaschine und Tumbler: Steht der Wäscheturm in der Wohnung und nicht in der gemeinsamen Waschküche, braucht er eigene Stromkreise.
- Schlafzimmer und zweites Zimmer: Hier sind genügend Steckdosen beim Bett wichtig, oft auch eine Netzwerkdose für das Homeoffice.
- Wohnzimmer: Die TV-Wand braucht mehrere Steckdosen, Netzwerk und TV-Anschluss am gleichen Ort.
- Reserve: Viele lassen gleich die Vorbereitung für ein Klimagerät, Storenmotoren oder smarte Schalter einplanen. Dafür braucht es tiefere Dosen und Platz in der Verteilung.
Was die Arbeit leichter oder schwieriger macht
Wie aufwendig der Auftrag wird, hängt von mehreren Punkten ab:
- Wandmaterial: In Beton, etwa in Wohnblöcken aus den 1960er- und 1970er-Jahren, kommt man beim Fräsen langsamer voran. Backstein und Kalksandstein lassen sich leichter schlitzen, dafür staubt es mehr.
- Neubau oder Sanierung: Bei einer Sanierung muss die alte Installation zuerst raus, und die Wände brauchen Ausbesserungen.
- Anzahl Punkte und Stromkreise: Jede zusätzliche Steckdose, Lampe und jeder eigene Stromkreis bedeutet mehr Arbeit und Material.
- Ausstattung: Designschalter, Dimmer, Steckdosen mit USB oder Smart-Home-Module verlängern die Fertiginstallation.
- Zustand der Wohnung: Eine leere, unbewohnte Wohnung und ein fertiger Möblierungsplan sparen Zeit.
- Nachträgliche Änderungen: Wer eine Steckdose nach dem Verputzen verschieben will, löst neues Fräsen und neue Gipserarbeiten aus.
Typische Fehler und wie Sie sie vermeiden
- Zu wenige Steckdosen, vor allem in der Küche, an der TV-Wand, beim Bett und beim Schreibtisch. Mehrfachstecker und Verlängerungskabel erhöhen dann das Risiko einer Überlastung.
- Steckdosen hinter dem Schrank oder der Küchenkombination, weil die Möbel bei der Planung niemand berücksichtigt hat.
- Ein einziger Stromkreis für die ganze Küche. Dann fliegt die Sicherung beim normalen Kochen raus.
- Eine zu kleine Verteilung ohne freie Plätze. Kommt später ein Klimagerät oder ein Tumbler dazu, fehlt der Platz für eine weitere Sicherung.
- Kein Fehlerstromschutzschalter. Er schützt Menschen vor einem gefährlichen Stromschlag.
- Kein Installationsschema und kein Sicherheitsnachweis.
In der Praxis bewährt es sich, leere Rohre in Wände und Decken einzulegen, auch für Dinge, die heute noch nicht geplant sind. Später in fertige Wände zu fräsen ist deutlich aufwendiger.
Wer die Arbeit ausführt und was Sie vorher klären
Elektroinstallationen darf nur ein Elektroinstallateur mit Installationsbewilligung nach der Niederspannungs-Installationsverordnung (NIV) ausführen. Das ist keine Arbeit für Heimwerker. Ein Fehler beim Anschliessen kann einen Stromschlag oder einen Brand verursachen, und die Versicherung zahlt dann womöglich nicht.
Wohnen Sie in einem Mehrfamilienhaus oder im Stockwerkeigentum, sprechen Sie Termine und Stromunterbrüche frühzeitig mit dem Hauswart oder der Liegenschaftsverwaltung ab. Steigleitung, Zähler und Hauptzuleitung gehören nicht nur zu Ihrer Wohnung. Den Zähler stellt der Netzbetreiber, und eine stärkere Hauptsicherung organisiert der Installateur mit ihm.
Geplant und ausgeführt wird nach der Niederspannungs-Installationsnorm (NIN) und den geltenden SN-EN-Normen. Dass die Installation diese Regeln einhält, bestätigt der Sicherheitsnachweis.
So prüfen Sie die fertige Arbeit
Gehen Sie bei der Übergabe die ganze Wohnung ab und kontrollieren Sie:
- Steckdosen und Schalter sitzen auf einheitlicher Höhe, gerade, fest und bündig mit der Wand
- Jede Steckdose hat Strom und jede Lampe geht mit dem richtigen Schalter an
- Im Bad haben die Geräte und Dosen die passende Schutzart für ihre Zone
- Die Verteilung hat einen FI-Schalter und die Testtaste löst ihn aus
- Jede Sicherung ist verständlich beschriftet, zum Beispiel „Steckdosen Küche“
- In der Verteilung sind freie Plätze für spätere Erweiterungen
- Sie haben das Installationsschema und den Sicherheitsnachweis mit Messprotokoll erhalten
- Von der Rohinstallation gibt es Fotos der Wände mit Leitungen vor dem Verputzen
Häufige Fragen
Das hängt vom Wandmaterial und vom Zustand der Wohnung ab. Für die Rohinstallation reichen meist einige Arbeitstage, bei Betonwänden und einer Sanierung kann es länger dauern. Dazu kommt die Zeit für Gipser und Maler zwischen Rohinstallation und Fertiginstallation.
Bei einem kompletten Ersatz ist das kaum zu empfehlen. Der Strom ist zeitweise abgeschaltet, das Fräsen staubt stark und die Wohnung ist eine Baustelle. Wenn möglich, wohnen Sie besser für diese Zeit woanders.
In einer 3-Zimmer-Wohnung genügt oft ein genauer Plan, den Sie mit dem Installateur im Grundriss einzeichnen. Planen Sie Smart-Home-Funktionen oder viele Sonderwünsche, lohnt sich eine ausführlichere Planung. Sie verhindert spätere Änderungen und teilt die Stromkreise sinnvoll auf.
Bei einer Sanierung wählt man fast immer Unterputz, die Leitungen sind versteckt und besser geschützt. Aufputz in Kanälen geht schneller, bleibt aber sichtbar. Das passt vor allem dort, wo nicht in die Wände eingegriffen werden kann.
Läuft der Rest der Wohnung über alte Leitungen ohne Schutzleiter und ohne FI-Schalter, löst ein Teilersatz das Problem nicht. In einer älteren Wohnung ist es meist sinnvoller, die Installation auf einmal komplett zu erneuern.
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