Preisverzeichnis 2026 · Schweiz

Elektroinstallation in der 4-Zimmer-Wohnung: Montage und Fertiginstallation

Eine neue Elektroinstallation in einer 4-Zimmer-Wohnung gehört zu den Arbeiten, die bei einer Sanierung am stärksten bestimmen, wie gut Sie in den nächsten Jahrzehnten in der Wohnung leben. Das Paket Montage und Fertiginstallation umfasst den ganzen Ablauf: von der ersten Skizze über Schlitze

Aktualisiert 09/2026·11 Min. Lesezeit·5 Positionen im Preisverzeichnis
Elektroinstallation Wohnung (4 Zimmer) - Verlegung + Komplettierung
CHF 3632.60
Orientierungsspanne
CHF 3632.60 - CHF 3632.60
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Elektroinstallation5 Positionen

Alle angegebenen Preise sind Nettopreise, zuzüglich gegebenenfalls anfallender Umsatzsteuer. Der Arbeitspreis enthält nur die Arbeit. Der Preis mit Material enthält zusätzlich Hilfsmaterial (Kleber, Grundierung, Dichtstoffe, Befestigungsmaterial). Fliesen, Bodenbeläge, Farbe und Sanitärobjekte wählt und kauft der Kunde selbst, sie sind nicht enthalten.

PositionEHPreis / EHMengeSumme
Pauschalpakete
Elektroinstallation Wohnung (4 Zimmer) - Verlegung + KomplettierungStk.CHF 3’632.60-
Elektroinstallation Wohnung (1 Zimmer) - Verlegung + KomplettierungStk.CHF 2’421.70-
Elektroinstallation Wohnung (2 Zimmer) - Verlegung + KomplettierungStk.CHF 2’825.35-
Elektroinstallation Wohnung (3 Zimmer) - Verlegung + KomplettierungStk.CHF 3’128.05-
Elektroinstallation Wohnung (5 Zimmer) - Verlegung + KomplettierungStk.-
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Was Montage und Fertiginstallation in der 4-Zimmer-Wohnung umfassen

Elektroinstallateure teilen die Arbeit in zwei Phasen. Die erste ist die Rohinstallation: Leitungswege anzeichnen, Schlitze fräsen oder spitzen, Dosen setzen, Rohre verlegen, Drähte oder Kabel einziehen und den Verteilkasten einbauen. Danach kommen Gipser, Trockenbauer, Plattenleger und Maler. Die zweite Phase ist die Fertiginstallation: Schalter und Steckdosen montieren, das Tableau verdrahten, fest angeschlossene Geräte anschliessen, alle Stromkreise prüfen und messen. Am Schluss steht der Sicherheitsnachweis mit dem Mess- und Prüfprotokoll.

In einer 4-Zimmer-Wohnung geht es meist um ein Wohnzimmer, drei Zimmer (Schlafzimmer, Kinderzimmer, Büro oder Gästezimmer), Küche, Entrée, Korridor, Bad und oft ein separates WC oder eine Dusche. Jeder Raum stellt andere Anforderungen. Klären Sie deshalb von Anfang an, was die Offerte genau enthält. Üblich sind:

  • Starkstromleitungen für Steckdosen und Beleuchtung in allen Räumen
  • Eigene Zuleitungen für Kochfeld, Backofen, Geschirrspüler, Boiler und, falls in der Wohnung, Waschmaschine und Tumbler
  • Ein neues Wohnungstableau mit Leitungsschutzschaltern, Fehlerstromschutzschaltern und meist einem Überspannungsschutz
  • Der Schutzpotentialausgleich im Bad, also das Verbinden metallener Leitungen und einer Metallbadewanne
  • Montage von Schaltern und Steckdosen sowie Anschluss der Leuchten an die Deckenauslässe
  • Prüfung der Installation und Sicherheitsnachweis

Unklar ist oft: wer die Leuchten liefert, ob Schwachstrom dabei ist (Multimedia-Dosen, Glasfaser-Anschluss, TV, Sonnerie oder Gegensprechanlage), ob die Zuleitung vom Zähler im Keller bis zur Wohnung dazugehört und wer die Schlitze zugipst. Fragen Sie das ausdrücklich nach. Genau hier entstehen die meisten Missverständnisse zwischen Kundschaft und Firma.

Worin sich die 4-Zimmer-Wohnung von kleineren und grösseren Varianten unterscheidet

In der Preisliste finden Sie eigene Positionen für 1-, 2-, 3-, 4- und 5-Zimmer-Wohnungen. Der Unterschied liegt nicht nur in den Metern Leitung. Mit jedem Zimmer steigen die Zahl der Stromkreise, die Grösse des Tableaus, der Planungsaufwand und die Zeit pro Phase. Vereinfacht:

  • 1-Zimmer-Wohnung: kleines Tableau, wenige Stromkreise, Küche und Wohnraum oft in einem. Die Arbeit dauert wenige Tage.
  • 2-Zimmer-Wohnung: ein Schlafzimmer kommt dazu, die Steckdosenkreise werden nach Räumen getrennt, die Küche ist meist separat.
  • 3-Zimmer-Wohnung: häufige Familienwohnung, bei der sich eine durchdachte Aufteilung auf mehrere FI-Gruppen lohnt.
  • 4-Zimmer-Wohnung: drei Zimmer plus Wohnzimmer, oft zwei Nasszellen, eine grössere Küche und ein langer Korridor. Das Tableau ist in der Regel drei- bis vierreihig, es gibt deutlich mehr Stromkreise, und die Verteilung der grossen Geräte auf die drei Phasen wird zur echten Planungsaufgabe.
  • 5-Zimmer-Wohnung: oft eine Maisonette oder eine grosse Altbauwohnung, mit Leitungen durch die Geschossdecke, Treppenbeleuchtung und manchmal zwei Unterverteilungen.

Was bei der 4-Zimmer-Wohnung besonders ist

Erstens die Lastverteilung. Wohnt eine vier- oder fünfköpfige Familie in der Wohnung, laufen oft gleichzeitig Waschmaschine, Tumbler, Geschirrspüler, Induktionskochfeld, Backofen, mehrere Computer und im Sommer ein mobiles Klimagerät. In der Schweiz sind Wohnungen meist dreiphasig angeschlossen, weil der Kochherd mit 400 Volt läuft. Entscheidend ist hier aber, wie die Geräte auf die Phasen verteilt werden und ob die Anschlusssicherung der Wohnung für die neue Ausstattung reicht. Der Elektroinstallateur sollte Ihnen bei der Planung sagen können, welches Gerät an welcher Phase hängt.

Zweitens die Aufteilung der Fehlerstromschutzschalter. Hängt die ganze Wohnung an einem einzigen FI, schaltet eine feuchte Steckdose auf dem Balkon den Strom in allen Räumen ab, auch beim Kühlschrank und beim Tiefkühler. In einer 4-Zimmer-Wohnung teilt man die Stromkreise deshalb üblicherweise auf mehrere Gruppen mit je eigenem FI auf. Für wichtige Kreise nimmt man oft kombinierte FI/LS-Schalter, die nur ihren eigenen Kreis abschalten.

Drittens die Leitungslängen. Das Schlafzimmer am Ende des Korridors liegt oft weit vom Tableau im Entrée entfernt. Bei langen Wegen und grosser Last prüft der Installateur den Spannungsfall und wählt danach den Querschnitt. In einer kleinen Wohnung ist das selten ein Thema, hier gehört es zur normalen Planung.

Vorbereitung: was vor dem Start entschieden sein muss

Am meisten Geld und Nerven kosten Änderungen während der Arbeit. Ist der Schlitz gefräst und das Rohr eingelegt, heisst eine Steckdose einen Meter weiter: neu schlitzen, neu zugipsen. Vor dem Start sollten diese Punkte klar sein.

Möbel und Geräte einplanen

Zeichnen Sie jeden Raum mit Betten, Tisch, Fernseher, Schränken und Küche. Für die Küche ist ein Plan des Küchenbauers mit den genauen Positionen von Geräten, Dampfabzug und Unterbauleuchten ideal. In den Zimmern denkt man an Steckdosen auf beiden Seiten des Betts, am Schreibtisch, hinter dem Fernseher und beim Platz für den Router. Wie viele Steckdosen reichen? In der Praxis bereut man eher zu wenige als zu viele, besonders im Kinderzimmer und im Büro.

Liegenschaftsverwaltung und Hausordnung

In einem Mehrfamilienhaus informieren Sie die Liegenschaftsverwaltung oder die Stockwerkeigentümergemeinschaft. Wichtig sind vor allem Eingriffe in gemeinschaftliche Teile, also die Zuleitung vom Zähler im Keller durch die Steigzone, Durchbrüche durch Decken und tragende Wände, sowie die Ruhezeiten für lärmige Arbeiten laut Hausordnung. Sprechen Sie auch mit dem Hauswart, damit Treppenhaus und Lift geschützt werden und der Zählerraum zugänglich ist.

Soll die Wohnung deutlich mehr Leistung bekommen, etwa für zusätzliche grosse Geräte, klärt der Installateur mit dem lokalen Netzbetreiber, ob die bestehende Anschlussleistung reicht. Das kann einige Wochen dauern. Sprechen Sie es deshalb früh an.

Bauliche Bereitschaft

  • Alte Verputze, Platten und Deckenverkleidungen dort entfernt, wo sie ersetzt werden
  • Klar, wo Gipsdecken oder Vorwände kommen, denn dort verlegt man anders als im Mauerwerk
  • Die Höhe des fertigen Bodens angezeichnet, von der aus alle Dosenhöhen gemessen werden
  • Ein Baustrom-Anschluss für Werkzeuge, falls die alte Installation auf einmal abgeschaltet wird

So läuft die Arbeit auf der Baustelle ab

Besichtigung, Planung und Anzeichnen

Der Installateur schaut die Wohnung an, prüft die Zuleitung, den Zustand des Zählers und der Hausverteilung und das Material der Wände. Dann geht er mit Ihnen Raum für Raum durch und zeichnet Dosen und Leitungswege direkt an die Wand. Das ist die wichtigste Stunde des ganzen Auftrags. Wenn möglich, seien Sie dabei und nehmen Sie die Masse der Möbel mit.

Rückbau der alten Installation

In älteren Wohnungen findet man oft Leitungen ohne separaten Schutzleiter, brüchige Isolationen oder alte Schmelzsicherungen. Bei einer Gesamterneuerung werden die alten Drähte ausgezogen oder stillgelegt. Alte und neue Leitungen zu flicken lohnt sich bei einem kompletten Ersatz nicht und bringt später nur Unklarheiten.

Schlitzen und Dosen setzen

Schlitze macht man mit einer Mauernutfräse mit Absaugung: zwei Schnitte, dazwischen wird das Material ausgespitzt. Staub gibt es trotzdem reichlich, deshalb Fenster, Zargen und Heizkörper vorher abdecken. Leitungswege laufen waagrecht und senkrecht, nicht schräg, damit man sie beim Bohren später erahnen kann. In Betonbauten ist Vorsicht nötig: lange, tiefe waagrechte Schlitze in tragenden Wänden sind heikel. Klären Sie den Umfang mit der Verwaltung und im Zweifel mit einem Bauingenieur. Oft führt man die Rohre deshalb im Unterlagsboden, in einer abgehängten Decke oder in nichttragenden Wänden.

Die Dosen werden in Gips oder Schnellmörtel gesetzt. Übliche Höhen sind ungefähr 30 cm für Steckdosen in Zimmern, etwa 1,05 bis 1,20 m für Schalter und in der Küche über der Arbeitsfläche meist rund 1,10 m ab fertigem Boden. Im Bad bestimmen die Abstände zu Wanne und Dusche, in welchen Zonen Steckdosen oder Schalter erlaubt sind. Das regelt die Niederspannungs-Installationsnorm (NIN), der Installateur kennt die Masse.

Leitungen und Tableau

In der Schweiz verlegt man in Wohnungen meist Installationsrohre und zieht die Drähte danach ein. Jeder Stromkreis läuft vom Tableau zu seinen Dosen. An den Enden bleiben genügend Reserven, und jede Leitung wird beschriftet, damit bei der Fertiginstallation niemand raten muss. Der Verteilkasten kommt in eine Wand im Entrée, im Korridor oder im Reduit, mit freien Plätzen für spätere Erweiterungen, etwa für ein Klimagerät oder eine Ladestation für das E-Bike.

Pause für Gipser, Plattenleger und Maler

Nach der Rohinstallation kommen Gipser und Trockenbauer. Bevor die Schlitze zugehen, sollte der Installateur Ihnen Gelegenheit geben, alles zu fotografieren. Fotos mit einem Massband an der Wand helfen bei jedem späteren Bohrloch.

Fertiginstallation und Prüfung

Nach Malerarbeiten und Plattenbelägen werden Steckdosen und Schalter montiert, das Tableau verdrahtet, Kochfeld, Backofen und Boiler angeschlossen und die Leuchten an die Auslässe gehängt. Danach wird gemessen: Isolationswiderstand, Schleifenimpedanz, Auslösen der FI, korrekter Schutzleiter. Daraus entsteht der Sicherheitsnachweis mit Mess- und Prüfprotokoll, den Sie als Eigentümerin oder Eigentümer erhalten und gut aufbewahren. Ohne ihn sollten Sie die Installation nicht nutzen, und im Schadenfall kann sein Fehlen Fragen der Versicherung auslösen.

Wie lange es dauert

Für ein Zweierteam dauert die Rohinstallation in einer 4-Zimmer-Wohnung meist etwa ein bis zwei Wochen, je nach Wandmaterial und Zahl der Stromkreise. Die Fertiginstallation braucht in der Regel zwei bis vier Tage, Messen und Protokoll meist einen Tag. Dazwischen liegt die Zeit für Gipser, Trockenbau, Platten und Maler. Insgesamt verteilt sich die Elektroinstallation also über mehrere Wochen der Sanierung.

Materialien und Varianten, über die Sie entscheiden sollten

Für die Beleuchtung nimmt man üblicherweise Drähte mit 1,5 mm² Querschnitt, für Steckdosenkreise oft 2,5 mm², für das Kochfeld eine fünfadrige Zuleitung mit dem Querschnitt nach Angabe des Herstellers. In Gipsständerwänden laufen die Leitungen in flexiblen Rohren, und man setzt spezielle Hohlwanddosen mit Krallen. Wo Rohre eingelegt sind, lassen sich später Drähte leichter ersetzen oder ergänzen, ein echter Vorteil bei einer Wohnung, die über Jahrzehnte genutzt wird.

Bei den Apparaten gibt es Klemmen mit Steck- oder mit Schraubtechnik. Steckklemmen sind schnell und zuverlässig, wenn die Drähte sauber abisoliert sind. Wählen Sie für Schalter und Steckdosen eine Serie für die ganze Wohnung, damit die Abdeckungen zusammenpassen und sich später nachkaufen lassen.

Im Tableau gehören heute Fehlerstromschutzschalter mit 30 mA für Steckdosenkreise und ein Überspannungsschutz zum Standard. Bei Smart Home (Storen, Licht oder Heizung per App, in grösseren Wohnungen oft auch KNX) müssen Sie früh entscheiden. Manche Systeme brauchen einen Neutralleiter in der Schalterdose oder eigene Leitungen zum Tableau. Nachträglich ist das mühsam. Auch wenn Sie jetzt nichts Smartes planen: ein Neutralleiter in jeder Schalterdose und etwas tiefere Dosen halten Ihnen die Tür offen.

Was die Arbeit leichter macht und was sie erschwert

Schneller und einfacher geht es, wenn:

  • Die Wohnung leer ist, ohne Möbel und ohne Bewohner während der Arbeit
  • Die Innenwände aus Backstein, Porenbeton oder Gipsplatten bestehen, in die sich Leitungen leicht führen lassen
  • Ein genauer Küchenplan und ein Möbelplan vorliegen
  • Die Sanierung in einem Zug erfolgt und der Installateur nicht auf Entscheide warten muss

Aufwendiger wird es, wenn:

  • In harten Stahlbeton geschlitzt wird, wo die Arbeit langsamer ist und die Statik Grenzen setzt
  • Der Grundriss ändert und mit ihm die Lage von Tableau oder Küche
  • Auch die Zuleitung vom Zähler im Keller erneuert werden muss, was Absprachen mit der Verwaltung und manchmal mit dem Netzbetreiber braucht
  • Während der Sanierung in der Wohnung gewohnt wird und die Installation etappenweise ersetzt werden muss
  • Viele Lichtszenen, LED-Bänder, Wandleuchten und eine Smart-Home-Steuerung gewünscht sind

Abstimmung mit den anderen Handwerkern

Der Elektroinstallateur kommt bei einer Sanierung zweimal, und dazwischen berührt seine Arbeit fast jedes andere Gewerk. Vor der Rohinstallation sollten Abbrüche erledigt und neue Wände klar sein. Sanitärinstallateur und Elektroinstallateur stimmen die Leitungswege ab, damit Wasser und Strom sich nicht ungünstig kreuzen und klar ist, wo Boiler, Waschmaschine und eine allfällige elektrische Bodenheizung im Bad hinkommen. Prüfen Sie bei der Heizung, ob Raumthermostate oder Stellantriebe an den Heizverteilern Strom brauchen.

Der Trockenbauer muss wissen, wo Einbauspots sitzen, damit er nicht genau dort ein Profil setzt. Der Plattenleger braucht die Dosen gesetzt, damit er die Platten sauber darum schneiden kann. Der Küchenbauer muss den Steckdosenplan liefern, bevor geschlitzt wird. Und der Maler: Apparate werden erst nach dem Streichen montiert, sonst sind sie mit Farbe verschmiert.

Fehler, die sich erst später zeigen

Die meisten Fehler entstehen nicht beim Verdrahten, sondern bei der Planung. Typische Situationen aus der Praxis:

  • Zu wenige Steckdosen am Bett und am Schreibtisch, sodass sich Mehrfachstecker vermehren
  • Steckdosen hinter der Küche an unerreichbaren Stellen oder eine fehlende Steckdose für Dampfabzug und Unterbauleuchten
  • Alle Stromkreise an einem FI, sodass eine kleine Störung die ganze Wohnung abschaltet
  • Grosse Geräte auf einer Phase, was beim gleichzeitigen Kochen und Waschen die Hauptsicherung auslöst
  • Schräge oder nicht dokumentierte Leitungswege, die beim Aufhängen eines Tablars angebohrt werden
  • Ein unbeschriftetes Tableau, bei dem nach Jahren niemand weiss, welcher Schalter zu welchem Zimmer gehört
  • Nicht nachgezogene Klemmen im Tableau, die sich später durch Wärme oder Geruch bemerkbar machen
  • Ein fehlender Schutzpotentialausgleich im Bad, der bei der Messung auffällt

Riecht es aus dem Tableau verbrannt oder wird es warm, schalten Sie die Hauptsicherung aus und rufen Sie den Installateur. Bei Rauch oder Feuer gilt die Feuerwehr unter 118.

Anleitung für Heimwerker: Wohnung für den Elektroinstallateur vorbereiten

Elektroarbeiten an der festen Installation darf in der Schweiz nur eine Fachperson mit Installationsbewilligung nach NIV ausführen. Verdrahten und Messen sind deshalb tabu. Bei der Vorbereitung können Sie aber viel beitragen und dem Team Zeit sparen:

  1. Wohnung vollständig räumen, auch Einbauschränke und Kellerabteil vor dem Zählerraum.
  2. Pro Raum einen Möbelplan im Massstab zeichnen, mit Bett, Schreibtisch, TV und Router.
  3. Küchenplan vom Küchenbauer einholen und ausdrucken.
  4. Liste aller grossen Geräte mit Leistungsangaben erstellen.
  5. Fenster, Zargen, Heizkörper und Bodenbelag mit Folie und Malervlies abdecken.
  6. Treppenhaus und Lift nach Absprache mit dem Hauswart schützen.
  7. Vor dem Zugipsen jede Wand mit Massband fotografieren und die Fotos nach Räumen ablegen.

Prüfung und Abnahme der fertigen Installation

Gehen Sie bei der Abnahme mit dem Installateur durch die Wohnung und testen Sie alles, was sich testen lässt. Nehmen Sie sich Zeit, eine 4-Zimmer-Wohnung hat Dutzende Apparate. Rechnen Sie mindestens mit einer Stunde und prüfen Sie:

  • Sicherheitsnachweis mit Mess- und Prüfprotokoll, Datum und Unterschrift, ohne offene Mängel
  • Schema des Tableaus und Beschriftung aller Schutzschalter nach Räumen
  • Jeden FI über die Prüftaste
  • Jede Steckdose mit Prüfgerät oder Handyladegerät
  • Jeden Schalter und die Korrespondenzschaltungen im Korridor und Wohnzimmer
  • Kochfeld, Backofen, Boiler und Geschirrspüler im echten Betrieb
  • Gerade montierte Abdeckungen ohne Spalt zu den Platten
  • Fotodokumentation der Leitungswege vor dem Zugipsen
  • Freie Plätze im Tableau für spätere Erweiterungen
  • Garantiebedingungen und Kontakt für Mängelrügen

Häufige Fragen

Nicht immer. Bei einer alten Zuleitung oder wenn die Wohnung deutlich mehr Leistung braucht, ist es aber sinnvoll. Die Zuleitung läuft durch gemeinschaftliche Teile des Hauses, deshalb klären Sie das mit der Liegenschaftsverwaltung, und der Installateur stimmt die Leistung mit dem Netzbetreiber ab.

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