Preisverzeichnis 2026 · Schweiz

Elektroinstallation 5-Zimmer-Wohnung: Rohinstallation und Fertigmontage

Eine komplette neue Elektroinstallation in einer 5-Zimmer-Wohnung gehört zu den grössten Arbeiten bei einer Wohnungssanierung. Das Paket «Rohinstallation und Fertigmontage» umfasst den ganzen Weg von leeren Wänden bis zu funktionierenden Steckdosen und Schaltern: Schlitze, Dosen, Rohre und Leitungen, eine neue Wohnungsverteilung

Aktualisiert 09/2026·12 Min. Lesezeit·5 Positionen im Preisverzeichnis
Elektroinstallation Wohnung (5 Zimmer) - Verlegung + Komplettierung
CHF 4742.55
Orientierungsspanne
CHF 4742.55 - CHF 4742.55
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Elektroinstallation5 Positionen

Alle angegebenen Preise sind Nettopreise, zuzüglich gegebenenfalls anfallender Umsatzsteuer. Der Arbeitspreis enthält nur die Arbeit. Der Preis mit Material enthält zusätzlich Hilfsmaterial (Kleber, Grundierung, Dichtstoffe, Befestigungsmaterial). Fliesen, Bodenbeläge, Farbe und Sanitärobjekte wählt und kauft der Kunde selbst, sie sind nicht enthalten.

PositionEHPreis / EHMengeSumme
Pauschalpakete
Elektroinstallation Wohnung (5 Zimmer) - Verlegung + KomplettierungStk.CHF 4’742.55-
Elektroinstallation Wohnung (1 Zimmer) - Verlegung + KomplettierungStk.CHF 2’421.70-
Elektroinstallation Wohnung (2 Zimmer) - Verlegung + KomplettierungStk.CHF 2’825.35-
Elektroinstallation Wohnung (3 Zimmer) - Verlegung + KomplettierungStk.CHF 3’128.05-
Elektroinstallation Wohnung (4 Zimmer) - Verlegung + KomplettierungStk.-
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Was das Paket Rohinstallation und Fertigmontage umfasst

Ein Pauschalpaket bedeutet, dass die Arbeit für die ganze Wohnung berechnet wird, nicht für jede einzelne Steckdose. Damit das funktioniert, müssen beide Seiten genau wissen, was enthalten ist und was nicht. Bei einer 5-Zimmer-Wohnung ist das wichtiger als bei einer kleinen, weil die Zahl der Anschlusspunkte von Wohnung zu Wohnung stark schwankt.

Rohinstallation

  • Anzeichnen der Leitungswege und Dosenpositionen nach dem vereinbarten Plan
  • Fräsen der Schlitze und Bohren der Löcher für Unterputzdosen
  • Setzen der Apparatedosen, Abzweigdosen und nach Bedarf weiterer Installationsdosen
  • Einlegen der Installationsrohre und Einziehen der Leitungen für Licht- und Steckdosengruppen, Küche, Bäder und einzelne Geräte
  • Montage und Verdrahtung der neuen Wohnungsverteilung
  • Anschluss an die Zuleitung aus dem Keller oder Treppenhaus, wenn das im vereinbarten Umfang liegt
  • Schutzpotentialausgleich in den Bädern nach Bedarf

Fertigmontage

Die Fertigmontage kommt erst nach Gipser- und Malerarbeiten. Der Elektroinstallateur setzt Steckdosen, Schalter und Dimmer, schliesst die Klemmen für Leuchten an, bestückt die Verteilung mit den Schutzgeräten und prüft alles durch. Spätestens jetzt zeigt sich, wie sauber die Rohinstallation war: Eine Dose, die zu tief oder schief sitzt, lässt sich bei der Fertigmontage kaum noch korrigieren.

Was meist nicht enthalten ist

Separat geregelt werden oft das Zuputzen der Schlitze, die Montage von Leuchten (vor allem Lüster und LED-Bänder), Schwachstrom wie Netzwerk, TV, Sonnerie und Gegensprechanlage, Gebäudeautomation, der Ersatz der Steigleitung im Haus und eine Erhöhung der Anschlussleistung beim Netzbetreiber. Schalter und Steckdosen wählen viele Bauherrschaften selbst aus. Klären Sie deshalb früh, ob der Elektroinstallateur die Apparate liefert oder Sie. Auch der Sicherheitsnachweis mit der Schlusskontrolle ist nicht immer im Paket. Fragen Sie ausdrücklich danach.

Worin sich die 5-Zimmer-Wohnung von den kleineren Varianten unterscheidet

Im Preisverzeichnis finden Sie dieselbe Arbeit auch für 1-, 2-, 3- und 4-Zimmer-Wohnungen, jeweils auf einer eigenen Seite. Das Prinzip ist gleich, aber mit der Grösse ändert sich nicht nur die Zahl der Steckdosen. Es ändert sich das ganze Konzept der Installation.

  • 1- und 2-Zimmer-Wohnung: wenige Gruppen, eine kleine Verteilung mit ein oder zwei Reihen, Arbeit für ein bis zwei Elektriker während einiger Tage. Küche und Bad sind die einzigen anspruchsvolleren Stellen.
  • 3-Zimmer-Wohnung: die typische Familienwohnung im Mehrfamilienhaus. Es kommen Gruppen dazu, die Verteilung braucht meist mehr Reihen, das Konzept bleibt aber einfach.
  • 4-Zimmer-Wohnung: oft schon zwei Nasszellen oder ein separates WC mit Lavabo, mehr Geräte und längere Leitungswege.
  • 5-Zimmer-Wohnung (auch 5½ Zimmer): der grösste Umfang. Typisch sind zwei Bäder, eine grosse Küche mit Induktionskochfeld und Steamer, ein Büro mit vielen Steckdosen, ein Reduit oder Ankleide, manchmal eine eigene Waschmaschine und ein Tumbler in der Wohnung und Klimageräte in mehreren Zimmern. Es gibt so viele Gruppen, dass die Verteilung mehrreihig wird und die Aufteilung auf Fehlerstrom-Schutzschalter gut überlegt sein muss.

Für die 5-Zimmer-Wohnung heisst das in der Praxis:

  • Längere Leitungen: Von der Verteilung bis ins hinterste Zimmer kann die Strecke lang sein. Bei leistungsstarken Geräten muss der Elektroinstallateur auf den Spannungsfall achten und den Querschnitt passend wählen.
  • Mehrere FI-Schutzschalter: Hängt die ganze Wohnung an einem einzigen FI, fällt bei einem Defekt alles aus. Deshalb verteilt man die Gruppen auf mehrere FI oder setzt für wichtige Gruppen kombinierte FI/LS-Schalter ein.
  • Anschlussleistung: Die meisten Wohnungen in der Schweiz sind dreiphasig angeschlossen. Trotzdem kann eine grosse Wohnung mit Induktion, Backofen, Steamer, eigener Waschküche und Klimageräten an die Grenze der Hauptsicherung kommen. Das klärt der Elektroinstallateur mit dem lokalen Netzbetreiber ab.
  • Grösseres Team: Für die Rohinstallation arbeiten meist mehrere Monteure gleichzeitig, sonst würden die anderen Handwerker wochenlang warten.
  • Höheres Risiko für Planungslücken: In fünf Zimmern vergisst man leicht die Steckdose neben dem Bett oder den Schalter beim zweiten Eingang ins Wohnzimmer. Ein guter Plan ist hier wichtiger als bei einer kleinen Wohnung.

Vorbereitung, bevor die Elektriker kommen

Plan für Steckdosen und Licht

Den grössten Wert hat ein Plan, der fertig ist, bevor jemand den ersten Schlitz fräst. Ein Grundriss mit eingezeichneten Möbeln genügt: Wo stehen Bett, Schreibtisch, Fernseher, Küche, Waschmaschine, Tumbler? Erst danach zeichnet man Steckdosen und Schalter ein. Warum diese Reihenfolge? Eine Steckdose hinter dem Schrank nützt niemandem, und einen Schalter hinter der offenen Tür ertastet keiner. Für die Küche verlangen Sie vom Küchenbauer einen Plan mit den Gerätepositionen, sonst müssen Dosen oft versetzt werden.

Absprache mit der Liegenschaftsverwaltung

Im Mehrfamilienhaus sind Sie nicht allein. Die Zuleitung zur Wohnung kommt meist aus dem Keller, der Zähler gehört dem Netzbetreiber, und manche Wände sind tragend. Informieren Sie vor Arbeitsbeginn die Liegenschaftsverwaltung oder bei Stockwerkeigentum die Verwaltung der Gemeinschaft, und vereinbaren Sie den Zeitpunkt für das Abschalten der Zuleitung und den Zugang zum Zählerraum. Der Hauswart weiss oft, wo die Hauptsicherungen sitzen. Viele Häuser haben eine Hausordnung mit Ruhezeiten für laute Arbeiten und Regeln für den Abtransport von Bauschutt.

Anschlussleistung

Planen Sie mehr Leistung, etwa wegen eines grösseren Kochfelds, einer Wärmepumpe für das Warmwasser oder einer Ladestation in der Einstellhalle, gehört die Abklärung mit dem Netzbetreiber an den Anfang. Das braucht Zeit, deshalb läuft es parallel zur Planung und nicht erst nach Abschluss der Arbeiten.

Zustand der Wohnung

Die Wohnung sollte leer sein, alte Wandplatten und lose Verputzstellen im Bereich der Schlitze entfernt und neue Wände bereits gestellt. Der Elektroinstallateur muss wissen, wo die endgültigen Wände stehen, sonst plant er die Leitungswege ins Blaue. Für die Werkzeuge braucht es Baustrom, zum Beispiel einen Baustromverteiler oder eine vereinbarte provisorische Gruppe.

So läuft die Arbeit auf der Baustelle ab

  1. Alte Installation abschalten und demontieren. Alte Leitungen lässt man manchmal stromlos in der Wand, wenn das Herausziehen den Verputz zu stark beschädigt. Wichtig ist, dass nirgends etwas unter Spannung bleibt.
  2. Mit der Bauherrschaft durch die Wohnung gehen und alle Dosen und Leitungswege an den Wänden anzeichnen. Bei einer 5-Zimmer-Wohnung dauert das oft einen ganzen Tag, und das lohnt sich.
  3. Schlitze fräsen und Dosenlöcher bohren. Eine Mauernutfräse mit Absaugung hält den Staub deutlich tiefer. Die Leitungen verlaufen senkrecht und waagrecht in festen Installationszonen, nie schräg über die Wand.
  4. Dosen mit Gips oder Schnellmörtel einsetzen. Die Dosen müssen bündig mit der künftigen Wandoberfläche sitzen, also mit Rücksicht auf die Dicke von Verputz oder Wandplatten.
  5. Rohre einlegen und Leitungen einziehen. In der Schweiz liegen die Leitungen üblicherweise in Installationsrohren, so lassen sie sich später ersetzen. Jede Gruppe wird in der Verteilung beschriftet.
  6. Verteilung montieren und Zuleitung anschliessen. Das geschieht nur nach Absprache mit der Verwaltung und im abgeschalteten Zustand.
  7. Rohinstallation messen und die Leitungswege vor dem Zuputzen fotografieren. Diese Fotos sind Gold wert, wenn Sie später einmal bohren.
  8. Schlitze zuputzen, Gipser-, Maler- und Plattenlegerarbeiten. Das machen andere Handwerker.
  9. Fertigmontage: Apparate setzen, Verteilung bestücken, Leuchtenanschlüsse herstellen.
  10. Erstprüfung durch den Elektroinstallateur, Schlusskontrolle durch ein unabhängiges Kontrollorgan und Übergabe des Sicherheitsnachweises.

Material und Varianten

Leitungen und Rohre

In Wohnungen verwendet man meist Kupferdrähte in Kunststoffrohren oder Kabel, die ebenfalls in Rohren geführt werden. Lichtgruppen haben üblicherweise 1,5 mm² Querschnitt, Steckdosengruppen oft 2,5 mm². Für das Kochfeld gibt es eine eigene Zuleitung mit 400 Volt, wie es in der Schweiz Standard ist, ausgelegt nach den Angaben des Herstellers. Bei langen Wegen zu starken Geräten in der 5-Zimmer-Wohnung kann der Elektroinstallateur einen grösseren Querschnitt wählen, um den Spannungsfall gering zu halten.

Wohnungsverteilung

Für eine grosse Wohnung wählt man eine mehrreihige Verteilung mit Platzreserve. Diese Reserve zahlt sich aus: Kommen später ein Klimagerät oder eine Ladestation dazu, muss der Kasten nicht ersetzt werden. Eine Unterputzverteilung sieht schöner aus, braucht aber eine genügend dicke Wand. In tragende Betonwände sollte man keine grossen Öffnungen spitzen, dann wählt man eine Aufputzverteilung oder einen anderen Ort, zum Beispiel im Reduit.

Schutzgeräte

  • FI-Schutzschalter 30 mA: schützt Menschen bei Berührung. Heute ist er bei Steckdosen und in Bädern üblich.
  • Kombinierter FI/LS-Schalter: vereint beide Funktionen für eine einzelne Gruppe. Bei einem Fehler fällt nur diese Gruppe aus, nicht die halbe Wohnung. Bei fünf Zimmern lohnt sich das zum Beispiel für Kühlschrank, Tiefkühler oder Büro.
  • Überspannungsschutz: schützt Elektronik vor Spannungsspitzen aus dem Netz. Ob und welcher passt, beurteilt der Elektroinstallateur anhand der Installation im Haus.

Dosen und Apparate

In Gipsständerwände kommen Hohlwanddosen, in Mauerwerk und Beton klassische Unterputzdosen. Tiefere Dosen erleichtern das Anschliessen, besonders wenn viele Leitungen oder ein Dimmer darin sitzen. Bei den Apparaten liegt der Unterschied zwischen günstigen und guten Produkten vor allem in den Klemmen und der Mechanik der Schalter. Steckdosen Typ 13, oft als Dreifachkombination, sind der Normalfall. In fünf Zimmern kommen viele Stück zusammen, und gespart an jedem einzelnen zeigt sich später oft an wackligen Steckdosen.

Klassische Schalter oder Gebäudeautomation

Wenn Sie eine smarte Steuerung für Licht und Storen in Betracht ziehen, entscheiden Sie das vor der Rohinstallation. Manche Systeme brauchen einen Neutralleiter in jeder Schalterdose, andere einen eigenen Bus oder tiefere Dosen. In einer fertigen Wohnung lässt sich das nur mühsam nachrüsten.

Was die Arbeit erleichtert und was sie erschwert

Der Aufwand in einer 5-Zimmer-Wohnung hängt nicht nur an der Zimmerzahl. In zwei gleich grossen Wohnungen kann die Arbeit deutlich einfacher oder aufwendiger ausfallen.

Leichter wird es mit:

  • einem fertigen, abgesprochenen Plan, der sich während der Arbeit nicht ändert
  • einer leeren Wohnung und fertig gestellten Wänden
  • Vorwänden und abgehängten Decken in Gipskarton, in denen Leitungen ohne Schlitze laufen
  • Backsteinwänden, die sich leichter fräsen lassen als Beton
  • einem gut zugänglichen Zählerraum und einer kooperativen Verwaltung

Schwieriger wird es mit:

  • Betonwänden, in denen das Fräsen langsam geht und in tragenden Teilen nur eingeschränkt möglich ist
  • Betondecken ohne abgehängte Decke, wenn die Leitungen zu den Leuchten unter dem Verputz laufen müssen
  • Planänderungen während der Arbeit, die neue Schlitze und versetzte Dosen bedeuten
  • vielen Sonderpunkten: elektrische Bodenheizung in zwei Bädern, Klimageräte, motorisierte Storen, versenkbare Steckdosen in der Küche
  • dem Zusammenlegen zweier Wohnungen, wenn zwei bestehende Zuleitungen und eventuell ein überflüssiger Zähler zu bereinigen sind

Bei tragenden Wänden gilt ein wichtiger Punkt: Tiefe waagrechte Schlitze können eine tragende Wand schwächen. Wenn Sie nicht sicher sind, welche Wände tragen, klären Sie das mit der Verwaltung anhand der Hauspläne oder mit einem Bauingenieur.

Zusammenspiel mit anderen Handwerkern und Zeitbedarf

Der Elektroinstallateur kommt zweimal in die Wohnung, dazwischen arbeiten andere. Die Rohinstallation folgt auf Abbruch und neue Wände, aber vor Verputz, Unterlagsboden und Wandplatten. Sie muss mit dem Sanitärinstallateur abgestimmt sein: In Bad und Küche sollen Leitungen und Wasserrohre nicht zufällig aneinander vorbeikommen, sondern nach Absprache. Bei einer elektrischen Bodenheizung muss klar sein, wo Thermostat und Fühler hinkommen. Leitungen im Boden müssen vor dem Unterlagsboden liegen.

Der Plattenleger muss wissen, wo die Dosen sitzen, damit er sie genau ausschneiden kann, idealerweise mittig in einer Platte oder sauber auf eine Fuge. Der Gipser muss die Positionen der Einbauspots kennen, bevor er die Decke schliesst. Der Maler sollte vor der Fertigmontage streichen, nicht danach, sonst landen Farbspuren auf den Abdeckungen.

Die Rohinstallation in einer 5-Zimmer-Wohnung dauert mit einem eingespielten Team meist ein bis zwei Wochen, je nach Wandmaterial und Anzahl Punkten. Die Fertigmontage ist kürzer, meist einige Tage. Dazwischen liegen Verputz, Trocknung und Malerarbeiten, was mehrere Wochen dauern kann. Ein Unterlagsboden braucht je nach Art und Dicke oft mehrere Wochen, bis er belegt werden kann. Gips unter den Dosen bindet schnell ab, der Verputz in den Schlitzen muss aber nach Herstellerangabe trocknen, bevor darauf weitergearbeitet wird.

Typische Fehler und wie sie sich später zeigen

  • Zu wenige Steckdosen im Büro und beim Bett: Das zeigt sich gleich nach dem Einzug an Verlängerungskabeln am Boden. In der 5-Zimmer-Wohnung passiert das vor allem in Zimmern, die bei der Planung «noch keinen Zweck» haben.
  • Dosen zu tief oder vorstehend: Abdeckungen liegen nicht auf, Steckdosen wackeln.
  • Alles an einem FI: Ein defektes Gerät legt die ganze Wohnung lahm, samt Kühlschrank.
  • Unbeschriftete Gruppen in der Verteilung: Bei einer Störung weiss niemand, was abzuschalten ist.
  • Schräge Leitungswege: Beim Aufhängen eines Regals trifft der Bohrer die Leitung.
  • Zu schwache Zuleitung für die Küche: Das Induktionskochfeld löst aus oder lässt sich nicht nach Herstellerangabe anschliessen.
  • Vergessener Schwachstrom: Netzwerkkabel in die Zimmer laufen nach dem Streichen nur noch in Kabelkanälen.
  • Keine Fotos der Leitungswege: Bei späteren Arbeiten sucht man mit dem Leitungssucher und mit Risiko.

Ein Wort zur Sicherheit: Elektroinstallationen dürfen nach der Niederspannungs-Installationsverordnung (NIV) nur von Fachleuten mit entsprechender Bewilligung ausgeführt werden, und vor der Übergabe wird alles geprüft und mit einem Sicherheitsnachweis dokumentiert. Darum eignet sich auch kein Teil dieser Arbeit für Eigenleistung. Riechen Sie während der Arbeiten Gas, betätigen Sie keine elektrischen Schalter, verlassen Sie die Wohnung und rufen Sie den Notdienst Ihres Gasversorgers oder die 112 an. Bei Feuer gilt die 118.

Anleitung für Heimwerker: was Sie selbst vorbereiten können

Selbst Hand anlegen an Leitungen dürfen Sie nicht. Sie können aber viel dazu beitragen, dass die Installation gut wird und nichts vergessen geht. Diese Schritte sind ohne Risiko möglich:

  1. Grundriss besorgen oder ausmessen und alle Möbel massstabgetreu einzeichnen.
  2. Für jedes Zimmer notieren, wie es heute und in fünf bis zehn Jahren genutzt wird.
  3. Steckdosen, Schalter, Leuchten und Netzwerkdosen im Plan markieren, auch auf beiden Seiten des Betts.
  4. Alle Geräte mit hoher Leistung auflisten und Datenblätter von Kochfeld, Backofen und Klimageräten sammeln.
  5. Gerätepositionen der Küche beim Küchenbauer anfordern und dem Elektroinstallateur weitergeben.
  6. Wohnung räumen und Zugang zu Zählerraum und Keller mit dem Hauswart absprechen.
  7. Vor dem Zuputzen jede Wand mit Leitungen fotografieren, mit Doppelmeter im Bild als Massstab.
  8. Fotos und Plan nach Zimmern geordnet ablegen und bei der Übergabe ergänzen lassen.

Kontrolle der fertigen Arbeit und Übergabe

Nehmen Sie sich für die Abnahme genügend Zeit und gehen Sie Zimmer für Zimmer durch. Schalten Sie jedes Licht ein, prüfen Sie jede Steckdose, zum Beispiel mit einem einfachen Steckdosenprüfer, und testen Sie die FI-Schutzschalter mit der Prüftaste. Lassen Sie sich die Verteilung erklären.

  • Der Sicherheitsnachweis ist übergeben und unterzeichnet
  • In der Verteilung sind alle Gruppen lesbar und korrekt beschriftet
  • Jeder FI-Schutzschalter löst beim Drücken der Prüftaste aus
  • Alle Steckdosen und Schalter sitzen fest, gerade und die Abdeckungen liegen auf
  • Jedes Licht lässt sich von den vereinbarten Stellen schalten, bei Schema 3 von beiden Seiten
  • In der Küche sind die Anschlüsse für Kochfeld, Backofen und Steamer nach Herstellerangabe bereit
  • In den Bädern ist der Schutzpotentialausgleich ausgeführt und die Apparate passen zu den Bereichen bei Wanne und Dusche
  • Nirgends sind blanke Leitungsenden oder offene Dosen ohne Deckel
  • Sie haben Fotos der Leitungswege und einen aktualisierten Plan der ausgeführten Installation
  • Zusätzliche oder weggelassene Punkte sind im Abnahmeprotokoll festgehalten

Häufige Fragen

Bei einer Gesamtsanierung ist es meist sinnvoll. Ältere Installationen haben oft keinen separaten Schutzleiter, die Isolation wird spröde, Klemmstellen lockern sich und werden warm, und für heutige Geräte war sie nicht ausgelegt. Wenn die Wände ohnehin offen sind, ist das der richtige Moment.

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