7 Dinge, die Sie vor der Renovation Ihrer Wohnung oder Ihres Hauses wissen müssen

Sie wissen, dass Sie Ihre Wohnung oder Ihr Haus renovieren möchten, aber nicht genau, wo Sie anfangen sollen? Ehrlich gesagt sind Sie damit nicht allein. Viele Eigentümerinnen und Eigentümer stürzen sich in eine Renovation, ohne zu ahnen, was auf sie zukommt.
Erst wenn etwas schiefgeht, bereuen sie, keinen Plan gehabt zu haben. Ohne Vorbereitung kann eine Renovation schnell enttäuschend verlaufen, denn Sie beginnen dabei nie mit einem leeren Blatt. Unvorhergesehene Ausgaben und Probleme sorgen rasch für Stress.
Bevor Sie also mit der Renovation Ihrer Wohnung oder Ihres Hauses loslegen, bereiten Sie sich so gut wie möglich vor. Schauen wir uns deshalb einige Punkte an, auf die Sie auf jeden Fall achten sollten.
1. Investieren Sie in einen Schlüsselsafe
Wenn Sie Ihre Wohnung oder Ihr Haus renovieren, bevor Sie einziehen, und weit entfernt wohnen, lohnt sich ein Schlüsselsafe. Planen Sie grössere Arbeiten, die Sie wahrscheinlich nicht selbst ausführen, beauftragen Sie dafür ohnehin einen Handwerksbetrieb.
Handwerker beginnen gerne frühmorgens, und Sie möchten bestimmt nicht jeden Tag in aller Frühe aufstehen und zur Baustelle fahren, nur um die Arbeiter hereinzulassen.
Montieren Sie auf dem Grundstück einen abschliessbaren Schlüsselsafe oder investieren Sie in smarte Schlösser für die Aussentüren. So müssen Sie niemanden persönlich in die Liegenschaft lassen. Es genügt, den Handwerkern einen Code mitzuteilen, mit dem sie die Tür selbst öffnen können. So sparen Sie unzählige Stunden, viele Liter Benzin und das frühe Aufstehen.
2. Verbringen Sie Zeit in den Räumen
So selbstverständlich es klingen mag: Bevor Sie grosse Entscheidungen treffen, etwa bei der Wahl von Wandfarben, Teppichen und Leuchten, sollten Sie genügend Zeit in den Räumen verbringen, die Sie renovieren.
Wenn Sie einen alten Teppich ersetzen möchten, ist die Auswahl wirklich riesig. Dichter oder lockerer Flor? Gestreift oder ohne Muster? Welcher Grauton gefällt Ihnen am besten? Die Antworten hängen von weiteren Aspekten der Renovation ab, etwa von der Wandfarbe oder den Möbeln.
Ihre Farbpaletten sollten Sie vor Beginn der Renovation festlegen. Wichtig ist, die Farben tatsächlich an der Wand zu sehen, und zwar bevor die Malerarbeiten beginnen. Frisch gestrichene Wände und ein neuer Teppich können zeigen, dass gewisse Leuchten den Raum schlicht nicht so ausleuchten, wie Sie es ursprünglich geplant hatten. Wenn Sie sich etwas mehr Zeit nehmen, um zu überlegen, wie alles im umgebauten Raum zusammenpasst, sparen Sie viel Zeit und Geld.
3. Planen Sie einen realistischen Zeitrahmen
Ihre Renovation wird wahrscheinlich länger dauern, als Sie denken. Seien Sie darauf vorbereitet und organisieren Sie sich eine Unterkunft, in der Sie notfalls einige Nächte bleiben können. So vermeiden Sie Frust und zusätzlichen Stress.
Vielleicht denken Sie, der Ersatz der Whirlpoolwanne und des veralteten Doppellavabos im Badezimmer sei schnell erledigt. Der Ausbau der alten Einrichtung dauert tatsächlich nur ein paar Stunden, doch eine neue Wanne und ein Lavabo zu finden, die in den Raum passen, kann durchaus Wochen dauern. Hinzu kommen oft verlängerte Lieferfristen.
Auch die Fertigstellung eines neuen Entrées kann sich über mehrere Wochen hinziehen. Was, wenn Sie allein auf die Bodenlegerarbeiten sechs Wochen warten müssen? Bleiben Sie beim Zeitplan realistisch. Beginnen Sie mit der Auswahl neuer Möbel und Geräte, bevor Sie die alten entfernen. So können Sie die Wartezeit deutlich verkürzen.
4. Rechnen Sie mit dem Unerwarteten
Jede Wohnung und jedes Haus hat seine verborgenen Geheimnisse, in den Wänden, unter den Böden oder anderswo. Ans Licht kommen sie oft erst bei einer gründlichen Renovation.
Es kann vorkommen, dass Ihnen der Handwerker beim Ausmessen für Ihren neuen Traumboden mitteilt, dass Ihre Böden wegen eines verschobenen Mittelträgers uneben sind. Nun müssen Sie sich mit dem Ingenieur auseinandersetzen, dem das entgangen ist, und den Bodenträger reparieren lassen, bevor das neue Material geliefert wird.
Das ist nur eines von vielen Beispielen. Ausserdem kann es passieren, dass Sie in den Wänden Asbest finden, der fachgerecht entfernt werden muss, dass alte Anstriche noch Blei enthalten, das Dach undicht ist, im Estrich grossflächiger Schimmel auftaucht und vieles mehr.
Mit dem Unerwarteten rechnen Sie, indem Sie zusätzliche Zeit einplanen und eine finanzielle Reserve zurücklegen, mit der Sie unvorhergesehene Probleme lösen können.
5. Sprechen Sie mit mehreren Anbietern
Gespräche mit mehreren Handwerksbetrieben und der Vergleich verschiedener Offerten können sich wirklich auszahlen.
Angenommen, Sie möchten Ihren Boiler aus dem Schrank im ersten Stock entfernen und einen neuen in der Garage installieren lassen.
Der erste Sanitärinstallateur, den Sie um eine Offerte bitten, sagt Ihnen, dass Sie mit etwa CHF 10’700 rechnen müssen und er die Warmwasserleitungen neu führen muss, indem er die Decke im Wohnzimmer aufschneidet.
Der zweite Sanitärinstallateur findet, das sei zu viel Aufwand, und lehnt den Auftrag ab. Der dritte plant, die Arbeit an einem Tag zu erledigen, und verrechnet CHF 5’870, ohne die Leitungen umlegen zu müssen.
Wenn Sie nicht mehrere Anbieter anfragen, riskieren Sie, einen überhöhten Betrag zu bezahlen und trotzdem nicht das zu bekommen, was Sie eigentlich möchten. Gerade bei komplexen Arbeiten wie Heizungsarbeiten kann jeder Anbieter eine andere Lösung und einen anderen Preis vorschlagen. Deshalb lohnt es sich, etwas mehr Zeit zu investieren und mehrere Fachleute um eine Offerte zu bitten, um die beste Lösung zu finden.
6. Beginnen Sie mit der Küche
Viele Eigentümer fragen sich, in welcher Reihenfolge sie ihr Haus renovieren sollen. Am besten beginnen Sie mit der Küche, denn eine umgebaute Küche steigert den Wert Ihres Hauses erheblich.
Immobilienfachleute schätzen, dass Eigentümer beim Verkauf eines Hauses mit komplett renovierter Küche bis zu 59 % der Kosten für die neue Küche wieder hereinholen können. Zudem können Sie den Platz in einer älteren Küche nach einer Modernisierung viel besser nutzen.
Ganz praktisch gesehen sollten Sie die Küche zuerst renovieren, weil dabei am meisten Staub und Schmutz entstehen, den Sie nicht in der Nähe frisch gestrichener Wände in anderen Räumen haben möchten. Grenzen Sie den Abbruchschmutz von den übrigen Räumen ab, indem Sie Türen und andere Durchgänge mit Plastikfolie abdecken. Da der Umbau einer grossen Küche in der Regel mehrere Monate dauert, richten Sie sich in einem weniger genutzten Raum eine provisorische Ersatzküche ein.
7. Konkretisieren Sie Ihre Designvorstellungen
Bevor Sie sich mit einer Innenarchitektin oder einem Innenarchitekten treffen, grenzen Sie Ihre Vorlieben für das Design Ihres neuen Traumzuhauses ein. Holen Sie sich Inspiration in Wohnzeitschriften, auf Websites zur Innenarchitektur und Ähnlichem. Ein konkretes Design vor Augen hilft Ihnen zu vermeiden, dass Ihr Zuhause nach den Vorstellungen der Innenarchitektin oder des Innenarchitekten eingerichtet wird, die sich stark von Ihren eigenen unterscheiden können.
Lassen Sie nicht zu, dass Ihr Budget durch die Innenarchitektur in die Höhe getrieben wird. Erteilen Sie auf keinen Fall die Erlaubnis, teure Materialien einzukaufen, die Ihnen später in Rechnung gestellt werden. Wenn Sie zudem einen klaren Zeitrahmen einhalten, bleiben auch die Honorarkosten vergleichsweise tief.
Die Renovation Ihrer Wohnung oder Ihres Hauses ist ein wichtiger Schritt in Ihrem Leben, muss aber kein Albtraum sein. Wenn Sie sich von Fachleuten beraten lassen, sich gründlich vorbereiten und alles bis ins letzte Detail planen, erreichen Sie Ihr «Traumhaus» relativ rasch und selbstverständlich im Rahmen des zuvor festgelegten Budgets.
Tím NUMIQ
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